Die Materialschlachten des Ersten Weltkriegs haben sich bis heute tief in das kollektive Gedächtnis der beteiligten Völker eingegraben. Im Vereinigten Königreich sind die schrecklichen Schlachten an der Somme bis heute ein historisches Ereignis geblieben, das jedem Schüler geläufig ist. Die größten und wichtigsten Schlachten der deutschen Geschichte jetzt in COMPACT-Geschichte 15: Mit Blut und Eisen nochmals nacherleben. Hier mehr erfahren.

    Die Schlacht an der Somme ist bei den Briten bis heute genauso tief im kollektiven Gedächtnis verankert wie die Schlacht von Verdun bei den Deutschen und Franzosen. Der britische Plan sah vor, durch massiven Artilleriebeschuss der deutschen Linien eine Todeszone herbeizubomben, die die Soldaten dann nur noch mit dem „Spazierstock“ bewaffnet überqueren könnten, da dort nach den Annahmen des britischen Generalstabs keine Maus mehr leben würde.

    Stattdessen erleben die Briten am 1. Juli 1916 beim Sturm auf die deutschen Stellungen den blutigsten Tag ihrer Kriegsgeschichte mit zwanzigtausend Gefallenen und vierzigtausend Verwundeten. Die deutschen Linien wären wohl unter gar keinen Umständen zu halten gewesen, wenn die Deutschen nicht ein Konzept der „tiefen Verteidigung“ entwickelt hätten.

    Tiefe Verteidigung

    Dies bedeutete konkret, dass die deutschen Soldaten die Front nun nicht mehr von Schützengräben aus verteidigten, sondern nur noch einzeln oder in kleinen Gruppen in Granattrichtern oder Erdlöchern lagen. Dies ermöglichte eine Verteilung der Truppen über ein größeres Gelände hinweg und erschwerte eine Massierung der gegnerischen Artillerie deutlich. Die verteidigenden deutschen Soldaten kämpften nun endgültig unter extremsten Bedingungen. Häufig waren sie auf sich alleine gestellt in mit Wasser zulaufenden Erdlöchern und ohne Verpflegung, dabei aber einem ständigen Trommelfeuer ausgesetzt.

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    Aber auch die Deutschen erleiden schreckliche Verluste: Am 3. September 1916 wird der Frontabschnitt von Ernst Jüngers aus Hannover stammendem Füsilier-Regiment „General-Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen“ Nr. 73 angegriffen, wobei an nur einem einzigen Tag 165 von Jüngers Regimentskameraden fallen und weitere 105 vermisst werden.

    „Spurlos unter Feuervorhängen verschwunden“

    Ernst Jünger schrieb 1928 über diesen Tag, dass das Regiment hier erstmals erlebte, „dass ein ganzes Bataillon spurlos unter den Feuervorhängen der Materialschlacht verschwand.“

    Im Spätsommer 1916 müssen sich die deutschen Truppen dann auch aus den meisten ihrer bei Verdun eroberten Positionen zurückziehen, da man Truppenteile an die Somme-Front sowie an den durch die russische Brussilow-Offensive schwer in Bedrängnis gebrachten österreichischen Bundesgenossen abgeben muss und Kaiser Wilhelm II. den Krieg unter dem Eindruck des Kriegseintritts Rumäniens an der Seite der Entente am 27. August 1916 zeitweilig für verloren hält.

    Aus rein militärischer Sicht gilt die Schlacht von Verdun aber übrigens nicht als deutsche Niederlage, denn es kann mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden, dass die Alliierten den Durchbruch an der Somme geschafft hätten, wenn sie nicht ständig gezwungen worden wären, die Front bei Verdun zu verstärken. Verdun ist bis heute allerdings ein Sinnbild für die unsagbaren Schrecken und Entbehrungen des Graben- und Stellungskrieges geblieben, und die reinen Zahlen sind schlicht schockierend.

    Ungeheuerliche Verluste

    Auf einem Schlachtfeld von nur etwa dreihundert Quadratkilometern fielen 320 000 französische und rund 280 000 deutsche Soldaten, während der Somme-Schlacht waren sogar über eine Million getöteter, verwundeter und vermisster Soldaten zu beklagen, was sie zur verlustreichsten Schlacht des Ersten Weltkriegs macht.

    Der australische Historiker Christopher Clarke bei einer Lesung in Adelaide im Jahr 2020. Foto: Edith38 I Shutterstock.com

    Der australische Historiker Christopher Clark antwortete noch im Jahr 2014 in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel auf die Frage, warum er seinem Buch über die Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs den Titel Die Schlafwandler gegeben habe, wie folgt:

    „Die Bezeichnung habe ich verwendet, weil die Staatsmänner jener Zeit keine Vorstellung davon hatten, welch katastrophale Folgen ihr Handeln haben würde. Sie haben die Situation falsch eingeschätzt. Wären diese Männer mit einer Zeitmaschine in die Zukunft gereist, auf das schauerliche Schlachtfeld an der Somme zum Beispiel, hätten sie einen Nervenzusammenbruch erlitten.“

    Auch für uns Nachgeborenen bleiben die Schrecken dieses Stellungskriegs immer noch schlicht unvorstellbar, umso stärker steigt damit aber auch das Bedürfnis, den gefallenen Soldaten ein ehrendes Andenken zu bewahren.

    Die ersten drei Teile unserer Serie zu den großen Schlachten des Ersten Weltkriegs lesen Sie hier: 1 I 2I 3

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    2 Kommentare

    1. Wilhelmine von Schlachtendorff am

      Das deutsche Kaiserreich hatte den Ersten Weltkrieg 1916 bereits gewonnen und bot Briten und Franzosen den Frieden zu keinen schlimmen Bedingungen, sondern zur Wiederherstellung des Status quo von 1914 an.

      Komisch nur, dass diese Staaten, die bereits platt waren, dieses Angebot nicht annehmen, sondern, wie von Zauberhand gesteuert, plötzlich die USA auf ihrer Seite in den Krieg eintraten. Und so wurden, England hatte das Friedensangebot nicht angenommen, Millionen Soldaten noch geopfert, bis das deutsche Kaiserreich 1918, immer noch nicht besiegt, den Krieg deshalb verlor, weil das Kommunisten- und Sozialisten-Pack den Kaiser stürzen wollte und im Inneren Revolution machte.

      Wer sorgte wohl dafür, dass die schon erledigten Engländer und Franzosen weitermachen und die bis dahin deutschfreundlichen USA frisch wie ein Traumschuh in den Krieg auf ihrer Seite eintraten?

      • jeder hasst die Antifa am

        Na Wilhelmine altes Schlachtschiff warste mit Wilhelm an vorderster Front dabei.