Selbstmord oder Mord? Die toten RAF-Terroristen in Stammheim

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Küchengespräch zur Zeitgeschichte, Podcast #04: Die ungeklärten Morde von RAF und NSU, dazu die Todesfälle Barschel, Möllemann, Haider ziehen eine Blutspur durch die bundesdeutsche Geschichte der letzten 50 Jahren. COMPACT hat seine Untersuchungen zu diesen Verbrechen im preiswerten Paket „Geheimauftrag Mord“ zusammengeschnürt: drei Spezialausgaben, 252 Seiten, nur 19,95 Euro (statt 27,50 Euro). Die Mordserie wird in einer Podcast-Serie  von Jürgen Elsässer vorgestellt.

 

In der heutigen Podcast-Folge geht es um die Todesnacht von Stammheim am 19. Oktober 1977: Nach der Erstürmung der von palästinensischen RAF-Freunden entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ wurden, noch in derselben Nacht, drei der vier Führungsfiguren der RAF in ihrem Hochsicherheitstrakt tot aufgefunden: Andreas Baader, Jan-Carl Raspe, Gudrun Ensslin. Irmgard Möller überlebte schwer verletzt. War es Selbstmord – aus Frust, weil ihre Terroroffensive gescheitert war? Oder wurden sie hingerichtet? Es gibt Indizien für beide Thesen. Und es gibt noch eine dritte Möglichkeit…

Das Paket „Geheimauftrag Mord. Geheimdienste und Terroristen 1970–2020“ enthält drei COMPACT-Spezialausgaben – „Operation NSU“, „Politische Morde“, „Tiefer Staat“ – und behandelt die wichtigsten politischen Verbrechen der letzten 50 Jahre.
* Mord an Siegfried Buback
* Mord an Hanns Martin Schleyer
* Die Todesnacht von Stammheim
* Oktoberfestattentat
* Die Morde der 3. RAF-Generation (Rohwedder, Herrhausen)
* Tod von Uwe Barschel
* Tod von Jürgen Möllemann
* Tod von Jörg Haider
* Die Morde des NSU, insbesondere:
* Mord an Halit Yozgat in Kassel mit der Verwicklung des Verfassungssvchützers AndreasTemme
* Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn mit Verwicklung ausländischer Dienste
* Die „anatolische Spur“ bei den NSU-Verbrechen.
„Geheimauftrag Mord“: COMPACT hat seine Untersuchungen zu diesen Verbrechen in einem preiswerten Paket zusammengeschnürt: drei Spezialausgaben – „Operation NSU“, „Politische Morde“, „Tiefer Staat“: 252 Seiten, nur 19,95 Euro (statt 27,50 Euro). Hier bestellen.

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

29 Kommentare

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    Es spricht eigentlich alles f ü r Mord. Eines spricht dagegen: Es müßte dann sehr viele Beteiligte u. Mitwisser gegeben haben und dann hätte nach soviel Jahren irgendeiner geplaudert und es wäre heraugekommen,wie immer n solchen Fällen. Und Ich möchte d e n Beamten sehen,der sich traut,so was auf eigene Faust durchzuziehen,ohne Segen von ganz oben,also von Schmidt-Schnauze selbst. Dann hätte er nicht nur mit dem Leben von rd. 200 Geiseln gespielt sondern wäre auch noch ein Mörder gewesen. Hätte,wäre; Ich weiß nicht was Ich glauben soll.

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    heidi heidegger am

    KÜCHENGESPRÄCH..soso, drrr Elsässer kann mimimir viel erzählen – ich höre kein *gluckgluck* und kein TeeMitRumLöffelGeklimper, sondern ich höre Satin und äh Spitzenwäsche rascheln und den sanften Klang einer abgelegten Perlenkette und äh ämm..

    *meeeeepmeeeeeep!!*

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    Marques del Puerto am

    Habe die Ehre,

    also ich persönlich kann die Affinität für Baader, Raspe und auch Ensslin sowie Meinhof nicht wirklich nachvollziehen. Wer die Lederjacken Gang kannte z.B. auch Bommi Baumann , der kam schnell zum Schluss, das Paket war mehr heiße Luft wie überhaupt was Halbes noch Ganzes. Die meiste Zeit besoffen, bekifft und haben nur von Revolution geträumt.
    Etwas Party im Kaufhaus und mit Kohlenanzünder gespielt gilt Baader noch heute als Top Terrorist. Um ehrlich zu sein, dass macht heute die Antifa jeden Tag und gilt im heutigen Merkel-Regime als schnucklige kleine Antifaschistische Aktion.
    Interessant wird ja erst die 2 Generation der Truppe unter Mohnhaupt und eine wichtige Rolle spielte der leider auch hier zu wenig beleuchtete Horst Mahler.
    Man kann sagen ab 2. Schicht bei der RAF ging es richtig ab, alles andere davor war doch nur Schaumschlägerei….
    Und eines steht fest, in diesem Leben werden wir sicherlich nicht aufklären können ob Mord oder Selbstmord.
    Mit besten Grüssen

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      heidi heidegger am

      kleiner OT-Nachtrag zum "Duell/Höcke-Ramelow"-Faden weiter unten:

      @EKU-PILZ verkürzte die raf zwar etwas auf *äkkschn!*, aber durch seinen lustigen NickNamen (lecker Biermarke!) ist alles wieder aukidauki..schreib mal mehr hier hinein, Du oller-Zechpreller-watte-biss, hihi. 🙂

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      heidi heidegger am

      Werter Marquis,

      die Kader machten fast alle was mit äh *Heimkindern* (z. B. Meinhofs Bambule/ein Film) vor dem Knast und da waren dann halt auch solche Kunden wie Baumann dabei oder PJ Boock, das ischd doch klar, ey! Grüßle!

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        heidi heidegger am

        Teil 2

        nix, gar nix darf bleiben von ditt raf und von der DDR auch nicht, sagt die Macht ,und die schreibt bekanntlich (die) Geschichte von obään.

        – aber die macht kann mir mal den damm leckäään, hihi. –

        ..denn unsere Geschichte (d. Arbeiterbewegung) müssma schon selber schreiben, würde C. Geissler sagen und Christian Klar im KnastGespräch mit Günter Gaus erzählte ja bissi davon..

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    heidi heidegger am

    romantische Schlussbemerkung: der GerichtsProzess von 1975-1977 neigte sich eh seinem Ende zu, und dann hätts keinen 7. Stock mit offenen Zellentüren mehr gegeben (Zusammenlegung unn datt), sondern die 4 wären verurteilt einzeln verteilt verschimmelt quer durch die BRD usw. -> also ischd "Selbstmord" (wenn mensch in aussichtsloser Lage mit dem Rücken zur Wand steht, ists aber "auch" staatl. Mord quasi, ätsch!) eine Variante, gell?

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      Ok, aber nur wenn Sie an Möllemann, Barschel, den NSU, den Anis Amri, die abfallende Synagegen-Türklinke, Video-Stream ohne Funknetz und so weiter glauben.

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        heidi heidegger am

        die alle gehen mir sonstwo vorbei..das waren doch gar keine Marxisten-Leninisten (s. SPIEGEL-Interview v. `75), pah! 😕

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        heidi heidegger am

        kleiner OT-Nachtrag zum "Duell/Höcke-Ramelow"-Faden weiter unten:

        @EKU-PILZ verkürzte die raf zwar etwas auf *äkkschn!*, aber durch seinen lustigen NickNamen (lecker Biermarke!) ist alles wieder aukidauki..schreib mal mehr hier hinein, Du oller-Zechpreller-watte-biss, hihi. 🙂

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      Jeder hasst die Antifa am

      Wenn man deine Berichterstattung liest,ich glaube du warst dabei, wieviel Jahre Stammheim hatte es dir denn eingebracht,haha ischhaumischweg

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        heidi heidegger am

        spannend, gell?, was Oma heidi so alles ergänzen tut, hmm?? aber: ohTiffi, ich las halt die ²gscheiten Bücher (und bloss! kein S. Aust) und besuchte paar Prozesse und die 2 raf-Papiere (in Kleinschrift) von 72 und 82 saugte ich mir auch rein, jo-mei! und was populär-äh-wissenschaftliches auch: das SPIEGEL-Interview mit den Stammheimern v. 1975..kannste ja mal gurgeln, wanns magst.

        ²Bakker Schut/NL und Heinrich Hannover (einer der netten/guten Anwälte)

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    heidi heidegger am

    Teil 6

    Dauer: 12 Std., 50 Min., 2 oder mehr Zwischenlandungen
    Stuttgart (STR) nach Mogadischu, Somalia (MGQ)

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    heidi heidegger am

    Teil 4 / Minute 11:00 ff

    Hofgang hatten die schon..auf dem Dach und die Knarren waren im Plattenspieler versteckt und in der Wand "verputzt"..aber die wurden s o oft verlegt im 7. Stock (10 od. 12 Zellen?), dass das alles bissi bizarr ischd..warum gab es damals keine MetallDetektoren mit denen die Anwälte untersucht wurden, häh?

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    heidi heidegger am

    Teil 2

    Minute 01:33 –> alle 4 ?? Nöö, die hier fühlt sich pudel(in)wohl: Souhaila Sami Andrawes as-Sayeh (arabisch سهيلة أندراوس, DMG Suhayla Andrāwis; * 28. März 1953 in Hadath, Großraum Beirut) alias Soraya Ansari (arabisch ثريا الأنصاري, DMG Ṯurayyā al-Anṣāriyy) ist ein ehemaliges Mitglied der militanten palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und eine verurteilte Terroristin. Sie war an der Entführung des Flugzeugs „Landshut“ beteiligt.

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    heidi heidegger am

    Im Bild (übrigens): Herr Diplom Soziologe Jan Carl Raspe (Fabrikantensohn und SDS-ler) * 24. Juli 1944 in Seefeld in Tirol / † niemals gefallen

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      heidi heidegger am

      Nun, ein Grösserer als isch (Rainald Goetz) nahm "Raspe" als lyrisches ICH, schon in seinem Erstlingswerk v. 1984, ja?

      und: Elsässer isch der Hammer am Anfang, wie sein homme á femmes-Bariton schwingt – "(77 geboräään..) Das Wichtigste"..d a s äh rettet das Hörspiel..tsstss, der Alte kann es immer noch..Chapeau! (echt!) 🙂

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        heidi heidegger am

        corr.: homme à femmes / und SEIN Bariton haucht/schnurrt (gleich zu Anfang), hoho!

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        heidi heidegger am

        corr.(2): Rainald Goetz schreibt in seinem legendären ersten, quicklebendig gebliebenen Roman (erschienen 1983) (!! anm. hh) über die Psychiatrie und einen Helden unserer Tage.

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    heidi heidegger am

    Jürgen "the Bandit" Elsässer mit Burt Reynolds-Schnauzbart in 1977? *kicher* Jedenfalls konnte die GSG Dings fünf lange Jahre üben, so ne 737 zu stürmen und der Kapitän funkte ja auch vorher was über (nur) vier PFFFFFFLP-ler an Bord, also gemach gemach zwecks wegen Heldentum und Kunst(stück) und mickymaus. Es war ganz gewöhnliches Killer-Handwerk m. E.

    Nachweislich bzw. zugegebenermassen abgehört wurden die Stammheimer (und es gab ja deshalb auch Rücktitte in der Landesregierung), und falls die sich zum gemeinsamen S.mord verabredeten, dann "versagte" die Fürsorgepflicht d. Staates, und dass der Geheimdienst ein exklusives Treppenhaus in den siebten Stock hatte, ischd ja auch bekannt, achach..

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      heidi heidegger am

      corr.(2): ziemlicher Quatsch meinerseits (mit ditt *Verabredung*), die raf sprach und schrieb eh codiert-konspirativ, da blickte der fürsorgliche Staat wahrscheinlich 77 noch nicht durch, hmm..

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    DerSchnitter_Maxx am

    Das wird wohl nie auf-geklärt werden …

    Vielleicht in 150 Jahren ? 😉

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    Es gibt eine lange Dokumentation über den Tod von Haider auf Youtube. Die Ersteller der Dokumentation suchen dort nach Hinweisen vor Ort. Sehen sich den Unfallwagen an etc. und haben selbst Zweifel an der öffentlichen Darstellung. Wenn man sich allerdings neutral die dort präsentierten Fakten ansieht, lässt dies nur einen Schluss zu. Es war mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach nur ein Unfall. Nicht angeschnallt, Auto überholt, übersteuert und dann extrem unglücklich auf eine Böschung aufgefahren, so dass der Wagen angefangen hat sich zu überschlagen. Ich bin selbst extrem Misstrauisch gegenüber dem Staat, aber bei dem Unfall war er meiner Meinung nach nicht beteiligt. An der Reputationsvernichtung von Haider nach dem Unfall aber sehr wohl.

  12. Avatar

    Das Bedauern über das sozialverträgliche Frühableben linksterroristischer Elemente (damals: Baader-Meinhof-Bande, heute: Antifa) hält sich zumindestens bei mir in sehr überschaubaren Grenzen.

    Ob sie gerichtet wurden oder sich selbst gerichtet haben ist: Vollkommen egal.

    Wir haben heute gewichtigere Probleme zu lösen!

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