Christoph Metzelder: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Kinderporno-Besitzes

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Vor einem Jahr wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den 47fachen Nationalspieler und Vize-Weltmeister wegen des angeblichen Besitzes von Kinderpornographie eingeleitet, nun wurde Anklage durch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf erhoben. Laut Medienberichten soll es weitere Beweise gegen den 39jährigen geben. Der Konsum und der damit zwangsläufig einhergehende Missbrauch von Kindern hat sich in Deutschland nach Angaben von Ermittlern zu einer regelrechten Seuche ausgewachsen – COMPACT sticht mit seinem neuen Spezial Geheimakte Kinderschänder – Die Netzwerke des Bösen direkt in dieses Wespennest.

 Im September 2019 hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg ein Ermittlungsverfahren wegen einer Geschichte eingeleitet, die zunächst völlig kurios und auch ziemlich unglaubwürdig klang. Demnach sollte der Ex-Fußballer in einem WhattsApp-Chat Bilder an eine Frau geschickt haben, auf welchen sexuelle Handlungen an unter 14-Jährigen zu sehen waren. Im Zuge der Ermittlungen wurden dann Wohnräume und Büros des Ex-Profis durchsucht.

Ein zweiter Fall Kachelmann?

Dabei wurde laut Medienberichten dann weiteres belastendes Material gefunden, das nun offenbar zur Anklageerhebung geführt hat. Die Geschichte bleibt natürlich sonderbar und wirft die Frage auf, wieso sich Metzelder in derartig unvorsichtiger Art und Weise selbst belastet haben sollte.

Der Fall des Schweizer Moderators Jörg Kachelmann mahnt zur Vorsicht. Die Staatsanwaltschaft Mannheim erhob gegen diesen im Mai 2010 Anklage wegen besonders schwerer Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Doch Kachelmann wurde in dem Prozess am Ende nicht nur freigesprochen, sondern führte in einem weiteren Prozess sogar noch eine erfolgreiche Schadensersatzklage gegen die Frau, die ihn belastet hatte.

Angeblich 297 Dateien auf Handy gefunden

Allerdings berichtete die Zeitung Welt nun unter Berufung auf das Amtsgericht Düsseldorf, dass dem Ex-Fußballer konkret die Verbreitung kinderpornographischer Schriften in 29 Fällen vorgeworfen wird. Außerdem sollen auf seinem Handy 297 solcher Dateien gefunden worden sein. Das klingt natürlich schon sehr konkret und der Ex-Nationalspieler dürfte vor Gericht schon gute Argumente benötigen, um seine Unschuld noch zu beweisen.

Unabhängig von dem konkreten Fall Metzelder, der noch der Aufklärung harrt, dürften gerade die Ermittler, die in Nordrhein-Westfalen in diesem Deliktbereich arbeiten, wissen, dass das Klischee der Hartz-IV-Bezieher, die auf irgendwelchen abgelegenen Campingplätzen Kindesmissbrauchsdelikte begehen, vollkommen falsch ist. Darüber hinaus ist es sogar gefährlich, weil es den Blick von der Mehrheit der Täter ablenkt, die in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden sind.

Ein gesamtgesellschaftliches Problem

Mit Blick auf die zuletzt in Nordrhein-Westfalen ans Tageslicht gekommenen gekommenen großen Missbrauchskomplexe von Bergisch-Gladbach, Münster und Lügdie, die auch im neuen COMPACT-Spezial Geheimakte Kinderschänder – Die Netzwerke des Bösen in den Blick genommen werden, das jetzt  schon vorbestellt werden kann, scheint das Klischee nur partiell auf den letztgenannten Fall zuzutreffen – allerdings nur bei sehr oberflächlicher Betrachtung, denn auch hier verschwand kinderpornographisches Material direkt aus einem DVD-Sichtungsraum der Polizeibehörden.

Schon der Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach, in dessen Zusammenhang die Ermittler 30.000 digitale Identitäten sichern konnten, ist aber ein Beispiel dafür, wie sich die Seuche Kinderpornographie und der damit zwangsläufig verbundene Komplex Kindesmissbrauch wie eine Seuche durch die gesamte Gesellschaft verbreiten, denn hier führen die Tausenden von Spuren zu Tätern aus allen gesellschaftlichen Schichten.

Dieser Seuche setzt COMPACT mit seinem neuen Spezial die umfassendste und schonungsloseste Abrechnung mit den pädokriminellen Netzwerken entgegen, die je erschien. Das Verbrechen hat Name und Anschrift – und COMPACT scheut sich nicht davor, sie zu drucken!  Jeffrey Epsteins Lolita-Express für Promis,  Clintons Wahlkampfleiter Podesta und die Maddie-Ermittlungen, Sachsensumpf, Dutroux-Netzwerk und Pizza-Gate, der nie wirklich aufgeklärte Fall um das Verschwinden des fünfjährigen Pascal in Saarbrücken, MK-Ultra, Nxivm, der Bohemian Grove und die satanistisch-pädophilen Netzwerke in Hollywood… Alles nur Einzelfälle? Nein, dahinter steckt auch ein perverses System. Alle Dokumente, Beweise und Indizien jetzt im neuen COMPACT-Spezial. COMPACT nennt aber auch die politischen Drahtzieher und Initiatoren, die aus dem linken oder linksextremen Bereich kommen, so das System Kentler, das in Berlin jahrzehntelang schalten und walten konnte, wie es wollte. Außerdem wird der systematische Missbrauch an der Odenwaldschule sowie die systematische und jahrzehntelange Verharmlosung von Pädokriminellen durch die Grünen thematisiert. HIER  das neue COMPACT-Spezial Geheimakte Kinderschänder – Netzwerke des Bösen bestellen oder zum Bestellen einfach auf das Banner klicken!

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9 Kommentare

  1. Avatar

    Da zeichnet sich ein großer Sektor ab, der durch die Technik erst so richtig ermöglicht wurde! Nur durch die Möglichkeiten des Internets ist es lukrativ, daß jemand in einer Gartenlaube Kinder mißbraucht, Pornos erstellt und diese nach z,B. Kanada verkauft. Durch internationale Banküberweisungen bekommt er die auch bezahlt, sodaß sich das "Geschäft" für ihn auch rentiert!
    Ganz Reiche und Mächtige (Geldadel, Landesfürsten, Cäsaren) konnten sich soetwas zwar schon immer leisten, aber die mußten sich für sich selber Opfer beschaffen und das beschränkte sich dann nur auf sie. Auch als es die Photographie schon gab, war soetwas lokal begrenzt und wurde öffendlich, sobald einer aufflog.

    Und wer sich ein Mobiltelefon mit 1000 anderen Funktionen zulegt (eierlegende Wollmilchsau), ist irgendwie selber schuld, wenn er über so ein Ding betrogen, ausgeraubt, denuniziiert oder sonstwas wird – die sind nämlich gut dafür und schlecht zu kontrollieren! Wer schlau ist, kauft sich soetwas nämlich garnicht erst!

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    Theodor Stahlberg am

    Die Story ist gelinde gesagt unnachvollziehbar. Nicht nur Kachelmann läßt grüßen, sondern im Grundsatz die juristische Bananenrepublik, ein Etwas, das immer schneller hinab in einen Failed State abgleitet. Es sollte mich nicht wundern, wenn irgendwann nach langer Zeit ein/e heute noch anonyme/r Protagonist/in auf dem Schirm erscheint, der/die irgendeine völlig andere Rechnung begleichen wollte.

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      Qualmende Handys ersetzen das Denken am

      Das ist keine Bananenrepublik, sondern nur noch ein Verbrecherstaat, wo sich nur noch Perverse, Egoisten und Schweine vom Pfaffen bis zum Grünen rumtreiben. und Das tägliche Fernsehprogramm ist nur ein Abbild dieser verkommenen verblödeten Gesellschaft. Und die Erfindung der Corona App ist jetz noch zusätzlich die beste Überwachung dieser krankhaften Dschungelcamp-Generation….Vorlieben Einkaufen Personenkontakt Aufenthaltsorte usw….. Die sich an unschuldigen Kinder vergreifen, hätte man früher geächtet und notfalls gehängt. Wäre auch die beste Abschreckung für solche Strolche!

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    heidi heidegger am

    jein, Soki wird auszuckäään, denn:

    gleich fällt mir das Bonmot von Thomas Fischer ein, ehemals Vorsitzender des Zweiten Strafsenates des Bundesgerichtshofs: "Journalist darf sich nennen, wer eine Tastatur bedienen kann. Ist das gut oder schlecht?".
    Dem unkritischen Journalisten reicht es bei "Kinderpornografie" für die nötige Klickrate schon aus, das bloße Wort zu nennen und mit einem Bindestrich – da Herr Metzelder ja nicht verurteilt ist – das Substantiv "Verdacht" hinzuzufügen.
    Um der Materie gerecht zu werden, bedarf es aber einer kritischen Würdigung der verfügbaren Inforamtionen, denn der Ansehensverlust ist bei einem "Kinderpornografie-Verdacht" groß und nie mehr rückgängig zu machen, selbst wenn das Verfahren nach § 170 Abs. 2 der Strafprozessordnung eingestellt werden sollte. Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg mit ausbaufähigen Strafrechtskenntnissen

    Welcher Sachverhalt die Grundlage des "kinderpornografischen Verdachts" im Bezug auf die Person Christoph Metzelder darstellt, wird erst durch die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg näher beschrieben, allerdings in bemitleidendswerter Qualität:
    "Der Vorwurf Verbreitung kinderpornografischer bedeutet, dass Lichtbilder in diesem Fall verbreitet worden sein sollen, an denen sexuelle Handlungen an Kindern und durch Kinder gezeigt werden, das heißt, Kindern sind eben Personen unter vierzehn Jahren."

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      heidi heidegger am

      Teil 2

      1. Ein Tatvorwurf wird erst mit Erhebung der Anklage erhoben. Vorher, also im Ermittlungsverfahren, wird dem Beschuldigten nichts vorgeworfen, sondern er steht im Verdacht, etwas getan oder pflichtwidrig unterlassen zu haben.

      Da eine Anklage nicht erhoben ist, ist es jurtistischer Unsinn, im Ermittlungsverfahren von einem "Tatvorwurf" zu sprechen. Das mag man dem Reporter der Lokalzeitung Buxtehude nachsehen, nicht aber der Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg.

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    QAnon-Besessenheit : Die" HauptMASSE" der Täter. Die meisten Menschen EKELN sich vor dem bloßen Gedanken an Sex mit Kindern. Es ist eine winzige,perverse Minderheit im Promille-Bereich und keineswegs wert, zu einem Dauerthema zu werden.

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      DerSchnitter_Maxx am

      Sie besitzen offenkundig … eine sehr seltsame Einstellung und Sichtweise im Bezug auf unmenschliche Perversitäten und Abartigkeiten … sei es nun im Prozent- oder nur im Promille-Bereich. Und woher nehmen Sie ihre "Weisheit", dass sich solche Abartigkeiten nur im Promille-Bereich abspielen ? tztztz 😉

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      Nur noch krank der Typ am

      Der Islamversteher Bläubär weiß aber auch wirklich zu jedem Thema Intelligentes zu berichten. Oder war’s Pfaffenversteher?

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      In dem Zusammenhang, junger Mann, ist jeder Einzelfall einer zu viel, mahnt Professor_zh. Denn da wird ein Mensch – ein Kind! – nachhaltiger zerstört! Promilleberechnungen sind hier fehl am Platz!

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