Verglimmt der Stern? Mercedes mit minimalem Absatz von E-Autos

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Wer derzeit in Deutschland den Fernseher anschaltet, der kommt nicht darum herum, auch den Spot für das neue elektrische Top-Modell von Mercedes, den EQC, zu sehen. Doch was in den Werbefilmchen so bombastisch daherkommt, scheint am Markt fast überhaupt nicht absetzbar zu sein.

Wie die Tageszeitung Die Welt durch eine Anfrage an das Kraftfahrt-Bundesamt erfuhr, wurden im November vergangenen Jahres gerade einmal 19 (!) Autos des Spitzenmodells EQC verkauft. Auch beim Blick auf die Gesamtverkäufe der von Mercedes angebotenen elektrischen Baureihe sah es im besagten Monat kaum besser aus: Hier stehen insgesamt auch nur 55 abgesetzte Fahrzeuge in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Audi und Daimler klar hinter Tesla

Die Zahlen machen auf drastische Art und Weise deutlich, wie weit Deutschland tatsächlich noch von der tagtäglich beschworenen Umstellung des Individualverkehrs auf batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge entfernt ist. Die Zahlen zeigen aber auch, dass die Strafzahlungen der deutschen Autohersteller wegen Überschreitung der ab diesem Jahr geltenden und von der EU festgesetzten CO2-Grenzwerte auf die Gesamtflotte der Neuzulassungen wohl weit höher ausfallen dürften als bislang einkalkuliert.

Öko-Diktatur. Die heimliche Agenda der Grünen. Ein COMPACT-Spezial„Operation geglückt, Patient tot“ – das könnte am Ende das Ergebnis des ideologisch motivierten Umbaus der deutschen Wirtschaft sein. Es könnte zwar gelingen, den im globalen Maßstab ohnehin schon minimalen deutschen CO2-Beitrag weiter zu senken, allerdings besteht die Gefahr, dass danach auch nicht mehr viel von der deutschen Wirtschaft übrig ist. Die Autobranche scheint dabei das erste und prominenteste Opfer des Klimawahns zu werden, denn die Deutschen zeigen verständlicherweise nur wenig Bereitschaft, sich von der Politik die sündhaft teuren und unzuverlässigen E-Autos aufzwingen zu lassen. Lesen Sie mehr zu dem Thema in COMPACT-Spezial 22 „Öko-Diktatur – Die heimliche Agenda der Grünen“.

Nicht nur bei Daimler, auch bei anderen deutschen Herstellern sind E-Autos bislang nichts weiter als ein Nischenprodukt. Die Zahlen für den Audi E-tron liegen mit 192 abgesetzten Fahrzeugen im November vergangenen Jahres zwar deutlich höher als die für den EQC, was angesichts des extrem niedrigen Ausgangsniveaus der Verkäufe aber keine große Aussagekraft hat.

E-Autos: Zu teuer, geringe Reichweite, wenige Ladesäulen

Der US-Hersteller Tesla ist der Konkurrenz auch in Deutschland schon weit enteilt; hier liegen die monatlichen Neuzulassen deutlich im vierstelligen Bereich, im September vergangenen Jahres wurden beispielsweise 1.516 Fahrzeuge des Tesla Model 3 neu zugelassen.

Am 24. Oktober 1929 brachen an der Wall Street alle Dämme. Der „Schwarze Freitag“, der sich daraufhin auch in Deutschland ereignete, hat sich bis heute ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Die neuen 20er Jahre könnten ebenfalls wieder zu einem Jahrzehnt des ökonomischen Zusammenbruchs werden. Viele renommierte Autoren wie Dirk Müller, Max Otte oder Markus Krall rechnen mit einem Crash, wie es ihn so noch nie zuvor in der Geschichte der Weltwirtschaft gegeben hat. Lesen Sie alles zu diesem Thema und den anstehenden gigantischen Umwälzungen in der aktuellen Ausgabe des COMPACT-Magazins, die jetzt unter COMPACT-Digital+ abgerufen oder aber als Druckausgabe im Shop bestellt werden kann.

Insgesamt scheitert die von der Bundesregierung mit einem ganzen Bündel an Zwangsmaßnahmen umgesetzte Umstellung der individuellen Mobilität auf batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge aber an sehr fundamentalen Ursachen, die kurzfristig nicht zu ändern sind. Die E-Autos sind viel zu teuer, und ihre Reichweite ist ebenso wie die Zahl der Ladesäulen immer noch viel zu gering.

Gerade die Zulassungszahlen des Mercedes EQC sind über den Einzelfall hinaus ein Hinweis darauf, dass sich die Bürger die E-Mobilität von der Politik nicht „disruptiv“ aufzwingen lassen wollen. Die verantwortlichen Politiker wiederum scheinen kein Problem damit zu haben, dass als Kollateralschaden dieses Konflikts die gesamte deutsche Autobranche den Bach runtergeht.

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30 Kommentare

  1. Avatar
    Rechtsstaat-Radar am

    Wirklich schade. Die Schwaben genießen bei mir ein hohes Ansehen. Ihre zeitweise mit Arroganz zur getragenen Selbstbesoffenheit war erträglich, denn sie haben sich den gesamten Wohlstand und ihren Erfolg selbst erarbeitet. Die Marke "Mercedes" ist dafür eines der vielen Beispiele. Eine ganze Region lebt vom klassischen Automobilbau, nicht aber vom E-Auto-Bau. Bisher brauchte es Einspritzpumpen, Getriebe, Kolben, Motorgehäuse, Nockenwellen usw. All dies braucht man beim E-Auto nicht mehr. Mercedes war berühmt dafür, dass etwa seine E-Klasse Vierzylindermotore locker (auch als Benziner) 500.000 km zuverlässig runterspulen konnten. Entsprechend waren Stoßdämpfer usw. auch ausgelegt. Diese Vorteile sind nun obsolet.

    Mir tun die Schwaben leid. Dass sie keinen Widerstand gegen die Irrenpolitik leisten, ist mir ein Rätsel. Sie werden deutlich ärmer werden.

    Die Bayern hingen tun mir nicht leid. Sie haben den gesamten Wohlstand in Preußen gestohlen und besitzen ihn nur deshalb, weil die Alliierten sie an die Stelle Preußens, das sie bekanntlich in "Länder" filetierten, gehieft haben. Allein München hat den ganzen Wohlstand der Stadt Berlin geklaut (Allianz, Osram, KnorrBremse, Siemens, Telefunken, AEG usw.).

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    brokendriver am

    Fast kein Schwein kann sich die Super-teuren Elektro-Autos von Mercedes
    leisten. Diese automobilen Tod-Geburten braucht auch kein Mensch.

    Die Marke Mercedes wird es mittelfristig bald nicht mehr geben.

    Die schrauben ihre Modelle in ihren Hinterhofwerkstätten genauso billig
    und lieblos zusammen wie Ford, Volkswagen oder die Reiskocher-Mobile
    aus Japan.

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    Gesslers Hut am

    Spannend wird der Gebrauchtwagenmarkt.

    Sonderangebot: 4.999,– (inkl. Mehrwertbepreisung, zzgl. Austausch-AKKU)

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      brokendriver am

      Nur Dummköpfe kaufen gebrauchte und sinnlose Elektro-Autos.

      Weil kein Mensch weiß, wann der AKKU am Ende ist oder dir den

      Arsch verbrennt.

      Deutsche Feuerwehren spezialisieren sich schon heute auf die
      kommenden Millionenbrände in Elektro-Autos.

      Je schneller so ein Schrotthaufen fährt, desto schneller fängt er Feuer.

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        Gesslers Hut am

        Dennoch, Benzin wird nicht ewig reichen. Angebot und Nachfrage ließe die Preise irgendwann ins Unermessliche steigen. 600kg Akkus sind natürlich auch nicht die Lösung (völliger Unsinn!!!!!). Elektroantrieb ist aber genial, man kann so ziemlich alles in Strom wandeln (besser als mechanisch!). Wirkungsgrade sind nur preislich relevant, Energie selbst steht im Überfluß bereit (geht auch nicht verloren), man muss sie nur intelligent nutzen (speichern, oder besser, bei Bedarf wandeln). Der Zwischenritt AKKU ist ein Fuß ins neue Zeitalter, da kommt sicher noch was Besseres. Bis dahin wird Otto-Normalo natürlich immer weiter abgezockt und später dann erst recht. So ist das nun mal. (funktioniert bsplw. mit "DHL" schon seit Jahrzehnten) 🙂

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    Rumpelstiez am

    Der an der schweizerischen Empa erfundene elektro-hydraulische Ventiltrieb »FlexWork« erlaubt die freie Verstellbarkeit von Hub und Steuerzeiten und spart in typischen PKW-Betriebszuständen gegenüber Nockenwellen-gesteuerten Motoren bis zu 20 % Treibstoff.

    Die Hyphe des Klimawahns ist schwer zu bekämpfen, weil man Wahn nur mit Medikamenten beikommen kann.
    Nur durch glauben ensteht keine Wahrheit. Der Hexenwahn hörte erst auf, als man die Behauptung unter Strafe stellte.
    Die Parteigecken hängen dem Wahn an, weil sie selber Kopfkrank sind. Beispiel Claudia Roth hat versucht Theaterwissenschaft zu studieren. Das bekommt 15 000€/ Monat.
    Die Autoindustrie ist Spielball der Irren und keineswegs beteiligt – die wissen wie das endet

    im Untergang .

    jedes mal, wenn Grüne Ökofaschos hier mitbestimmen knallen bei Funktionären in China die Sektkorken.

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    Auch die nicht vorhandene Winterfestigkeit (Halbierung der Reichweite) sowie die Akkualterung (dürfte jeder vom Mobiltelefon kennen, wenn er es mal 2 und mehr Jahre betrieben hat) sind noch nicht ansatzweise diskutiert worden und die Brandgefahr im Unfalls- oder Defektfall nur unzureichend.

    Man müßte von hochbezahlten bis überbezahlten Managern erwarten können, diese Thematik in die Diskussion einbringen zu können, aber was die "Elite" deutscher Manager (nicht nur bei VW, Daimler oder auch Siemens) zustandebringt ist in aller Regel nicht mehr als politkorrektes Gewäsch. Da könnte man auch ein Waschweib wie Claudia Moll (Vorsicht Kopfkino) einstellen, das wär billiger, bei der SPD werden in Kürze einige Stellen frei.

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      Wenn der Wertanteil eines Autos sich bei Elektrofahrzeugen im Akku konzentriert und dieser nach 5 Jahren verbraucht ist und man sich somit gleich alle 5 Jahre neu verschulden muß, um einen neuen Wagen oder einen neuen Akku anzuschaffen, ist das Elektroauto aus Verbrauchersicht tot. Dazu kommt, daß jetzt schon der Strom teurer als Benzin zu werden droht und bei sinkendem Wirkungsgrad alternder Akkus wird jeder gefahrene km unbezahlbarer. Und das war nur die Verbraucherperspektive. Volkswirtschaftlich ist das ganze ebenfalls eine Totgeburt, denn die nötigen Rohstoffe existieren nicht, der Abbau ist hochproblematisch, die Dinger sind ein Brand-Hochsicherheitsrisiko und sind praktisch nicht löschbar und am Ende der 5-jährigen Lebenszeit ein Haufen Sondermüll. Und vom Strom war noch gar nicht die Rede.

      Ist diese Managerkaste so eindimensional nicht einmal in der Lage, die einfachsten Zusammenhänge zu erfassen? Nein, sie denken wohl "egal, nach mir die Sintflut". Anstatt für ihr Unternehmen und den Benziner und den Diesel gegen Grüne und Vermerkelte zu kämpfen gehen diese Feiglinge den Weg des geringsten Widerstandes und machen die Deindustrialisierung Deutschlands auch noch mit.

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      brokendriver am

      Das Elektro-Auto wird zum Volksfeind Nummer 1 in Deutschland.

      Es brennt schnell, in den Urlaub kannst Du mit so einer Elektro-Schrott-
      kiste nie fahren, weil Du nie ankommst.

      ..und bezahlen kann so einen Elektro-Schrotthaufen nur wenige

      Elektroautos sind und bleiben Volksfeinde..

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    Na ja, diejenigen,die Deutschland mit Industrie und Hi-Tech gleichsetzen,können sich schon mal einen soliden Ast an einer gesunden Eiche aussuchen, sie werden nicht mehr gebraucht.

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    Es gibt Millionen von Autofahrern die sich kein E-Auto kaufen können weil es die Wohnsituation nicht zulässt. Sie kommen Abends nach Hause und vor ihrem Mietshaus im 5 Stock gibt es kaum Parkplätze. Selbst wenn sie 2x um den Block fahren und dann endlich einen Parkplatz gefunden haben, muss dieser auch noch einen E-Anschluss haben, damit ihr Fahrzeug über Nacht geladen werden kann. In solchen Gegenden müsste also alle 6 Meter eine Ladesäule stehen, falls sich alle Nachbarn mal für ein E-Auto entscheiden sollten. Und somit werden sie von einen inkompetenten Regierung mit einer CO2 Steuer geknechtet, weil sie weiterhin mit Benzin oder Diesel fahren müssen.

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    Gerade Mercedes (und BMW) bauen ihre Fabriken in den USA kräftig aus! (Das habe ich woanders gelesen.) Gleichzeitig werden die Arbeitsplätze in D. reduziert. Das geht größtenteils sozialverträglich, da viele der Leute ohnehin knapp vor der Rente stehen. Eine ausländische Firma wie Ford steht kurz davor ihre Entwicklungsabteilung zu schließen, das gilt auch für Firmen, die Verbrennungsmotoren bauen, bzw. diese beliefern. Wenn die Leute jung und gut sind, werden sie sich nach Arbeit im Ausland umsehen, z.B. in den USA.
    Außerhalb der EU wird dem Verbrennungsmotor nicht derart kraß der Kampf angesagt, da darf man sie noch weiterentwickeln.
    Und die Jüngeren in D., die sehr umweltbewußt sind und wissen, daß ein E-Auto an seinem Ende Sondermüll bedeutet. verzichten lieber ganz aufs Autofahren! Fahrräder, mit und ohne Hilfsmotor, sowie ÖPNV stehen ganz oben und das Transportieren von Einkäufen läßt man sich von Amazon besorgen. Ladengeschäfte stehen so auch vor dem Aus.
    Da hatte unser Kaiser doch recht, als er meinte, er halte das Automobil für eine vorübergehende Erscheinung. Ich kann mir die EU in 100 Jahren als Hersteller landwirtschaftlicher Luxusartikel und großen Freizeipark sowie Freilichtmuseum für Touristen aus Asien vorstellen. Nebeneffekt: Die "Goldstücke" sind längst weitergezogen.

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      Schön wärs,behielte Wilhelm II. recht.Und die "jungen u. guten" Männer können zum Teil auf Hufschmied (Frauen auf Hausfrau u. Mutter) umschulen. Ein guter Hufschmied ist Gold wert!

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      Gesslers Hut am

      Ihr zwei beiden gebt ein schönes Pärchen ab. Der predigende Hufschmied und seine Windmüllerin. Euer Familienwappen: 2 in sich verschlungene Esel unter glühender Stricknadel im Reiskornkranz.

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    Der Patriot am

    Ganz einfach: die Automobilindustrie wird ihre Produktionsstätten ins Amiland verlegen….fertig. Und bei uns wird’s heissen : Pommernland ist abgebrannt .
    So it is …..

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    Frank Diederichs am

    Mercedes weiß genau das sich die E Autos nicht durchsetzen werden. Sie produzieren nur diesen Schrott was sie von Staatswesen verordnet bekommen haben. Ein Konzern wie VW wird ihren Untergang schneller erleben wie sie es sich gedacht haben. Zulieferer so wie Mitarbeiter werden das Tal der Tränen durchwandern. Die oberen Bosse haben nichts zu verlieren, den sie werden dafür reichlich mit Millionen belohnt. Deshalb ist es ihnen auch völlig egal wenn die Konzerne untergehen. Auch wenn die linken Medien Mercedes kaputt schreiben, wird Mercedes am Ende mit überleben.

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      (Bewußte?) Verkennung der Machtverhältnisse.Die Konzerne schreiben der Politik vor,was sie zu machen hat,nicht umgekehrt.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Die Amis haben angefangen die deutsche Autoindustrie zu zerstören,die Deutschen Klimapsychopaten sind deren willige Helfer,

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    Heinrich Wilhelm am

    "Die verantwortlichen Politiker wiederum scheinen kein Problem damit zu haben".
    Nö, die fahren weiter Dienstwagen. Egal, nur ordentlich Hubraum und Panzerung muss er haben.

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      brokendriver am

      Ohne Panzerauto und Personenschutz dürfte sich Angela Merkel (CDU)
      wohl auf keinen Weihnachtsmarkt mehr trauen.

      Schon allein wegen ihrer Gesundheit…

      Deshalb fährt das CDU-SPD-Regime seit 1949 Panzerautos weil es Angst vor dem Volk hat. Das ist in jeder Diktatur so.

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    Wirtschaftskrieg.
    Da lachen sich wohl jenseits des Ozeans heimlich welche ins Fäustchen, wenn sie im TV Werbung für ‚deutsche‘ Elektroautos sehen.
    Entsprechend wird die Zahl der benötigten Fachkräfte für westatlantische Troll-, Spitzel-und Propagandatätigkeit steigen.

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      Auch bei Tesla wird der Markt bald gesättigt sein, denn wer kann sich schon ein derart teures Auto leisten?
      Und vor allem geht viel zuviel Zeit beim Aufladen drauf.

      Bin auf die ersten Statistiken über Abmahnungen oder sonstige arbeitsrechtliche Massnahmen gespannt, die auf das zu spät kommen zurück zuführen sind, weil die Batterie versagt hat oder das Aufladen zu lange gedauert hat.

      Das wahre Leben wird uns dann wieder einholen.

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