In zahlreichen polnischen Lagern wurden tausende Deutsche nach Kriegsende ermordet. Besonders grauenhaft ging es in Lamsdorf zu. Ein exklusiver Auszug aus unserer demnächst erscheinenden Sonderausgabe „Polens verschwiegene Schuld“. Unsere Antwort auf die Reparationsforderungen aus Warschau. Hier mehr erfahren.

    _ von Gero Bernhardt

    Hunderttausende Deutsche, vor allem in Polen, aber auch in den deutschen Ostgebieten, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in polnische Konzentrationslager verbracht. Solche Einrichtungen bestanden unter anderem in Gronowo, Grottkau, Hohensalza, Jaworzno, Kaltwasser, Kruschwitz, Kulm, Lamsdorf, Landsberg an der Warthe, Potulice, Schwetz und Schwientochlowitz. (…)

    In den polnischen Lagern wurde die Entrechtung der Deutschen auf die Spitze getrieben: Misshandlungen, exzessive Grausamkeiten und planmäßige Morde waren an der Tagesordnung. Besonders schlimm ging es in Lamsdorf (Lambinowice) im oberschlesischen Kreis Falkenberg zu. Hier ist der Ausdruck „Vernichtungslager“ durchaus angebracht.

    Gedenken: Zweisprachige Tafel auf dem Friedhof der Lageropfer in Lamsdorf (Lambinowice). Foto: Agp, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

    Die Einrichtung, zwischen Oppeln und Neiße gelegen, war 1921 Flüchtlingslager für Deutsche, die aus dem östlichen Oberschlesien geflohen waren. Ab 1939 waren dort Kriegsgefangene interniert, von Juni 1945 bis zum Herbst 1946 wurde es von den Polen als KZ genutzt. Erster Lagerkommandant war Sergeant Czeslaw Geborski, später Oberst des Sicherheitsdienstes in Kattowitz. (…)

    In seinem 1968 erschienenen Buch „Die Hölle von Lamsdorf: Dokumentation über ein polnisches Vernichtungslager“ schildert der ehemalige Lagerarzt Dr. Heinz Esser die Grausamkeiten, die Deutschen dort angetan wurden, in eindringlicher Weise:

    „Die Menschen wurden mit Knüppeln oder Zaunlatten erschlagen, wobei sie meist niederknien mussten und nach den Schlägen tot umfielen. Sie wurden durch Fußtritte in den Leib, den Kopf und den Hals ermordet. Oft bediente man sich eines Henkersknechtes, wie zum Beispiel des 16-jährigen Ukrainers und polnischen Spitzels namens Jusek oder des ‚deutschen Lagerführers‘ Jan Fuhrmann, der früher polnischer Korporal, dann deutscher Staatsangehöriger und später wieder Pole wurde. Vor ihm zitterte jeder Deutsche. Einmal riss er einer misshandelten Mutter den Säugling aus den Armen und erschlug ihn.“

    Über den Menschenschinder schreibt Esser außerdem:

    „Um sich vor seinen polnischen Auftraggebern auszuzeichnen, veranstaltete er die jedem Lamsdorfer in grausamer Erinnerung gebliebene ‚Nachtübung‘, bei der 25 Männer völlig entstellt und 15 getötet wurden. Bei den Vernehmungen wurden die Häftlinge gefesselt, getreten, mit dem Kopf nach unten aufgehängt und immer wieder geschlagen, bis das Blut aus zahlreichen Wunden floss und den Gefolterten ein Geständnis einer nicht begangenen Tat abgepresst wurde.“

    Lehrer, Beamte, Kaufleute und Geistliche seien, so heißt es in „Die Hölle von Lamsdorf“, „besonderen Schikanen ausgesetzt“ gewesen, „die fast immer tödlich endeten“:

    „Die polnische Miliz trieb zum Beispiel unter die Zehennägel der Gefolterten lange Nadeln, knebelte sie, übergoss sie unter Schlägen mit Kot und Urin (Alois St. aus Proskau) oder ließ Frauen und Männer sich entkleiden und zwang sie unter Schlägen zu sexuellen und sadistischen Handlungen, ließ sie manchmal auch menschliche Exkremente essen (Ing. Sch. aus Berlin). Entkleideten Mädchen wurden mit Petroleum getränkte Geldscheine zwischen die Glieder gepresst und angezündet, wodurch den Opfern furchtbare Brandwunden beigebracht wurden, ohne dass später Verbandsmaterial oder ärztliche Behandlung zur Verfügung standen (Geschwister H. aus Lamsdorf und andere).“

    Ihren Höhepunkt sollten die Gewaltexzesse am 4. Oktober 1945 finden. Dort kam es nach einem Brand in einer Lagerbaracke zu einem regelrechten Massaker in Lamsdorf. (…)

    Mehr dazu und zu weiteren polnischen Verbrechen lesen Sie in COMPACT-Geschichte Polens verschwiegene Schuld – Verbrechen an Deutschen von Versailles bis zur Vertreibung“ . Die Ausgabe erscheint Mitte November. Sie können sie aber schon jetzt hier vorbestellen.

    16 Kommentare

    1. Komischerweise flohen sie alle nach Westen zu den Amis und Briten , keiner zu den Russkis. Waren sicher verhetzt durch die Lügenpresse.

      • Die galizischen Shlomo Morels waren mehr "hands on" als z.B. die Henry Morgenthaus der amerik. Ostküste.

        Das könnte etwas mit der allgemeinen Fluchtrichtung zu tun gehabt haben.

        • Fabius Cunctator am

          Zum Brechen, ist nicht neu. Wenn was nicht passt, ist "der Jude an allem schuld". Humbug.

    2. Solche Dinge sind in ganz Osteuropa an Deutschen verübt worden von Russen, Polen, Tschechen, Jugoslawen. Und auch Westeuropäer haben Deutsche massenhaft getötet Franzosen) oder durch unterlassene Hilfeleistung sterben lassen (Dänen).
      Es gibt nur ein anständiges Volk und das ist das deutsche. Es ist auch das einzige Volk, das nicht hasst und, das seine Geschichte nicht zu seinen Gunsten fälscht.

      Es gibt nur ein Problem mit den Deutschen:
      „Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eignen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung leider auf Deutschland beschränkt ist."

      Bismarck

      Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/126404-otto-von-bismarck-die-neigung-sich-fur-fremde-nationalitaten-und-na/

      • Wolfgang, Wolfgang, Wolfgang Glück….
        Ich dachte immer Neuroleptika waeren dazu da um Wahnvorstellungen u. ae. zu unterbinden.

    3. Die Vorgänge in dem Lager sind schon lange in der Öffentlichkeit aufgearbeitet worden. Es sind schreckliche Taten und der ehemalige Lagerleiter wurde mehrfach angeklagt.
      Die Aufarbeitung erfolgte leider auch erst sehr spät nach der Wende in Polen.

    4. Edelgard Hochleitner am

      Töten mit der Zaunlatte damals, Töten mit "Medikamenten" heutzutage: Prof. Peter Gøtzsche aus Dänemark hat rund 500.000 Tote pro Jahr in USA und Europa durch teils sogar gerichtlich angeordnete Zwangsverabreichung von sog. "Psychopharmaka" (griech. für "Seelengifte") ermittelt. Siehe seine Bücher: "Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität" und "Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen: Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen".
      Nur nicht hinsehen, damals wie heute…

    5. Wir brauchen eine Verfassung nach Art 146GG. Stattdem werden uns täglich neue Maulkörbe umgeschnallt _ das Regime hier hat keine Legitimation – Wahl hin oder Her…

      In einer Verfassung darf eine Feindstaatenliste nicht fehlen.

    6. Es ist gut auch einmal die polnischen Kriegs – und andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu erwähnen.
      Aber –
      Von allen Beteiligten seinerzeit lebt niemand mehr und kein Nachkriegsgeborener trägt dafür Verantwortung.
      Wir Völker in Europa sollten alles dafür tun das sich sowas niemehr wiederholt.
      Sicher, auch diese Grausamkeiten nicht vergessen – aber unser gemeinsames Ziel sollte ein fruchtbares Miteinander in der Gegenwart und Zukunft sein…

      • Stauffenberg am

        Wir Deutsche haben nach dem Kriege alles dafür getan, das sich ein Morden unter den Völkern nicht mehr wiederholt und zum Dank wird jetzt das Deutsche Volk von den rotgrünen Kriegsschreiern und den Selenskyjs wieder in einen Weltkrieg mit Russland hineingetrieben und gleichzeitig müssen wir Deutsche noch von den Polen das überteuerte Gas und unsere eigene Kohle abkaufen, die auf unseren geraubten östlichen deutschen Staatsgebiet liegt ….

    7. Bringt doch auch mal was über die russischen Vernichtungslager und Kriegsverbrechen!

      • Und ja keine Erinnerungen an die Rheinwiesen, an die Senegaln…, die den Gegnern die Ohren abschnitten… Das waren alles Freunde!

      • Putins Freund am

        Haha, sie bringen doch polnische Verbrechen nur deshalb, weil sie merken mußten, daß die Polen ihre lieben russischen Freunde hassen. Nein , Russen haben nie Deutsche in Lager gesteckt , haben nie vermeintliche "Wehrwölfe" vorsorglich erschossen , gefoltert, verhungern lassen . Russen tun sowas nicht , sind ganz anders als andere Menschen, viel zu gut für diese böse Welt.

      • Hollerbusch,
        mein Opa und sein Freund waren in Sibirien in einem Gulag, allerdings mussten die hart arbeiten aber sie bekammen Verpflegung und eine warme Unterkunft und wurden nicht misshandelt !
        So jedenfalls haben die ihre Erfahrungen berichtet ohne Lug und Trug.