Muhammad Ali: Nicht nur Boxer, sondern auch Ethnopluralist

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Der Öffentlichkeit ist der als Cassius Marcellus Clay am 17. Januar 1942 geborene Muhammad Ali als talentierter Boxer und Menschenrechtler bekannt. Seine Karriere gefährdend entschloss er sich, nicht am Vietnamkrieg teilzunehmen. Auch für die Rechte der Schwarzen trat er als Black-Panther-Aktivist entschieden ein. Links-grüne Multikulturalisten machen sich dies natürlich zu Nutze und stellen ein verzerrtes Bild des Jahrhundertboxers dar. „Der erste Gutmensch“ titelte der Spiegel vor genau vier Jahren zu seinem Tod.

Doch ein Freund einer multiethnischen Gesellschaft, in der die Schwarzen im Schmelztiegel aufgehen, war er keineswegs. Unterstrichen wird dies besonders in einem Interview, das er 1971 bei BBC gegeben hat. Die Aussagen stehen völlig konträr zur Denkweise eines sogenannten Gutmenschen. So bezog er beispielsweise zum Erhalt der Ethnien eine klare Position. Mischehen stießen bei ihm auf klare Ablehnung: „Ich bin mir sicher: Keine intelligente weiße Person, kein intelligenter weißer Mann mit einem klaren Verstand will, dass schwarze Jungs oder schwarze Mädchen deren weiße Söhne und Töchter heiraten, um dann hellbraune, schwarze Enkel mit verdrehten Haaren zu machen.“

Nachdem der Moderator erwiderte, dass er dagegen nichts einzuwenden hätte, entgegnete Ali: „Sie sagen nur, dass Sie nichts dagegen einzuwenden haben, weil wir auf Sendung sind.“ Damit deutete er an, dass gewisse Ansichten wohl bereits in den 70ger Jahren unter dem Dogma der sogenannten Politischen Korrektheit gefallen sein müssen. Der Moderator sagte daraufhin zu Ali, er sehe keinen Unterschied bei beiden, was der Boxer konterte, dass die Menschen sich sehr unterschieden.

„Die Gesellschaft konstruiert diese Unterschiede“, unterbrach der Moderator. Ali verneinte und sagte: „Nicht die Gesellschaft, sondern Gott schuf uns unterschiedlich.“ Bei seiner Begründung zur Unterschiedlichkeit der Ethnien zog er Vergleiche zu Vögeln. „Sperlinge fliegen mit Sperlingen, Nandus wollen bei anderen Nandus bleiben und Tauben wollen mit Tauben zusammen sein.“ Abschließend sagte er noch, dass es zwar alles Vögel seien, sie aber alle eine andere Kultur hätten. Damit wollte er auf das Argument des Moderators eingehen, der zuvor sinngemäß aussagte, dass es keine Unterschiede gebe, weil wir alles Menschen sind.

Zudem sprach er sich wohl für eine räumlich territoriale Trennung der Ethnien aus, als er im Vergleich mit den Vögeln wiedergab: „Die Adler sind gern in den Bergen, die Bussarde fliegen gern in der Wüste, der Sperling fliegt gern bei Bäumen und Wiesen.

Die Ansichten des einstigen Schwergewichtschampions empfand der Moderator als traurig. Bei seiner Erwiderung verwendete Ali gar den zum Reizwort erhobenen Begriff „Rasse“ und fragte wenig später: „Ich bin traurig, weil ich meine Rasse nicht auslöschen und meine schöne Identität nicht verlieren will?“ Wie sehr die Probleme eines multiethnischen Staates zum Tragen kommen, zeigt sich nicht nur derzeit bei den gewaltvollen Protesten in den Staaten nach der tödlichen Polizeigewalt gegenüber einem Afroamerikaner.

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12 Kommentare

  1. Avatar

    Die Rassen und Arten sind vor allem durch Anpassung an ihre Klimazonen entstanden! Das Ganze verwischt sich vor allem deshalb, weil Transport vor allem zu schnell und zu billig möglich ist! Globalen Handel gab es schon immer! Aber bis vor wenigen Dekaden mußte kein Europäer befürchten daß ihm ein Inder die Arbeit weg mahm, ein Chinese die Ideenerfindung. Er kam aber auch nicht auf die Idee, in der Südsee Urlaub zu machen.
    Entsprechend war auch die Vermischung der Arten höchst selten. Eisbären kamen selten mit Grizzlies zusammen, seit das öfters vorkommt, entstand der Grolar! Solche Mischformen sind aber, wenn die Umwelt extremer wird, nicht mehr überlebensfähig. Afrika hatte eine heiße Trockenperiode, in Europa hat sich Sapiens mit Neandertalern vermischt, klimatisch angepaßt und nach dem vulkan. Winter, der den Neandertaler auslöschte, deren Gebiete übernommen. Mit Hochtechnisierung kann man natürl. Bedingungen ausgleichen – aber wenn die plötzlich wegfällt?

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    heidi heidegger am

    Wanns Sepp Maier und Paul Breitner das nur damals gewusst hätten was ihr wisst, aber so mit Minipli, also "weisser Neger-Frisur", verdarben sie die Jugend und Rudi Völler war der allerschlimmste..Intellektuelle halt, höhö. Gut, bei @Gabi spielte ich auch die äh ²"schwarze Karte"/das PikAss aus quasi (in der Hitze des Geschlechtergefechts kann das schon mal passieren, hihi): "is it because Ei äm white, häh?", als sie mich schnöde verschmähte oder so, pah!

    ²Er gilt als „der berühmteste schwarze Gelehrte der Nation“: Henry Louis Gates, Jr. […] Mediale Aufmerksamkeit erreichte Gates mit dem sogenannten Cambridge Police Incident am 16. Juli 2009. Bei seiner Rückkehr von einer Reise klemmte die Tür seines Hauses, sodass er mit einem Taxifahrer – ebenfalls ein Schwarzer – an der Tür rütteln musste. Dies veranlasste Nachbarn dazu, die Polizei zu rufen. Im Polizeibericht heißt es, Gates sei wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt verhaftet worden, nachdem er laut und ausfällig wurde. Unter anderem soll er den Polizisten beschuldigt haben, ihn zu verhaften, weil er ²schwarz sei. usw. usw.

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      heidi heidegger am

      Teil 2 / OT..in eigener heidi-herzäänssachää: Gabi (!), wirf die Verehrer aus Deiner Pyramide in Hambuich (*lass‘ rutschen, Baby*) änd: [ THE PHANTOM love me 1958 ] /watch?v=8zgsIdMa8qA

      Denn was kann ichichich dafür, dass in Deiner ²Lieblingsserie dieser *Eiersalat in der Sonne Texas‘ und die Frauen* – VergleichsWitz vazoit wurde, häh? äh ämm, nein: von mimimir hier im Forum breitgetratscht wurde vor zig Monaten..*kicher*

      ²The Big Bang Theory (TBBT) S06E12: Das Eiersalat …
      www dot fernsehserien dot de › … › Episodenguide › Staffel 6
      Das Eiersalat-Äquivalent (The Egg Salad Equivalency). Staffel 6, Folge 12 (25 Min.)

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      heidi heidegger am

      corr.: Das Pik-As – die Todeskarte *schluck*..war schon alles, dankschön uuuund zacknweg 😉

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    Das Kapital zerstört die Menschheit am

    Europa sollte eigentlich von der Ausrottung von den indianischen Völkern und von der Sklavenverschiffung der Afrikaner nach Amerika alarmiert sein…..wenn nicht, spricht man bald nicht nur von den Clans und Großfamilien in Europa, sondern auch von AFROEUROPÄERN

  4. Avatar
    In der Tierwelt funktioniert noch das natürliche Gleichgewicht am

    Eisbär geht zu Eisbärin, Braunbär zu Braunbärin, Schwarzbär zu Schwarzbärin……..die Natur schuf die verschiedenen Arten und Rassen auf der Erde und wenn sich alles vermischt oder gleich macht, gibt es keine bunte Vielfalt mehr auf der Erde…..der Mensch ist das krankhafte Lebewesen auf der Erde, er zerstört die Natur und sich selbst aus Gier Lust Krankheit …

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    Marques del Puerto am

    Es kann nur einen geben…..
    Maximilian Adolph Otto Siegfried Schmeling war der grösste Boxer aller Zeiten ! Ende aus ….

    Mit besten Grüssen

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      Es gab früher wirklich gute Boxer, Schmeling und Ali sind zwei davon. Der Beste der Besten ist aber der ungeschlagene Schwergewichtler Rocky Marciano !

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    Ein hervorragender Beitrag.
    Muhammed Ali als Verfechter von Diversität
    und Gegenspieler universitärer Degeneriertheit:
    An den ‚höchsten‘ Ausbildungsstätten westlicher Intelligenz
    legt man viel Wert auf Erhaltung der Biodiversität,
    der Vielfalt der Spezies und Subspezies –
    aber die Menschen sind dort alle EINS und GLEICH –
    es sei denn, es geht um hundertneunundfünzig Geschlechter.

    Dass es keine Rassen geben soll,
    ist die postpostmoderne Erde in Scheibenform.
    Ganze Slums und Workshops mit Jütebeutel und Regenbogenfahne glauben daran.

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      @ SIEGFRIED

      Hervorragender Kommentar!!!

      159 Geschlechter? Kann es eigentlich nur Lande der
      unbegrenzten Möglichkeiten geben.

      In Mrkls Wunderland sollen sich bisher nur etwa
      Zweiundsexzig (Arten, nicht Rassen) geoutet haben.
      Aber das ist schon verwirrend genug.

      Hier gibt es offiziell auch noch keine "scheibenförmige"
      Slums. Dafür laufen die bedepperten Intellektuellen (und
      solche, die es werden wollen, aber nicht wirklich können)
      mit Jutesäcken in Regebogenfarbe durch die blühenden
      Landschaften.
      Soki wird mir zustimmen!

      Halleluja

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      Sehr niedlich,wußte Ich schon immer,das intakte Schwarze keineswegs erpicht darauf sind, sich mit Weißen zu mischen,warum sollte es umgekehrt anders sein ? Angestrengtes Verdrängen, daß da jemand zu anders ist um noch in vollem Umfang meinesgleichen zu sein führt nur zu Spannungen,die sich irgendwann gewaltsam entladen. Mein schwarzer Bruder, from a distance,please.

    • Avatar
      Hans von Pack am

      …und so sah das "Schwarze Korps" farbige Möönschen, die bei unserer "Befreiung" vom Himmel fielen:

      "Aus dem Lande der Lyncher" – https://www.unz.com/wp-content/uploads/2020/06/BlackLynch.png

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