Der Zensurwahn gegen unliebsame Autoren und Verlage nimmt immer schlimmere Formen an. Nach dem Verkaufsverbot unserer Geschichtsausgabe „Babylon Berlin“ könnte es demnächst auch der Thule-Trilogie von Wilhelm Landig an den Kragen gehen. Alle drei Bände der legendären Reihe – unverändert und unzensiert – gibt’s in unserem Online-Shop.

    Wenn man in heutiger Zeit oppositionelle Schriften herausbringt, muss man ein schnelles Pferd haben. So ergeht es uns und unseren Lesern im Fall von COMPACT-Geschichte „Babylon Berlin“. Da den Machern nicht passte, dass wir die historischen Hintergründe der gleichnamigen TV-Serie beleuchteten – und zwar auch die, um die der Mainstream einen großen Bogen macht –, zogen sie vor Gericht.

    Vordergründig geht es um angebliche Copyright-Verletzungen (unter anderem in Bezug auf die Filmbilder, für die wir uns vorher ordnungsgemäß als Pressevertreter angemeldet und den Zugang erhalten haben!), doch die Sache riecht förmlich nach einem Vorwand.

    Offensichtlich fühlen sich die großen Medienleute dem Verfassungsschutzchef Haldenwang verpflichtet, der unlängst die Parole ausgab, COMPACT die finanzielle Grundlage zu entziehen. Am 30. August hat das Landgericht in Berlin über den Fall entschieden – und ein Verkaufsverbot verhängt!

    Joseph Goebbels als Berliner NS-Gauleiter. Ausschnitt aus einem Intro-Bild in COMPACT-Geschichte „Babylon Berlin“. Foto: Repro COMPACT

    Anders als bei der Elsässer-Biografie, die demnächst rechtssicher, aber inhaltlich unverändert unter neuem Verlagslabel erscheinen wird, können wir bei COMPACT-Geschichte „Babylon Berlin“ jedoch keine Veränderungen vornehmen: Ohne das Bildmaterial der Serie ist das Heft sinnlos, denn es lebt – neben einzigartigen historischen Aufnahmen – von den Setfotos der Produktion. Es wird also nach diesem Verbot keine Neuauflage des Heftes geben!

    Tabu-Zone Drittes Reich

    Gerade wenn es um zeitgeschichtliche Themen geht, die mit der jüngsten Vergangenheit Deutschlands zu tun haben, wird besonders gerne zensiert und unterdrückt. Das ist erst recht der Fall, wenn es um bestimmte Aspekte des Dritten Reiches geht, die man den Bundesbürgern nicht „zumuten“ möchte.

    Mit unserer Geschichtsausgabe „Das okkulte Reich“ haben wir die esoterischen Geheimnisse der Ariosophen, der Thule-Gesellschaft, der Vril-Gesellschaft und von Himmlers SS ausgeleuchtet – und damit eine absolute Tabuzone betreten. Bei Twitter wurden alle Artikel, die sich auf dieses Heft beziehen, kürzlich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gelöscht. Und sicherlich sitzen auch schon System-Juristen über der Ausgabe und versuchen, irgendwo einen Haken ausfindig zu machen…

    Hanussen, Himmler, Blavatsky: Zentrale Figuren der okkulten NS-Geschichte. Foto: picture-alliance / akg-images

    Wenn es um die verborgene Geschichte des Dritten Reiches geht, sind die Machthaber nicht zimperlich. Da wird alles versucht, um den Verkauf zu behindern bzw. verhindern. Doch nicht immer macht man sich in den Chefetagen direkt die Hände schmutzig. Diese Erfahrung musste unlängst auch der Klosterhaus-Verlag machen, der die legendäre Thule-Trilogie von Wilhelm Landig in einer Neuausgabe herausgebracht hat – unverändert und unzensiert.

    Gedungene Halunken griffen vor wenigen Monaten das alteingesessene Lippoldsberger Verlagshaus an. Sie verwüsteten dabei die Räume, konnten die Bücher jedoch offenbar nicht finden. Denn glücklicherweise blieben ausgerechnet jene Werke, denen der Überfall wohl hauptsächlich galt, gänzlich unbeschädigt. Ein Wink des Schicksals?

    Vorwand Jugendschutz

    Doch damit nicht genug: In Deutschland gibt es die sogenannte Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz, bekannter unter ihrem früheren Namen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften bzw. Medien. Diente diese Behörde mit Sitz in Bonn früher einmal dem Schutz von Jugendlichen vor ungeeigneten, z. B. pornografischen, Inhalten, ist sie inzwischen zu einem Arm des hiesigen Zensur-Regimes geworden.

    Die Thule-Trilogie von Wilhelm Landig war jahrelang nur zu horrenden Preisen erhältlich. Auch die inhaltlich unveränderte und unzensierte, preislich erschwingliche Neuausgabe musste mehrfach nachgedruckt werden. Doch das, was man durch die Bücher erfährt, soll nach dem Willen der Machthaber unter Verschluss bleiben. Doch juristisch sind die Bände einwandfrei; sie wurden mehrfach von Anwälten geprüft. Wie also kann man die Werke dennoch „verschwinden“ lassen?

    Angehörige der Leibstandarte SS Adolf Hitler in Berlin-Lichterfelde. Undatierte Aufnahme, Bundesarchiv, Bild 146-1988-001-25 / CC-BY-SA 3.0

    Hier kommt die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz ins Spiel. Wenn ein Buch von dieser nämlich als „jugendgefährdend“ auf den Index gesetzt wird, darf es nicht mehr öffentlich angeboten, sondern nur noch quasi unter dem Ladentisch – wie irgendwelche Schmuddelhefte. Einen Hebel könnten die Bonner Zensoren in Band 3 („Rebellen für Thule“) finden.

    Autor Wilhelm Landig (1909–1997) stammt aus Österreich und kämpfte als Angehöriger der Waffen-SS von 1942 bis 1944 auf dem Balkan. Die spannendste Episode aus dieser Zeit ist allerdings seine Beteiligung an der Entwicklung neuartiger Waffensysteme, vor allem sogenannter Flugscheiben. Außerdem erlangte der Österreicher Kenntnis über streng geheime Dossiers der SS, die den okkulten und esoterischen Charakter von Himmlers Schwarzem Orden dokumentieren.

    Zensur-Keule schwebt über den Büchern

    Über diese Aspekte des Dritten Reiches hat Landig lange Zeit geschwiegen. Schließlich packte er mit seiner Thule-Trilogie doch aus. Für seine Enthüllungen wählte die jedoch Romanform, denn als Sachliteratur wäre dies zu heikel gewesen. Oft genug wagt er sich auf höchst vermintes Terrain vor, behandelt Themen, die die Geschichtszensoren mit einem Bannfluch belegen. Seine Bücher eröffnen dem Leser einen Blick hinter die Kulissen, die einen erstaunen, manche vielleicht sogar erschrecken lassen.

    In Band 3 („Rebellen für Thule“) der Trilogie zeichnet die Rahmenhandlung ein Zeitbild der Gegenwart. Eingeflochten ist eine Schülergemeinschaft auf der Suche nach fehlendem Geschichtswissen. Ein früherer Soldat der Waffen-SS (hiermit meint Landig offenbar sich selbst) klärt die Schüler auf, letztendlich wenden Sie sich gegen ihren linken Geschichtslehrer. Das ist der Stoff, den die selbsternannten Jugendschützer sicherlich bald zum Vorwand nehmen dürften, um die Thule-Trilogie im Giftschrank verschwinden zu lassen.

    Haunebu II: Was haben die sogenannten Reichsflugscheiben mit den UFO-Sichtungen ab 1947 zu tun? Wilhelm Landig klärt auf. Foto: CC0

    Denn: In dem genannten Thule-Band lässt der Autor Atlantis aus dem Dunkel der Überlieferungsmythen auftauchen. Die Externsteine geben weitere Geheimnisse preis, und die Spracharchäologie unterstützt die Felder der Ausgrabungen. Hier zeigt der Autor auch die ursprüngliche Herkunft der Schwarzen Sonne auf. Im Schlussteil geht es – wie schon im ersten Band – noch einmal um den deutschen Antarktisstützpunkt 211.

    Wilhelm Landig enthüllt in seiner Trilogie verschwiegene Aspekte des Dritten Reiches – und er zeigt, wie verborgene Strukturen aus der NS-Zeit auch nach 1945 wirkten und von dem technischen Wissen der berüchtigten 12 Jahre profitierten. Er packt also die ganz heißen Eisen an. Deswegen sind auch die Thule-Bücher akut von Zensurmaßnahmen bedroht!

    Die Thule-Trilogie war lange Zeit aus dem Verkehr gezogen und wurde zu horrenden Preisen unter dem Ladentisch gehandelt. Auch die Neuauflagen waren schnell ausverkauft. Jetzt wurde nochmal nachgedruckt, und das Monumentalwerk von Wilhelm Landig ist wieder verfügbar – unzensiert und zu einem erschwinglichen Preis. Doch Achtung: Die Zensurkeule schwebt bereits über den Büchern. Greifen Sie zu, bevor auch diese Werke aus dem Verkehr gezogen werden. Hier bestellen.

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