Herzinfarkt? Schlaganfall? Besser vorbeugen!

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Eigentlich ist unser Herz nur ein großer Muskel. Er gilt neben dem Gehirn als unser wichtigstes Organ. Im Zusammenhang mit unserer Herzgesundheit sind vier Mineralstoffe wesentlich. Das sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Insbesondere in unserem Muskel- und Nervengewebe spielt Magnesium eine sehr wichtige Rolle. Oft im Zusammenspiel mit anderen Mineralien. Dass Magnesium auch in der Prävention von Herzinfarkten und Schlaganfällen eingesetzt werden kann, haben neuere Studien bewiesen.

Eigentlich ist es ja nur ein Muskel, korrekter: ein muskuläres Hohlorgan. Dieses jedoch hat es in sich – unser Herz. Unglaublich oft, mehrere tausend Millionenmal schlägt es im Laufe eines durchschnittlichen Lebens, ca. 60 Mal pro Minute. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass ein solcher Herzschlag aus mindestens zwei Bewegungen besteht, der Kontraktion und der Entspannung, verdoppelt sich diese große Zahl sogar noch. Die Hauptfunktion klingt unspektakulär: Unser Herz sorgt für einen kontinuierlichen Blutkreislauf. Mehr nicht. Dass es nicht weniger sein darf, zeigt sich beim Herzstillstand. Innerhalb kürzester Zeit kommt unser Kreislauf zum Stehen und wir kollabieren. Ohne Rettung in wenigen Minuten, wird man das Herz nicht wieder in Gang setzen können. Wichtiges Gewebe stirbt ab und es ist vorbei.

Ohne die Poesie zu bemühen, kann man unser Herz als den Motor des Lebens bezeichnen. Ohne Herz, also herzlos geht nichts mehr. Folglich werden wir unser wertvollstes Organ immer gut schützen wollen. Dass wir dafür offensichtlich mehr tun können, zeigt sowohl die Anzahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch die der Schlaganfälle. Gerade letzteres zählt inzwischen zu den dritthäufigsten Todesursachen bei uns in Deutschland.

Nicht zuletzt neuere Studien zeigen, dass eine gute Versorgung mit den wichtigsten Mineralstoffen (Elektrolyte) für unsere Herzgesundheit äußerst nützlich ist. Damit das Herz seine Funktion wie gewünscht und von der Natur vorgesehen erfüllen kann, müssen nämlich einige physiologische Bedingungen erfüllt sein, die eine zuverlässige Kontraktion und Entspannung des Herzmuskels ermöglichen. Dazu zählt insbesondere auch das Zusammenspiel der verschiedenen Elektrolyte, wie zum Beispiel Magnesium. Zu diesen Mineralstoffen, die auch in anderen Organen eine wichtige Rolle spielen, gehören neben Magnesium noch Kalium, Natrium und Kalzium. Insbesondere eine gute Versorgung mit Magnesium kann das Risiko von Herzerkrankungen senken.

Sind die Relationen zwischen diesen Elektrolyten – etwa durch einen Mangel – verschoben, kann es zu einer massiven Beeinträchtigung der Herzfunktion kommen, einer Herzrhythmusstörung. Keine Sorge, nicht jedes einmalig auftretende „Stolpern” des Herzrhythmus ist ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung. Jedoch die dabei auftretenden Symptome wie Herzrasen, kurzfristiges Aussetzen des Herzschlages oder ein zusätzlicher Herzschlag sind unangenehm und können beängstigend sein. Bei wiederholtem Auftreten sollte man den Arzt aufsuchen. In der Regel jedoch haben sie banale Ursachen und verursachen keine weiteren Beschwerden. Dass als Ursache auch ein Magnesiummangel hinter diesen Auffälligkeiten stecken kann, stellt sich in immer neueren Studien heraus. Darum gilt umso mehr: Eine ausreichende Versorgung mit diesem wichtigen Mineralstoff kann helfen, das Auftreten von solchen Beschwerden einzuschränken oder gar zu verhindern.

Wie wirkt Magnesium auf die Funktionsweise des Herzens?

Dass Magnesium für die Erregungs- und Weiterleitung im Muskel- und Nervengewebe von entscheidender Bedeutung ist, ist inzwischen belegt. Die Folgen von Mangel sind hier Krämpfe oder auch Lidzucken usw. Relativ schnell lässt sich durch die zusätzliche Gabe von gut verträglichen Magnesiumpräparaten bei den beschriebenen Symptomen Abhilfe schaffen. Beim Herzen kommt es für die Erregungs- und Weiterleitung vor allem auf das Zusammenspiel von Magnesium und Kalzium an. Der Dritte im Bunde ist Kalium. Magnesium reguliert den Kaliumgehalt der Herzzellen und schafft so die Voraussetzung für die Kontraktionsfähigkeit des Herzens. Während Kalzium und Magnesium als Gegenspieler gelten. Kalzium erhöht die Erregung, während Magnesium diese senkt. Dies geschieht im normalen und ausgeglichenen Milieu sozusagen automatisch in einem gleichmäßigen Auf und Ab.

Magnesium Brain - gut fürs Gehirn und gegen Demenz

Mangelt es jedoch an Magnesium, werden zunächst die Depots aktiviert. Ähnlich wie beim Gehirn weiß unser Organismus, dass die Herzversorgung „Vorfahrt“ vor allen anderen Organen hat. Dass bei drohendem Mangel der Körper in erster Reaktion in einen Ruhezustand gefahren wird, ist eine Notmaßnahme, bis die nötige Energie wieder zur Verfügung steht. Da jedoch Magnesium im Zusammenspiel mit Kalzium eine ganz bestimmte Aufgabe hat, nämlich die den Herzmuskel zu entspannen, wirkt sich das Fehlen hier besonders fatal aus, nämlich das Gegenteil von Ruhe: Herzrasen, zusätzliche Herzschläge, sogenannte Extrasystolen, leichte Panikattacken.

Unser Herz gerät außer Tritt, der Rhythmus wird gestört. Öfter oder von längerer Dauer sollten solche Zustände jedenfalls nicht andauern. Zwar können diese Störungen auch andere Ursachen haben, treten diese auf und gibt es während dieser Erscheinungen zusätzlich noch Mangel an Magnesium, werden diese Symptome noch verstärkt. Bei länger andauernden Beschwerden ist der Gang zum nächsten Facharzt Pflicht!

Der Zusammenhang von Herzgesundheit und Magnesium ergibt sich auch aus den zahlreichen weiteren Funktionen, die Magnesium im Körper erfüllt. So ist es wesentlich an der Energiegewinnung und -freisetzung in unseren Zellen, den Kraftwerken (Mitochondrien) beteiligt. Magnesium bindet dabei an den wichtigsten Energieträger im menschlichen Körper, das Adenosintriphosphat (ATP) und dient als Energiespeicher.

Desweiteren ist Magnesium an der Aktivierung von mehr als 300 Enzymen beteiligt. Ohne deren Beteiligung würden viele Prozesse in unserem Körper nur sehr langsam oder gar nicht ablaufen können. Prozesse, bei denen Magnesium ebenfalls eine Rolle spielt, sind:
die Stabilisierung der Herzmuskelzellen und der Zellen der Gefäßmuskulatur
die Gewebeheilung
das Vorbeugen von Krämpfen
der Aufbau und Schutz von Elastin, das die Blutgefäße elastisch hält
der Abbau und die Verhinderung der Anlagerung von arteriosklerotischen Plaques an den Gefäßwänden
die indirekte Blutdrucksenkung
die Hemmung von Blutgerinnseln

Magnesium bei Herzrhythmusstörungen
Was unter Herzrhythmusstörungen zu verstehen ist, hatten wir oben schon erläutert. Verursacht werden diese durch außerplanmäßige Vorgänge im Bereich der Erregungs- und -weiterleitung im Herzmuskel. Die vier Mineralien Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium spielen hier eine wichtige Rolle, wobei es insbesondere auf ausreichend Magnesium ankommt. Studien haben gezeigt, dass die zusätzliche Gabe von Magnesium solche Rhythmusstörungen lindern hilft.
Häufig sind Herzrhythmusstörungen einmalige Erlebnisse und ungefährlich. Gefährlich werden diese dann, wenn sie in das sogenannte Kammerflimmern übergehen. Darunter versteht man ungeordnete Erregungsabläufe in den Herzkammern, die dazu führen, dass der Herzmuskel nicht mehr richtig kontrahiert. In der Folge kommt es zu einem Pulsverlust und zum Herztod.

Herzrhythmusstörungen können sich auf verschiedene Arten äußern. Mögliche Symptome sind:
ein verzögerter Herzschlag oft unter Begleitung von Schwindel oder Ohnmacht,
Extrasystolen, sogenanntes „Herzstolpern” mit dem Gefühl, dass „das Herz bis zum Hals schlägt”,
oder ein beschleunigter Herzschlag – „Herzrasen”,
Beklemmungs- bis hin zu Angstzustände, ein Gefühl der Beengung.

Wie kommt es zu Störungen des Herzrhythmus bei Magnesiummangel?
Das Zusammenspiel von Kalzium, Kalium und Magnesium ist notwendige Voraussetzung für die Funktion des Herzmuskels und Basis für dessen Kontraktionsfähigkeit. Kalzium spielt für die Erregungsweiterleitung eine Rolle. Verändert sich das Verhältnis dieser Mineralstoffe, führt das zu Fehlern in der Erregbarkeit der Herzmuskelzellen. Aus diesem Grund kann auch ein Magnesiummangel Ursache für Herzrhythmusstörungen sein.

Neueren Untersuchungen zufolge könnte es sogar sinnvoll sein, Patienten vor einer Herzoperation vorbeugend Magnesium zu verabreichen, denn durch präventive Magnesiumzufuhr kam es in der Vergangenheit seltener zu Herzrhythmusstörungen nach einer OP. Klar ist Magnesiummangel nicht immer der Auslöser. Allerdings kann ein Fehlen von Magnesium durchaus bestehende Störungen verschlimmern. Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium ist deshalb schon zur Vorbeugung von Herzproblemen sinnvoll.

Magnesiummangel: Folgen für das Herz
Ein dauerhafter Mangel an Magnesium kann das Membranpotenzial, das den Herzmuskelzellen innewohnt, verändern. In der Folge entsteht eine gesteigerte Erregbarkeit. Sie erinnern sich: Magnesium senkt die Erregbarkeit, während Kalzium diese steigert. Die Folgen können Herzrhythmusstörungen sein. Dabei bleibt es in den meisten Fällen bei vereinzelten sogenannten Extrasystolen, die sich als gelegentliches Herzstolpern zeigen. Sollten diese Störungen anhalten, ist der Arzt zu konsultieren.

Arteriosklerose und Magnesium
Arteriosklerose entsteht an den Innenwänden der Arterien (Schlagadern) durch Ablagerungen (Plaque).
Das kann durch Fett, Bindegewebe oder auch Kalk (Kalzium) geschehen. Dadurch wird der Blutfluss vermindert und es kommt in der Folge zu Gewebeschäden und Infarkten im Versorgungsgebiet der jeweiligen Arterie. Zwar sind die Ursachen für die Entwicklung einer Arteriosklerose noch nicht umfassend geklärt, genetische Faktoren und Folgen von Entzündungen dürften aber eine wesentliche Rolle spielen. Hier kommt Magnesium als Entzündungshemmer ins Spiel.

Risikofaktoren für Arteriosklerose sind vor allem Diabetes, Fettleibigkeit, Bewegungsmangel, Rauchen. Ob ein Zuviel an Cholesterin dazu zählt, ist in der Wissenschaft umstritten. Männer und ältere oder familiär vorbelastete Menschen sind häufiger betroffen. Die Arteriosklerose kann über viele Jahre unbemerkt verlaufen. Mögliche Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall, die sogenannte „Schaufensterkrankheit” sowie eine Niereninsuffizienz. Es ist durch mehrere Studien belegt, dass Magnesium sogar der Entstehung und Entwicklung der Arteriosklerose positiv entgegenwirkt. Denn die ausreichende Versorgung mit Magnesium führt zu einer geringeren Arterienverkalkung im Alter. Hier dürfte Magnesium für eine Destabilisierung der Kristallstruktur von gefäßschädigenden Verbindungen verantwortlich sein.

Magnesium hat außerdem eine entspannende Wirkung auf die Gefäßwände, unterstützt das Elastin, das für die Elastizität der Gefäßwände sorgt. Ein Mangel an Magnesium begünstigt auch die Entwicklung einiger Risikofaktoren für Arteriosklerose wie Diabetes und erhöhte Blutfettwerte (Hypercholesterinämie).

Magnesium bei Herzinfarkt und Schlaganfall
Herzschlag und Blutdruck werden über Muskelkontraktionen der Herzmuskelzellen und der Gefäßmuskulatur gesteuert. Magnesium reguliert an allen Muskelzellen die Reizleitung der Nervenzellen. Wie oben beschrieben steuert Magnesium zusammen mit Kalzium und Kalium die reibungslose Weiterleitung von Nervenimpulsen. Bei einem Herzinfarkt kommt es zu einer Unterversorgung von bestimmten Abschnitten des Herzmuskels, die in der Folge geschädigt werden. Dadurch können teilweise beträchtliche Funktionseinbußen des Herzmuskels auftreten. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass wenn vor dem Infarkt eine gute Versorgung mit Magnesium besteht, dies die Heilungsprozesse anschließend im Infarktgebiet verbessert. Ausreichend hohe Magnesiumspiegel, z. B. durch die vorbeugend zusätzliche Gabe von Magnesium, verringern nicht nur das Risiko für einen Infarkt, sondern auch für Folgeerkrankungen.

Jährlich gibt es bei uns mehr als 270.000 Schlaganfälle. Der Hirninfarkt entsteht meist durch eine Unterversorgung von bestimmten Hirnabschnitten mit Blut und damit mit Sauerstoff. Häufigster Auslöser sind Blutgerinnsel, die sich von der Gefäßwand lösen, in den Blutstrom gelangen und kleinere Gefäße verschließen. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Das Risiko steigt beständig. Magnesium spielt auch in der Vorbeugung von Schlaganfällen eine wichtige Rolle. So ergab eine sogenannte Metastudie von schwedischen Wissenschaftlern 2012 einen Zusammenhang zwischen ausreichender Magnesiumzufuhr und geringerem Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Dafür wurden mehrere Einzelstudien der letzten 46 Jahre ausgewertet.

Magnesium Night - wohltuend für Körper und Geist

Wie viel und welches Magnesium?
Die empfohlene durchschnittliche Tagesdosis (NRV) von etwa 350 mg reinem Magnesium kann überschritten werden, wenn ein erhöhter Bedarf oder ein höherer Verbrauch besteht. Tagesdosen bis 800 mg gelten als unproblematisch. Man beachte, dass Magnesium sehr reaktionsfreudig ist und daher immer in Form von Salzen mit einem maximalen Anteil von rund 15 Prozent – meist weniger – in der Salzverbindung vorkommt. Die Angabe im Verhältnis zum NRV gibt hier Aufschluss über den Anteil von reinem Magnesium an dem vorliegenden Präparat. Das Präparat sollte gut verträglich sein. Einzig wer unter Nierenerkrankungen leidet, sollte vorsichtig mit der Einnahme von Magnesium sein. Wer sich nicht sicher ist, frage seinen behandelnden Arzt.

Zusammenfassung
Fehlt dem Körper Magnesium, kann dies zu Herzrhythmusstörungen führen und sich das Risiko für Arteriosklerose erhöhen. Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium kann das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, reduzieren. Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung ist die Einnahme von Magnesiumpräparaten als Nahrungsergänzung hilfreich. Diese sollten gut verträglich sein. Der Anteil an reinem Magnesium ist in in den meisten Nahrungsergänzern zwischen 10 und 15 Prozent, da das reaktionsfreudige Magnesium immer als Salz gebunden sein muss. Da Magnesium an mehr als 300 Stoffwechselvorgängen in unserem Körper beteiligt ist, sollte dieses wichtige Mineral auch als Vorbeugung  empfehlen werden.

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2 Kommentare

  1. Avatar
    Dr. Reinders am

    Was macht euer Autor "Jo Vital" eigentlich beruflich? Erstens: Kennzeichnet seine Artikel bitte als Schleichwerbung – denn nichts anderes sind sie. Zweitens: Die von "Jo Vital" propagierte Gabe von Magnesium kann zur Hypermagnesiämie führen. Symptome zeigen sich konzentrationsabhängig am Nervensystem und – ja, dumm gelaufen – dem Herzen. Bis rund 3,6 mg/dl ist der Zustand in der Regel ohne Beschwerden. Ab einem Spiegel von 7,2 mg/dl zeigt sich ein Erlöschen der Sehnenreflexe. Atemlähmung, Schock, Herzversagen und Koma treten ab rund 12 mg/dl auf. Ebenso kann es bereits früher zu Muskelschwäche und Gefühlsstörungen typischerweise im Gesicht kommen. Als Antidot zur Magnesiumüberladung steht Calcium zur Verfügung, da beide Elektrolyte im menschlichen Stoffwechsel gegenläufig geregelt sind. Bei schweren Verläufen ist eine Hämodialyse in Betracht zu ziehen, um das überschüssige Magnesium aus dem Blut zu entfernen Als Hypermagnesiämie bezeichnet man eine krankhafte Erhöhung des Magnesiumspiegels im Blut. COMPACT-Leutz, eure peinlichen Versuche, Apotheken-Umschau zu spielen, nerven. Bitte lasst es. Schönen Dank.

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    Rudolf Spaniel am

    An dem Zickzack-Kurs u. ständigen Ausschluessen von Mitgliedern wird die AfD irgendwann scheitern. Die Wähler nehmen der Partei nicht. mehr ab, dass sie die grosse Wende bringen, aehnl. wie Wendehofer

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