Warum sind Antioxidantien so wichtig für unsere Gesundheit?

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In gesundheitsbezogenen Texte wird man recht schnell auf den Begriff Antioxidantien stoßen. Mit im Gepäck sind meist Radikalenfänger und oxidativer Stress. Doch was hat dies alles mit Gesundheitsvorsorge zu tun? Da geht es doch meist um Vitamine! Vitamine sind oft auch starke Antioxidantien. Womit wir mitten im Thema wären.

Oft heißt es: Antioxidantien bieten Schutz gegen sogenannte freie Radikale. Gibt es zu viele freier Radikale, entsteht oxidativer Stress. Dieser kann dann die Zellen tatsächlich schädigen. Sie sterben den frühen Zelltod. Man altert vorzeitig. Zum anderen werden dadurch entzündliche Prozesse angestoßen, die zunächst meist still verlaufen.

Jahre später können daraus chronische Krankheiten entstehen wie Herz-Kreislauf, Diabetes-Typ 2, auch Alzheimer und bestimmte Krebsarten werden oft genannt. Wenn wir von der schädlichen Wirkung freier Radikale sprechen, meinen wir immer einen Überschuss. Freie Radikalen sind an sich nämlich lebensnotwendig. Denn sie führen zu bestimmten Reaktionen (Oxidationen), die in unserem Stoffkreislauf natürlicherweise ablaufen müssen.

Es geht um das Zuviel. Um einen Überschuss an freien Radikalen. Dabei leitet sich der Begriff davon ab, dass ihnen etwas fehlt (reduziert). Nämlich ein Elektron. Da auch hier nach einem Gleichgewicht gestrebt wird, begibt sich das Radikal auf die Jagd nach dem fehlenden Elektron, es ist daher ziemlich reaktionsfreudig. Im Normalfall also läuft eine gewollte Reaktion ab, in deren Ergebnis auch wieder freie Radikale entstehen können.

Kommt es jedoch zu einem Überschuss an Radikalen, greifen diese wahllos andere Substanzen (Zellen) an und versuchen diesen das fehlende Elektron zu entreißen (Oxidation). Womit die angegriffene Substanz selbst zum freien Radikal wird. Eine Kettenreaktion beginnt. Die Zelle wird geschädigt. Spätestens jetzt sollten Antioxidantien ins Spiel kommen. Diese können nämlich eine Oxidation verlangsamen oder gar verhindern.

Was sind Antioxidantien?

Kurz gesagt sind dies Substanzen, die eine Oxidation anderer Substanzen verlangsamen oder sogar verhindern können. Sie kommen immer dann ins Spiel, wenn zu viele freie Radikale auftreten. Ihr zweiter Name – Radikalenfänger – verrät schon, welche Funktion sie in diesem Prozessen ausüben.

Sie gehen in der Regel eine Reaktion mit dem freien Radikal ein, ohne selbst zum freien Radikal zu werden. Dadurch werden diese Radikalen neutralisiert, also unschädlich gemacht. In anderen Fällen „opfern“ sich die Antioxidantien, indem sie eher oxidiert werden als die zu schützende Substanz, sie spielen dann quasi die Rolle einer Opferanode.

Man muss wissen, dass diese freien Radikale für unseren Stoffwechsel notwendige Substanzen sind. Daher muss auch immer eine relativ geringe Menge in unserem Stoffkreislauf vorhanden sein. Manche Autoren machen daraus auch eine Gefahr, dass man etwa zu viele Antioxidantien aufnehmen könnte und den Prozess der notwendigen Oxidationen zum Stillstand brächte.

Das ist zum einen wissenschaftlich in Bezug auf den Menschen nicht bewiesen und zum anderen haben wir auch aufgrund unserer modernen Lebensumstände stets einen Überschuss an freien Radikalen, nehmen also zu wenig Antioxidantien auf.

Wo kommen Antioxidantien vor?

Meist ist es eine Eigenschaft von Vitaminen auch Antioxidans zu sein. Es gibt aber auch Substanzen, meist pflanzlicher Natur, denen nicht nur eine starke antioxidative Wirkung nachgesagt wird, sondern deren Wirkung in vielerlei Studien bereits bewiesen wurde. Eines der stärksten oder das stärkste Antioxidans der Welt überhaupt ist das immer bekannter werdende Astaxanthin.

Es wird meist aus der Blutregenalge gewonnen. Dort hat es die Aufgabe diese Pflanze in Extremsituationen überleben zu lassen. Das können extreme Kälte oder Hitze sein. Zu viel UV-Licht und oft auch monatelange Trockenheit.

In solchen Dürrezeiten stellt die Alge sogar die Produktion von Chlorophyll ein. Das ist der Stoff unter dem die Photosynthese abläuft. Doch diese funktioniert nur, wenn ausreichend Wasser vorhanden ist.

Astaxanthin ist in der Lage, die Pflanze stattdessen mit Energie zu versorgen, oft auch über mehrere Monate hinweg. Fällt dann Regen, färben sich die Tümpel durch das reichlich vorhandene Astaxanthin plötzlich rot. Als ob es Blut geregnet hätte.

Dass Astaxanthin auch bei anderen Organismen wirkt, kann man vielfältig im Tierreich beobachten. So färbt sich das Fleisch von Lachsen rot, da sie viel vom Astaxanthin zu sich nehmen. Man geht davon aus, dass sie ihre ungeheure Kraft, tagelang stromaufwärts schwimmen zu können dem Astaxanthin verdanken.

Dass die segensreichen Wirkungen des Astaxanthins auch für uns Menschen nutzbar sind, verdankt man der eher zufälligen Beobachtung von Naturvölkern auf Hawaii und anderswo. Deren Nahrung hat einen hohen Anteil an Astaxanthin und man konnte bei ihnen beobachten, dass sie dadurch einen starken natürlichen Sonnenschutz entfalteten.

Jetzt wurde man neugierig, erforschte Astaxanthin wissenschaftlich und fand dabei noch viele erstaunliche Wirkungen heraus. Insbesondere, dass viele dieser Wirkungen von der Eigenschaft Antioxidans zu sein herrührten. Mehr zu Astaxanthin finden Sie übrigens hier.

Wodurch entstehen freie Radikale?

Nun, wie wir oben schon gesehen haben, können freie Radikale bei ganz normalen chemischen Reaktionen, die in unserem Stoffwechsel am Ende ablaufen, entstehen. Zum anderen kann bei solchen Reaktionen auch mal etwas schief gehen. Genauso wie Zellen entarten können, wodurch mitunter Krebs induziert werden kann.

Die weitaus größeren Faktoren liegen jedoch in unserer Umwelt begründet. Diese äußeren Einflüsse strömen ständig auf uns ein. Seien es Erreger, Fremdstoffe oder Umweltgifte. Auch UV-Licht lässt freie Radikale entstehen. Aber auch durch bestimmte Verhaltensweisen entstehen verstärkt freie Radikale wie Stress, der zum Dauerstress wird. Oder Bewegungs- und Schlafmangel. Eine weitere große Quelle ist unsere Ernährung. Bestimmte Nahrungsmittel wie Zucker, Weißmehlprodukte, Transfette, ein übermäßiger Fleischkonsum, zu viele Genussmittel aber auch stark verarbeitete Lebensmittel lassen verstärkt freie Radikale in unserem Stoffwechsel entstehen.

Die Schäden durch die freien Radikalen an unserem Organismus sind enorm. Denn Sie können am Ende jede unserer Zellen schädigen. Damit wichtige Organe treffen und zu vorzeitigem Altern beitragen. Aber nicht nur das. Viele Krankheiten, insbesondere die chronischen lassen sich auf entzündliche Prozesse zurückführen. So entstehen später Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes-Typ-2, auch Alzheimer oder viele der Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Morbus-Crohn, Hashimoto, MS und weitere.

Daher ist es besonders wichtige die freien Radikale im Zaum zu halten. Das kann auf zwei Wegen geschehen. Zum einen das Eindringen von Keimen, Fremdkörpern und Umweltgiften in unseren Körper zu verhindern. Ebenso gehört dazu, unseren Lebensstil einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Etwa Stressvermeidung, ein geregelter Tagesablauf mit dem Wechsel von Spannungs- und Entspannungsphasen. Regelmäßiger und ausreichender Schlaf.

Zum anderen betrifft es unseren Stoffwechsel selbst. Hier liegt unser Hauptaugenmerk auf der Ernährung. Gesunde Ernährung, die Umstellung auf eine pflanzliche Basis heißt hier tatsächlich, dass die Zahl der freien Radikalen erheblich eingeschränkt wird. Denn viele dieser so gesunden Lebensmittel wirken antioxidativ. Begibt man sich auf die Suche danach, was Vollkorn, viele Gemüsearten ausmacht, so sind es deren antioxidativen Wirkungen.

In vielen Fällen wird eine solche Ernährung jedoch nicht ausreichen. Der Kampf gegen die freien Radikale ist zu allumfassend, die Umwelteinflüsse sind gewaltig. Viele angenehme Gewohnheiten möchten wir besonders in der zweiten Lebenshälfte nicht mehr missen.

Hier wird man zu starken Antioxidantien greifen, etwa wie das oben erwähnte Astaxanthin oder auch das schon länger bekannte OPC, um den Kampf gegen die freien Radikalen damit wirksam zu unterstützen.

Diese nebenwirkungsfreien und natürlichen Substanzen vollbringen zwar keine Wunder, aber der regelmäßige Gebrauch lindert viele Beschwerden ziemlich spürbar. Nachgewiesener Maßen reparieren diese etwa Zellschäden, wie das OPC die wichtigen Faserproteine Kollagen und Elastin, senken den Blutdruck (Astaxanthin), verringern direkt Entzündungsmarker im Blut und vieles mehr.

Zu den vielfältigen Wirkungen des Astaxanthins gibt es hier mehr zu erfahren. Dass auch das OPC noch weitere für unsere Gesundheit nützliche Eigenschaften besitzt erfahren Sie hier.

Q10-Spiegel

Immer, wenn von Stoffwechsel die Rede ist, darf das Coenzym Q10 nicht fehlen. Denn es ist zwar nur ein Mikronährstoff, ein sogenanntes Vitaminoid, aber es ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Atmungskette. Ohne Q10 würden 95 Prozent der Umwandlung von Nahrungs- in Zellenergie nicht stattfinden. Diese läuft bekanntlich in den Mitochondrien, unseren Zellkraftwerken ab. Der Entdecker der Wirkungen des Q10 bekam seinerzeit (1978) sogar den Nobelpreis.

Weil dieser Stoff für uns so eminent wichtig ist, kann unser Körper diesen auch selbst herstellen. Bis zum 20. Lebensjahr ist damit auch alles ok. Doch dann beginnt diese Produktion zu sinken. Längere Zeit können wir das noch auffangen, weil in vielen Lebensmitteln genügend Q10 enthalten ist. Jedoch spätestens mit 40 Jahren unterschreitet unsere Q10-Produktion die kritische Marke von 70 Prozent.

Das ist deswegen kritisch, weil die Mitochondrien bereits bei einem Q10-Mangel von 25 Prozent beträchtlich Schaden nehmen können. Unsere Energieproduktion beginnt zu stottern. Die Zellen werden geschwächt. Die Q10-Versorgung wandert zuerst in die lebenswichtigen Organe wie Herz, Gehirn, Leber und Nieren und in die Skelettmuskulatur. Aber auch hier sinkt der Q10-Gehalt allmählich. Nicht lebenswichtige Bereiche wie Haut oder Immunsystem bleiben als erste auf der Strecke. Daher macht sich ein Q10-Mangel oft zuerst auch auf der Haut bemerkbar.

Spätestens mit 40 müssen wir also etwas für unseren Q10-Spiegel tun. Das können spezielle Lebensmittel wie Fisch oder Rinderleber sein. Das müssten dann täglich etwa 1,5 kg Ölsardinen sein. Man könnte auch über spezielle Aminosäuren die Q10-Produktion wieder ankurbeln. Jedoch ist dieser Prozess noch weitgehend unerforscht. Als letztes bleibt dann noch die Ergänzung der täglichen Ernährung mit guten Q10-Präparaten.

In der Kosmetik ist Q10 gar nicht mehr wegzudenken. Viele Anti-Aging-Cremes enthalten nämlich auch Q10. Die innere Anwendung von Q10 verspricht allerdings viel größeren Erfolg, nicht nur an der Haut. Q10 begleitet viele von uns also schon viel länger, ohne dass wir dessen wahre Bedeutung bisher erfasst haben.

Was hat Q10 mit den freien Radikalen zu tun?

Sehr viel! Denn durch die Schwächung der Mitochondrien bei Q10-Mangel, werden auch die Zellen geschwächt und so leichte Beute für die freien Radikalen. Wirken die Antioxidantien also von außen gegen die freien Radikalen, so macht Q10 die Zellen von innen her unangreifbarer für die freien Radikalen. So werden Zellschäden und im weiteren Verlauf entzündliche Prozesse vermieden. Die Zellen sterben auch keinen frühen Zelltod mehr und altern dadurch auch nicht mehr vorzeitig. Daher rührt auch der Anti-Aging-Effekt bei den oben erwähnten Kosmetika.

Dass auch Q10, insbesondere für unsere Herzgesundheit und im Sport noch viele weitere gesundheitsfördernde Effekte aufweist, kann man hier erfahren.

Zusammenfassung

Unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sind tatsächlich eng mit den Antioxidantien verknüpft. Wird z. B. im Herbst oft der verstärkte Gebrauch von Vitamin C und Vitamin D empfohlen, so ist es die starke antioxidative Wirkung der im Vitamin C enthaltenen Ascorbinsäure, die unser Immunsystem in der beginnenden Erkältungssaison stärkt. Vitamin D3 ist besonders effektiv in Verbindung mit K2 und wurde jüngst sogar von der Deutschen Welle zum Schutz vor Corona empfohlen! Der Kampf gilt den freien Radikalen. Diese werden eben auch durch Keime, Fremdkörper und Umweltgifte in unserem Körper eingeschleppt.

Daher gilt es hier mit besonders starken Antioxidantien dagegen zu halten, wie etwa Astaxanthin oder auch OPC. Denn es gilt nicht nur unser Immunsystem zu stärken, sondern das Entstehen von entzündlichen Prozessen und damit von vielen chronischen Erkrankungen zu verhindern. Einerseits wird so unser Immunsystem entlastet und andererseits bei der Heilung von Infektionen auch noch unterstützt. Dass als weitere Säule gerade auch für das Immunsystem der Q10-Spiegel und damit die Energieversorgung wichtig ist, kann nicht oft genug betont werden.

Wirken die Antioxidantien von außen, so stärkt Q10 die Zellen von innen gegen die freien Radikalen. Unsere Gesundheit wird so optimal gestärkt.

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