Geliebter Feind: US-Milliarden für die Mudschaheddin

18

Täglich gibt es neue Nachrichten über das Wiedererstarken islamistischer Terroristen in Afghanistan. Verschwiegen wird dabei, dass die Präsenz der Dschihadisten in dem zentralasiatischen Land lange mit US-Steuergeldern gefördert wurde. Die Mutter aller Lügen, mit denen das Afghanistan-Desaster am 11. September 2001 begann, haben wir im neuen  COMPACT-Spezial 9/11 – Der Putsch des Tiefen Staates aufgearbeitet. Hier mehr erfahren.

 Zu den Attentaten am Flughafen von Kabul, die am 26. August 2021 fast 200 Todesopfer, darunter 13 US-Soldaten forderten, bekannte sich beispielsweise ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat, der in Afghanistan seit 2014 unter der Bezeichnung IS-Khorasan aktiv ist. Er ist benannt nach der staatenübergreifenden Provinz Khorasan, die im Mittelalter Teile Afghanistans, des Irans sowie Zentralasiens umfasste. Ihm sollen viele Kämpfer aus Pakistan, dem Iran sowie Uiguren aus dem Nordosten Chinas angehören.

Al-Qaida ist wieder zurück

Auch die Terrortruppe Al-Qaida, die von Washington für die Anschläge des 11. September 2001 verantwortlich gemacht wird und wegen deren Präsenz in Afghanistan die Vereinigten Staaten den Krieg überhaupt erst begannen, soll laut verschiedenen Medienberichten weiterhin ein wichtiger Machtfaktor in vielen Regionen des Landes sein, der eng mit den herrschenden Taliban kooperiert.

Was in westlichen Medien nur selten dazugesagt wird: Die starke Präsenz von Islamisten in Afghanistan ist dabei auch das Resultat des Wirkens des US-Geheimdienstes CIA, der sich langer Zeit islamistischer Terroristen bediente, um seine Ziele in dem mittelasiatischen Land zu verfolgen.

Gotteskrieger in Schottland

In dem in der neuen Ausgabe von COMPACT-Spezial veröffentlichten Artikel „CIA-Agent Bin Laden“ von Jürgen Elsässer heißt es dazu:

Die CIA hat die afghanischen Mudschaheddin in dem knapp zehnjährigen Kampf mit drei Milliarden US-amerikanischer Steuergelder gesponsert, weist Pulitzerpreisträger Steve Coll in seinem Buch Ghost Wars nach. Von den Saudis kam nach einer Absprache mit Washington noch einmal dieselbe Summe. Umstritten ist allerdings, ob die USA nur Geld und Ausrüstung zur Verfügung stellten, die dann über den pakistanischen Geheimdienst ISI an die Front transferiert wurden, oder ob es eine direkte militärische Zusammenarbeit mit den Männern Bin Ladens gab. CNN-Reporter Peter Bergen verneint dies in seinem Standardwerk über al-Qaida entschieden und beruft sich dabei unter anderem auf einen hohen US-Beamten.

Das ist unglaubwürdig, der damalige CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer besuchte die Gotteskrieger am Hindukusch gleich mehrfach, und der britische Geheimagent Tom Carew hat seine Kampferfahrungen an der Seite der Mudschaheddin gar in seinem Buch In den Schluchten der Taliban festgehalten. Und die USA, die wesentlich stärker als die Europäer in Afghanistan engagiert waren, sollen hinter anderen Nationen zurückgestanden sein?

Carew berichtete auch von der Militärausbildung der Gotteskrieger in Schottland. Die Existenz von Mudschaheddin-Camps in den USA behauptete Michael Springmann, Leiter des amerikanischen Visabüros im saudischen Dschidda in den Jahren 1987 bis 1989, gegenüber der BBC: ‚In Saudi-Arabien wurde ich wiederholt von hochrangigen Vertretern des Außenministeriums aufgefordert, Visa an ungeeignete Antragsteller auszufertigen.‛ Und weiter: ‚Ich tat nicht weniger, als dass ich Visa an Terroristen gab, die durch die CIA und Osama bin Laden rekrutiert worden waren, und zu Trainingszwecken in die Vereinigten Staaten zurückkamen, um dann im Krieg in Afghanistan gegen die Sowjets eingesetzt zu werden.‛ (BBC Newsnight, 7.11.2001)“

Gespenster der Vergangenheit

Einmal mehr werden die USA also auch in Afghanistan von den Gespenstern ihrer eigenen Vergangenheit angegriffen, wobei die Unterstützung dschihadistischer Gruppen nach wie vor über den pakistanischen Militärgeheimdienst ISI erfolgt, der schon in den achtziger Jahren ein wichtiger Partner für Washington war.

Wer über das heutige Debakel in Afghanistan redet, darf über die Anschläge des 11. September 2001 und ihre Hintergründe nicht schweigen, In COMPACT-Spezial 9/11 – Der Putsch des Tiefen Staates zeichnen Experten wie Andreas von Bülow, Matthias Bröckers, Oliver Janich, Gerhard Wisnewski und Jürgen Elsässer das Täuschungsmanöver des 11. September 2011 detailliert, akribisch und mit unwiderlegbaren Quellen nach. Ihre Recherche-Ergebnisse zerstören das offizielle Bild und benennen die wahren Hintermänner des Terrors. Unsere neue Sonderausgabe ist wie die rote Pille, die die Schlafenden die Augen öffnet. Ab sofort hier zu bestellen.

Über den Autor

_ Sven Reuth (*1973) ist Diplom-Ökonom und schreibt für COMPACT hauptsächlich zu wirtschaftspolitischen Themen. Seit Januar 2021 ist er zudem Online-Redakteur.

18 Kommentare

  1. HERBERT WEISS am

    Es sei nie die Absicht der USA gewesen, die Afghanen mit der Demokratie zu beglücken, sage Präsident Joe Biden kürzlich. Doch das Rezept "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" funktioniert längst nicht immer. Jedenfalls beweist das unmissverständlich das gestörte Verhältnis Uncle Sams zu der von ihm stets lauthals propagierten Demokratie.

    Lasst Euch nicht verarschen!

  2. Desillusioniert am

    War bestens investiertes Geld. Moslems, die in ihren Heimatländern bleiben, sind z.Z. so ziemlich die einzigen, die den Globalimperialismus der USA tapfer bekämpfen und ihr Leben einsetzen. Dazu seid ihr garnicht fähig, ihr schwatzt bloß vom Widerstand.

  3. ingo schneider am

    BOMBSHELL: Biden Orders Declassification Review of Documents from 9/11 Investigation
    https://www.mediaite.com/news/just-in-biden-orders-declassification-review-of-documents-from-9-11-investigation/

    LOL, COMPACT-Autor Janich vor 1 Jahr so: "Biden ist der Posterboy des militärisch-industriellen Komplexes der USA. Der verschleiert jedes Verbrechen und zieht keinen einzigen Soldaten aus Afghanistan ab."

    Alles Müll-Aussagen.

    • BOMBSHELL BOMBSHELL BOMBSHELL:
      "ANORDNUNG VON BIDEN
      Geheime 9/11-Dokumente werden endlich freigegeben"
      https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/us-praesident-joe-biden-geheime-9-11-dokumente-werden-endlich-freigegeben-77580142.bild.html
      LMAO

    • INGO ACHTUNG !! BOMBSHELL BOMBSHELL BOMBSHELL BOMBSHELL BOMBSHELL:
      "Bundesregierung flog Kinderschänder nach Deutschland!
      Über 200 Menschen ohne Papiere zu uns gereist ++ Innenminister Seehofer warnt vor Kriminellen und „schweren Kalibern“ ++ Sie können nicht mehr abgeschoben werden.
      LMAO & Hallelujah !! In paradise it half as nice….lulallulalu…

    • INGO! Bombshelleri, Bombshellero, Bombshellera, Bombshellerehoppsasa..
      Einer von euch ist ja jetzt ganz beruehmt. Gratulation !
      “Aufgedeckt: ARD-“Faktenfinder” Patrick Gensing ist Mitglied der linksterroristischen ANTIFA”
      anonymousnews.org/2021/08/19/ard-faktenfinder-patrick-gensing-ist-antifa-mitglied/

  4. Wie sagte doch der ehemalige pakistan. Geheimdienstchef, welcher damals von den USA 600 Mio. $ für die Organisation des Kampfes gegen die sowjet. Armee erhalten hatte:,, Glauben die Amerikaner denn im Ernst, daß die weltweit angeworbenen 200 000 moslemischen Kämpfer danach wieder nach Hause gehen?"
    Da wirkt es fast wie Ironie, das der in der Bibel beschriebene Garten Eden ausgerechnet in Baktrien, also in Afghanistan lag…

  5. theodor staleberg am

    Gott sei dank taten die Amis das. Hätten sie still zusehen sollen, wie die Russkis sich Afghanistan grabschen, die Drehscheibe nach Pakistan , Indien und zum arabischen Meer ? Damals war noch Kalter Krieg und weil die Russen in Europa vor einer Wand standen, versuchten sie es da unten. Die islamischen Kämpfer konnten es verhindern, Dank dafür. Die Amis haben sie zwar unterstützt, aber bluten mussten sie natürlich allein.
    Danke auch für das Erinnerungsfoto des von den Amis ermordeten Märtyrers Ben Laden.

  6. Barbara Stein am

    Daß die USA die Mudschaheddin finanziell und anderweitig unterstützt haben, um dem Erbfeind UDSSR zu schaden, pfeifen doch schon lange die Spatzen vom Dach. Politik ist eben das dreckigste Geschäft auf Erden, aber da wird so viel unter den Teppich gekehrt, daß nicht umsonst Herr Snowden Asyl bei Putin gesucht und gefunden hat. Putin ist auch kein Engel, aber solche hegemonialen Angriffe auf andere Länder kann man ihm nicht nachsagen. Jaja, Ukraine und die Krim – Die Ukraine wurde durch die USA (Nuland "Fuck the EU") "inspiriert" zum Maidan und auf der Krim gab es eine Volksabstimmung, die eindeutig pro Russland ausging.

    • Desillusioniert am

      Dreckig war der Einfall der Russen in Afghanistan, nicht die Unterstützung des Widerstandes

      • Die Russen sind nicht in Afghanistan eingefallen.
        Sie wurden von der damaligen kommunistischen Regierung in Kabul zur Unterstützung im Kampf gegen die Gotteskrieger in’s Land gerufen. Es bestand also eine Legitimation und es herrschte damals schon Bürgerkrieg in Afghanistan.

        Die Russen würden vielleicht auch einen anderen Ausgang der Ereignisse erzielt haben, wenn ihnen nicht der Ami durch die umfangreiche Unterstützung der Mudschaheddin (siehe COMACT-Artikel oben) und mittels Stinger-Raketen kräftig in die Suppe gespuckt und somit den Russen ihr eigenes "Vietnam" bereitet hätten.
        Die sowjetischen Marineinfantristen waren jedenfalls nicht vor Ort, um die afghanische Frau zu befreien oder Mädchenschulen einzuweihen oder um Brunnen zu bohren …

    • Natürlich wurde die Krim annektiert.

      Und zwar von dieser kleinen Prinzessin aus Zerbst.
      Aber da nannte man sie bereits Katharina II. oder auch die Große.

      Zu Sowjetzeiten, genaugenommen im Mai 1954, hat der Erste Sekretär der KPdSU Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (vormals Parteichef der Ukraine) die Krim der Ukraine "geschenkt". Wohl wegen alter Querelen mit dem zuvor verstorbenen Väterchen Stalin. Das war aber sozusagen ein Geschenk innerhalb der Familie. Die Krim blieb ja in der Sowjetunion.

      Die Krim hat für Rußland enorme geostrategische Bedeutung. Ein Verzicht ist schier unmöglich. Aber darum geht es der von den USA dominierten NATO, ergo den USA. Es geht um die Einkreisung Rußlands. Wenn sich irgendein Ukrainer einbilden sollte, daß es sich dabei um seine Interessen handeln sollte, so ist er schlichtweg dumm.

      Die Russen sollten jeden Morgen dem Herrn auf Knien danken, daß er ihnen den "Erzengel" Wladimir schickte. Unter dem Säufer Jelzin waren die Weichen bereits auf Abgrund gestellt.

      Ansonsten haben sie natürlich recht. Man vergleiche nur mal auf die Kriegsbilanzen der Staaten Rußland und USA. Und die Volksabstimmung auf der Krim war auch mehr als eindeutig.

      • Da fällt mir noch etwas ein …

        Da die Katharina ja aus Zerbst stammte, also aus dem Hause Anhalt-Zerbst, könnte doch unser sachsen-anhaltischer Landesvater Reiner Erich Haseloff aus Bülzig bei Wittenberg die Krim für Sachsen-Anhalt einfordern. Das wäre doch mal ein gesetztes Zeichen. Ein Zeichen für den Weltfrieden und … ach, was weiß ich. Es würde aber dem Rußland-Ukraine-Konflikt einiges an Schärfe nehmen. – Ob er sich’s traut?!

  7. thomas friedenseiche am

    gotteskrieger
    sie bekriegen gott

    daumen runter
    alles nazis diese südostler
    mögen die bald in der hölle schwitzen
    in feuer geeint die die immer vorgeben feinde zu sein und dennoch alle anderen auslöschen
    sodom und gomorrha
    jeder der intelligent ist weiß wer damit gemeint ist

  8. ingo schneider am

    Ach, Sven Reuth,
    Ihren Artikel über die Mudschaheddin mit OBL zu bebildern, ist in etwa so richtig, als würde man einen Artikel über Gustav Heinemann ein Foto von Andreas Baader beifügen. Plumpe Irreführung Ihrerseits.

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln. Kommentare sind nur innerhalb von 24 h nach Veröffentlichung des Artikels möglich.

Empfehlen Sie diesen Artikel