COMPACT verteidigt mit dieser Geschichtsausgabe „Dresden 1945. Die Toten, die Täter und die Verharmloser”die historische Wahrheit über eines der schlimmsten Verbrechen an der Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg – eine Wahrheit, die im heutigen Deutschland nicht mehr ausgesprochen werden darf und durch die staatsoffizielle Verhöhnung der Opfer abgelöst wurde. COMPACT-Geschichte “Dresden 1945” erscheint mit dem Geleitwort eines Prominenten, dem niemand rechtsradikales Gedankengut unterstellen kann: Friedrich Karl Fromme, der frühere Leiter des Ressorts Innenpolitik der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, beschreibt seinen persönlichen Bezug zum Thema und würdigt die Arbeit unseres Autors Wolfgang Schaarschmidt. COMPACT-Geschichte „Dresden 1945“ wird ab 31. Januar am Kiosk sein, kann aber schon vorbestellt werden – Versand ab kommenden Montag (27.1.).

    COMPACT lässt nicht zu, dass die deutschen Opfer verhöhnt werden. Mit unserer neuen Geschichtsausgabe brechen wir das staatsoffizielle Schweigegebot über die Opfer des Dresdner Bombenterrors und gehen in die Offensive: „Dresden 1945 wird ab Ende Januar an über 11.000 Kiosken bundesweit erhältlich sein. In Dresden und Umgebung wird COMPACT-Geschichte an über 260 Kiosken ausliegen, oft mit Präsentationsaufstellern. WIR WOLLEN, DASS DIE WAHRHEIT INS AUGE SPRINGT. Für diese Werbemaßnahmen haben wir viel Geld investiert – aber die Verbreitung genau dieser Wahrheit liegt uns besonders am Herzen. COMPACT steht für den „Mut zur Wahrheit“ – auch und gerade bei Themen, die andere ängstlich meiden.

    Mit „Dresden 1945“ kann man jetzt den Herunterschwindlern und Verharmlosern der Opferzahlen (DDR-Schwindel: 35.000 Opfer; BRD-Schwindel: 25.000 Opfer) mit vielen neuen Fakten wirksam begegnen. Den über 100.000 Bombenopfern ist auf 84 Seiten ein würdiges Denkmal gesetzt. Unsere Autoren Wolfgang Schaarschmidt und Gert Bürgel zitieren unzählige Augenzeugenberichte über die Tage nach dem 13. Februar 1945: das Flammeninferno und der Feuersturm;, Tausende aufgeschichtete Leichen auf den Scheiterhaufen am Altmarkt; die Not der Retter; das Stöhnen der Sterbenden in den abgesperrten Todeszonen; die Proteste der Überlebenden (darunter der jüdische Schriftsteller Victor Klemperer) gegen die Verharmlosung.

    Lesen Sie hier das Geleitwort zu COMPACT-Geschichte „Dresden 1945“ aus der Feder des früheren FAZ-Ressortleiters Friedrich Karl Fromme. Unter der Coverabbildung finden Sie das komplette Inhaltsverzeichnis der Ausgabe.

    Geleitwort von Friedrich Karl Fromme:

    Wenn vom Luftkrieg gegen Deutschland die Rede ist, stellt sich der Gedanke an Dresden ein. Die Stadt war berühmt wegen ihrer Kunstschätze. Im Krieg wurde sie Lazarettstadt. Das nährte die Illusion, Dresden werde von Luftangriffen verschont bleiben.

    Die späte Vernichtung der Dresdner Mitte war in vorher nie dagewesener Deutlichkeit der Vollzug der in Großbritannien aufgenommenen Theorie des Luftkrieges, wonach es nicht um die militärische Schwächung des Gegners ging, sondern um die Demoralisierung der kämpfenden Truppe durch Terror gegen ihre Familien in der Heimat.

    In Dresden waren die dicht bebaute Innenstadt und die engen Vorstadtquartiere genau herausprä- pariert worden – nicht zur Verschonung, sondern als Angriffsziel. Unversehrt stand die Industrie, blieben die Kasernen in den Randgebieten um das Trümmerfeld.

    Die Zerstörung der Verwaltungsgebäude und die heranrückende Ostfront, schließlich die Besetzung Dresdens am 8. Mai 1945 standen einer auch nur halbwegs exakten Ermittlung der Zahl der Toten entgegen. Die Zahl der verbrannten Toten auf dem Altmarkt wird amtlich auf die letzte Stelle genau angegeben. Im Bericht eines Beteiligten dagegen heißt es, am Ende habe man überhaupt nicht mehr gezählt.

    Genaue Zahlenangaben konnte es nicht geben. So verbreiteten Mitte der Fünfzigerjahre Medien der DDR die Zahl von 35.000 Toten. Stets wieder- holt, erhielt sie allmählich die Weihe letzter Wahr- heit, wurde nach dem Umbruch von 1990 beibehalten, mit einer kleinen Öffnungsklausel – «vielleicht auch mehr» – versehen und seither amtlich verkün- det und «wissenschaftlich» repetiert.

    Ein Ansatzpunkt zum Zweifel hätte die Differenz zwischen den 35.000 und der Zahl der zwar nicht identifizierten, aber gezählten 80.000 Toten sein können. Sie wurde von dem Leiter der Abtei- lung Tote in der Vermisstennachweiszentrale, Studienrat Hanns Voigt, dem britischen Autor David Irving mitgeteilt und von ihm diesem 1964 publiziert. Schaarschmidt liegt an der Aufklärung. Er suchte sie in den seit 1990 zugänglichen Archiven. Als Zeitzeuge vermag er sich in die Doppelbödigkeit des Geschehens nach der Bombennacht hineinzuver- setzen und die spärlichen Unterlagen zu deuten. Er versteht, dass bei den Aufräumungsarbeiten nach dem Kriege die Versuchung nahelag, das Schreck- liche zuzudecken. Bürokratische Genauigkeit wurde zum Schleier, der die grausige, unerwünschte Wahr- heit verbarg. 

    In langen Berufsjahren als Hafenarzt in Ham- burg ist Schaarschmidt an die Schwächen der Menschen gewöhnt. Er versucht, von den Gefüh- len abzusehen, die er hegt, als einer, der die Zerstö- rung der Stadt als 14-Jähriger miterlebt hat. Wer nach den Totenzahlen von Dresden forscht, gerät leicht in Verdacht, er wolle durch den Nachweis fremder Untaten die des eigenen Regimes zwi- schen 1933 und 1945 relativieren, nach dem alten Verteidigungssatz «tu quoque». Schaarschmidt tut trotzdem das Seine, auf der Suche nach der Wahr- heit.

    (Friedrich Karl Fromme (1930–2007) war bis 1997 verantwortlicher Leiter des Ressorts Innenpolitik und Koordination der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Sein Vater, Prof. Albert Fromme, war 1945 Leiter der Chirurgischen Abteilung und Chefarzt des Friedrichstädter Krankenhauses in Dresden. Der Text wurde im Oktober 2004 verfasst.)

    Komplette Inhaltsangabe von „Dresden 1945“ unter der Coverabbildung.

     

     

     

     

    Aus dem Inhalt

    Vorwort: Den Bürgern Dresdens gewidmet. Von Wolfgang Schaarschmidt
    Bilder zum Thema: Schreckenspanorama einer blutenden Stadt
    Zitate zum Thema– aus DDR und wiedervereinigtem Deutschland
    Zerbombte Städte– Übersichtskarte Deutsches Reich

    Geleitwort von Friedrich Karl Fromme

    Die Täter_ von Wolfgang Schaarschmidt
    Angriffsziel Dresden: Strategie und Planung des Bombenterrors
    Das Inferno: Vier Angriffe in 40 Stunden auf eine wehrlose Stadt

    Die Toten_ von Wolfgang Schaarschmidt
    Die Leichenberge: Brennende Scheiterhaufen auf dem Altmarkt

    Zahlen und Fakten_ von Wolfgang Schaarschmidt
    Die Mathematik des Todes – Berechnungen und Schätzungen der Opferzahlen
    Hamburg und Dresden– Ein Vergleich zweier verheerender Angriffe

    Die Tiefflieger_ von Gert Bürgel
    Gezielter Beschuss? Eine Kontroverse zwischen Zeitzeugen und Leugnern

    Die Verharmloser_ von Gert Bürgel
    Auftragsarbeit statt Wissenschaft_Warum wurden die Archive gesperrt?
    Die Blamage der sogenannten Experten_ Historikerkommission im Kreuzfeuer

    COMPACT-Geschichte Nr. 9 “Dresden 1945. Die Toten, die Täter und die Verharmloser” können Sie hier bestellen.

    Die Vorstellung von “Dresden 1945” durch Co-Autor Gert Bürgel, den Bundestagsabgeordneten Jens Maier und  Jürgen Elsässer findet am 8. Februar in Dresden statt. Zu der Veranstaltung können Sie sich hier anmelden.

    7 Kommentare

    1. HERBERT WEISS an

      Ich hatte schon mal mal die Schilderung dieses Horrors durch die Leiterin eines Kindererholungsheimes in Vogelsgrün (Vogtland) und eine Mitarbeiterin im Ruhestand Anno 1967 angeführt. Es ging uns allen mächtig nahe. Eben auch daraus und aus den Berichten anderer Zeitzeugen ist auf eine weitaus höhere Opferzahl als die offiziell angegebenen zu schließen.

      • Ich vermute einmal, ohne mich mit sonstigen Offenkundigkeiten anzulegen, dass die Begündung/Rechtfertigung der alliierten Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg wie diese von interessierter Antideutscher Seite so vorgetragen wurden hier nicht zu erörtern aus Angst die Staatsmacht könnte da irgendwie Ketzerrei und Leugnung der Europäischen Zivilreligion hineininterpretieren.
        Da mache ich doch für alle einmal ein dickes fettes Distanzerites.

        Ich kenne für den Bombenterror nur eine Begründung, und die ist nun einmal *** Punkt.