Ihre ersten Schritte auf internationalem Parkett wirkten alles andere als souverän. Ist die neue Außenministerin ihrem Amt gewachsen? Ein Kommentar. Passend dazu: Der Enthüllungskracher von Michael Grandt »Junge globale Führerin«.

    Ein Königreich für die Gedanken des ausgebufften russischen Außenministers Lawrow, als er in der vergangenen Woche erste Gespräche mit der neuen deutschen Außenamtschefin Annalena Baerbock führte und anschließend mit ihr vor die Presse trat. Neben Lawrow, mit der Erfahrung von 18 Dienstjahren ein politisches Schwergewicht, wirkte die Grünen-Politikerin wie ein weiblicher Leichtmatrose auf schlüpfrigem Oberdeck.

    Staredown in Moskau: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock beim Aufeinandertreffen mit ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Foto: picture alliance / photothek

    Bei Presseerklärungen klebt Baerbock am Papier wie eine Studienanfängerin beim ersten Referat. Nimmt man ihre bisherige Schreibtätigkeit als Messlatte, bei der sie für alles ihre Leute hatte, dürften auch die von ihr vor der Weltöffentlichkeit verlesenen Texte nicht auf ihrem Mist gewachsen sein, sondern auf dem erfahrenerer Staatssekretäre. Das hat auch etwas Beruhigendes. Schließlich möchte niemand, dass eine unbedachte Äußerung der unerfahrenen Politikerin zum Ausgangspunkt einer außenpolitischen Krise wird.

    Auf ihren bisherigen Auslandsreisen wirkte Baerbock in den ungünstigeren Momenten wie jemand, der eben noch den Schlaf der Selbstgerechten schlief, sich, frisch aus einem schönen Traum erwacht, nun erstaunt die Augen reibt und fragt: „Wo bin ich hier, wie bin ich hierher gekommen und wie komme ich hier ganz schnell wieder weg?“ Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob man sich mit „best buddy“ Anne Will gekonnt die Bälle zuspielt und wegen des Heimspielcharakters, den öffentlich-rechtliche TV-Gesprächsrunden für Politiker des links-grünen Milieus in der Regel annehmen, allzeit munter losplaudern kann, oder plötzlich die ganze Welt zuhört, weil jeder Satz, etwa zu Waffenlieferungen an die Ukraine, den Lauf der Dinge verändern kann, weltpolitisches Gewicht hat, diplomatische Verstimmungen auszulösen vermag.

    So erklärt sich, dass Baerbock, sonst durchaus eloquent, neuerdings sprachlich ungewohnt unbedarft auftritt, wenn sie frei sprechen muss. Rhetorische Rohrkrepierer wie „Der härteste Knüppel wird am Ende nicht immer das intelligenteste Schwert sein“ (zum Thema Druck auf Russland) oder die verunglückte Figura etymologica „Das ist bekanntermaßen, äh, bekannt“ hätten früher, als sie noch Politikern wie Kurt-Georg Kiesinger oder Edmund Stoiber unterliefen, sicher dafür gesorgt, dass die gefräßige Meute der deutschen Hauptstadtjournalisten sich auf deren Produzenten stürzt wie ein Rudel ausgehungerter Löwen auf ein humpelndes Zebra.

    Mit dem Ökoterror der Grünen und ihrer Frontfrau Annalena Baerbock kommt die Deindustriealisierung Deutschlands.

    Doch wenn das Zebra grüne Streifen hat, befällt die Leitmedien eine unerklärliche Beißhemmung, die sogar auf die Satireabteilungen von ARD und ZDF übergreift. Ihre konservativen Kritiker jedenfalls harren Baerbocks nächster Fehlleistungen in durchaus freudiger Erwartung.

    Es ist allerdings anzunehmen, dass die Außenministerin, deren Ehrgeiz sie erstaunlich weit gebracht hat, ihre Anfangsnervosität rasch ablegen und im Laufe der Zeit eine gewisse Routine entwickeln wird. Ein Vorteil dürfe auch sein, dass es keine Herkulesaufgabe ist, ihren blassen Vorgänger Heiko Maas in den Schatten zu stellen.

    So könnte sich der Eindruck, der ihre ersten Amtswochen prägt, dass nämlich noch nie eine Person an der Spitze des Auswärtigen Amtes gestanden hat, die dem Amt so wenig gewachsen ist, allmählich revidieren lassen. Andererseits ist das Ministeramt, das sie bekleidet, erheblich fehleranfälliger als eine eher repräsentative Funktion, wie sie etwa Ursula von der Leyen nach ihrem Scheitern als Ministerin zufiel (und in der auch Baerbock sicher besser aufgehoben wäre). Die EU-Kommissionspräsidentin glänzt seit ihrem Amtsantritt mit politisch weitgehend folgenlosen Sonntagsreden.

    Mit schönen Reden belesener Geisterschreiber aber wird Baerbock nicht weit kommen. Ihr Amt erfordert politischen Instinkt, Entschlossenheit, kluges Taktieren und eine klare Vision. Grüner Pazifismus – das lehrte die Amtszeit Joschka Fischers – hat im Außenamt keine Chance und wird als politische Schwäche ausgelegt.

    Da Bundeskanzler Scholz sich außenpolitisch bisher ebenfalls eher als Leisetreter erwiesen hat, ist die Gefahr groß, dass Deutschland trotz gegenteiliger Ambitionen in der internationalen Politik zum Leichtgewicht degeneriert, wie Anfang der Woche die britische Presse mit Blick auf die Ukraine-Krise unkte.

    Marionette der Globalisten: Annalena Baerbock hat mächtige Förderer. Wie die grüne Außenministerin konsequent zur Vollstreckerin des Great Reset aufgebaut wurde, lesen Sie in dem Buch „Junge globale Führerin“ von Investigativjournalist Michael Grandt. Erfahren Sie, wer die schützende Hand über die Grüne hält – und warum. Hier bestellen.

    48 Kommentare

    1. Baerbock und Habeck geben den Parteivorsitz ab: Gesetzt sind statt ihrer jetzt eine fette Lachnummer und ein Herr Torinampur (oder ähnlich) aus Vorderasien. Man fragt sich: Ist das Absicht? Haben die GRÜNEN nen Befehl gekriegt, sich jetzt aufzulösen? Okay, ich hab nichts dagegen – aber geht das nicht WENIGER auffällig? Diese attraktive Trampolina im Bademantel weiterstottern zu lassen hätte doch auch gereicht. Oder? Nein?

    2. Rápido González an

      Kürzlich las ich von Bärbocks Flausen, gegen internationale Diktaturen aktiv zu werden. Ich stellte mir ihren Staatsbesuch [ zeitversetzt ] in dem von Trump als "shithole" bezeichneten Haiti vor, wo sie von Präsident F. "Papa Doc" Duvalier [ R.I.P. ] empfangen wurde, seine grimmig dreinblickenden Tonton Macoutes stets präsent.
      Bärbock, die Oberlehrerin zum Präsidenten: "Papa Doc", Sie sollten für Ihre Untertanen Vorbild sein und sich nicht chauffieren lassen im gepanzerten Cadillac von dem jeder weiß, daß er geklaut und ein Geschenk von Carlos Marcello ist, dem US-Cosanostra–Paten südlich der Mason-Dixon Line, zu dessen Freunden die halbe Ostküsten-Mafia gehört und der zum Kreis der Auftraggeber des Kennedy-Attentats zählt. "Ob "Papa Doc" einen Priester beauftragte, der Bärbock die Geister des Vodou auf den Hals zu hetzen, ist nicht überliefert. Vielleicht könnte der Gynäkologe des Diktatorenschrecks B. Licht in die Angelegenheit bringen, ob bei ihr frauliche Unregelmäßigkeiten mit höherem Tampon-Verbrauch diagnostiziert wurden . . .

    3. Für das nächste Kreuzworträtsel:
      Wandelnder unfreundlicher Akt mit 8 Buchstaben?
      BAERBOCK.

    4. Barbara Stein an

      Ich habe eine ganze Weile grübeln müssen, wieso der WEF, Klaus Schwab, ausgerechnet solch ein dummes Brot für die "Weltrettung nach WEF-Ansicht" ausgesucht hat. Jetzt soeben kam mir der Gedankenblitz: Die Uckermarktrulla war unansehnlich, egal in welchem Alter. Hatte eine Figur wie – ja wie was eigentlich? Wir in Sachsen hatten früher eine Redewendung: Bitz, Bauch, Bumpel – alles e Gelumpel! Und damit es nicht noch einmal passiert, daß das halbe Land die Olle auslacht und die andere Hälfte dieses blöde Gesicht zum Umschalten des Senders zwingt, haben die uns nun nach Ansicht der "Alten weißen Männer" etwas Hübscheres auferlegen wollen. Leider ist nicht alles gute beisammen, denn das Plapperlenchen kommt mit dem Sortieren der Worte immer wieder mal etwas durcheinander. Das ist der Beginn von Aphasie und wir werden uns zukünftig über viele "Dreherchen" freuen können.

    5. Manche Sprecher in den Kommentaren sagen es. Wenn ein Esel dort auftreten würde es wäre vollkommen egal.
      Die Antworten stehen doch schon fest, der ganze Ablauf wurde vorher eingeprobt und muß nur noch auf der Bühne über diese gehen und der Esel wird wieder in seinen Stall geführt.

      Das Geschöpf ist absolut nicht wichtig auch wenn das Geschöpf es anders fühlt. Doch gut ausgeführt bekommt der Darsteller paar extra Tantiemen und wenn es noch besser läuft darf er sogar auf die EU Bühne um seine Inszenierung weiter zu zeigen. Die Bremer Stadtmusikanten könnten dem ganzen noch einen besonderen Geschmack hinzufügen.

    6. Ulrich Dittmann an

      Annalena ist ein überdrehtes, dickbackiges naives Kind, das vom Ausland mit seinem aufgeregten Gegacker nicht ernstgenommen wird.
      Die Welt lacht über uns. Deutschland wird nur als williger, doofer Zahlmeister angesehen.
      Mit solchen Figuren wie Baerbock machen wir uns nur immer mehr lächerlich.
      Ist es blanke Dämlichkeit, oder wird von Annalena Baerbock ernsthaft eine Karriere als Clown und Komikerin angestrebt?
      Beispiele über das blamable Auftreten dieser Großmeisterin der Unfähigkeit, kürzlich in Kiew und Moskau, gefällig?
      Statt „bilateral“ heißt es in der „Sprachschule“ Baerbocks „bilatral“, „Integrität“ wird zu „interität“ oder aus so einem einfachen Wort, wie „Länder“, macht die grüne Außenministerin „Länsern“.
      Sie ist offenbar ernsthaft bemüht, Deutschland der Lächerlichkeit preiszugeben – siehe auch ihr dummes Gebrabbel, wo sie "Kobalt" mit "Kobolden" verwechselt.
      Jeder mittelmäßig begabte Volksschüler würde dieses arme Deutsch-Michl-Land würdiger vertreten!

      • Professor_zh an

        Na ja, muß Professor_zh einwenden, der Name des Elements Kobald rührt ja tatsächlich von Kobolden her, ebenso übrigens der Name des Elements Nickel. Hat diese Frau womöglich eine solide Bildung in Sachen Chemie?

        Oder sollte Professor_zh eine Karriere als Satirker anstreben?

    7. Diese ganze Generation ist bereits Opfer der Niveaureduzierung im deutschem Bildungswesen! Diese Emtwicklung setzte vor rund 50 Jahren ein. Man stellte sich vor die Bildung zu erhöhen wenn man die Anzahl höherer Bildungsabschlüsse vermehrte indem man die Anforderungen für ihre Erreichung reduzierte! Geisteswissenschaften reduzierte man ohnehin stark gegenüber Naturwissenschaften. Das Niveau unserer Großeltern können wir garnichtmehr erreichen! Dazu kommt noch, daß bei rückläufiger Bevölkerung weniger Konkurrenzstreben in der Jugend einer Generation nötig und möglich ist. Nach der natürlichen K und R – Zuordnung stirbt eher die K – Schicht aus und die R – Schicht nimmt überhand. Das Beispiel ist Italien: Die Römer beherrscheten einst die Welt, ihre Nachfahren sind bis heute zu wenig zu gebrauchen.
      Die Führungsschicht – gerade bei den Grünen – rekrutiert sich schon aus strebsamen Migrantenkindern. Wie den Freigelassenen im 3. und 4.Jh!
      Das alles ist seit 70 Jahren amerikanisiert worden und die Grünen stehen hinter den USA und deren Lebensart – mit wenig Aufwand, auch Bildungstechnisch, viel erhalten – obwohl gerade dieser der Umwelt am Meisten schadet!

    8. Das merkt jeder Russe,diese Klima Aktivistin ist unangenehm.
      Sie und Joe sind 007

      • @ Schulz

        Stimmt. Das war an der Mine des russischen Außenministers deutlichst zu erkennen. Er war schon sehr pikiert über das resolute Auftreten von Frau Baerbock

    9. Baerbock hat das Charisma einer Metzgerei-Fachverkäuferin. Wohin man sieht – nur völlig ungeeignete Gestalten. Am schlimmsten ist es beim Verteidigungsministerium. Ich bin kein Fan von Militär, aber die Soldaten können einem schon echt leid tun. Das kommt dabei raus, wenn nicht Qualifikation & Erfahrung zählen, sondern nur Parteiträson und die richtige ideologische Gesinnung. So wird die BRD langsam zur DDR. Schlange stehen können wir ja inzwischen auch schon gut.

      • Andor, der Zyniker an

        Stimmt nicht ganz. In der DDR mussten die Genossen Leitungskader wenigstens das
        Studium der Lehre vom Wissenschaftlichen Sozialismus abschließen. Allerdings hatten
        sie die ökonomischen Gesetze des real existierenden Kapitalismus entweder nicht
        verstanden oder entsprechend ihrer Ideologie einfach ignoriert.
        Die heutige Studienabrecher, Möchtegern-Filosofen und Börek-Backen-Könnende
        müssen auch nichts verstehen, wenn sie das passende Parteibuch haben und gut
        vernetzt sind. – Als US-Marionetten und Volksverräter sind sie allemal gut zu gebrauchen.

      • Professor_zh an

        In diesem außergewöhnlichen Fall sieht Professor_zh das ganz anders. Gibt es da keine Onkels und Tanten oder sonstige – möglichst entfernte – Verwandten, die sich um die armen Kinder kümmern können, ohne sie derart zu verziehen?

      • jeder hasst die Antifa an

        Sie ist beim Trampolinspringen wahrscheinlich zu oft mit dem Kopf an die Decke geknallt darum jetzt die Nachwirkungen.

    10. Die Diplomatie mit Russland ist wie ein Minenfeld. Je leiser man tritt, desto weniger knallt es. Für harte Sachen haben wir doch Sloopy Joe, der verfügt auch militärisch über das notwendige Equipment, um drohen zu können. Die deutsche Wehr hat nichts zu drohen, die müssen sich die Klamotten für den Winterfeldzug noch bei den Amis ausleihen.

      • Marques del Puerto an

        @Satiriker,

        haaaaalllooo…. die bunte Wehr spendet rund 5000 Helme von Caberg….ääh… ne Restposten aus Kaiserzeiten….

        egal passt …. die Hitlersäge will sich das Happy Hippo -Annalena -Bockbier aufheben für den Russlandfeldzug.
        Naja so wie ich hörte haben die Hälfte der Jungs und Mädels+ Perverse…ääh … Diverse ( ALSO die Unbedampften ) keinen Bock auf Kriech.
        Fuck , dass wird geil…. aber immer dran denken, wo sich zweeee streiten freuen sich die Dritten…

        Mit besten Grüssen

    11. friedenseiche an

      na sie übt halt noch

      wenn die dann zu den old global leaders gehört hat sie alle eigenschaften um den planet vor dem untergang zu bewahren
      leider hat sie als young global leaderin den schon vorher verheizt
      aber was solls
      die schaffen das ;-)

    12. Woher sollte diese unbedarfte Laiendarstellerin es auch können?
      Wollen , wollen viele. Können , können nur wenige.

    13. Ein Stahlhelm für Annalena an

      Bärbock wurde von den Transatlantikern für ihre Interessen als Rammbock gegen Russland installiert

    14. Kein Land, das etwas auf sich hält macht eine Annalene Baerbock zu seinem Außenminister!

      • Richtig eine Politikerin mit Null Erfahrung und dazu noch Russlandfeindlich, schickt man nicht auf die Weltbühne als Aussenminister in.

      • Willi Kuchling an

        Die Demokratie ist eine Diktatur der Dummen. Schließlich machen die POlitiker nur das, was 75% der Deutschen ihnen aufgetragen haben:
        Ein Wahlkreuz bedeutet "JA, Weitermachen!", egal wo es gesetzt wurde.

        • Andor, der Zyniker an

          @ Wille Kuchling

          Glaubt der gute Willi, die würden nicht weitermachen,
          wenn er kein Kreuz, egal wo, setzt?
          Weiß er nicht, dass Wahlen schon längst verboten
          wären, wenn sie etwas ändern würden?
          Bei der Reichstagswahl am 29.03,1939 stimmten
          98,8% für die NSDAP. Nur die DDR war noch besser.
          Noch Fragen?

    15. Annalena Baerbock ist der unwiderlegbare Beweis dafür, daß Deutschland und die Deutschen nur als ein Spielball ohne Rechte in der Welt ihr Dasein fristen.

      • Bundesortskräfte an

        und diese Politiker vorsätzlich unseren eigenen Land schaden können, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen werden…..

    16. Die Baerbock ist die inkarnierte Figur eines kranken, sterbenden Ausbeutungs- und Lügensystems. Unmännlich, weibisch, legasthenisch und käuflich…

      • Und blöd…das fehlt…..sorry, aber das konnte ich mir nicht verkneifen….als die ihre märchenstunde mit dem Kobold abhielt, dachte ich noch, okay, Versprecher den die nicht bemerkt….kann passieren….aber als die vor der Kamera von Fressefreiheit sprach….oh mann….ich dachte ich hör nicht richtig

      • @MarcoM
        Und ihm ist ganz schwindlig – vom vielen ungläubigen Kopfschütteln….