Ungarns Kinderschutz-Gesetz: Jetzt lässt Orban das Volk abstimmen

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Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen Ungarn wegen angeblicher Homophobie eröffnet. Nun antwortet Orban mit direkter Demokratie: Er lässt das Volk über sein Anti-Pädophilie-Gesetz abstimmen. Was wirklich in dem Gesetz steht, warum dies in Ungarn nicht als Skandal betrachtet wird und wie Orban seine Politik begründet, lesen Sie in der August-Ausgabe von COMPACT mit dem Titelthema „Die schwule Republik“. Hier mehr erfahren.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban holt sich Rückendeckung für sein von linksliberalen Opposition und der Europäischen Union gescholtenes Gesetz, das unter anderem die Werbung für homo- und transsexuelle Inhalte bei Kindern untersagt. Am gestrigen Mittwoch kündigte er in einem Video auf Facebook ein Referendum an – und warb zugleich dafür, die Position der Regierungspartei Fidesz zu unterstützen.

Bei der Volksabstimmung sollen alle wahlberechtigten ungarischen Bürger über folgende fünf Fragen abstimmen:

1. Stimmen Sie zu, dass es staatlichen Erziehungseinrichtungen erlaubt sein sollte, minderjährigen Kindern ohne elterliche Zustimmung Inhalte über sexuelle Orientierungen zu zeigen?
2. Unterstützen Sie die Förderung von Geschlechtsumwandlungen bei minderjährigen Kindern?
3. Stimmen Sie der Forderung zu, dass solche irreversiblen Behandlungen auch für minderjährige Kinder zugänglich sein sollten?
4. Stimmen Sie zu, dass minderjährige Kinder Inhalte uneingeschränkt nutzen können sollten, die ihre sexuelle Entwicklung beeinflussen können?
5. Stimmen Sie zu, dass minderjährigen Kindern Medieninhalte zugänglich sein sollten, die Geschlechtsumwandlungen thematisieren?

Orban rief dazu auf, bei allen Fragen mit „Nein“ zu votieren. Als Vorbild für die LGBT-Volksabstimmung nannte er das Referendum von 2016, mit dem die Bürger entscheiden sollten, ob sie eine massenhafte Aufnahme von Migranten wollen. Damals „wollte Brüssel uns Einwanderer aufzwingen“, so Orban. „Damals ist es uns gelungen, es zu stoppen, gemeinsam wird es auch diesmal gelingen.“

Der ungarische Ministerpräsident ist der Ansicht, dass es in seinem Land keine „sexuelle Propaganda“ in Kindergärten, Schulen und Fernsehprogrammen oder auf Werbeplakaten geben soll. Seiner Ansicht nach ärgerten sich die EU-Granden lediglich, dass sich Ungarn dem in Westeuropa grassierenden Zeitgeist widersetze, Dort würden „LGBTQ-Aktivisten Kindergärten besuchen, um Sexualkunde zu unterrichten“, so Orban. Die Brüsseler Bürokraten wollten nun ihre Macht missbrauchen, um Budapest in die Knie zu zwingen.


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Über den Autor

Daniell Pföhringer, Jahrgang 1973, stammt aus Bayern, wuchs in Hamburg auf und studierte dort Politikwissenschaft, Soziologie und Kulturwissenschaften. Seit Oktober 2017 ist er Redakteur von COMPACT-Magazin und betreute federführend diverse Sonderausgaben wie COMPACT-Spezial „Finanzmächte“, „Politische Morde“ oder „Tiefer Staat“. Seit Januar 2021 ist er Online-Chef von COMPACT.

19 Kommentare

  1. Das ist exakt das richtige Vorgehen des ungarischen Ministerpräsidenten! Direkte Demokratie statt autoritärer Durchsetzung von EU-Diktionen! Verstehen und akzeptieren die Bonzen natürlich nicht. Die werden bei entsprechendem Abstimmungsergebnis das Ganze als Folge "fehlender Pressefreiheit" diffamieren, womit sie indirekt zugeben, wie wichtig die eigene Propaganda mittels gleichgeschalteter Massenmedien für die psychologische Infiltration der europäischen Völker ist. Das wird noch interessant.

  2. Fischer's Fritz am

    Und was wird danach, im Fall einer im Sinne Orbans erfolgreichen Volksabstimmung erfolgen? Wie wird sich die EU weiter verhalten?

    • Wie das Verhalten der EU sein wird? Ist doch klar. Was will man von solchen Politikern denn erwarten? Man schaue sich die Spahn an. Alles nur noch ein einziger Mist!

      • Fischer's Fritz am

        @ASISI 1
        "Wie das Verhalten der EU sein wird? Ist doch klar…"
        ——
        Mir (und vermutlich manch anderen) leider nicht. Klären Sie uns doch bitte auf, statt hohle Phrasen zu dreschen.

      • HERBERT WEISS am

        Natürlich werden die Wirrköpfe in Brüssel weiter stänkern und lamentieren, wie weit dieser böse Orban sein Volk schon indoktriniert hat.

        Mehr ist von unseren Politikern nicht zu erwarten. Um es mal mit dem Skat zu vergleichen: Ein einziges Ramschblatt!

    • Fischer's Fritz am

      @HERBERT WEISS
      "Natürlich werden die Wirrköpfe in Brüssel weiter stänkern und lamentieren…"
      ——-
      Das ist eh klar. Meine Frage bezog sich mehr auf härtere Maßnahmen, wie z.B. Vertragsverletzungsverfahren vor dem EU-Gerichtshof (gibt es das nicht schon?), Sperrung von Fördergeldern, Entzug des Stimmrechts u.ä.

  3. jeder hasst die Antifa am

    Gibt es in diesen Land keinen Kinderschutzbund welcher die Kinder davor schützt.

    • Überall wo bei und oder der EU "Schutz vor xxx" steht ist in Wahrheit genau das Gegenteil drin!
      Nur der kleine Mann versteht es nicht!
      Beste Beispiel WHO oder RKI. Es sind verbrecherische Einrichtung zur Kontrolle und nicht zum Wohle der Menschen!

  4. jeder hasst die Antifa am

    Volksabstimmung in Ungarn,das ist wahre Demokratie,gegen Merkel ist Orban ein wahrer Demokrat.

  5. thomas friedenseiche am

    tja
    in ungarn und tchechien leben halt noch mehrheitlich einheimische

    wie die abstimmungen dort ausgehen werden ist klar
    wenn auch nicht wenige dort schon vom
    "ich bin schwul lesbisch und doch nicht binär-virus"
    schon infiziert wurden

    ne volksabstimmung über das gender thema in brid wäre spannend
    wie würden die eingedeutschten musels wohl entscheiden?

    • Right is right and left is wrong am

      @ Friedenseiche:

      Was meinen Sie denn, wie Muslime bei diesen Fragen abstimmen würden? Meinen Sie, die sind große Freunde von LGBTI- und Gender-Propaganda?

      Ich kann Ihnen sagen, wie das Abstimmungsergebnis hierzulande aussehen würde: Unter den Autochthonen: über 50% "Ja", bei Muslimen 99% "Nein".

      So viel Ehrlichkeit muss sein.

      • thomas friedenseiche am

        na darauf ließe sich doch bauen

        wenn ja wenn die musels nicht oh auch unsere feinde wären
        geburtendjihad reicht denen
        die müssen keinen offenen krieg mehr machen

        die elite der deutschen verschwindet ins ausland
        dann ist eh bald gute nacht

        man hat hier schon schwierigkeiten nen deutschen arzt zu finden
        geschweige denn einen guten
        ich hab davon noch 3 ärzte hier
        aber die können mir bei den derzeitigen problemen mangels fachgebiet nicht helfen

        und die ausländischen ärzte meist ne katastrophe

        also bete ich für alle dass sie gesund bleiben

        bei den indigenen deutschen denke ich wird der wert weit über 50% liegen
        es gibt halt viele hier die sich indigen nennen aber wo ganz anders herkommen
        leider

        nun drücke ich den ungarn mal die daumen dass die von der eu nicht gleich den krieg erklärt kriegen wenn die mehrheitlich für "Normalmenschlich" stimmen werden
        wirtschaftskrieg usw haben uns die eliten ja schon vor jahren aufgehalst
        siehe euro usw

      • Bemerkenswerte Einsicht von Wrong.
        Die Elite der Deutschen verschwindet ins Ausland, Leute wie die Friedenseiche bleiben hier.

  6. Nero Redivivus am

    Ja – Nein – Ja – Nein – Ja – Nein – Ja -Nein – Ja – Nein: Nach dem Ende der Sommerferien ist in der BRD aber trotzdem wieder EinschWulung!

    • jeder hasst die Antifa am

      Stimmt man ersetzt jetzt die Einschulung durch eine Einschwulung,ohne Zuckertüten dafür mit Dildo.

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