UFOs und Atomkraft: Spekulationen über eine mysteriöse Verbindung

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Ein ehemaliger hoher US-Politiker und ein früherer hoher US-Beamter fordern die US-Regierung auf, größere Anstrengungen zur Erforschung des UFO-Phänomens zu unternehmen. Ist das Teil einer Desinformationskampagne oder steckt mehr dahinter? Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserer September-Ausgabe mit dem Titelthema „Die UFO-Verschwörung: Mythen, Fakten und geheime Pläne“. Hier bestellen.

 Harry Reid ist sicherlich nicht das, was man sich unter einem Spökenkieker oder einem Verrückten vorstellt. Ganz im Gegenteil: Von 1987 bis 2017 vertrat er den US-Bundesstaat Nevada im Senat der Vereinigten Staaten und war hier für lange Zeit sogar der Fraktionsvorsitzende der Demokratischen Partei und galt als einer der einflussreichsten Politiker der Vereinigten Staaten.

Das Pentagon-Geheimprogramm

Doch Harry Reid hat auch ein für einen US-Spitzenpolitiker sehr außergewöhnliches Interessengebiet. Schon seit Jahrzehnten setzt er sich für die Erforschung des UFO-Phänomens ein, vielleicht auch deshalb, weil er als Repräsentant Nevadas jahrzehntelang genau jenen US-Bundesstaat vertrat, auf dessen Territorium sich auch das mythenumwobene militärische Geheimgelände Area 51 befindet (mehr darüber lesen Sie in der Septemberausgabe von COMPACT, die unter dem Titel Die UFO-Verschwörung: Mythen, Fakten, Geheime Pläne erschienen ist).

So gilt er laut einem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 18. Dezember 2017 als der eigentliche Vater des UFO-Geheimprogramms des US-Verteidigungsministeriums, das von 2007 bis 2012 unter dem Titel Advanced Aerospace Threat Identification Program (AATIP, Programm zur Identifizierung von Bedrohungen im Luft-und Weltraum) durchgeführt wurde.

Sperrzaun am Rand des militärischen Geheimgeländes Area 51 im US-Bundesstaat Nevada. Foto: Zachary Byer I Shutterstock.com.

Fremde Geheimwaffen im US-Luftraum?

Für das Programm wurden mindestens 22 Millionen US-Dollar aufgewendet, die Mittel wurden im Verteidigungshaushalt versteckt. Die Existenz des Programms wurde im Dezember 2017 durch die beiden Zeitungen New York Times und Washington Post sowie das US-Nachrichtenportal Politico öffentlich gemacht. Ziel des Programms war es, Hinweise auf mögliche russische oder chinesische Geheimwaffen oder sogar auf die Existenz von außerirdischen Flugkörpern zu ermitteln.

Geleitet wurde das Programm von dem militärischen Geheimdienstoffizier Luis Elizondo. Nach dem in diesem Sommer veröffentlichten UFO-Bericht der US-Regierung meldeten sich Reid und Elizondo nun erneut zu Wort.

Gegenüber dem Technikportal Nextgov äußerte Reid:

„Ich bin froh, dass der Kongress etwas macht. Meine Hoffnung ist, dass der Regierungsbericht keine Eintagsfliege war. Wir müssen eine weitere Finanzierung der Forschungsprojekte sicherstellen, um wissenschaftlich untersuchen zu können, worum es sich bei diesem Phänomen handelt, denn im Moment wissen wir das nicht. Ganz im Gegenteil: Mit jeder neuen Erkenntnis zeigt sich auch, wie groß unser Unwissen tatsächlich ist.“

UFO-Sichtungen und Nuklearanlagen

Noch spektakulärer muten die Äußerungen von Luis Elizondo an. Er sagte gegenüber Nextgov:

Es scheint tatsächlich eine Art Zusammenhang zwischen den UFO-Aktivitäten und unserer Nukleartechnologie zu geben – sei es als Antrieb oder als Waffe oder als was auch immer. Diese Beobachtung haben auch schon andere Länder gemacht.

Diese These ist nicht neu und wird beispielsweise auch von dem Autor Robert L. Hastings vertreten, dessen Buch UFOs und Atomwaffen: Unheimliche Begegnungen in der Nähe von Nuklearwaffendepots 2015 in deutscher Übersetzung im Kopp-Verlag erschien.

In der Nähe der Stadt Roswell im US-Bundesstaat New Mexiko sollen 1947 ein oder zwei UFOs abgestürzt sein. Die Stadt lebt bis heute prächtig davon, hier ein Bild des örtlichen UFO-Museums. Foto: turtix I Shutterstock.com.

Für sein Buch interviewte Hastings mehr als 150 aktive und frühere Angehörige der US-Luftwaffe, die sich ihm angeblich als Zeugen außergewöhnlicher Begegnungen mit UFOs in der Nähe von Atomwaffendepots präsentierten.

Der Roswell-Zwischenfall

Außerdem ist Hastings der Auffassung, dass es kein Zufall ist, dass die berühmteste UFO-Sichtung der Geschichte 1947 in der Nähe der Stadt Roswell in New Mexiko stattfand – also in genau jenem US-Bundesstaat, in dem am 16. Juli 1945 der erste Nuklearwaffentest der Menschheitsgeschichte stattgefunden hatte (mehr darüber lesen Sie in der Septemberausgabe von COMPACT, die unter dem Titel Die UFO-Verschwörung: Mythen, Fakten, Geheime Pläne erschienen ist).

In unserer September-Ausgabe mit dem Titelthema „Die UFO-Verschwörung“ beleuchten wir das Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln, trennen Fakten von Legenden und präsentieren Hintergründe und geheime Pläne, die Sie erstaunen werden. Was verheimlich die US-Regierung über Area 51 und Roswell? Ist ein Besuch von Außerirdischen wirklich realistisch? Woher stammen die Flugobjekte? Gibt es geheime Stützpunkte? Und kommt nach Corona- und Klima-Hysterie die UFO-Panik? Wir geben Antworten. COMPACT 9/2021 können Sie hier bestellen.

 

 

Über den Autor

_ Sven Reuth (*1973) ist Diplom-Ökonom und schreibt für COMPACT hauptsächlich zu wirtschaftspolitischen Themen. Seit Januar 2021 ist er zudem Online-Redakteur.

4 Kommentare

  1. Ja es ist wahr, je größer der Dachschaden umso besser der Blick auf die Sterne!

    Nachdem wir alle von den Pharmafirmen schon zu Hypochondern gemacht worden sind, ist es nur logisch fliegende Untertassen zu sehen.

    Ich aber bleibe wie der olle Kafka, der nicht wusste was man ihm angeschuldigt hat, ein freier Geist wenn alles spinnt!!!

  2. Ihr braucht nicht weiter zu suchen.
    Amerikas Natives haben seit Jahrhunderten Kontakt mit ihren ausserirdischen Verwandten.
    Sieht man auf YT:
    “Die UFO Akten: Star People (in HD)”
    /watch?v=u5ezugalezk

  3. Wolfgang Eggert am

    die verbindung ufos-atomkraft ist liegt allein in der on-spot-industrie-spionage, für die man die possierlichen flieger grandios einsetzen kann. wobei ich jetzt nicht drauf wetten würde, daß das 1947 ein russisches schnüffelgerät war, das dort abstürzte. kann auch sein, daß eine us-maschine abgeschmiert ist – schließlich hatten die ja ihre mit reichsdeutschen supertechnikern besetzten testgelände rings um roswell. white sands zum beispiel ist nicht weit entfernt, da erprobte von braun seine v2, und dem vernehmen nach war er auch sehr zügig am absturzort.

    • Wolfgang Eggert am

      natürlich werden auch militärische gegneranlagen auf diese weise überwacht – wobei es dann mitunter noch schwerer ist, auszuschließen, daß das fluggerät von dort aufgestiegen ist. anbei gestellt ein beispiel: die flugbasis aviano wurde seinerzeit von den amerikanern genutzt, über sie lief die entführung des mailänder imams abu omar durch die cia – was in italien tüchtig wind machte. unmittelbar darauf gelangte das kurzvideo in die öffentlichkeit, die italienischen medien berichteten
      https://www.dailymotion.com/video/x3n8xen

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