Seit der ehemalige CIA-Mitarbeiter Edward Snowden 2013 die Welt über das Ausmaß der Spionageaktivitäten der NSA und anderer US-Geheimdienste informierte, gilt er in Amerika als Staatsfeind Nummer eins. Doch nun könnte es eine sensationelle Wendung geben, denn US-Präsident Trump hat durchblicken lassen, dass er eine Begnadigung Snowdens prüfen will. Kann der Whistleblower bald aus dem Moskauer Exil in seine Heimat zurückkehren? Warum Snowden und der Mann im Weißen Haus mit dem Deep State einen gemeinsamen Feind haben, können Sie anhand der COMPACT-Edition „Donald Trump: Krieg und Frieden“ nachvollziehen. Zur Bestellung klicken Sie HIER.

    Anders als bei der transsexuellen Wikileaks-Informantin Chelsea Manning konnte sich Trumps Vorgänger Barack Obama bei Edward Snowden nicht zu einer Begnadigung durchringen. „Herr Snowden hat sich in die Arme eines Feindes begeben und Asyl in einem Land gesucht, das zuletzt konzertierte Aktionen unternommen hat, um das Vertrauen in unsere Demokratie zu schwächen”, hieß es aus dem Weißen Haus kurz vor der Amtsübergabe an den Republikaner. Die sogenannte Russiagate-Affäre hat sich inzwischen als Legende entpuppt.

    Gegen Snowden besteht aber nach wie vor ein Haftbefehl wegen Spionage. Deswegen ist der ehemalige technische Mitarbeiter der Geheimdienste CIA, NSA und DIA schon seit sieben Jahren gezwungen, im fernen Moskau zu leben, wo man ihm politisches Asyl gewährt. Er glaubt nicht, dass er in den USA ein faires Verfahren zu erwarten hätte.


    Trump zeigte bislang wenig Interesse am Fall Snowden, obwohl beiden gemein ist, dass sie gegen den Tiefen Staat ankämpfen, also eigentlich auf der gleichen Seite stehen. Jetzt hat allerdings ein Statement des US-Präsidenten für Aufsehen gesorgt. Auf einer Pressekonferenz in seinem Golfclub in Bedminster, New Jersey, am vergangenen Samstag sagte Trump, dass er sich den Fall jetzt einmal „sehr genau anschauen“ werde. Zuvor hatte er im Interview mit der New York Post gesagt: „Viele Leute denken, dass nicht fair mit ihm umgegangen wird. Ich höre das.“ Viele Leute seien auf Snowdens Seite. „Ich kenne ihn nicht, habe ihn nie getroffen. Aber viele Leute sind auf seiner Seite.“ Ähnlich äußerte sich der US-Präsident am Samstag auf der Pressekonferenz: „Es gibt da geteilte Meinungen. Es gibt viele Leute, die der Ansicht sind, dass er anders behandelt werden sollte, aber andere Leute glauben, dass er sehr schlimme Sachen gemacht hat.“

    Edward Snowden reagierte per Twitter über US-Medienberichte über eine mögliche Begnadigung durch Trump. In seinem Tweet erinnerte er daran, dass bereits 2016 (unter Obama) über seine Begnadigung diskutiert worden war. Der damalige Generalstaatsanwalt Eric Holder würdigte Snowdens NSA-Enthüllungen zwar als „Dienst an der Öffentlichkeit“, er habe jedoch nicht den Dienstweg eingehalten und sei deshalb möglicherweise juristisch zur Verantwortung zu ziehen. Obama reagierte nicht darauf – doch nun hat Trump das Heft des Handelns in der Hand. Sollte er Snowden tatsächlich begnadigen, dürften im Deep State die Zähne klappern – Trump würde dies jedoch einiges an Sympathien einbringen, auch von seinen Kritikern. Im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl im kommenden Herbst wäre das ein Pfund, mit dem sich wuchern lässt.

    Vielleicht werden auch deshalb die Rufe nach einer Begnadigung Snowdens nun auch in Trumps Republikanischer Partei immer lauter. Der Kongressabgeordnete Thomas Massie twitterte unumwunden: „Donald Trump sollte Edward Snowden begnadigen.“ Auch Senator Rand Paul, Sohn des früheren Präsidentschaftskandidaten Ron Paul, schloss sich dieser Forderung an. Snowden habe enthüllt, dass unter anderem die „Trump-Hasser“ James Clapper und James Comey US-Bürger in illegalerweise ausspionierten, so sein Argument. Clapper war von 2010 bis 2017 Nationaler Geheimdienstdirektor, Comey leitete das FBI von 2013 bis 2017 und veröffentlichte später ein Schmähbuch gegen Trump.

    Lesen Sie in unserer COMPACT-Edition „Donald Trump: Krieg und Frieden“, warum der heutige Mann im Weißen Haus schon immer ein Gegner des Geheimdienst-Sumpfes war – und was ihn antreibt, seinem Land als Patriot zu dienen. Zur Bestellung der Edition klicken Sie HIER.

    18 Kommentare

    1. Mike Schosnig am

      Ich komme bis heute nicht darüber hinweg, daß ausgerechnet Deutschland, was jeden
      dahergelaufenen Taugenichts, Betrüger, Drogenhändler, Vergewaltiger, Sozialbetrüger,
      Hardcore-Islamisten und Deutschlandhasser ohne jegliche weitere Prüfung mit Kusshand
      aufnimmt und bereitwillig aller bestens, zu Lasten und zum Schaden seiner eigenen Bürger
      unterbringt sowie vollkommen mit einem Rundumsorglos-Paket versorgt und das auch
      noch millionenfach und ohne jegliche Begrenzung oder Einschränkung, ausgerechnet
      Edward Snowden, der es ganz im Gegensatz zu den ganzen nichteuropäischen Invasoren
      nun wirklich und tatsächlich verdient hätte, Asyl in Deutschland zu erhalten, nicht
      aufgenommen hat. Sonst heißt es immer: "… den können wir doch nicht zurückschicken,
      der könnte ja sonst eventuell für all seine schrecklichen Straftaten in seinem Heimatland
      drei bis vier Jahre ins Gefängnis müssen. …" Aber bei Snowden spielte das alles keine Rolle.

    2. Trump kämpft gegen den Tiefenstaat….was soll er denn bis jetzt im Kampf gegen den Tiefenstaat erreicht haben? Hat man etwa ein Q Button an Trumps Anzug entdeckt? Stimmt ja….die Clintons sitzen dann wohl doch schon in Guantanamo ein?? Da findet kein Kampf statt! Ich halte den ganzen Käse bei den Amis in der Politik für Käse,so wie es hier in Deutschland auch ist…..egal wer der da an der Macht ist,das Endergebnis bleibt das gleiche! Der letzte Präsident, der klar und deutlich der Öffentlichkeit gesagt hat was Masse ist war doch Kennedy….. seine letzte Rede….
      Warum wendet sich trump nicht an die Menschen mit solch klaren Worten? Warum benennt er nicht die Täter öffentlich? Warum zieht er nicht die geballte Macht der Völker auf seine Seite um den Würgegriff der Finanzelite zu beenden???? Weil Trump selber einer der Zionisten ist! Das ist meine Meinung zu Trump!

    3. Trump könnte das Wissen Snowdens wahrscheinlich gut gebrauchen, um gegen den tiefen Staat, seine politischen Feinde vorzugehen.
      Snowden selber sollte es sich gut überlegen in die USA zurückzukehren; denn in dem Moment, in dem Trump nicht mehr Präsident ist, wird er höchstwahrscheinlich wieder vogelfrei! Denn für den "tiefen Staat" ist er nach wie vor ein Staatsfeind. Er sollte sich um die russische Staatsangehörigkeit bemühen!
      Auch als Russe kann er sich neben Trump gegen den "tiefen Staat" nützlich machen – möglicherweise noch eher!

    4. Zitat: „Er glaubt nicht, dass er in den USA ein faires Verfahren zu erwarten hätte.“
      In unseren „Volksherrschaften“ kann niemand ein faires Verfahren erwarten, wenn es gegen den Staat geht. Ganz einfach, weil die Richter vom Staat bezahlt werden und deshalb befangen sind. Aber das hält kaum jemanden ab, FREIWILLIG mit Blankovollmacht Wahlkreuz „Ja, weitermachen“ anzuordnen. Man kann ja nach dem free download „Kreide für den Wolf“ von Roland Baader suchen.
      Buchtipp: „Sicher ohne Staat“ von Oliver Janich.

      Die Demokratie ist eine Diktatur der Duldsamen.

    5. Er wird nicht so dumm sein, wie das Trampeltier am

      Man begnadigt ihm, um ihn dann zu ermorden….

    6. An Trumps Stelle wäre dies sicher klug.
      Snowdens würde dies jedoch nur medial zur Restitution seiner Ehre gereichen.
      Eine Heimkehr würde sicher dennoch über kurz oder lang in einem schwarzen Plastiksack enden.

      Vielleicht hat er ja zwischenzeitlich Freunde und Gefallen in/an Rußland gefunden…sicher, die Wehmut beim Gedanken an die Heimat wird kaum vergehen…

      Ich wünsche beiden das Beste.

    7. Ungemein wichtig . Hat S. es im schönen Russland nicht schön? Will der überhaupt zurück? Ugegenwichtig dagegen,daß Trump offene Piraterie gegen iranische Öltanker befohlen hat, die in internationalen Gewässern nach Venezuela unterwegs sind. Selbst die Systempresse findet es wenigstens erwähnenswert.

      • Nix für ungut, aber Sie könnten ja erstmal von californischem auf südafrikanischen oder australischen Traubensaft umsteigen ;)

        Grüße

        • Der "Nederburg "Manor House" Cabernet Sauvignon 2017" z.B. gibt für rund 11€ ordentlich was auf die Geschmacksknospen.
          Oder der Aussie "Penfolds Rawson’s Retreat Shiraz Cabernet", wenn es unter 10€ bleiben und dennoch herrlich vollmundig bleiben soll.

          Beide natürlich mit 14 Vol.% – wir wollen ja die Euronen gut verzinst wissen.

    8. christian ellguth am

      "Trump will Begnadigung von Snowden prüfen"

      Das wird ihm wohl nicht mehr helfen…

      JUST IN: New Washigton Post/ABC national poll:
      Biden 53%
      Trump 41%
      Key findings:
      59% disapprove of Trump’s handling of coronavirus
      Only 32% of Americans say crime would be worse if Biden is president.
      Only 36% say Biden is too liberal.
      Only 14% (!!!) say coronavirus is under control, while 85% say it isn’t.
      Biden leads Trump among independents by 54-37.
      Biden leads among college educated whites by 58-38.
      Biden gets 36% of non-college whites, which is much more like Obama than Hillary.
      https://twitter.com/ThePlumLineGS/status/1295302043037577216

      Es sieht schlecht aus für Agent Orange.

      • Egal,die sind alle gleich.ob der Shithole-Staat von dem oder dem regiert wird,völlig wurscht. Das begreifts du so wenig wie die Compactler.

    9. Donald tu es und schmeiss alle deine Weisen Blinden raus…… der Snowden wird dir die Augen öffnen und ein sehr guter Berater sein……. Wer soviel Mut bewiesen hat ,ist nicht gegen Amerika ,er hat nur gegen das Böse gehandelt und damit viel erreicht …….

      • "Wer soviel Mut bewiesen hat, ist nicht gegen Amerika, er hat nur gegen das Böse gehandelt und damit viel erreicht".

        Sehr schön formuliert! Und genauso ist es!

    10. Das ist wirklich eine Sensation! Ob aus der "Prüfung" eine echte Begnadigung wird, bleibt abzuwarten. Und was Herrn Snowden blühen könnte, wenn er als Begnadigter in die USA zurückkehrt, wäre auch ungewiss. Auf jeden Fall ist das eine großartige Geste vom Donald, die auch nicht kleinzureden ist mit wahltaktischen Unterstellungen. Sollte sich alles zum Guten entwickeln, dann hätte Snowden eine hervorragende Expertise, um das Leben zweier Welten vergleichend zu beurteilen.

      Und bei Chelsea Manning weiß man nicht, welche Gründe Obama für dessen Begnadigung hatte. Meine Vermutung ist, dass dieser Mensch (angesichts des politisch-korrekten Furors in den USA) immer noch im Knast sitzen würde, wenn er sich nicht für die Geschlechtsumwandlung entschieden hätte. Wahrscheinlich hatte da auch seine Angetraute ein entscheidendes Wörtchen gesprochen.