Der Feind in uns: Entzündungen könnten Alzheimer triggern!sponsored 

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An Alzheimer erkranken immer mehr Menschen. Fieberhaft sucht man nach Möglichkeiten, die ersten Anzeichen so früh wie möglich zu erkennen, um den Prozess zu stoppen oder die Krankheit erst gar nicht zum Ausbruch kommen zu lassen. Dass Entzündungen auch bei Alzheimer eine wichtige Rolle spielen, wird seit langem vermutet. Neueste Studien bestätigen dies jetzt.

Entzündungen spielen in unserem Immunsystem eine wichtige Rolle (ausführlich siehe hier). Zum einen sind sie ein Signal, dass gerade Feinde unser Immunsystem angreifen. Zum anderen stellt eine Entzündung bereits die erste Phase der Heilung dar. Sie „entzündet“ also den Heilungsprozess.

Daher ist es oft wichtig, statt des Entzündungsprozesses, besser die Ursachen zu bekämpfen. Wenn unsere Immunabwehr „kippt“ oder „überreagiert“, greift sie den eigenen Körper an. Dann spricht man von Autoimmunerkrankungen. Der eigene Körper wird zum Feind, um in der Sprache des Militärs zu bleiben.

Dass Entzündungen bei der Entstehung von Alzheimer eine ungute Rolle zu spielen scheinen, hat man schon längere Zeit vermutet. Eher durch Zufall stießen Forscher vor einigen Jahren auf den Umstand, dass in Rheumakliniken oft so gut wie keine Fälle von Demenz vorliegen. Bekanntlich gehören rheumatoide Erkrankungen zu den Autoimmunerkrankungen, wo ständig Entzündungsherde existieren und die mit meist starken entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden müssen.

Zwar kann man damit nicht die Ursachen von Rheuma bekämpfen – Rheuma gilt daher in der Schulmedizin als unheilbar – aber offensichtlich gelingt es, als Nebenwirkung Alzheimer zu verhindern. Neueste Studien scheinen jetzt den schon lange gehegten Verdacht, dass Entzündungen Alzheimer entstehen lassen, zu bestätigen. Mehr zu Rheuma hier.

Wie das Ärzteblatt berichtet, konnten deutsche Wissenschaftler um Michael Heneka vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Direktor der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie am Universitätsklinikum Bonn jetzt eine Immunreaktion (Entzündung) der sogenannten Mikroglia-Zellen im Gehirn näher untersuchen.

Diese könnte „für die Entwicklung einer Alzheimer-Erkrankung maßgeblich mitverantwortlich sein.“, so die Forscher. Man weiß über Alzheimer bisher, dass es zu Verklumpungen von bestimmten Proteinen kommt, die im Gehirn Ablagerungen bilden. Jetzt haben Heneka & Co. festgestellt, dass diese Proteine auch eine Entzündung auslösen können. Dabei entstünden sogenannte Specks, die wiederum weitere Mikroglia-Zellen befallen können. Ein unheilvolles Szenario nimmt jetzt seinen Lauf.

Einerseits verbinden sich diese Specks mit den klumpenden Proteinen, erschweren so deren Abbau. Andererseits sorgen sie mit ihrem Angriff auf andere Mikroglia-Zellen für weitere Specks. Sind die Specks im übrigen Körper durchaus erwünscht, weil sie dort das Immunsystem bei der Bekämpfung von bakteriellen Infekten unterstützen, so sind sie im Gehirn fehl am Platze.

Weil das Gehirn ständig geringe Mengen der Proteine produziert, die bei größerer Menge zu Ablagerungen im Gehirn führen können, könnte erst die Kombination mit den Specks möglicherweise zu einer ernsten Gefahr für die Funktion des Gehirns werden. Sprich, wenn die Ablagerungen zu einer Quelle für entzündliche Prozesse werden.

Die Ablagerung der Proteine beginnt „wahrscheinlich Jahrzehnte, bevor erste Krankheitssymptome auftreten“, vermuten die Forscher weiter.

Alzheimer typische Ablagerungen

Dass bei Alzheimer typische Ablagerungen im Gehirn entstehen und diese ursächlich für die Demenz sei, war lange Zeit Stand der Forschung. Bis man vor einigen Jahren mit der sogenannten Nonnenstudie verblüffende Beobachtungen machen musste.

In den Gehirnen von vielen dieser Nonnen wurden große Mengen Ablagerungen entdeckt. Und das obwohl die Nonnen bis ins hohe Alter körperlich und geistig fit blieben. Offensichtlich führen diese Ablagerungen allein noch nicht zwingend zu Alzheimer, zu dieser furchtbaren Krankheit, für die es bis heute keine Heilung geben soll, so der Schluss der Autoren.

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Lebensweise

Eher führt die so andere Lebensweise der Nonnen in ihrer trauten Gemeinschaft auf den richtigen Weg. Zum einen sind sie im Kloster keinerlei Stress oder gar Dauerstress ausgesetzt. Bei Stress, der zum Dauerstress führt, weiß man inzwischen, dass dadurch entzündliche Prozesse als Immunreaktion des Körpers ausgelöst werden können. Zum anderen führen die Nonnen ein glückliches Leben.

Man könnte diesen Effekt am ehesten mit der Achtsamkeitsmeditation vergleichen. Diese reduziert nachweislich sowohl den Stress als auch Entzündungsmarker im Blut, so Studien aus dem Jahre 2018.

Der Weg wie bei Rheumapatienten entzündungshemmende Medikamente sozusagen als Alzheimer-Prophylaxe zu schlucken, führt aus mehreren Gründen in die Irre. Zum einen sollten Entzündungen bzw. deren Symptome wie Fieber möglichst nicht einfach unterdrückt werden. Weil diese ja ein Signal darstellen, dass irgendwo im Köper gerade ein Angriff stattfindet. Zum anderen führen viele dieser Medikamente zu teils starken Nebenwirkungen. Rheumapatienten können davon ein Lied singen.

Aber diese Nachrichten führen uns trotzdem auf den richtigen Weg. Es gilt, Entzündungen zu vermeiden bzw. unser Immunsystem mit natürlichen Mitteln zu unterstützen. So weiß man, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten Entzündungsherde entstehen lassen.

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Zu viel Zucker, zu viele Weißmehlprodukte, zu viele stark verarbeitete Lebensmittel, meist mit schädlichen Zusatzstoffen wie Transfetten behaftet, sollten aus dem Speiseplan gestrichen werden. Dafür lieber vitamin- und mineralstoffreiche Kost. Oder besser gesagt: man sollte die Ernährung auf pflanzliche Grundlage stellen, sodass tierische Produkte als Zusatz dienen.

Fleischprodukte sollten auch nicht mehr jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Dafür kann man dann auf Qualität und Herkunft achten. Denn die meisten Fleischprodukte aus dem Supermarkt könnten mit Antibiotika und anderen Fremdstoffen belastet sein. Egal, ob es ich um weißes oder rotes Fleisch handelt. Wer also hier auf Qualität achtet, kann sein Steak oder den Sonntagsbraten dann auch in vollen Zügen genießen.

Nicht umsonst empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Fleischprodukte auf 600 g zu reduzieren. Allerdings pro Woche! Im Übrigen sind darin auch sämtliche Wurstwaren enthalten. Gerade hier finden sich Inhaltsstoffe, die Entzündungen triggern können.

Zurück zu den Vitaminen. Viele von ihnen haben eine starke antioxidative Wirkung. Diese bekämpfen den oxidativen Stress, unter den unsere Zellen bei entzündlichen Prozessen geraten. Man unterdrückt damit also nicht die Entzündungen, sondern raubt diesen sozusagen die Grundlage. Auch gibt es spezielle starke Antioxidantien wie Omega-3 und Astaxanthin, die als natürliches Depot unsere Zellen vor dem oxidativen Stress zu beschützen helfen.

Bei Astaxanthin kann man diese Wirkung sogar direkt beobachten, da es als natürliches Mittel gilt unsere Haut vor zu viel UV-Strahlung und damit Sonnenbrand zu schützen und zwar von innen heraus!

Ein weiteres wichtiges Antioxidans ist das OPC. Es hat die besondere Fähigkeit Zellschäden bei den wichtigen Faserproteinen Kollagen und Elastin wieder zu reparieren. Diese kommen nicht nur im Bindegewebe der Haut vor, sondern sind auch Bestandteil der Blutgefäße. Diese Blutgefäße, insbesondere die kleinen, versorgen unsere Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff. Bilden diese sich zurück, weil das Kollagen fehlt, stockt auch die Versorgung.

Das Resultat: Die Haut wird trocken und bekommt tiefe Falten. OPC ist hier ein guter Helfer. Was auf der Haut zu beobachten ist, geschieht auch mit den kleinen Blutgefäßen im Gehirn. Auch hier muss ggf. das Kollagen repariert werden, weil sonst Ausfälle in einem unserer wichtigsten Organe drohen. Auch Entzündungen können so gefördert werden – offensichtlich eine der Ursachen für Alzheimer.

Viele Tipps zu einer entzündungshemmenden Ernährung finden Sie hier.

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Entzündungen vermeiden

Vermeiden Sie Stress, insbesondere Dauerstress. Dieser führt im Ergebnis oft zu weiteren Erkrankungen wie Bluthochdruck, Depressionen und Angststörungen und offensichtlich auch zu Alzheimer. Stress ist insbesondere für unser Gehirn schädlich. Nicht umsonst sagt man über gestresste Menschen, dass deren Zündschnur ziemlich kurz sei. Sprich das Nervensystem gestresster Menschen ist u. a. ständig von einem zu hohen Cortisolspiegel geflutet.

Dieser hohe Spiegel führt nicht nur zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen und Erschöpfungssyndromen, sondern auch zu einem höheren Mineralstoffverbrauch. Insbesondere Magnesium wird durch Cortisol verstärkt ausgeschwemmt und führt schnell zu einem Mangel. Ein Mangel an Magnesium hat insbesondere auf unser Gehirn und das ZNS fatale Auswirkungen. Eine der Folgen, wir werden (noch) stressanfälliger.

Eine weiterer Folge: Die entzündlichen Prozesse, die z. B. durch Cortisol ausgelöst werden, können offensichtlich die Entstehung von Alzheimer begünstigen.

Ein weiterer großer Komplex ist Schlafmangel, über den immer mehr Deutsche klagen. Auch dieser führt in der Konsequenz zu entzündlichen Prozessen, die die gleichen Folgen wie bei Stress auslösen können.

Der dritte Komplex ist der durch viel Büroarbeit induzierte Bewegungsmangel. Auch dieser führt letztendlich zu entzündlichen Prozessen. Neben möglichem Übergewicht und fehlendem Stressabbau.

Q10-Spiegel sinkt im Alter

Meist heißt es, dass wir im Laufe des Lebens an altersbedingten Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf oder auch an Alzheimer erkranken werden. Neben der modernen Lebensweise, die oft zu entzündlichen Prozessen führt, ist ein wichtiger Faktor der natürlich sinkende Q10-Spiegel. Q10 ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Umwandlung von Nahrungs- in Zellenergie.

Ohne Q10 können die Mitochondrien keine Energie erzeugen. Zwar produziert unser Körper selber Q10. Jedoch schwächelt diese Produktion im Laufe des Lebens. Schon mit 40 wird die kritische Marke von 70 Prozent unterschritten. Was schnell zu einem Mangel führt. Spätestens ab diesem Alter sollte Q10 in unseren Blickwinkel rücken.

Entweder man kurbelt die Q10-Produktion wieder an, oder führt Q10 von außen zu. Man weiß zwar, welche Stoffe (etwa spezielle Aminosäuren) für die körpereigene Produktion benötigt werden, aber über den Prozess an sich weiß man noch zu wenig. Sodass hier keine Empfehlungen abgegeben werden können. Also von außen zuführen. Entweder über spezielle Lebensmittel, die besonders viel Q10 enthalten oder über gute Q10-Präparate.

Bereits ein Q10-Mangel von 25 Prozent führt zu schweren Schäden an den Mitochondrien. Was nicht nur die Energieproduktion stottern lässt, sondern auch die Zellen schwächt. Diese sind dann wiederum eine leichte Beute für die freien Radikalen. Diese setzen unsere Zellen unter oxidativen Stress und können Entzündungen auslösen. Die Zellen altern vorzeitig und sterben den frühen Zelltod.

Coenzym Q10

Auch dies ist wiederum an der Haut zu beobachten. Da diese nicht zu den lebenswichtigen Organen wie Herz, Gehirn, Leber, Nieren und Muskulatur gehört, wird bei einem Q10-Mangel hier zuerst Q10 entzogen. Um so die wichtigen Organe weiter mit Energie versorgen zu können. Die Folge: Die Haut altert schneller, bekommt Falten, Risse und verliert Feuchtigkeit. Nicht umsonst ist in vielen Kosmetika Q10 enthalten mit dem Anti-Aging-Versprechen.

Aber auch der Q10-Gehalt in Herz, Gehirn und den anderen Organen sinkt bei einem Mangel allmählich. Mit genau den oben beschriebenen Folgen. Auch diese Organe werden geschwächt. Hier können dann genauso Entzündungen entstehen wie in allen anderen Zellbereichen auch. Nicht umsonst hat sich Q10 inzwischen als ein wirksames Mittel bei Herzschwäche herausgestellt, wie eine große dänische Studie bereits im Jahre 2013 nachwies.

Ein Q10-Mangel im Gehirn führt auch hier leichter zu entzündlichen Prozessen, die wiederum die Entstehung von Alzheimer begünstigen können. Mehr zu Q10 finden Sie hier.

Zusammenfassung

Alzheimer beschäftigt die Forschung schon seit Jahrzehnten. Die Krankheit gilt nachwievor als unheilbar. Jedoch liegen viele Ursachen, die die Entstehung von Alzheimer begünstigen, in unserer Lebensweise begründet. Ein Schlüsselglied könnten Entzündungen sein. Gelingt es, diese zu vermeiden, hat es Alzheimer bedeutend schwerer, von uns irgendwann Besitz zu ergreifen.

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