Mainstream schreit auf: Kuppelkrone mit Kreuz wieder auf dem Stadtschloss

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Am Freitag wurde dem Stadtschloss in Berlin Mitte die rekonstruierte Kuppelkrone mit goldenem Kreuz aufgesetzt. Ermöglicht hat dies eine private Spende der Witwe von Werner Otto, einstigem Besitzer des Otto-Versandhauses. Die originale Kuppelkrone wurde 1854 vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. angebracht und mit einem blauen Spruchband versehen. Darauf stand: „Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“

Kuppelkrone. Foto: Dmicha, „Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen“
in Version 4.0. „CC-by-sa 4.0“, via Wikipedia

Schon im Vorfeld war die Rekonstruktion der Krone heftig umstritten, vor allem im linksgrünen Lager. Das hatte auch mit der neuen Funktion des Schlosses zu tun: Als ethnologisches Museum (Humboldt Forum) zeigt es Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins. Und all das versammelt unter einem Satz, der die Alleinherrschaft des Christentums fordert? Ist das nicht Neo-Kolonialismus? Die Kuratorin Mahret Kupka mahnt: „Das Christentum ist ein Kanal gewesen, über den auch der Kolonialismus mit funktionierte und bestärkt wurde. Es geschah quasi im Namen des Christentums, dass Dinge geraubt oder zerstört wurden.“ Außerdem sei es „eine immer wieder gern vernachlässigte Tatsache, dass Deutschland eine sehr heterogene Gesellschaft ist“. Sie habe sich eine offenere Rekonstruktion gewünscht.

Vor allem die Mainstream-Medien legten sich mächtig ins Zeug: „Die unmögliche Inschrift“ titelte die Süddeutsche Zeitung ihren Bericht. Die FAZ kritisierte den „absoluten christlichen Herrschaftsanspruch“ durch Kreuz und Inschrift. Beides „vergiftet die ohnehin ideologisch aufgeladene Atmosphäre um das Weltkulturenmuseum des Bundes erst recht“. Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt Forums, antwortete, es verstehe sich doch von selbst, „dass wir uns von jeglichen Macht-, Alleingültigkeits- oder gar Herrschaftsansprüchen distanzieren, die aus diesen Zeichen oder Inschriften abgeleitet werden können“.

Außerdem handelt es sich bei dem Bau um eine Rekonstruktion. Die muss den zerstörten Bau zwar nicht 1:1 nachbauen, ihn aber auch nicht in einen komplett neutralisierten Behälter des Humboldt Forums verwandeln. Wer das möchte, muss Rekonstruktionen komplett ablehnen, transportieren die doch stets vergangene Denkweisen und Weltsichten – mehr oder weniger offen. Erhalt oder Wiederaufbau widersprechen per se einer Zeitgeist-Ideologie, die die Vergangenheit umschreiben, zur Light-Version entschärfen möchten: Harmonie durch Weglassen, durch Anpassung. Keine Brüche, keine Ecken und Kanten mehr ertragen müssen. Solches Abschleifen entspricht der Umschreibung alter Kinderbücher oder stalinistischer Retuschierung alter Fotos, die Parteigenossen zeigten, die danach in Ungnade gefallen waren.

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28 Kommentare

  1. Avatar

    Eine Vollrekonstruktion sollte immer möglichst authentisch sein! Daß in historische Bauten "moderne" Sicherheitszäune und sogar Barrierefreiheit eingebaut wird entspricht nicht den historischen Tatsachen und erschwert es, sich in die Zeit hineinzuversetzen.
    1854, das 19.Jh. war nun einmal DAS Zeitalter des Kolonialismus! Und der Beginn des (Manchester-) Kapitalismus! Der Kolinialismus begründte sich darin, der ganzen Welt den "richtigen" Glauben beizubringen und der Protestantismus war die ideologische Grundlage für den Manchestekapitalismus, der gerade im 19.Jh. so richtig zuschlug und sich bis heute auswirkt! Für die Darstellung dieser Zeit gehört die authentische Inschrift dazu! Und die Museumsbesucher werden wohl nicht aufs Dach klettern, also kommt es darauf an, wie das im entsprechenden Saal des Museums dargestellt wird! Religionsneutral und nicht auch noch den Protestantismus als vermeintlichen religiösen Fortschritt darstellend; der setzte die Gunst Gottes mit dem wirtschaftlichem Erfolg gleich und machte so vieles erst möglich was noch heute Probleme macht!

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    Marques del Puerto am

    Habe die Ehre,

    sehe ich auch als sehr bedenklich an. In Berlin ein Kreuz zu tragen kann durchaus auch schon gefährlich werden. Man hätte lieber anstatt das Kreuz auf der Kuppel einen Türken-Halbmond nehmen sollen, oder eine überdimensional große Figur von Sultan Erdo. Insofern die Unterkonstruktion das ausgehalten hätte ?! Für ein Spruchband über den Bauch wäre auch noch Platz gewesen, die Welt ist noch nicht genug ‚ hätte z.B. darauf stehen können.
    Das wäre auch das richtige Zeichen für 80 % der Einwohner von und um Berlin gewesen.
    Das restliche Pack von Steuerzahlern sollen sich gefälligst eine Ansichtskarte von Jesus kaufen, dass würde ausreichen um ein guter Christ zu sein.
    Bin ja mal gespannt wann Araberclans das goldene Kreuz wieder abbauen oder mit politischen Willen wieder entfernt wird. Ich vermute mal es dauert nicht sooo lange…
    Mit besten Grüssen

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    Das ganze Stadtschloss ist ein Relikt aus feudaler Zeit…….. Es dient nicht einer modernen Gesellschaft,im Gegenteil man verherrlicht den Adel ,den Militarismus der immer den Adel stützte.

    Wer braucht dieses Zeichen der Unterdrückung des Volkes ????????????? Nur kranke Hirne können sich an solchen alten gefährlichen Dingen der Zeitgeschichte begeistern ……..

    Unter Aufrechterhaltung einer deutschen Vergangenheit verstehe die ehrliche Auseinandersetzung mit dieser Zeit ,die dem Bürger nur zu Kriegen dienlich war…..

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      Wer , in einer modernen Zeit der Wissenschaften die Religion als staatsbegleitend ,angeblich getrennt vom Staatswesen braucht,braucht nur Wählerstimmen ……nichts anderes.

      Es gibt keinen Gott ,nur das Hirngespinst und die Möglichkeit Kasse mit diesen Schamanenbrauchtum zu machen.

      Wenn ich höre Politiker der weltlichen Ausrichtung schwören auf Gott …… ,die wissen dann,wenn sie Mist bauen ,gibt es kein Schmorren im Fegefeuer….

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        Professor_zh am

        .
        .genau, und sollte wider Erwarten vor Ihren Augen ein Wunder geschehen, werden Sie es bis zur Verxxxxxx durch die Mangel der sozialistisch-materialistischen Wissenschaft drehen lassen. – Mann, werden Sie wach!! Die Flachheit solcher Aussagen schmerzt Professor_zh sehr, und der ist einigen Verdruss gewöhnt!0

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    Käptn Blaubär am

    Das Haus Hohenzollern-Brandenburg war nach dem sächsischen Kurfürsten gleich das zweite,welches vom wahren Glauben und Gottes Kirche abfiel und diese Linie hat es bis zum letzten regierenden Hohenzollern fortgesetzt. Da helfen auch schöne Sprüche an Kuppeln nichts.

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      Zeuge Coronas am

      DU und dein rabulistisches Gequatsche sind der Beweis, dass es alle Anderen richtig gemacht haben.

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      Professor_zh am

      Aber – so gibt Professor_zh zu bedenken – die Protestanten von damals waren harmlos im Vergleich zu den ,, modernen“ Katholiken von heute (vom Rest der Welt mal ganz zu schweigen!). Gäbe es heute wenigstens noch so viel Gottesfurcht und Gottvertrauen wie bei jenen, stünde die Welt erheblich besser da…

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    HERBERT WEISS am

    Genauso ist es. Es geht weder um die Herrschaft einer Priesterkaste noch um irgendwelche Privilegien einer bestimmten Glaubenslehre, sondern um die Verantwortung gegenüber dem Allerhöchsten und dem von IHM Erhöhten.

    Damit sollte niemand ein Problem haben, der Gläubige ohnehin nicht und der Ungläubige ebenfalls nicht. Denn vorläufig muss niemand seine Knie beugen. Und vor irgendwelchem menschlichen Bodenpersonal schon gar nicht. Wohlgemerkt – vorläufig….

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      Das hohe Wesen Merkel ….ist schon mehr als Personenkult …. und Sinnestäuschung einer ganzen deutschen Geschichte.

      Kniefall war ein Untertanenzeichen aus staubiger Zeit…..heute gibt es Gutmenschen , blindlings Hörige,die sich selbst in die untertänige Mitläuferriege begeben haben, und unter diesen gibt es eine überwiegende Zahl,die Merkel auch die Füsse küssen würden.

      Die Hochadligen würden Merkel schon lange dem Teufel übergeben haben,wenn sie die nicht durch ihre Wendehalsigkeit brauchen würden.

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      Dies ist die subtilste und deshalb übelste und gefährlichste Form des Glaubensabfalls. Extra ecclesiam nulla salus ( Bonifatius VIII.)

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        Zeuge Coronas am

        jaja, hätte auch von Mao, Fidel oder Ulbricht sein können. "Gehorche"

        Allerdings waren die in einer anderen Position als DU.

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    Käptn Blaubär am

    "Umstritten ,vor allem im Links-Grünen Lager". Pah, die Meisten hier in diesem Forum würden doch den zitierten Sprüchen aus dem "Links-Grünen Lager" ganz begeistert zustimmen. Hier und da mal ein kleines Häppchen Christentum reicht nicht.Entweder ganz oder gar nicht.

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      Käptn Blaubär am

      Sagte Ich doch! Schon meldet sich einer der Hauptidioten zu Wort ( s.o.). Solange solche Figuren ihr Gift verspritzen dürfen, wird der Niedergang Europas weiter gehen.

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      Vollstrecker am

      Wahnvorstellungs-Strohmann!

      Definiere: "die Meisten", oder hör auf Märchen zu verbreiten.

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    HEINRICH WILHELM am

    Das Wutgeheul derer, die Zeit ihres Lebens nie einen Stein auf den anderen packten, statt dessen nur hetzen, sollte uns im gehörigen Abstand am Gesäß vorbeigehen.

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        Käpt'n Doofbär am

        Doch, könnten sie wohl. Die sind nur schlauer als du (was gar nicht so schwer ist!).

        Der Blaubär dAmm und stark
        versäuft die letzte Mark.
        Als er besoffen von der Rüstung fiel hatte er wahnsinniges Glück, denn er blieb mit dem rechten Auge an einem rostigen Nagel hängen.

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    Wenn der linksgrüne Mainstream aufheult, kann man sich beruhigt zurücklehnen in der Gewißheit: hier hat jemand alles richtig gemacht.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Aber gegen den Halbmond als Kuppelkrone haben diese Linken Spinner nichts einzuwenden.

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    Hans von Pack am

    Das Spruchband fordert keineswegs "die Alleinherrschaft des Christentums", sondern bekennt daß Jesus NICHT TOT ist, sondern für die Christen (und das waren ja die Erbauer des Schlosses!) als HERR des Universums weiterhin der MASSSTAB ihres Handelns bleibt! Es setzt sich dementsprechend aus zwei Bibelstellen zusammen:

    1. dem Bekenntnis des Apostels Petrus vor dem jüdischen obersten Rat: "Es ist in keinem anderen Heil" für den Christen und 2. dem Bekenntnis des Apostels Paulus in dem berühten "Christus-Hymnus" des Philipperbriefs (Kap. 2,5-11), wonach Gott den Gekreuzigten erhöht hat und IHM (nicht dem Christentum!) einen Namen über alle anderen Namen im Kosmos gab.

    Gerade auf einem Forum für Kultur und Wissenschaft sind diese Worte daher Mahnung, daß das HEIL der Welt nicht in ihr selbst zu finden ist. In dieser Erkenntnis liegt wahrhaft das Heil, daß sich der Mensch vor einer höheren Instant VERANTWORTEN muß, will er nicht mit seiner ganzen Kultur und Wissenschaft in die BARBAREI zurückfallen, wie wir es gerade als Opfer dieses barbarischen neokommunistischen Merkel-Regimes erfahren müssen.

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      Käptn Blaubär am

      Verbrecherisch,einen Unterschied zwischen dem Gekreuzigten Gott und dem Christentum=Gottes Kirche konstruieren zu wollen.

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        Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

        Wenn man für begriffliche Sauberkeit ein Verbrecher ist, bin ich gerne ein solcher!

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        Vollstrecker am

        Verwechselst du wieder Compact mit deinem Königsreichssaal und Kommentare mit dem Wachturm?

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