Kein Bier für Antifas: Kreuzberger Kiez-Kaschemme wird geräumt

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Es wird ein heißes Frühjahr für die Berliner Polizei und Innensenator Andreas Geisel: Am Donnerstag steht die Räumung der linken Kneipe Meuterei in Kreuzberg an, und mit der Rigaer Straße 94 droht dem berüchtigtsten Chaoten-Haus der Hauptstadt ein großer Polizeieinsatz wegen Brandschutzmängeln. In COMPACT-Spezial Antifa – Die linke Macht im Untergrund durchleuchten wir den Berliner Antifa-Sumpf. Hier bestellen.

Für Berlins Linksextremisten steht wegen der Räumung ihrer Kaschemme und der Rigaer-Aktion einmal mehr der Tag X bevor: Auf dem Szeneportal Indymedia wurden Anschläge angekündigt. In einem Drohbrief vom 21. März heißt es:

„Vielleicht fliegen Steine auf Luxusneubauten in Neukölln oder Friedrichshain, vielleicht fällt diesmal nicht die Ringbahn aus, sondern der Flughafen Schönefeld, vielleicht brennen Luxuskarren nicht nur in Steglitz und Buch sondern auch in Köpenick und am Wannsee.“

Den Worten folgten schon Taten: Am vergangenen Freitag und am Sonntag brannten nachts insgesamt mehr als 20 Autos in den Stadtteilen Mitte und Prenzlauer Berg. Nach einer Antifa-Demonstration am Dienstagabend wurde ein Streifenwagen in der Rigaer Straße von 30 Vermummten gestoppt und mit Pflastersteinen attackiert, die Beamten mussten die Flucht ergreifen.

Die Antifaschistische Koordination 36 schrieb auf Twitter:

Wenn Geisel es will, wird die Rigaer auch sein Vietnam.

Für den Tag der Räumung der Meuterei sind weitere militante Aktionen im ganzen Stadtgebiet angekündigt.

In COMPACT-Spezial Antifa – Die linke Macht im Untergrund nennen wir die maskierten Täter und ihre Unterstützer in Politik und Medien beim Namen – und werfen einen Blick in die No-go-Areas, die sie errichtet haben.

Es folgt ein Auszug aus dem Artikel „Im roten Friedrichshain“ von Martin Müller-Mertens:

(…) Vor Jahren avancierte die Gegend um den sogenannten Dorfplatz – die Kreuzung Rigaer-/Ecke Liebigstraße – zum Herrschaftsgebiet von Autonomen und Antifa. Während sich Berlins staatsalimentierte Linksradikale sonst zumeist den Gepflogenheiten zivilisiert-städtischen Lebens angepasst haben, zelebrieren sie im Samariterkiez den Klassenkampf wie in alten Zeiten, wenn auch als Karikatur. 1990 waren die leer stehenden Häuser zwischen Bersarin- und Forckenbeckplatz besetzt worden. Die DDR-Oppositionsgruppe Kirche von Unten hatte gerufen – Ost-Punks und West-Autonome waren gekommen. Zentrum des illegalen Treibens war die nicht weit entfernte Mainzer Straße mit gleich 13 besetzten Häusern. Deren Räumung im November 1990 begründete einen linken Mythos: Drei Tage tobten die Straßenschlachten, an deren Ende ein Teil Friedrichshains verwüstet und die rot-grüne Koalition am Ende war. «Mainzer Straße, mitten in Berlin», brüllte es noch Jahre später von den Bühnen der Punk-Klubs. Zwar blieben Rigaer- und Liebigstraße besetzt, doch die Stadt veränderte sich. Das einstige Arbeiterviertel im Schatten des alten Zentralviehhofes ist längst Luxusquartier der Latte-Macchiato-Bourgeoisie. (…)

Auf schlechte Nachbarschaft

Nachdem 2018 der Pachtvertrag ausgelaufen war, tickte die Uhr der Besetzer. Ein romantisierter Kampf gegen Immobilienhaie hätte in der alternativen Grundstimmung der Innenstadtkieze vermutlich sogar Sympathie geweckt. Doch für Bürger haben Antifa und Queerfeministen nur Verachtung übrig. «Was wir versäumt haben, ist, mehr auf die Mieter*innen-Proteste zuzugehen. Das wäre ein Punkt gewesen, raus aus seiner kleinen Blase zu kommen», sagte eine Sprecherin des Hauses kurz vor der Räumung in einem Anflug von Selbstkritik dem Neuen Deutschland. Tatsächlich hatten die Linken über Jahre einen regelrechten Terrorfeldzug gegen die «Mieter*innen» der eigenen Nachbarschaft geführt. Selbst die Regenbogenfahnen, die das linksgrüne Milieu pflichtschuldig an den Balkonen ihrer Eigentumswohnungen flaggte, konnten den Furor nicht bändigen. «Yuppieschweine – Schüsse in die Beine» gehört zu den gängigen Graffitis an deren eingeschlagenen Eingangstüren. «Es gibt Menschen, die aus der Tür treten und angespuckt werden», berichtete die Anwohnerin Inka Burckhardt dem RBB.

Die Ordnungskräfte rücken in der No-go-Area nur in Mannschaftsstärke an. Die wahren Sheriffs tragen rote Sterne und agieren im Stil stalinistischer Politkommissare. Anwohner würden zu Tribunalen vorgeladen, um ihr «Meldeverhalten gegenüber der Polizei zur Sprache zu bringen», heißt es in einer Analyse des Landeskriminalamtes. Für Polizisten kann bereits der Bürgersteig zur Todesfalle werden. «In der Rigaer Straße werden immer wieder Steine, manchmal auch Gehwegplatten vom Dach auf uns geworfen», sagte ein Beamter dem RBB. (…).

Besetzer und Beschützer

Dass sich einige Räuberhöhlen des Samariterviertels überhaupt noch halten konnten, liegt zum Teil an gewieften Anwälten, die einen Räumungsprozess schon wegen fehlender Gendersterne zum Platzen brachten. Vor allem aber ist die Antifa eng verzahnt mit der Berliner Politik, die ihr Treiben mit offenem Wohlwollen betrachtet. So wies der Grünen-Baustadtrat des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt, seine Behörde über Jahre an, teils eklatante Brandschutzmängel in der Rigaer 94 zu ignorieren. Die Polizei darf die Antifa-Festungen selbst bei Gefahr im Verzug nicht betreten: Jeder Einsatz in den linksradikalen Horrorhäusern bedarf der persönlichen Genehmigung durch Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Die 54-jährige Juristin kam 2018 unter Rot-Rot-Grün überraschend ins Amt, um «eine Zäsur bei der Berliner Polizei herbeizuführen», wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) den Rauswurf von Vorgänger Klaus Kandt ganz offen begründete.

Die Personalie ist kein Einzelfall – der 2016 gebildete Senat hat eine regelrechte Säuberung durchgeführt. «Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht», prahlte der innenpolitische Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus, Benedikt Lux, im August 2020 gegenüber dem Neuen Deutschland. (…) Ende des Auszugs.

Den vollständigen Text und zahlreiche weitere Über das Innenleben der selbsterklärten „Antifa Areas“ finden Sie in COMPACT-Spezial Antifa – Die linke Macht im Untergrund. Zur Bestellung klicken Sie hier oder auf das Banner unten.

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21 Kommentare

  1. Was ist denn das für eine "Antifa", die ihren Dienstherrn belöffelt?
    Man versteht ja die Welt nicht mehr!
    Da stehen übrigens noch ein paar fette Luxuskarren am BKAmt.
    Das wär doch mal was!

  2. Rumpelstielz am

    Und wieder ein Treffpunkt weniger für das faule Pack.
    Vor Identitätsmissbrauch im Internet ist kaum jemand geschützt
    Wer online einkauft, Verträge abschließt oder Bilder über soziale Netzwerke teilt, muss immer auch damit rechnen, dass irgendwo Daten abgefischt werden. Schätzungen zufolge ist jeder vierte Internetnutzer in Deutschland schon einmal Opfer von Identitätsmissbrauch geworden. Oft greifen linke Antifanten Kreditkartendaten und Passwörter ab, um online Waren zu bestellen oder Verträge abzuschließen.
    Es sind die linken kriminellen Spackos die überall den Datenverkehr bei Telekom; O2; Strato; GEZ und sonstwo auf USB – Sticks Daten steheln, um dann diese Daten an Ihre Harzerkumpel der Antifanten Harzler weiterzuleiten, die dann pesonenbezogene Daten im Darknet verkaufen für linke "Projekte".
    Datendiebstahl macht das Linke Spakopack unangreifbar. Die ganzen "rechten" Netzwerke bei Polizei und Bunzelwehr – "aufgeklärt" durch Datendiebstahl – ungesühnt.
    Durch Straftaten erlangte Beweise sind Null und Nichtig – in einem Rechtsstaat – hier nicht.

  3. jeder hasst die Antifa am

    Na hoffentlich greift die Polizei auch so brutal zu wie bei den Querdenkern, doch diesmal wäre es angebracht oder kneifen sie wieder deeskalierend,Das man den Faschisten die Kneipe austrocknen will ist wie wenn man einen verdurstenden das Wasser wegnimmt

    • Werner Holt am

      Sowas ähnliches kam mir auch zuerst in den Sinn.

      Gerade die Berliner Einsatzpolizei ist so berühmtberüchtigt, daß andere Bundesländer sie im Bedarfsfalle am liebsten gar nicht anfordern würden. Aber hier geht man ja nicht mit regenbogenfahnentragenden Omis, mit veganen Eso-Müttern und deren Villa-Kunterbunt-Kinder oder irgendwelchen friedensbewegten Wollpulli-Pazifisten in den Clinch. Nein, hier in Berlin, in der Rigaer oder ähnlichen Wagenburgen wird sich mit Zähnen und Klauen gewehrt.

      Und dann gibt’s da noch diese linken Helfershelfer in dem, was sich in Berlin (und anderswo) "Politik" nennt. Ja, und die werden schon aufpassen, daß die kleinen POL-Beamten auch genügend deeskalieren. Sonst Anzeige.

      Und dieser Geisel ist doch Fleisch vom Fleische. Das ist die gleiche (R)evolution.

      Man sollte um dieses ganze scheisendreck-großmäulige Berlin eine Mauer ziehen. Keiner raus, keiner rein. Vor allem keine Kohle aus Bayern und BW über sog. Länderfinanzausgleich. Dann hat sich der Berliner Problem-Bär in kürzester Zeit erledigt …

      • Professor_zh am

        Hm… Dazu fällt Professor_zh der Mitdemonstrant vom 29. August ein, der ein Schild trug:,, Ceterum censeo Berliner esse delendam". Prof wies ihm auf den Schreibfehler hin, den der Kamerad auch prompt korrigierte. Aber der Sinngehalt ist erschütternd aktuell…

        Ceterum censeo positivlistam esse erstellendam.

    • Der Überläufer am

      Ja hoffentlich geht Ihr Wunsch in Erfüllung. Etwas Training und Abhärtung für künftige Veranstaltungen schadet nie.

  4. Mueller-Luedenscheid am

    Die wollen doch nicht etwa den ganzen Berliner Senat Obdachlos machen, die Räumung muss sofort von Bürgermeister Müller rückgängig gemacht werden, wo soll der sonst über Ostern wohnen. Auch doch, in der Villa vom Spahn wird doch bestimmt noch ein Abstellkämmerchen frei sein. Also dann doch ein bisschen Osterschießen, kenne ich noch aus meiner Kindheit.

      • DerSchnitter_Maxx am

        Die billigsten und schönsten Reisen … sind eh die Neuronen- und Synapsen-Trips … ;)

      • heidi heidegger am

        @Maxx am 24. März 2021 20:03 / Die billigsten und schönsten Reisen … sind eh die Neuronen- und Synapsen-Trips …

        isso! Schrankenlos durch die Blut-HirnSchranke quasi..das forderte doch schon der alte Säure(kohl)kopf als ErzEuropäer und KanzlerVörgänger von Schröder, hihi. -> ditt titanic schrieb damals, er wäre auf Acid gewesen damals und hätte Blühende Landschaften vorausgesehen und so..LOL

  5. DerSchnitter_Maxx am

    Sind die Analfanten, eigentlich, schon alle durchgeimpft … !? ;)

    • HERBERT WEISS am

      Die sind noch nicht dran – die sind noch etwas zu jung. Obwohl genug AstraZeneca da wäre, denn das Zeug geht weg wie sauer Bier. Aber Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci stellt sich stur und will von der festgelegten Reihenfolge nicht abweichen. Schätze mal, die lässt den Stoff lieber vergammeln. Wäre zwar kein großer Verlust für die Volksgesundheit, aber das kostet natürlich eine Menge Moos. Darauf kommt es letztlich wohl auch nicht mehr an.

      Gute Nacht, Deutschland!

    • Hans Hamberger am

      Analfanten, von dieser Spalte habe ich das noch garnicht betrachtet :D
      Kein Bier für (die wahren) Nazis! Endlich mal eine gute Nachricht.

  6. Wenn Geisel es will, wird die Rigaer auch sein Vietnam.

    Sowas sollte mal ein AfD-ler sagen ……da würde sofort die geballte NATO antraben …..

    Aber die AfD ist eine friedliche Sekte …….., die würden nichtmal mit einem Wattebällchen werfen ….. ,deswegen werden sie auch belauscht,verwanzt und lückenlos spannermässig observiert …..

  7. Und das am Gründonnerstag …..

    Polizeisportverein " Schwarzer Prügel " gegen Sportvereinigung " Maske mit Molotovcoktail " , da werden die beliebten Sportler in Schwarz aber sehr auf Coronaabstand achten …..
    Sport Frei …. Ihr Lottervereine …

      • jeder hasst die Antifa am

        Die Bunten und Toleranten sorgen immer für Unterhaltung,sie haben ja genug Zeit dafür ,sie brauchen sie keine Sorgen für ihren Lebensunterhalt zu machen,sie werden durchgefüttert mit den Steuermitteln im Krampf gegen Rääächts.

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