Wenn die Gelenke Kummer machen – endlich wieder schmerzfrei leben?

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Dass die Gelenke furchtbar schmerzen können, hat fast jeder schon mal erlebt. Kritisch wird es, wenn sich daraus chronische Entzündungen entwickeln. Wenn die Gelenke Kummer machen, kann das nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern meist sind auch Bewegungseinschränkungen die Folge. Diese wiederum führen zu Schonhaltung und einseitiger Belastung, was neue Schmerzen verursacht. Ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt. 

Unsere moderne Lebensweise bringt es mit sich. Entweder wir haben zu wenig Bewegung, oder wir sitzen am Schreibtisch in ungewohnter Körperhaltung, wodurch wir unseren Stützapparat einseitig beanspruchen. Oder beides. Sogar, wer bei seiner Arbeit körperliche Tätigkeiten ausübt, könnte sich ungleichmäßig belasten. Auch beim Sport oder Fitness ist die Überanstrengung bestimmter Gelenke möglich. Allen gleich sind die Folgen: es schmerzt. Meist sind es die Gelenke, die sich melden. Die Schulter tut weh, oder die Hüfte will nicht mehr so wie sie soll. Manchmal auch der Ellenbogen oder das Handgelenk.

Wer seinen Bewegungsapparat einseitig belastet, tut sich selbst nichts Gutes. Zwar können für kurze Zeit Medikamente wie Schmerzmittel sinnvoll sein, weil sie Blockaden lösen helfen und den Schmerz zumindest für kurze Zeit wegwischen, auf Dauer sind diese keine angebrachte Therapie. Da mit Schmerzmitteln nur Symptome (Schmerzen) und nicht die Ursachen beseitigt werden. Zudem drohen bei längerer Einnahme Nebenwirkungen und am Ende eine Tablettenabhängigkeit.

Wer sich gar Cortisonbehandlungen unterziehen muss, kennt viele üble Nebenwirkungen: Ob Mondgesicht, Depressionen oder gar Osteoporose. Zumal auch hiermit die Entzündungsursachen nicht bekämpft werden. Müssen die Medikamente abgesetzt werden, sind meist auch die Schmerzen wieder da.

Um diese Gelenkschmerzen und -entzündungen zu bekämpfen, agieren wir in zwei Richtungen. Zum einen versuchen auch wir die Schmerzen zu lindern, aber eben mit natürlichen Mitteln, ohne Nebenwirkung! Zum anderen gehen wir an die Ursachen ran.

Oft gibt es nur ein Hand in Hand. D. h. während wir versuchen die Ursachen zu bekämpfen, lindern wir den Schmerz und umgekehrt, während wir den Schmerz lindern, gehen wir den Ursachen auf den Grund.

Entzündungen vermeiden

Entzündungen sind an sich nichts Schlechtes. Denn als erste Immunantwort auf Fremdkörper oder Keime können sie der erste Schritt zur Heilung sein. Kritisch wird es, wenn die Entzündungen chronisch werden. Dann entkoppeln sie sich meist von der Ursache. Die Immunantwort ist dann nicht mehr spezifisch. Jetzt kann es nämlich passieren, dass Entzündungen weitere Entzündungen hervorrufen.

Zum einen sind im Blut vermehrt Entzündungsmarker messbar, worauf das Immunsystem zu reagieren hat. Zum anderen treten durch einen Entzündungsprozess vermehrt freie Radikale auf. Diese setzen unsere Zellen unter oxidativen Stress. Auf der Jagd nach dem fehlenden Elektron können sie jeder unserer Zellen schädigen. Die dann vorzeitig altern und die Zellen den frühen Zelltod sterben lassen.

In der Folge können (neue) entzündliche Prozesse entstehen. Die aber anders als die akuten eher still und schleichend sich entwickeln. Erst Jahre später machen diese sich als chronische Erkrankung wie Arthritis, Diabetes-Typ-2, Alzheimer, Herz-Kreislauf oder Ähnliches bemerkbar.

Diesen Prozess gilt es daher schon frühzeitig zu stoppen und eben in die Ernährung möglichst viele Antioxidantien einzustreuen. Denn nur diese können die freien Radikale im Zaum halten, sie neutralisieren. Zusätzlich kann es sich empfehlen, ergänzend auf solche starken Antioxidantien wie Astaxanthin oder OPC zurückzugreifen. Nicht umsonst gilt Astaxanthin als das stärkste Antioxidans der Welt.

OPC ist darüberhinaus noch in der Lage, den enorm wichtigen Kollagenapparat wieder zu regenerieren. Denn OPC kann die Faserproteine Kollagen und Elastin reparieren. Wovon nicht nur das Bindegewebe der Haut profitiert, sondern sämtliche Gefäße ihre Elastizität zurück erlangen. Insbesondere die kleinen Blutgefäße, die für die Versorgung auch der entzündeten Bereiche mit Nährstoffen wichtig sind, werden wieder hergestellt.

Energieversorgung optimieren

Wenn Entzündungen im Körper ihr Unwesen treiben, wird auch mehr Energie benötigt. Das Immunsystem läuft dann auf Hochtouren und will optimal versorgt werden. Was jedoch, wenn die wichtige Energieversorgung gerade dann stottert? Wenn also die Nahrungsenergie gar nicht erst in Zellenergie umgesetzt werden kann?

Verantwortlich für die Energieerzeugung sind die Mitochondrien, unsere Zellkraftwerke. Zwingend notwendig in der Atmungskette ist das Coenzym Q10. Da das Q10 so wichtig ist, kann unser Körper dieses Vitaminoid selbst herstellen. Doch unglücklicherweise sinkt Die Q10-Produktion im Laufe des Lebens und unterschreitet bereits mit 40 die kritische Marke von 70 Prozent. Dann können unsere Mitochondrien bereits schwere Schäden nehmen und die Energieversorgung beginnt zu stottern. Das beeinträchtigt auch das Immunsystem. Denn zuerst werden die lebenswichtigen Organe wie Herz, Gehirn, Leber, Nieren und Muskeln versorgt.

Gerade, wenn das Immunsystem also mehr Energie bräuchte, fehlt diese, weil der Q10-Spiegel zu niedrig ist. Insofern gilt es bei Entzündungen, Infektionen und auch bei chronischen Erkrankungen den Q10-Spiegel sogar höher zu halten als im Normalfall. Das kann über spezielle Lebensmittel geschehen oder über gute Q10-Präparate. So wird die Energieversorgung optimiert und das Immunsystem optimal unterstützt. Darüberhinaus ist Q10 in der Lage auch direkt bestimmte Entzündungsmarker im Blut zu eliminieren.

Mehr zum Coenzym Q10 finden Sie hier.

Ernährung

Über die Ernährung können wir viel tun, um entzündliche Prozesse zu fördern oder um sie sogar zu stoppen, indem die Heilung unterstützt wird. Inhaltsstoffe in tierischen Produkten wie Fleisch, Eiern und Milcherzeugnisse können Entzündungen auslösen und damit Gelenkschmerzen verschlimmern. Allen voran sei die Arachidonsäure genannt, die entzündliche Prozesse im ganzen Körper fördert. Daher empfehlen inzwischen sogar Ärzte ihren Rheuma-Patienten, nach Möglichkeit auf arachidonsäurereiche Lebensmittel zu verzichten.

Das bedeutet weniger auf tierische, dafür aber mehr auf pflanzliche Ernährung zu setzen. Keinesfalls heißt dies, ganz auf das geliebte Steak zu verzichten! Aber eben weniger, nicht mehr jeden Tag, maximal zweimal in der Woche. Diese Tage können dann echte Festtage werden. Zum einen, weil der Fleischverzicht an den übrigen Tagen, Entzündungsherde bekämpfen hilft und zum anderen, weil es an den „Fleischtagen“ dann ganz besonders schmeckt.

Omega-3
Die schädliche Wirkung der Arachidonsäure kann zumindest teilweise mittels Omega-3 ausgeglichen werden. Besonders reichlich in fettem Seefisch, aber auch in Hanf- oder Leinöl, ebenso den Saaten dieser beiden Pflanzen, wie auch in Chiasamen enthalten.

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Omega-3-Fettsäuren anti-entzündliche Eigenschaften besitzen. Diese lindern die Gelenkschmerzen z. B. bei einer Arthritis ziemlich wirkungsvoll. Mit den Nahrungsergänzern wie Krillöl oder auch DHA-Öl kann man sich kontinuierlich mit diesen wichtigen Fettsäuren versorgen.

Weitere entzündungshemmende Lebensmittel
Dazu gehören Zwiebeln, Knoblauch und sogar Kirschen

Schmerz lindern mit Kohlwickel
Oft müssen es die (ur)alten Hausmittel sein. Dazu darf es Kohl- oder auch der Quarkwickel sein. Der Kohlwickel wurde schon früher besonders bei Rheuma und Arthrose angewandt. Einfach die Kohlblätter durchwalken bis der Saft aus den Blättern austritt. Am besten mit einem Nudelholz. Anschließend die Kohlblätter auf das schmerzende Gelenk legen und mit Mullbinde fixieren. Mindestens 2 h oder auch nachts einwirken lassen.

Beinwell
Auch als Beinwurz oder Wundallheil bekannt, war diese Heilpflanze früher auch aus der Küche nicht wegzudenken. Dort wird sie heute eher selten verwendet, dafür hilft ein entsprechender Wickel gut bei Gelenk- und Muskelschmerzen, auch gehen akute Schwellungen schnell zurück.

Astaxanthin
Kommt in manchen Algen, Meeresfrüchten oder auch im Lachs vor. Diesem gibt es u. a. seine rote Färbung. Besonders viel Astaxanthin ist in der sogenannten Blutregenalge, die auch in heimischen Tümpeln vorkommt. Bei massenhaftem Auftreten, kann sie insbesondere nach längerer Trockenheit bei plötzlich einsetzendem Regen die Gewässer schon mal blutrot färben. Daher auch der Name.

Uns interessiert beim Astaxanthin jedoch eher seine Eigenschaft als Super-Antioxidans und mehr noch als hervorragender Entzündungshemmer. Es kann damit insbesondere chronische Entzündungen bekämpfen und Gelenkschmerzen lindern. Schon nach kurzer Anwendungszeit sind Verbesserungen spürbar.
Selbst Menschen, die seit Jahrzehnten an Arthrose oder Arthritis leiden, können durch die Einnahme von Astaxanthin viel zu ihrem Wohlbefinden beitragen. Die empfohlene Dosis liegt bei 12 mg, manchmal auch bei 18 mg pro Tag.

MSM – der Zauberschwefel
Zu MSM hatten wir bereits ausführlich berichtet. Dieser besondere Schwefel kommt besonders bei diversen Gelenkbeschwerden, z. B. Arthritis oder Arthrose, zum Einsatz, da er die Schmerzsymptomatik drastisch verbessern kann. Studien haben gezeigt, dass nur 6g MSM pro Tag ausreichen, um nach rd. drei Monaten bei Arthrose-Patienten zu spürbaren Verbesserungen zu führen und die Gelenkschmerzen deutlich abklingen zu lassen.

Zink
Wer kennt ihn nicht, den Zinkleimverband, der gerne bei Knochenhautreizungen oder -entzündungen eingesetzt wird. Zink kann aber auch innerlich angewendet werden und muss, insbesondere bei entzündlichen Erkrankungen oft schon deshalb zugeführt werden, weil bestimmte Medikamente, z. B. bei Rheuma zu Zinkmangel führen. Besonders viel Zink enthalten Meeresfrüchte (z. B. Krabben), aber auch Paranüsse, Haferflocken, Linsen und weiße Bohnen. Empfehlenswert ist jedoch die zusätzliche Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels, da der Rückstand nur sehr langsam alleine über die Nahrung aufgeholt werden kann.

Vitamin E
Ein wirksamer Gelenkschutz ist das Vitamin E. Es wirkt entzündungshemmend und hilft sogar den Rheumapatienten ihre Dosis an Rheumamedikamenten zu reduzieren. Vitamin E ist vor allem in Pflanzenölen (insbesondere im Weizenkeimöl) und Nüssen enthalten – die empfohlene Tagesmenge liegt etwa bei 12-24 mg. So reichen beispielsweise 50 g Mandeln oder 40 ml Keimöl aus, um die empfohlene Tageszufuhr zu decken.

Weihrauch
Unter den verschiedenen Art gilt Boswellia serrata gilt als die wirksamste Weihrauchart. In klinischen Untersuchungen konnte bei Patienten mit rheumatoider Arthritis durch eine Behandlung mit Weihrauchsalbe ein Rückgang der Schwellung, der Gelenkschmerzen und der Gelenksteifigkeit von bis zu 70 Prozent festgestellt werden. Die Weihrauchsalbe wird aber auch bei Arthrose und Rheuma sowie bei Knochenbrüchen und Psoriasis erfolgreich eingesetzt.

Bewegung

Klar tut es weh, das Gelenk, trotzdem ist Bewegung wichtig. Zum einen, um Fehlstellungen zu korrigieren, zum anderen um die aus der einseitigen Belastung resultierenden verkürzten Muskeln und Sehnen wieder stärker zu belasten und in die natürliche Form zu bringen.

Ein geschulter Physiotherapeut erkennt schnell, wo im Bewegungsapparat Über- und Fehlbelastungen sichtbar werden. Mit gezieltem Training können Betroffene diesen Entwicklungen gegensteuern. Es wird jedoch Geduld vonnöten sein, da Korrekturen nur allmählich erfolgen können und ihre Zeit brauchen werden.

Sport ist bei Gelenkproblemen zwar sinnvoll, sollte aber unter professioneller Aufsicht erfolgen. Manchmal ist auch Schwimmen die bessere Wahl. Hier werden zwar die Muskeln trainiert, aber die Gelenke umso mehr geschont. Es gibt auch „wasserferne“ Sportarten wie Trampolinspringen. Dieses stärkt nicht nur die Balance, sondern stärkt auch wunderbar die Rückenmuskulatur.

Manchmal kann auch eine gezielte Bewegungstherapie sehr sinnvoll sein.

Zusammenfassung

Das Volksleiden Gelenkschmerzen kann man wirksam bekämpfen, zum einen durch natürliche schmerzstillende Mittel, auch und vor allem um Verkrampfungen und Blockaden zu lösen.

Desweiteren kann man mit bestimmten Lebensmitteln die Entzündungsherde in unserem Körper wirksam bekämpfen. Oft empfiehlt es sich, dort viele Antioxidantien einzubauen, wie etwa solche starken Antioxidantien wie Astaxanthin und OPC. OPC kann darüberhinaus noch Zellschäden an den Faserproteinen reparieren. Ebenso sollte die Energieversorgung und damit der Q10-Spiegel im Auge behalten werden.

Zum Dritten sollte man unbedingt mit gezielten Übungen den Bewegungsapparat bzw. die betroffenen Gelenke wieder trainieren, um Fehl- und Überbelastungen zukünftig zu vermeiden. Man gewinnt dadurch automatisch auch wieder mehr Beweglichkeit. Die Schmerzen gehen zurück.

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