Astaxanthin – der Alleskönner! Ein sperriger Name, aber erstaunliche Wirkungen!

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Entzündliche Prozesse haben sich zum Massenphänomen entwickelt. Die sich oft daraus entwickelnden chronischen Erkrankungen kommen auf leisen Sohlen und brechen oft erst viele Jahre später aus. Eine der Hauptursachen für solche Entzündungen ist ein Überschuss an freien Radikalen, die leicht eine Kettenreaktion auslösen können. Mit unserer modernen Lebensweise befördern wie diese Vorgänge noch. Zeit aktiv gegenzusteuern und die Reparaturbrigade zu rufen.

Zugegeben, es ist ein echter Zungenbrecher: Astaxanthin. Dabei leitet sich der Name aus dem Griechischen ab und bedeutet „gelblicher Hummer“. Jedoch führt uns das noch nicht viel weiter, denn es handelt sich um einen rötlich-violetten Farbstoff, der vor allem von Grünalgen produziert wird. Krebstiere, die diese verzehren, bekommen davon ihre rötliche Färbung. Astaxanthin gehört zu der Gruppe der Carotinoide, die vielfach auch für die strahlend kräftigen Farben von Obst und Gemüse zuständig sind.

Uns interessiert das Astaxanthin, das aus der Alge Haematococcus pluvialis, auch Blutregenalge genannt, gewonnen wird. Unter Stresssituationen bildet diese Alge das Astaxanthin mit der typisch roten Färbung. Es wird dann zum Schutz vor UV-Strahlung und als Energielieferant gebildet. Kommen diese Algen in Massen vor und färben das Wasser blutrot, nennt man das den sogenannten „Blutregen“.

Inzwischen gibt es vielfache medizinische Studien zu Astaxanthin. Waren vorher nur Laborergebnisse oder aus Tierstudien bekannt, so können diese Ergebnisse und Wirkungen auch beim Menschen bestätigt werden. Zwar gibt es wie bei vielen pflanzlichen Nahrungsergänzern keine verbindlichen Verzehrempfehlungen, aber in diesen Studien wurden täglich 8 bis 12 mg verabreicht.

Schwächt man diese Dosis z. B. auf nur noch 4 mg ab, bleiben meistens die erhofften Wirkungen aus. Auch haben unsere Studien ergeben, dass die Gabe von 12 mg pro Tag völlig unbedenklich ist und zu keinerlei Nebenwirkungen führt, auch bei Langzeitstudien. Auch klar ist, dass man die Menge nicht über die normale tägliche Nahrung zu sich nehmen kann. Fressen andere Tiere unser „Asti“ in größeren Mengen, so färbt sich ihr Fleisch rot, insbesondere die Muskeln. Das ist z. B. bei Lachsen der Fall. Gelten diese gerade deshalb als Ausdauer-Champion?

Zu den Lebensumständen von Algen gehört es, dass sie oft an Orten leben, wo sich die Situation dramatisch verschlechtern kann. Z. B. sind das Tümpel, die auch mal austrocknen oder zufrieren können. Um diese widrigen Umstände zu überstehen, brauchen sie einen Stoff, der sie schützt: Astaxanthin. Kommen diese Algen in eine Stresssituation wie Trockenheit, große Hitze, starke Sonneneinstrahlung oder auch plötzliche Kälte, geht es für sie nur noch ums Überleben. Sämtliche andere Stoffwechselvorgänge werden eingestellt. Photosynthese findet nicht mehr statt. Auf Teufel komm raus, wird jetzt das rote Astaxanthin produziert. Mit diesem Energiespeicher gelingt das Überleben über viele Monate in extremen Situationen, ohne Wasser und Nahrung.

Astaxanthin, der vielfältige Wunderstoff

Dieser Wundermechanismus des Astaxanthin kann auch uns helfen. Zwar unterscheidet es sich nur wenig von anderen Carotinoiden, aber dieser feine Unterschied macht’s und verleiht „Zauberkräfte“. So kann Astaxanthin beispielsweise die Blut-Hirn-Schranke überwinden und das Gehirn und die Nerven direkt vor Entzündungen und freien Radikalen schützen. Genauso kann es die Blut-Retina-Schranke überwinden und direkt in der Netzhaut für einen antioxidativen und entzündungshemmenden Schutz des Auges sorgen. Auch überall woanders im gesamten Körper kann es seine schützende Wirkung in jeder einzelnen Zelle entfalten und damit alle Organe, Gewebe, Gelenke und die Haut schützen.

Zwar braucht unser Organismus die sogenannten freien Radikalen oder Oxidantien, um zu existieren, doch unsere Lebensweise führt oft zu einem Überschuss. Und dieser ist gefährlich. Gewinnen die freien Radikalen, so gehen sie ihrer Hauptaufgabe nach: Sie lösen Oxidationsprozesse aus, wo weitere freie Radikale entstehen. Wir geraten unter oxidativen Stress. Kettenreaktionen sind die Folge, die im Körper massive Schäden anrichten. Diese wiederum lassen uns einerseits vorzeitig altern und sind andererseits die Ursache vieler Gesundheitsprobleme.

Zuerst kommen die Falten, unsere Muskeln verlieren an Spannung, irgendwann kommt es chronisch-entzündlichen Prozessen. Ernsthafte Erkrankungen drohen bis hin zu Krebs. Den Überschuss an freien Radikalen mit den Antioxidantien zu bekämpfen, ist also Teil einer aktiven Gesundheitsvorsorge. Über die normale Ernährung nehmen wir meist zu wenig davon auf. Eine zumindest zeitweise Einnahme von Nahrungsergänzern erscheint sinnvoll.

Es gibt inzwischen vielfache Experimente und Studien über die Kraft von Astaxanthin. Immer blieb unser „Asti“ der Sieger. Als Antioxidans wirkt es z. B. bis zu 550 Mal stärker als Vitamin E oder 11 Mal stärker als Beta-Carotin. Auch das in letzter Zeit als Geheimtipp gehandelte Lutein vermag unser Wundermittel spielend zu überbieten.

Astaxanthin – ein Wundermittel?
Es klingt zwar wie Zauberei und die Skepsis mancher Leser ist förmlich zu erspüren, ob der Wirkungen an so unterschiedlichen Stellen in unserem Körper mit dem gleichen Mittel? Ob Augenleiden, Gelenkschmerzen, beim Sport unterstützen oder auch die Haut vor zu viel Sonne schützen – meist haben diese ein- und dieselbe Ursache: Oxidativer Stress, oder es sind entzündliche Prozesse. Aha, hier helfen also Anti-Oxidantien und Astaxanthin ist eines davon.

Klar sind Entzündungen ein Indikator dafür, dass unser Immunsystem gerade kämpft und versucht die Ursache zu beseitigen, sie sind also ein wichtiger Teil eines Heilungsprozesses. Klingen diese Entzündungen ab, ist alles gut, werden sie chronisch, haben wir ein Problem. Irgendetwas ist im Ungleichgewicht. Meist gehört dazu auch ein massiver Mangel an Antioxidantien.

Chronische Entzündungen können sich in verschiedener Form äußern: z. B. als Arthritis, Asthma, Morbus Crohn oder grüner Star. Mittlerweile werden auch Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Darmkrebs, Reizdarmsyndrom, Schlaganfälle, Diabetes, Arteriosklerose und viele weitere Krankheiten mit chronischen Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht.

Astaxanthin wirkt stark entzündungshemmend, indem es die Aktivität vieler Entzündungsbotenstoffe im Körper reduziert. Es kann daher bei chronisch-entzündlichen Krankheiten eine enorme Hilfe sein – selbstverständlich nicht als alleiniges Heilmittel!

Thorsten Schulte: Fremdbestimmt. 120 Jahre Lügen und Täuschung

Das Fiese an diesen chronischen Entzündungen ist, dass diese sich schleichend, erst allmählich entwickeln, sozusagen auf leisen Sohlen kommen und lange „stumm“ bleiben. Das kann über viele Jahre so gehen. Jüngste Studien scheinen das zu bestätigen: Entzündungen sind offenbar zu einem Massenphänomen geworden, die sich mittels Astaxanthin wirksam lindern lassen können, mit einem natürlichen Mittel, noch dazu nebenwirkungsfrei!

Zusammenfassung
Geht es um Entzündungen, so sind diese eine Reaktion auf Eindringlinge in unseren Organismus. Unser Immunsystem wird aktiv. Werden die Entzündungen dauerhaft, also chronisch, sollten die Alarmglocken schellen. Jetzt ist Gefahr im Verzug. Denn notfalls drohen langwierige und schlimme Erkrankungen. Eine der Hauptursachen für solche Prozesse und Erkrankungen ist der Überschuss an freien Radikalen, die eine Kettenreaktion auslösen können, indem unser Organismus angegriffen wird. Die Schulmedizin bekämpft oft nur die Symptome. Starke Antioxidantien wie Astaxanthin gehen an die Ursachen und kämpfen dort. Nebenwirkungen? Keine!

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