Die #unteilbar-Demo – Amalgam aus Angst und Hass

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Auf der #unteilbar-Demo haben Alt-Parteien zusammen mit linksextremen und militanten Gruppierungen demonstriert. Sie werfen der AfD Spaltung vor – und fordern ihre radikale Ausgrenzung. 

Als Anti-AfD-Demonstrant hat man es leicht. Der Bus bringt einen kostenlos zum Ort des Geschehens, dort kann man lautstark seine Meinung kundtun, ohne von der Polizei in irgendeiner Weise gestört zu werden, und im Nachhinein muss man sich nicht einmal von gewaltaffinen Mitdemonstranten distanzieren.

Hier das Beispiel eines kostenfreien Shuttle-Services für Demonstranten, die verschiedenen Angebote sind noch immer auf der Homepage von #unteilbar ersichtlich I Foto: Screenshot

Sogar bundespolitisch führende Politiker wie Katrin Göring-Eckardt, Katja Kipping und Kevin Kühnert geraten kein bisschen unter Druck, wenn sie Seite an Seite mit der „Alles muss man selber machen!“-Initiative marschieren. Besagte Initiative schreibt auf ihrer Webseite: „Die Ereignisse der letzten Tage machen deutlich, dass wir uns im Kampf gegen Rechts nicht auf Parlamentarismus und bürgerlichen Staat verlassen können“, und beteiligte sich auch an der Demo gegen das Indymedia-Verbot, bei der im Januar dreizehn Polizeibeamte durch Steinwürfe und Raketenschüsse verletzt wurden. Gestern in Erfurt führte „Alles muss man selber machen!“ den sogenannten linksradikalen Block der Demonstration an, ein leuchtend pinkes Frontbanner mit der Aufschrift „Fight Facism!“ vor sich her tragend. 

Der linksradikale Block der #unteilbar-Demonstration mit seinem Frontbanner I Foto: Paul Klemm

Erlahmender Protest

18.000 Menschen waren es, die am Samstag in der thüringischen Landeshauptstadt gegen die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten protestiert haben. Bedenkt man die DGB-finanzierten Gratis-Busse und die deutschlandweite Mobilisierung, ist das eine nicht sonderlich beeindruckende Teilnehmerzahl. Am 13. Oktober 2018 konnte das #unteilbar-Bündnis noch rund 120.000 Menschen auf die Straßen bringen, damals, als es in Berlin eine riesige Gegenveranstaltung zu den Bürgerprotesten von Chemnitz gab. Doch die Angst vor der AfD und einer neurechten Machtergreifung scheint in der Bevölkerung stark nachgelassen zu haben. In umso schrilleren Tönen versucht das politische Establishment, vorgeblich antifaschistische Abwehrreflexe gegen Andersdenkende zu erzwingen. „Wer mit der AfD, wer mit der Höcke-Partei, wer mit dem Flügel, alten und neuen Nazis gemeinsame Sache macht, der wird auch in Zukunft auf unseren entschiedenen Protest treffen!“, krächzte #unteilbar-Ehrengast Jörg Kehliger von der IG Metall-Bezirksleitung in ein Mikrofon. 

Von Fridays for Future bis FDJ

Was dem #unteilbar-Bündnis an Zivilbevölkerung fehlte, versuchte es mit einer Vielzahl an radikalen Splittergruppen wettzumachen, die sich in trauter Eintracht mit Linken, Grünen und Sozialdemokraten vor dem Erfurter Dom tummelten. Hier eine kleine Auflistung:

Der 5. Februar war der große Tag von Björn Höcke: Er war der Königsmacher, der den zwischenzeitlichen FDP-Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich ins Amt brachte. Dass ausgerechnet er, der vielgeschmähte „völkische Radikale“, die erste große realpolitische Veränderung durchsetzte, und CDU/FDP ausgerechnet ihn als Partner akzeptierten, bedeutet einen enormen Prestigegewinn für den Eichsfelder. Das zeigt: Klare Kante zahlt sich aus, Opportunismus ist für die Katz. Es wird Zeit, sich mit dem auseinanderzusetzen, was Höcke wirklich will – und nicht mit dem Zerrbild, das die Lügenpresse von ihm gezeichnet hat. Die COMPACT-Edition „Höcke. Reden, Interviews, Tabubrüche“ gibt im Originalton seine wichtigsten Wortmeldungen aus den letzten fünf Jahren wieder. Hier bestellen.

  • Die selbsternannte Spaßpartei „Die Partei“ trug Fahndungsplakate mit den Gesichtern von Mike Mohring (CDU), Björn Höcke (AfD) und Thomas Kemmerich (FDP) zur Schau. Die Suggestion ist klar: Die Parteien der gezeigten Männer sollen mit ihrer Abstimmung im Landtag ein Verbrechen an der Demokratie begangen haben und gehören strafrechtlich verfolgt.

„Die Partei“ inszeniert die Vorsitzenden von CDU, AfD und FDP als Verbrecher I Foto: Paul Klemm

  • Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands, kurz MLPD, war in hoher Mannstärke angerückt. Am Rande der Demonstration hatten ihre Funktionäre einen Stand errichtet, an dem sie Bücher mit Titeln wie „Marxismus und Partei“, „Die revolutionären Ideen von Karl Marx“ oder „1968″ verkauften. Die Partei wird wegen des Verdachts auf verfassungsfeindliche Aktionen vom Verfassungsschutz beobachtet.

Ein Wahlplakat der vom Verfassungsschutz beobachteten MLPD I Foto: Paul Klemm

  • Unter dem Motto „Revolution & Sozialismus“ hatte die Freie Deutsche Jugend (FDJ) Anhänger zu der #nichtmituns-Demo von #unteilbar entsandt. In den von ihr verteilten Broschüren heißt es: „Wer uns tot glaubte, dem sei gesagt, dass wir leben. Wer uns für verschwunden hielt, dem sei entgegnet, dass wir die Zukunft sind. (…) Wer von alledem nichts wissen wollte, dem muss bewusst sein, dass mit dem 3. Oktober 1990 kein Tag verging, an dem die Bestie, die mit dem Raub der DDR auch eine Waffe gegen sich selbst schmiedete, einen kämpfenden Gegner fand, der nicht müde werden wird.“

Anlässlich der #unteilbar-Demo sendet sogar die FDJ ein Lebenszeichen I Foto: Paul Klemm

  • Die „Omas gegen Rechts“ sind ein gern gesehener Weichzeichner für den antifaschistischen Protest. In bedeutungsschwangeren Worten warnen sie vor einer Rückkehr des Nationalsozialismus, dessen Grausamkeit sie selbst miterlebt hätten – in Wahrheit waren viele von ihnen gerade erst geboren, als der Zweite Weltkrieg endete. Auf die Gewalttaten der Antifa angesprochen. blocken sie ab, davon wüssten sie nichts.

Omas gegen Rechts vor Antifa-Flagge I Foto: Paul Klemm

Klarer Gewaltaufruf

Eine schwarz gekleidete Demonstration mit Gesichtspiercing trug ein besonders hasserfülltes Schild mit sich herum. „Gebt den Nazis die Straße zurück – Stein für Stein“, hat sie auf die Pappe geschrieben. Und mit rotem Filzstift Ströme von Blut darauf gemalt! Demoteilnehmerin Katrin Göring-Eckardt, die gegenüber der AfD oft am lautesten nach Distanzierung schreit und in nicht allzu ferner Zukunft ein Ministeramt bekleiden könnte, bleibt angesichts solcher Entgleisungen seltsam ruhig.

Kalt lächelnde Antifa-Prinzessin: Sie fordert blutige Steinwürfe auf AfDler I Foto: Paul Klemm

Weitere Eindrücke von der Demonstration können Sie durch das Video unseres Reporters gewinnen. Enthalten sind auch beunruhigende Aussagen interviewter Demonstranten. Sehenswert!

 

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21 Kommentare

  1. Avatar

    Und ich wähle trotzdem weiter AfD und lese weiterhin das "Compact Magazin" (Abonnent), manchmal auch in der Arbeit.
    In der grössten Zeitschriftenhandlung im örtlichen Hauptbahnhof wurden jetzt all die alternativen Politmagazine (darunter "Compact Magazin") vom Regal in der Nähe der Kasse in ein Regal im hinteren Eck verlagert. Zufall? Die Magazine der Systemmedien liegen jedenfalls stets gut sichtbar auf einem eigenen Bord in der Nähe der Kasse …

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      Jeder hasst die Antifa am

      Wahrscheinlich weil Compact sonst geklaut wird von den roten Garden der Demokratie.

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    Zu Dresden steht der Schutzwall der MDR Propaganda auch eisern … allzeit Auschwitz als Rechtfertigung des alliierten Terrors werden die kleingeredet 25.000 Opfer als alleinige Weisheit verkauft und bei den 80.000 zerstören Wohnungen haben die sich halt alle irgendwo in Sicherheit gebracht sagen die Superschlauen Propagandisten des MDR. Einer keift dass das Deutsches Historisches Museum die Zahl von 80.000 zerstörten Wohnungen dringend ändern muss …

    Purer Missbrauch von Auschwitz; natürlich soll durch den Hinweis Auschwitz weder Verharmlost noch Relativiert werden … nur als Rechtfertigung für alliierte Kriegsverbrechen taug es nimmermehr.

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    Sachsendreier am

    Die Bewegung "Omas gegen Rechts" entstand eher nicht im Osten, oder? Überwiegend Achtundsechzigerinnen und Mitläuferinnen? Vorrangig ehemalig ins Alter gekommene Kampfemanzen. Könnte man sich so vorstellen Selbst wenn manche von denen aussehen wie 80, dürfte sich der Durchschnitt Anfang 70 bewegen. Also nach dem Krieg geboren, in der Jugend Anhängerinnen linker Denkweise. Wuchs sich bei den meisten aus, auch bei ehemaligen Studentinnen. Doch der Emanzenbewegung blieben viele Frauen verbunden, war ja auch im Westen total in. Und dass viele der Omas gegen Rechts solche Verfechterinnen waren, das sind man ihnen an. Denn Rotwein und Zigaretten sind nachweisbar nicht gut fürs Aussehen. Zudem haben die meisten Emanzen schlichteste Erhaltungsmaßnahmen verweigert. Somit nicht nur keinen Wert auf gute Hautpflege gelegt, sondern jetzt im Alter auch keinen auf Erhalt der natürlichen Haarfarbe.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Diese unteilbaren Idioten demonstrieren also für die Abschaffung der Demokratie und merken nicht das sich langsam der rote Totalitarismus wieder einschleicht man kann diesen Psychopaten raten mal ihr bischen Grips einzuschalten falls da noch etwas vorhanden ist und der Kommunistische DGB verbrennt Mitgliedsbeiträge um ihre Bande kostenfrei ranzukarren.Dieser linke Bodensatz dieses Landes ist eine Schande für jedes Volk.

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        @derbär: Sie mögen die Massen? Wir sind mehr? Hatten wir schon mal im letzten Jahrhundert, da waren die Mitglieder der weißen Rose auch nur ein "Krümel"…….Das Sie scheibar ein Anhäger der Vielen sind, egal was diese vertreten, macht Sie nicht wirklich sympathischer!

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    Der Linke Spuk dürfte bald zu Ende sein. Die Amis rüsten hier in Deutschland auf und für Steinmeier und maas haben die Amis nur blanken Hohn.

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    Im alten Rom hieß es "Homo homini Lupus est".

    Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.

    Passt doch in die heutige Zeit.

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    Jämmerliche 18.000 bei all den Systemkrakeelern und Berufsclaqueuren.
    Was für ein heruntergekommener Staatsladen.

    Aber gestern war ja BunTesliga.

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    Und das zum Thema Meinungsfreiheit.

    Youwatch vom 16. Februar 2020 -AUSZUG-

    Rote Garden auf Faschisten-Jagd: SPD-Kreistagsvorsitzender wegen Ramelow-Kritik zum Rücktritt gezwungen

    Lüneburg – Welche fatalen Folgen es im faktischen Linksregime Merkeldeutschlands für Sozialdemokraten haben kann, wenn sie sich von den Erben Honeckers distanzieren, das bekam im niedersächsischen Adendorf (Kreis Lüneburg) ein SPD-Kommunalpolitiker zu spüren: Weil er seine Erleichterung über die Abwahl Bodo Ramelows am 5. Februar auf Facebook erklärt hatte, mobbten ihn Linksfraktion und die eigenen Genossen als Vorsitzenden des Kreistags aus dem Amt.

    Der Kreistagsvorsitzende Rainer Dittmers

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    Die Uromas gegen rechts sind die Generation, die die Gehirnwäsche-Indoktrinatuon von Kindesbeinen an ungefiltert in sich aufgesogen hat und in der 68er-Bewegung ihren Protest gegen die damaligen Machthaber zum Ausdruck brachte. Sie beten immer noch dieselben Propagandalügen vor und fühlen sich moralisch überlegen. Für sie ist Internet immer noch Neuland. Nach ihrer Doktrin sind sogar CDU und FDP nazi, weil die erste Reihe es so verkündet.

    Zum Glück sind ihre Enkel in der Lage, sich alternativ zu informieren und ihre Urenkel werden die mediale Einseitigkeit nicht mehr kennen. Sie werden die Diskriminierung, Herabsetzung und Gewalt in den Schulen und an sonstigen öffentlichen Orten am eigenen Leib zu spüren bekommen. Sie werden, wenn ihre Uromas das noch erleben müssen, einst fragen, wie sie die deutsche Kultur so den Orkus herunterspülen konnten.

    Vielleicht beginnen ihre Uromas dann endlich nachzudenken. Aber wahrscheinlich müssen die langsam aussterben.

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      Jeder hasst die Antifa am

      Umweltsauen gegen Rääächt das passt zu diesen alten Vetteln die wahrscheinlich stark an Alzheimer leiden.

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      Lila Luxemburg am

      "Vielleicht beginnen ihre Uromas dann endlich nachzudenken. Aber wahrscheinlich müssen die langsam aussterben."

      Sie MÜSSEN aussterben! Ist wie in der Wissenschaft: Neue Erkenntnisse setzen sich nicht dadurch durch, daß die Träger der abzulösenden Erkenntnis die neue Erkenntnis annehmen würden, sondern schlicht dadurch, daß die Träger der alten Erkenntnis aussterben und die Nachwachsenden die neue Erkenntnis bereits als zutreffend und normal verinnerlicht haben.

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    Schön sind in dem Zusammenhang auch die Bilder von der Stürzenberger Veranstaltung in Lübeck. Dort wird deutlich aus welchem Klientel sich der antiFASCHISTISCHE Widerstand zusammensetzt. Die Verhinderer des vierten Reiches oftmals mit Bierdose und Zigarette oder Joint unverständliche Parolen gröhlend nicht fähig auch nur Sekunden den Ausführungen des Freiheitskämpfers S. zu lauschen. Sie könnten ja etwas lernen. Nachdem die Kreischer*innen entweder ermüdet vom Alkohol oder vom Alter ( Omas gegen den gesunden Menschenverstand) die Bühne verlassen hatten, kam der Moslem. Zwar scheinbar nüchtern und gepflegter als die Menge davor, aber nicht minder gewaltbereit. Allerlei Gegenstände flogen durch die Luft, Spucken schien einfacher als zu sprechen, das war nun echt eklig und wahrscheinlich ansteckend, und ein junges Geschöpf riß dem Referenten die Mütze vom Kopf. Wenn die Gitter nicht um die Veranstalter, sondern um die Störer*innen gezogen worden wären, hätte der Mensch denken können, er wäre im Zoo.

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        @dietonne: Sollten Sie den Namen gewechselt haben werter Sokrates? Wenn dann würde ich lieber mit meiner Familie nach Israel gehen, zunächst aber, um dort Urlaub zu machen!

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        Die Sprache der Täter am

        @Gutmensch

        Sorgen Sie dafür, dass sie dort zu jeder Zeit und überall gut als Deutscher zu erkennen sind.

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