Querdenker: Ein Aufstand gegen die Entfremdung

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Im Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen breche sich eine typisch deutsche Sehnsucht Bahn, nämlich die Sehnsucht nach einem naturhaften Leben ohne industrielle Entfremdung. Das schreibt COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer im Leitartikel der nagelneuen September-Ausgabe (hier erhältlich). Aber warum sollten ökologisch motivierte Menschen gegen eine Politik protestieren, durch die Produktionen gestoppt und Wirtschaftsabläufe gestört werden? 

In seinem Artikel „Revolution der Herzen“ in der neuen Ausgabe des COMPACT-Magazins fragt Jürgen Elsässer: „Warum ist der Widerstand gegen die Corona-Diktatur in Deutschland so viel stärker als in anderen westlichen Staaten?“ Und gibt die Antwort gleich selbst: „Aus demselben Grund, aus dem hier auch die nationalsozialistische und die ökologische Bewegung mehr Zulauf hatten beziehungsweise haben als anderswo. In allen Fällen drückt sich, politisch unterschiedlich codiert, ein Restbestand an uralten Sehnsüchten von einem naturhaften Leben ohne industrielle Entfremdung aus – eine typisch deutsche Seelentiefe und Gottsuche, die im Pragmatismus der angelsächsischen Länder untergegangen und in der leichtlebigen romanischen Welt weggefeiert worden ist.

Romantische Rebellion

Tatsächlich hat die Abkehr von einer als übertechnisiert und naturfremd erlebten Moderne Tradition in Deutschland. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts flüchteten Dichter wie Novalis oder Friedrich Schlegel vor der Industrialisierung und ihren rauchenden Schloten in die Unberührtheit wilder Naturlandschaften. Einem Diktat der Vernunft, für das die französischen Aufklärer sogar ihren König gestürzt hatten, wollten sie sich nicht unterwerfen. Interessanterweise erregten in dieser Zeit auch erstmals Verschwörungstheorien die Öffentlichkeit: Das Wirken der geheimen Bünde der Jesuiten, der Freimaurer, der Illuminaten und der Rosencreutzer gab Anlass zu Spekulationen und inspirierte ein neues literarisches Genre, nämlich das des „Bundesromans“. Darin wird mit wohligem Grausen von mysteriösen Geheimgesellschaften und ihren Machenschaften erzählt. Mit seinem „Geisterseher“-Roman gehört Friedrich Schiller quasi zu den Erfindern des Genres.

Meditierende bei einer Hygienedemo in Berlin. Foto: Paul Klemm

Verschwörungstheorien und Naturverbundenheit prägen auch das Bild der Corona-Proteste. Sogar eine Abteilung von Extinction Rebellion, der radikalen und aktivistischen Klima-Jugend, wurde auf der Demonstration am 01. August gesehen. Was Fragen aufwirft, denn eigentlich hat der Lockdown die bei vielen Umweltschützern verhasste Industrie empfindlich geschwächt.

Deutschlands Deindustrialisierung

Vor allem die Autobranche, die wichtigste Industriebranche Deutschlands, wurde durch die Corona-Maßnahmen regelrecht abgewürgt. „Der Einbruch ist in seinem Ausmaß und in seinem globalen Umfang beispiellos“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Durch die Pandemie-Politik ist die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 um ganze 35 Prozent eingebrochen. Aneinandergereiht, so eine Veranschaulichung der Autozeitung, würden die 2020 weniger verkauften Neuwagen mehr als zweimal um den Äquator reichen.

Aneinandergereiht würden die weniger verkauften Neuwagen mehr als zweimal um den Äquator reichen.

Während sich die großen Konzerne noch auf millionenschwere Rücklagen stützen können, stehen kleine Betriebe in Deutschland hundertfach vor dem Aus. Laut einer Umfrage des Rationalisierung- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. (RKW), bei der ausschließlich Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern befragt wurden, sehen 61 Prozent dieser Kleinunternehmen ihr Geschäftsmodell durch den Shutdown stark oder sehr stark gefährdet.

Progressive Profiteure

Dass Corona die Industrie verwüstet, stimmt jedoch nur teilweise. Denn wie in jeder Krise gibt es auch Profiteure. In diesem Fall sind es vor allem Unternehmen, die beispielhaft für eine neue Industriestruktur stehen: Vertreter von Big Pharma, Anbieter von elektronischer Datenverarbeitung, Gen- und Nanotechnologie.

Erst am Montag hat die EU-Kommission unter von der Leyen einen Vorvertrag zur Lieferung von Corona-Impfstoffen mit dem US-Biotech-Giganten Moderna abgeschlossen. Die Kosten werden geheim gehalten, es ist nicht der erste Vertrag von dieser Sorte. Schon mit fünf Pharmafirmen wurden Deals eingefädelt: Beim Pharmakonzern AstraZeneca hat man sich 300 Millionen Einheiten gesichert, mit der Option zum Kauf von weiteren 100 Millionen. Mit Sanofi und GlaxoSmithKline sowie dem US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson wurden Sondierungsgespräche geführt. Am Donnerstag hatte die EU-Kommission entsprechende Gespräche mit dem Tübinger Biotechnunternehmen CureVac abgeschlossen.

Und all das für die Lieferung eines Impfstoffes, den es noch gar nicht gibt. Wie auch keine Garantie dafür, dass er je kommt. 

Ein Deal nach dem anderen: Ursula von der Leyen hat bereits Verträge mit fünf Pharmakonzernen abgeschlossen I Bild: Collage / Shutterstock.com

Finanziert wird der neue Vertragspartner Moderna unter anderem von Bill Gates. Als Anfang Mai eine große EU-Geberkonferenz stattfand, bei der 7,4 Milliarden Euro zur Herstellung eines Corona-Impfstoffes mobilisiert wurden, hieß es in dem von Angela Merkel, Emmanuel Macron, Ursula von der Leyen und anderen Polit-Größen unterzeichneten Einladungsschreiben: „Wir freuen uns, mit erfahrenen Organisationen wie der Bill & Melinda Gates.Foundation sowie dem Welcome Trust zusammenzuarbeiten“.

Wahrer Widerstand

Gates‘ nicht geringzuschätzender Einfluss auf die Auswahl der pharmazeutischen Zulieferer und allgemein auf den krisenpolitischen Kurs ist beängstigend. Vor allem wenn man Kenntnis über seine Zukunftspläne hat, die teilweise so klingen, als habe er sie aus einem dystopischen Science-Fiction-Streifen übernommen. Zum Beispiel das von ihm unterstützte Projekt ID2020. Dabei geht es um die Entwicklung einer neuen Ausweistechnologie, die eine individuelle, tragbare, biometrisch verknüpfte und digitale Identität auf Lebenszeit schaffen soll. Im Klartext: die Realisierung des Gläsernen Menschen.

Mächtig: Hunderttausende besuchten am 1. August die Berliner Querdenken-Demo. Foto: Tannwald Media

Dass bei den Demos von Querdenken Menschen auf die Straße gehen, die gleichzeitig für Natürlichkeit und gegen Deindustrialisierung protestieren, ist also nur ein scheinbarer Widerspruch. Vielmehr zeugt es davon, dass man die Zeichen der Zeit richtig gedeutet hat: Nicht Kohlekraft und Autobau sind es, die unsere natürliche Lebenswelt bedrohen – in Kohlekraftwerken und Automobilen ist inzwischen so ausgefeilte Filtertechnologie verbaut, dass die dadurch entstehende Luftverschmutzung kaum ins Gewicht fällt.

Gefahr für unsere natürliche Existenz droht von digitalen und hygienepolitischen Welt-Strukturen, denen sich der ängstliche, politisch passive Mensch überlässt, um ein Leben in Sicherheit und Bequemlichkeit führen zu können. Statt auf körpereigene Abwehrkräfte setzt man auf Atemmasken und Abstandsregeln. Statt wachsam und wehrhaft durch die Straßen zu gehen, lässt man sich lieber von einem allsehenden und allwissenden Überwachungsstaat behüten. Dagegen muss der naturverbundene, politisch aktive Mensch demonstrieren. Mit der Großdemonstration in Berlin gibt es am Samstag dazu Gelegenheit.

Jetzt bestellen: „Q wie Querdenker: Stürzt die Freiheitsbewegung die Corona-Diktatur?“ ist das Titelthema der COMPACT-Ausgabe September 2020.

Aus dem Inhaltsverzeichnis: Revolution der Herzen: Stürzen Querdenker die Corona-Diktatur? Von J. Elsässer *** Das System wankt: Die Lügen sind zu offensichtlich. Von O. Janich ***
Gesichter der Freiheitsbewegung: Christ, Buddhist, Schamane *** «Bin bereit, die Konsequenzen zu tragen»: Weltmeister Thomas Berthold im Gespräch *** Corona-Rebellen und Patrioten: Warum die Rechte jetzt nicht verschlafen darf. Von Martin Sellner *** Q und seine Cyberkrieger: Das Geheimnis von Trumps Orakel *** Europa wacht auf – wann folgen wir? Ron Paul über die Querdenker in Berlin.

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22 Kommentare

  1. Avatar
    Man muss sie mit ihrer eigenen Dummheit bekämpfen am

    Was würden eigentlich die ganzen politischen behördlichen Corona Heilsbringer machen, wenn sich das ganze arbeitende steuerzahlende Volk der Corona annimmt….alle auf einen Test beim Arzt bestehen, sich krank schreiben lassen wegen des täglichen Corona Syndrom….denn auch wer auch kein Corona hat oder bekommt, wird durch die monatelangen Corona Schlagzeilen krank und wahnsinnig. Und zum gesund werden, dann noch zusätzlich eine Maske mit AfD Logo überziehen.

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      Scarlet pimpernel am

      Dazu müßte man selbst aber klüger sein. Das kann man aber nicht, wenn man krank und wahnsinnig geworen ist. Dann ist man dümmer als die.

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        Bei Arzt wird man wegen Krankheit in jeder Art Virus Grippe Nerven….krank geschrieben und bekommt sein Krankengeld oder Frührente auch dafür. Für Dummheit gibt es kein Krankengeld oder Rente. Dumme lassen immer alles mit sich machen und zahlen bereitwillig Steuern Abgaben und tragen die Maske um ihre Dummheit zu verstecken.

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    Desillusioniert am

    Was sich bahn bricht ist der Schwachsinn und Humbug. Die sog. Oppositionellen sind nicht besser als die Altparteien Ohne Corona wäre das nicht so deutlich geworden und so hat Corona auch was Gutes. Längerfristig ist die bitterste Wahrheit besser als die süßeste Illusion.

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    "Im Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen breche sich eine typisch deutsche Sehnsucht Bahn, nämlich die Sehnsucht nach einem naturhaften Leben ohne industrielle Entfremdung."

    Da mag ja was dran sein, aber die wirklich scharfe Analyse ist das irgendwie nicht. Die oben erwähnten Sehnsüchte haben gerade auch jene, die den Grünen nahestehen, und die Corona gar nicht schlecht finden, weil es den "kapitalistischen Wachstumswahn" und den "Klimawandel" ausbremst. Also was nun?

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      Das Ding ist wesentlich komplexer. Im Mainstream glauben einige, dass die 711-Bewegung irgendwas mit der im Schwäbischen angeblich stark vertretenen "Antroposophie" R. Steiners zu tun hätte. Kann sein. Und in der Tat gibt es viele "Impfgegner" usw. auf den Anti-Corona-Demos. Aber im Schwäbischen gibt es auch viele gut funktionierende Firmen kleinen und großen Typs, deren Mitarbeiter um ihre Existenz fürchten müssen. Und überhaupt: die Demo in Berlin vom 1. August hat vor allem gezeigt, dass es dort ungemein "divers" zugeht, mit Menschen ganz verschiedenartiger Einstellungen und politischer Haltungen. Mir scheint, dass genau das die Schlagkraft ausmacht.

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    Eine Initiative wie Querdenken, die das nicht begreift, vertritt nicht meine Interessen, also nicht deutsche Interessen. Trotzdem sollte jeder nach Berlin fahren, wenn es ihm gut tut mit gleichgesinnten Menschen zu sprechen, aber Vorsicht ist das oberste Gebot.
    Berlin gehört nicht zur BRiD, im Westteil der Stadt hat jetzt ein US-Panzergeneral das Sagen und im Ostteil von Berlin ist Putin der oberste militärische Befehlshaber als Chef der Alliierten Kontrollkommission. Deshalb bin ich zuversichtlich, daß sie alles an diesem Tage ganz genau beobachten werden, so daß sich die Kabale des "Tiefen Staates" dieses Mal in Berlin nicht wieder eine false flag (wie auf dem Breitscheidplatz) erlauben wird.
    Warum propagiert Compact-Magazin das "Q" für die Querdenken-Veranstaltung, obwohl sie genau wissen, daß das "Q" für die Freiheitsbewegung um Donald Trump steht? Was soll damit bezweckt werden?

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      Für mich ist die Initiative "Querdenken" in Bezug auf das große Ziel, den Friedensvertrag für mein Vaterland, als Deutsche absolut unakzeptabel. Warum? Das Grundgesetz wird von den Veranstaltern als "Verfassung" bezeichnet! Zudem fordern sie die Wiederherstellung des Grundgesetzes, eines Papiers, das längst obsolet ist!, zumal es auch den Status Quo für das deutsche Volk und Deutschland erhalten will!! Die Veranstalter fordern Neuwahlen im Oktober 2020 anstatt den Friedensvertrag zu fordern, damit endlich die Bahn frei wird für Weltfrieden und die Streichung der Feindstaatenklausel, die immer noch gegen unser Volk in Kraft ist. Wir müssen nicht Querdenken, sondern KLARDENKEN! Was passiert denn bei Neuwahlen? Die Firma BRiD bekommt lediglich einen neuen Geschäftsführer (ggf. Habeck?) und dann geht es munter weiter wie bisher (in Richtung kommunistische Verhältnisse).

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    Für mich ist die Initiative "Querdenken" in Bezug auf das große Ziel, den Friedensvertrag für mein Vaterland, als Deutsche absolut unakzeptabel. Warum? Das Grundgesetz wird von den Veranstaltern als "Verfassung" bezeichnet! Zudem fordern sie die Wiederherstellung des Grundgesetzes, eines Papiers, das längst obsolet ist!, zumal es auch den Status Quo für das deutsche Volk und Deutschland erhalten will!! Die Veranstalter fordern Neuwahlen im Oktober 2020 anstatt den Friedensvertrag zu fordern, damit endlich die Bahn frei wird für Weltfrieden und die Streichung der Feindstaatenklausel, die immer noch gegen unser Volk in Kraft ist. Wir müssen nicht Querdenken, sondern KLARDENKEN! Was passiert denn bei Neuwahlen? Die Firma BRiD bekommt lediglich einen neuen Geschäftsführer (ggf. Habeck?) und dann geht es munter weiter wie bisher (in Richtung kommunistische Verhältnisse).

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    Tschuldigung ….wir sind aber nicht im Krieg , und das Problem ist ,das zuviele Gutmenschen ersteinmal drei Demonstrationen am Fenster vorbeiziehend gesehen haben wollen ,bis sie dann auch probehalber mal nachsehen ob es Bananen ,oder Begrüssungsgeld gibt…….

    Ja man geht lieber baden…… am letzten Wochenende im August…. vernunftbegabter Weise und lässt Mutti weiter zappeln….

    Der G7 steht vor der Tür …..Trumpel und der böse,böse Putin haben schon die Themen abgesteckt ,wenn nicht etwas unvorhergesehenes eintritt ,wird dem Mutti Sonnenland die Sonne abgestellt…..

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    diezensurpampertdemvollstreckerdenhintern am

    Ja,ist nicht neu sondern längst klar. Bei den Q-Demos gehen Menschen auf die Straße, die wissen wogegen sie sind,aber nicht wofür. Ein Weg ins nirgendwo.

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      Sie kultivieren hier ja ‚The Culture of Critique‘; es steht Ihnen aber völlig frei, denen, die in Gefahr sind den ‚Weg ins Nirgendwo‘ zu beschreiten die bessere Alternative, den ‚Weg ins Irgendwo‘, darzustellen…

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    Jürgen Graf am

    Ich bin begeisterter Compact-Leser und erwarte das neue Heft mit besonderer Ungeduld. Bei aller Wertschätzung für Elsässer empfinde ich jedoch Unbehagen über seine Prophezeiung, der 29, August werde "das wichtigste Datum der deutschen Geschichte seit 1945" werden. Da wäre mehr Zurückhaltung angebracht gewesen. Und wenn die Demo aufgelöst wird oder zwar stattfindet, aber keine konkreten Folgen zeitigt? Dann werden die Gegner der Corona-Tyrannei enttäuscht und demoralisiert sein. Die Demo ist wichtig; könnte ich, führe ich nach Berlin, aber sie ist in jedem Fall nur eine Etappe in einem sehr langen und harten Kampf, der gewonnen werden MUSS, wollen wir unserer Versklavung durch ein abgrundtief verworfenes System entgehen.

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      Solange es keinen Jesus gibt, der den Bunselstag mit dem Kueppel ausraeumt wird sich das Ausbeuterpack immer wieder darin niederlassen. Vom Würstchengrillen VOR dem Parlament ist noch kein Volk befreit worden.

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    Der Traum der linksextremistischen BRD und ihrer Systemtrolle vom globalistischen Weltmenschen:

    1) Monopolwirtschaft zugunsten von Miiliardärsunternehmen wie Amazon, Google, Microsoft usw.

    2) Big Pharma (mit Massenprojekten a la Lyssenko)

    3) Big Brother (Stasi + Turbodigitalisierung)

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    Die romantische ländliche Lebensweise ist nur in einer industriellen Infrastruktur möglich. Ansonsten ist das Leben eines Bauern noch nie in der Geschichte einfach gewesen, sondern hart und entbehrungsreich. Nur durch die soziale Sicherheit einer starken Wirtschaft können es einige erlauben, diese Utopie Leben zu können. Selbst die staatlich Variante dieser Träumerei vertreten durch den Arbeiter- und Bauernstaat ist weltweit gescheitert, deshalb verstehe ich nicht, weshalb diese Lebensweise immer noch so beliebt ist. Offenbar sind die Hungertoten alle schon wieder vergessen.

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      HERBERT WEISS am

      Es kommt darauf an, die Chancen des Wissenschaftlich-technischen Fortschritts mit Sinn und Verstand zu nutzen. Auch die anderen hatten’s und haben’s nicht einfach. Mein Urgroßvater, der auf dem Bornimer Gut (ist Dir sicher ein Begriff, am nördlichen Rand Potsdams für die übrigen) lebte und arbeitete, wechselte zeitweilig in die städtische Gasanstalt, weil er dort etwas mehr verdiente. Aber kein Deputat mehr und Miete musste er dann auch für seine Behausung zahlen. Kam bald zu dem Schluss, dass es doch keine so gute Idee war.

      Wie sagte es meine Urgroßmutter? "Wer nischt erheirat und nischt ererbt, bleibt ’n armet Luder, bis er sterbt!"

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        "Mein Junge,-dass du arm bist, dafür kannst du nichts aber dass du eine Arme geheiratet hast, dafür gehörst du geprügelt". Eintrag in ein Familienbuch ca. 1920

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      Nicht umsonst ist in fast allen Kulturen die Bronzezeit als Goldenes Zeitalter in Erlnnerung! Man hat aber lange nicht gewußt, warum das so war und heute wollen es wohl viele nicht wissen: Damals waren die Menschen so wenige, daß sie ohne große Hungersnöte naturnah gut leben konnten!
      Wo die Bevölkerung wuchs, konnte man die Überzähligen in noch nicht besiedelte Gegenden schicken (…in die Welt hinaus). Als es diese nicht mehr gab, kam es zu Verteilungskämpfen und am Ende haben Naturkatastrophen / Klimaveränderungen zu Massenauswanderungen geführt, die das ganze Zeitalter beendeten. Völker mit größerer Vermehrungsrate hatten damals die bessere Überlebenschanche (mehr Krieger). Diese Regel wird auch heute nicht angetastet. Industrialisierung hatte es erst nötig, als in Europa jede Form der Geburtenkontrolle verboten war, und übervölkerte. Das wurde dann auch in den Rest der Welt verbreitet. Das Problem Übervölkerung darf nicht angesprochen werden, obwohl sich WIRKLICH ALLE PROBLEME die wir heute haben, darauf zurückführen lassen!

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