Demo-Verbot 29.8.: Die Lügenpresse jubelt, aber es gibt ein paar Nachdenkliche

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Das Demoverbot für den 29.8. hat selbst einige Nichtsympathisanten der Querdenker ins Grübeln gebracht. Deshalb beeilten sich die verkommensten Teile der Kriecherpresse umso eifriger, ihren Lesern die Rechtmäßigkeit und Demokratieverträglichkeit des Verbots zu „begründen“. Alles über diese Freiheitsfeinde können Sie in unserem „Schwarzbuch Lügenpresse. Wie uns Politiker und Medien für dumm verkaufen“ nachlesen. 

Um fair zu sein: Nicht alle Mainstream-Medien sind auf dieser antidemokratischen Propagandawelle mitgeritten. Ausnahmen sind die Bild-Zeitung (COMPACT-Online berichtete) und die FAZ, die das Versammlungsrecht hochhielt: „Es muss frei sein. Das wusste schon Kennedy.“ Auch die Neue Zürcher Zeitung erklärt klipp und klar: „Berlins Senat hat Demokratie offenbar nicht begriffen“, schreibt gar von „Skandal“. Das sind Medien, mag man deren Auffassungen sonst teilen oder nicht, die sich im Ernstfall als demokratiefest, als resistent gegen die Pandemie des Diktatur-Virus erwiesen haben.

Im Kontrast dazu die Demokratieverächter, die zum neo-totalitären Klang der Mutti-Flöte marschieren. Es folgt eine Ährenlese:

Mit Schaum vor dem Mund singt die Zeit das Loblied auf die neue Gangart der Regierung. In dem Artikel „Verbotene Corona-Demo: Neue Härte“ wird der Bürgerrechtsprotest als „Demonstration von rechtsradikalen Maskenverweigerern“ dargestellt – was keine polemische Übertreibung, sondern schlicht eine Lüge ist. Aber sie „legitimiert“ den Autor zu blödsinnigen Assoziationen in Richtig Halle und Hanau. Die Sorgen der Demonstranten erklärt der Autor des postmodernen Untertanenblatts zur „Mär“. Zwar weiß er, dass das seligmachende Verbot wahrscheinlich gecancelt werde, aber – wie immer bei Linksgrünen – komme es auf „das Zeichen“ an, auf Symbolpolitik.

Auf Spiegel.de versucht Blogger Sascha Lobo ein „Psychogram der Empörten“. Natürlich hat er mit dem Verbot kein Problem, betont aber die politisch „sehr gemischten“ Demonstrierenden – „Friedensaktivisten, Impfgegner, Nato-Gegner, Anthroposophen, Corona-Leugner, Gesundheits-Hippies, Reichsbürger, Antikapitalisten, Pharma-Feinde, Rassisten, esoterisch Veranlagte, besorgte Alternative, Merkel-Skeptiker, Antisemiten, AfDler“. Und fragt, was „diese Gruppierung eigentlich zusammenhält und motiviert“.

Lobo möchte die Gruppen „analysieren“ und einem Vergleich unterziehen: Sein „Resultat“ dürfte von dem Hirnforscher Gerhard Roth inspiriert sein, der den „Unbelehrbaren“ eine Sucht nach „Thrill“, nach politischer Action unterstellte (COMPACT-Online berichtete). Lobo macht daraus die Sehnsucht nach dem „Angstporno“, die Lust am Grusel – analog zum Genuss von Horrorfilmen: „Es geht um eine Verbindung aus Nervenkitzel und diffuser Protesthaltung gegen ,die da oben'“, behauptet Lobo. Als weitere Motivationen führt der Werbetexter die üblichen Gemeinplätze und Plattnüsse an, „Gemeinschaftsgefühl und Hilflosigkeit“ beispielsweise. Hier übt sich ein Küchenpsychologe in der Pathologisierung der Demonstranten.

Die Taz leistete sich zu dem Thema eine Ja- und Nein-Kontroverse: Die verbotsbefürwortende Autorin weiß zwar, dass Andreas Geisel (SPD) sich „auf sehr dünnem Eis“ bewege, befürchtet aber, bei der Demo könnte es wieder zu „Menschenjagden wie in Chemnitz“ kommen. Sie bemüht also einen längst widerlegten Links-Mythos, um das Verbot zu feiern. Auch der Verbotsgegner gesteht, dass die Demo der „Corona-Leugner*Innen“ für ihn „kaum zu ertragen“ gewesen wäre. Aber die rechten „Egoist*innen“ müssten durch Blockaden der linksextremen Zivilgesellschaft gestoppt werden, nicht durch Verbot. Er ahnt immerhin, dass „staatsgläubige Schadenfreude“ der falsche Weg wäre.

Damit erinnert der Taz-Autor an den Tweet von SPD-Nachwuchs-Politiker Kevin Kühnert. In dem heißt es: „Das Verbot von #b2908 ist nachvollziehbar begründet. Anlass zum Jubel sollte es nicht sein.“

Wie weit sich die zitierten Schreiber mit ihrem rechtsextremen Schreckgespenst als Gefangene ihrer eigenen Echo-Kammer erweisen, muss ihnen ausgerechnet der Schlapphut-Guru Thomas Haldenwang im ARD-Magazin „Kontraste“ sagen. Nach dem Chef des Verfassungsschutzes hätten die „Rechtsextremisten“ es nicht geschafft, die „Hoheit über das Demonstrationsgeschehen zu bekommen“. Es ist also primär keine „rechte“ oder „rechtsextreme“ Demo. Womit der Begriff der „Lügenpresse“ bei der Zeit, dem Spiegel und der Taz (und allen anderen, die diese Bezeichnung übernehmen) wieder mal redlich verdient wäre. Mögen Euch die Leser weiterhin scharenweise davonlaufen.

Die Sprache der Political Correctness entlarven.

Sprache als Werkzeug der Repression & Gedankenkontrolle: Die von den System-Medien vorangetriebene Infantilisierung unserer Sprache hat inzwischen groteske Ausmaße erreicht. Deutsche Gazetten quellen über von Worthülsen, Begriffsumdeutungen, halbwahren Floskeln, wohlfeilen Mustersätzen, linguistischen Simplifizierungen, Kampfbegriffen und ewig gleichen linkspädagogischen Argumentationsmustern, die das Denken der Menschen normieren, ja ausschalten sollen. Hier bestellen

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9 Kommentare

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    Zur ZEIT: Inzwischen ein völlig degeneriertes, politisch-korrekt-verpestetes Blatt. Angefangen hat das vor einigen Jahren, als man dort die "Frauenquote" einführte. Es gab wenige Mitarbeiter, die es wagten, überhaupt ein halbwegs kritisches Wort zu äußern. Heute wird sprachlich das generelle Femininum (ohne Sternchen usw.) praktiziert, offenbar gibt es in den Redaktionsstuben dieses Blattes nur noch Frauen und "fortschrittlich denkende" Männer, welche nicht nur ihren Reststolz, sondern auch die Prinzipien einer vernünftigen Humanität ohne ideologischen Fanatismus an den Nagel gehängt haben. Ich selbst hatte mich einst gefreut, dass Kommentare von mir in den Print-Ausgaben abgedruckt wurden. Heute wäre es eine Beleidigung!

    Zu Sascha Lobo’s Küchenpsychologie ganz kurz nur: Das einzige, was die Demonstrationsteilnehmer wirklich verbindet (über alle politische Grenzen hinweg), das ist ihr Unbehagen gegenüber den brachial-überzogenen Corona-Maßnahmen. Da muss man kein einziges Semester Psychologie studieren, um diese Diagnose stellen zu können. Auch der Mann kann einem leid tun. Und was den "Hirnforscher Gerhard Roth" betrifft: der Typ greift sich mal eben so ein Konzept der Psychologie heraus, um auch was zum Thema beizusteuern – natürlich in Richtung einer Art "Pathologisierung" der Bewegung. Armselig!

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      Richtig erkannt, Was die verbindet ist so dünn, daß die Demo wertlos, ja kontraproduktiv , ist. Wenn Sie das Eine begreifen , warum verstehen sie das andere nicht?

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    Die Gerechtigkeit wird siegen am

    Eine Revolution lies sich von keinen Verbot aufhalten…..1789 1848 1917

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      Von Blei aber schon,1848. Aber eine Revolution steht ja auch nicht an, 1% Chaoten furzen in ein Wasserglas, das ist alles.

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        1917 gingen einige Aufmärsche voraus, auf denen geschossen wurde! Diese Verhaltensweisen machten 1917 erst grundsätzlich möglich! Lenin wurde erst Kommunist, als sein älterer Bruder bei/nach zurückliegenden Aufständen umkam.

        1848 ist auch deswegen hier nicht richtig vergleichbar, weil es keinen vergleichbaren Staat gab, sondern viele Kleinstaaten. Ein Fürst fühlte sich überfordert, die anderen nicht zuständig.

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    Die "freiheitliche, unabhängige" Presse dreht jetzt voll auf Konfrontation mit dem Souverän.
    Ein Umsatzeinbruch wird es richten, den Markt bereinigen.

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    Der Bürgerkrieg kommt/ Fackel im Sturm am

    Mensch uns Deutschen gehts doch gut, was sollen diese Demos nur….Swingerclubs Bordells Casinos haben doch wieder geöffnet und RTL kann man schauen Gebetsteppiche ausrollen…

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