6. April 1945: Als in Königsberg die Hölle ausbrach

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„Alles, was wir tagsüber sahen, hatte uns so entsetzt, dass niemand mehr ein Wort sprechen konnte. Aber was wir nachts hörten, erschütterte mich noch mehr. Schreie, Hilferufe, Schüsse, Jammern“, schreibt der jüdische Autor Michael Wieck in seinem Werk Zeugnis vom Untergang Königsbergs. Die Rede ist von Massenvergewaltigungen- und erschießungen sowie Folterungen, die ab dem 6. April 1945 mit dem Eintreffen der 3. weißrussischen Armee in der ostpreußischen Metropole einhergingen. Als sogenannter Geltungsjude hatte er den Nationalsozialismus überstanden, doch ab dem 6. April bekam er den Hass angeblicher Befreier zu sehen.

Der junge russische 18-jährige Infanterist Alexej Schidow erinnert sich in einem Bericht des Stern von 2005, dass Hass das einzige Gefühl war, das die Rotarmisten hatten, als sie in Königsberg einmarschierten. „An unschuldige Zivilisten hat keiner gedacht. Warum auch? Wie viele Unschuldige hatten die Deutschen in Russland umgebracht?

Als Vergeltungstat rechtfertigten sie ihre grausamen Aktionen, bei welchen ab Kriegsende bis 1948 rund 95.000 Königsberger ihr Leben ließen. Der Leidensweg hatte für viele Königsberger Zivilisten erst 1945 seien Anfang genommen. Ein Tross von Flüchtlingen aus Königsberg wollte sich nach Westen absetzen. Ihnen wurde von der örtlichen NSDAP empfohlen, sich an der Landstraße nach Pillau zu versammeln. Dies wurde den Zivilisten jedoch zum Verhängnis, denn die sowjetische Soldateska hatte davon Wind bekommen. So wurde der Tross von Truppenteilen der Roten Armee, die westlich des Pregels Stellung bezogen hatten, gnadenlos zusammengeschossen.

Das große Tabu des 20. Jahrhunderts – der Leidensweg unseres Volkes. Vertreibung, Bombenterror, Massenvergewaltigungen – in COMPACT-Geschichte „Verbrechen an Deutschen“ wird dokumentiert, was Politik und Medien uns vergessen lassen wollen. Die Artikel sind sorgfältig recherchiert, die Augenzeugenberichte herzzerreißend. Alle Angaben sind mit amtlichen Quellen belegt. Ein unverzichtbares Nachschlagewerk, zur Erinnerung für die Alten, zur Einführung für die Jungen.

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Für diejenigen, die keine Flucht gen Westen unternahmen, begann ebenfalls ein Terror. Gerade nach der Kapitulation am 9. April gingen sowjetische Militärs von Wohnung zu Wohnung und holten Königsberger heraus, um sie zu verschleppen. Eine Hausfrau, die in Königsberg nach der Kapitulation zurückblieb, schildert in dem vom Bundesamt für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte herausgegebenen Werk Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa folgende Erfahrungen:

Man hörte, was den Einzelnen passiert war, und dass auch Frauen schon vergewaltigt waren. Auch hörte ich, dass der bekannte alte Herr erschossen worden war. Man hatte ein kurzes Verhör mit ihm angestellt, dann musste er zum Laufgraben in seinen Garten gehen und wurde dort durch Genickschuss erschossen. Was wird man mit uns machen?

Nachdem sie von den Russen erst verschleppt und wenig später nach Königsberg zurückgebracht wurde, weiß sie über weitere grausame Erlebnisse zu berichten: „Was sich hier abgespielt hat, kann nur der erfassen, der Gleiches erlebt hat. Ich war froh, dass ich meine Töchter nicht bei mir hatte. Das Opfer, das so manche Mutter für ihr unschuldiges Kind (zehn Jahre und noch jünger) bringen wollte, war ein vergebliches Bemühen. Die Verzweiflungsschreie dieser Kinder, der Mütter oder Eltern gellen mir noch heute in den Ohren. Unsere Männer standen diesen Gewalttaten machtlos gegenüber.“

Auch nach Kriegsende ließen die Sowjets niemanden mehr heraus. Königsberg war nun ein riesiges Internierungslager für abertausende Zivilisten unter schwersten Bedingungen. Unterschlupfe gab es oft nur noch in Erdbehausungen, und das Essen wurde äußerst knapp, so dass sich Kannibalismus ausbreitete. Bis 1948 blieben diese Zustände bestehen, erst dann begann die Ausreise der Deutschen nach Westdeutschland.

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29 Kommentare

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    Noch was zum Überdenken…….. Erst als Stalingrad verloren war ,Hitlers militärisches Ende eingeläutet wurde, kamen die Allierten auf die Idee vom Westen her eine zweite Front zu eröffnen.Ohne den Vormarsch der Russen ,wären die schön zu hause geblieben.

    Nun stellt euch mal vor, die drei Siegermächte Frankreich ,England und die Amis hätten Hitler alleine besiegt , wäre Deutschland heute eine Kolonie für diese Deppen ….. Jeder Deutsche würde ein Lakai sein …. Noch bis heute fühlen sich die Amis in Deutschland wie die Herrscher ,es wird ihnen ja auch erlaubt vom deutschen Volke und deren Pappenheimer Regierung. Also ….seid korrekt im Umgang mit der Geschichte. Bösnickel gibt es in jedem Land…… Bei unds in der Echtzeit sind es die Befürworter der Kriegseinsätze der Bundeswehr als Handlanger.

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      Sepp Dittrich am

      Frankreich ist keine Siegermacht die wurden im Mai 1940 besiegt und England und Russland wären wenn sie nicht materiell finanziell und logistisch von Amerika unterstützt wurden auch gefallen. Am Ende des Krieges stand das Verhältnis 1:20 für die Alliierten und Gewinner waren Russland und vor allem Amerika. England verlor seine Weltmacht und Einfluss in der Welt,die hätten lieber nach Dünkirchen Frieden mit Deutschland schließen sollen….aber das Mutterland des Kapitals verritt das zweite mal Europa. Seid dem Wiener Kongress veränderte sich Europa, das Machtverhältnis und die Grenzen nicht mehr so wie 1945.

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        Rechtsstaat-Radar am

        Vor allem hätten wir Moskau 2 Monate vorher erreicht. Wir lagen mit Sommeruniformen vor Moskau in den Stellungen, in denen die Stabsoffiziere durch das Scherenrohr schon den Kreml sehen konnten und unsere Soldaten erfroren oder sie froren sich die Gliedmaßen und Nasen/Ohren ab, weil wir den beginn des "Unternehmens Barbarossa" um zwei Monate verschieben mussten, um dem Verbündeten Italien zu Hilfe zu kommen. Was war passiert?

        Italien hatte gegen den dringenden Rat und die Bitte Berlins Griechenland und Albanien angegriffen und sich – wie immer bei Italienern – selbst maßlos überschätzt. Die tapferen griechen kämpften hart und sie schlugen, wie auch die Albaner, die Italiener zurück und setzten ihnen auf italienisches Territorium nach.

        Die Italiener drohten zu verlieren und deshalb mussten wir den Angriff auf Stalins Sowjetunion um 2 Monate nach hinten verschieben. Wir griffen stattdessen den Balkan an und hatten nach 19 Tagen alle Länder des Balkans (Serbien, Griechenland (Kreta mit den Engländern), Albanien, Mazedonien, Bosnien, Kroatien, Slowenien) erobert und besetzt. Die Italiener waren gerettet, aber der Angriff auf Stalin erfolgte um 2 Monate zu spät.

        Hätte die Wehrmacht plangemäß angreifen können, wäre Moskau und damit die Sowjetunion gefallen!

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    Freunde …Freunde …. ,bitte mal ganz geschichtsbekannt die Sache ins rechte Licht rücken……

    1. Es stimmt,dass die Ukrainer und Teile der Russen in Hitler einen Retter vor dem Stalinismus haben wollten ….., aber , Hitler und seine Handlanger stiessen die angebotene Freundschaft der Menschen nach dem Überfall mit den Füssen. Die Menschen standen nach dem Einmarsch mit Brot und Salz nach alter Tradition an den Strassen….. Hitler hätte mit diesen Menschen arbeiten können ,doch die Rassenideologie war ein geschriebenes Gesetz ,gegen die Menschen in den besetzte Gebieten hart vorzugehen.

    2. Schandtaten ,Kriegsverbrechen begingen auch deutsche Soldaten,eingesetzte Polizeieinheiten.Frauen wurden abtransportiert zur Zwangsarbeit nach Deutschland , als Prostituierte in Wehrmachtsbordellen unter Zwang missbraucht,oder in Konzentrationslagern .

    3. Nur alleine das Vorgehen gegen wehrlose Frauen in den besetzten Gebieten waren offiziell Kriegsverbrechen ,keine soldatisch ehrenhaften Taten !!!! Die männlichen Soldaten nach Überschreiten der Reichsgrenze hatten ungebremste Wut gegen alles deutsche ,und begingen genau wie die Landser schwere Kriegsverbrechen mit dem Unterschied,das der deutsche Soldat nicht den Krieg auf eigenem Boden ,und Misshandlungen an Frauen erlebte…… Deutsche haben den Krieg vom Zaun gebrochen das ist historisch bewiesen. Bitte immer zwei Seiten betrachten !!!!!

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      HERBERT WEISS am

      Von der Berieselung mit dieser Ideologie hatte mir auch meine Mutter erzählt. Auch davon, dass mein Urgroßvater die Kriegsgefangenen auf dem Bornimer Gut am nördlichen Rand Potsdams zur Arbeit einteilte – und sie wie Menschen behandelte. Nach der Eroberung des Gutes durch die Russen schickten die kleinen Soldaten die Familie vom Haus in den Bunker, dann in den Stall, wieder ins Haus usw. um sie vor ihren lüsternen Offizieren zu schützen.

      Einem Kollegen, der bei den Kettenhunden gedient hatte, fragte mal ein anderer, ob er nicht interessiert wäre, in die Sowjetunion zu reisen. Seine Reaktion: "Bist du verrückt? Die stellen mich doch gleich an die Wand!" Er hatte anscheinend auch so manchen Dreck am Stecken…

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      Alexander Pilzecker am

      Also ich denke das die " Deutschen" selbst kein Krieg "vom Zaun gebrochen haben". Es waren immer Regierungskriege, denen sie bereitwillig, durch Manipulation, gefolgt sind.

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    Rechtsstaat-Radar am

    Beim Überschreiten der deutschen Reichsgrenze und nach dem Einmarsch in Ost- und Mitteldeutschland zeigte das russische Volk sein wahres Gesicht. Und die Tatsache, dass dieses Volk sich bis heute mit keinem Wort beim deutschen Volk für seine bestialischen Verbrechen insbesondere an unseren deutschen Frauen und auch an deren Kindern entschuldigt, sondern sich auch noch allen ernstes als "Befreier" geriert hat, belegt den Volkscharakter der Russen bis in Gegenwart.

    Die Nazis nannten sie "Untermenschen", aber sie benahmen sich schlimmer als Tiere, als sie Deutschland erreichten. Und sie feiern sich bis zum heutigen Tage für ihre Massenvergewaltigungen, für die vielen schweren sexuellen Folterungen und Morde an unseren Frauen und Kindern!

    Diese Ereignisse sagen, wie gesagt, alles aus über das russische Volk und seinen Nationalcharakter.

    Wir wissen alles.
    Wir vergessen nichts.
    Wir werden niemals verzeihen.

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      Otto Skozerny am

      Und nicht nur in Ost und Mitteldeutschland wurde vergewaltigt geraubt und gemordet ….Freudenstadt, Rheinwiesen, tot gebombte Kinder und Frauen….usw. die Engländer und Franzosen haben uns Deutsche den Krieg erklärt, aber nicht Russland was auch Polen, das Baltikum, Finnland und Bessarabien überfiel, oder Japan 1937 China, aber diese Plutokraten und Kolonialherren im Westen hatten ja selbst genug Dreck an sich stecken. Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge ( Irak….) und die Geschichte schreibt immer der Sieger über den Besiegten und das ist die halbe Wahrheit, denn der Rest war immer eine Lüge.

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    Weiterhin sollte jeder Leser einmal eine Suchmaschine zum Thema „Stalins Mörder in deutschen Uniformen“ bzw. „Stalins Befehl 0428“ bemühen. Doch Vorsicht, das könnte noch so manches Geschichtsbild ins Wanken bringen.

    So oder so, die Wahrheit läßt sich nicht mehr unterdrücken. Dabei fallen mir wieder die Worte eines bekannten Publizisten ein, der sinngemäß äußerte: „Wenn die ganze Wahrheit offengelegt wird, werden viele Menschen vor Scham sterben, weil sie Jahrzehnte lang die alliierte Scheißhauspropaganda geglaubt haben“. In dem Sinne

    Niemals vergessen und niemals vergeben

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      Rechtsstaat-Radar am

      Wenn es in Nordkorea etwas Vorbildhaftes gibt, dann das "Kriegsmuseum", in dem die Nordkoreaner Gräueltaten der US-Amerikaner (seien diese wahr oder nur teilweise zutreffend) mit lebensgroßen Wachsfiguren darstellen. Genau ein solches Museum brauchen wir in Berlin und zwar auf dem Grundstück des "Russischen Ehrenmals" im Tiergarten, das wir zuvor mit Hochgenuss sprengen und beseitigen werden! Es ist unerträglich und schmerzt mich jedes mal, wenn ich dieses "Ehrenmal" zu "Ehren" der sexuellen Folterer, Massenvergewaltiger und Mörder unserer Frauen und Kinder sehen muss!

      All die schweren sexuellen Folterungen, die sexuellen Foltermorde, die schweren Vergewaltigungen, Folterungen und bestialischen Morde, dies alles muss endlich mit Wachsfiguren lebensecht in einem eigens dafür zu errichtenden Museum in Berlin dem deutschen Volk und Welt dargestellt werden. Nur dann kapieren es die ganzen Umerzogenen und können psychisch durch das Gegengift wieder gesunden.

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        Es wäre besser dieses ‚Ehrenmal‘ stehen zu lassen … aber es in einen neu zu schaffenden Museumskomplex zu integrieren, dessen ‚Eingang‘ es dann sozusagen wäre.

        Und nach dem ‚erhebenden Eingang‘ kann man dann der heroischen Taten der Sieger in allen Details in Wachs dargestellt ansichtig werden. Auf diese Weise würde dann auch der rechte Bezug hergestellt zwischen den ‚Helden‘ und ihren ‚Heldentaten‘.

        Alles zusammen aber müßte in ein Gesamttableau münden, in dem die Gesamtentwicklung – beginnend mit den Schlüsselentscheidungen des ‚Hortes der Zivilisation‘ (Großbritannien) in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts samt ihrem Kampf um die Weltherrschaft – vermittelt werden sollte.

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        Rechtsstaat-Radar am

        @Otto:-
        Sie haben vollkommen Recht. Die Umsetzung der von Ihnen skizzierten Idee wäre bedeutend klüger! Danke für Ihren Beitrag.

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        Rechtsstaat-Radar am

        @Otto:-
        Natürlich haben auch die Franzosen und US-Amerinkaner, aber auch die Briten, schwere Verbrechen an uns Deutschen begangen. Freudenstadt sei beispielhaft für viele Ort in Südwestdeutschland genannt, an denen die Franzosen und ihre Algerier, Marokkaner, Neger-Soldaten und Tunesier sich an unseren Frauen vergingen und folterten und mordeten. Auch und gerade der Bomben-Holocaust am deutschen Volk, wieder besonders an unseren Frauen, Müttern und Kindern, auch der ist nicht vergessen und muss in dem zu schaffenden Museum in seiner ganzen diabolischen Planung und Grausamkeit der Ausführung anschaulich durch entsprechende Kulissen mit Wachsfiguren dargestellt werden.

        Hier gibt es einen kleinen Eindruck aus dem Museum der US-Verbrechen in Nord Korea:
        https://www.youtube.com/watch?v=wDexrR4m4cU

        Wenn wir darstellten, was mit uns gemacht worden ist, müssen wir überall auch Spucktüten und Seelsorger/Psychologen im Museum parat halten.

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    Ich habe längere Zeit in der Sowjetunion gelebt und vor fast 4 Jahrzehnten dort Erzählungen von Russen gehört, die ich erst knapp 30 Jahre später einordnen konnte. Heute weiß ich, daß damals Millionen von Menschen in der Sowjetunion auf die Befreiung von dem bestialischen bolschewistischen Terrorsystem durch die deutsche Wehrmacht gehofft hatten.

    In seinem Buch „Die Armee der Geächteten“ beschreibt der Autor Felix Steiner das anfänglich gute Verhältnis der deutschen Soldaten zur Bevölkerung in der Sowjetunion und beklagt gleichzeitig die herabsetzende Behandlung durch einzelne Führungspersonen. Auch hier ist aus der Literatur bekannt, daß dieses durch deutsche Verräter bewußt herbeigeführt wurde. Zitat: „Der Reichskommissar für die Ukraine Koch entpuppte sich lange Jahre nach dem Kriege als Agent Stalins, der die Aufgabe hatte, durch provozierte Rücksichtslosigkeit das Partisanenwesen herauszufordern …“.

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      Baumgärtel am

      Bitte Quellenangabe, dann glaube ich das. Vorher nicht. Der Obernazi Koch ein russischer Agent?!

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        @Baumgärtel

        Dieses Zitat finden Sie im Buch von Wilhelm Landig „Rebellen für Thule“. Dieses Buch ist auch allen zu empfehlen, die sich ebenso für Geschichte über einen Zeitraum von mehreren Jahrtausenden interessieren.

        Weiterhin kann ich Ihnen das Buch von Heinz Roth „Widerstand im dritten Reich“ nennen, um einen Eindruck zu gewinnen, wie sog. Widerständler Dinge vollbracht haben, um das Reich zu diskreditieren, die eben nicht im Interesse des deutschen Volkes und dessen Führung waren.

        Eine Suchmaschine wird Ihnen helfen, diese Bücher zu finden.

        Siegmund

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    Solange unsere Geschichte nicht vorbehaltlos und ehrlich aufgearbeitet wurde und noch immer die Lügen der vermeintlichen Sieger und Handlanger derer, die tatsächlich für den Krieg verantwortlich waren, vorherrschend sind, kann es keine Versöhnung geben.

    Von den Gegnern des deutschen Volkes wird als Rechtfertigung für ihre Verbrechen immer wieder Vergeltung angegeben. Doch hier ist eine detaillierte Betrachtung der Entwicklung der Geschehnisse und deren Ursachen unabdingbar.

    Wie „Gardes du Corps“ richtig bemerkt, fehlen mittlerweile die Zeitzeugen. Jedoch gibt es unzählige Literatur aus den vergangenen Jahrzehnten, in der diese zu Wort gekommen sind. Dabei möchte ich jedem Geschichtsinteressierten das bereits in Artikeln von Compact erwähnte Buch „Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945“ von Joachim Hoffmann unbedingt ans Herz legen. Im Zusammenhang mit dem Artikel ist noch „Frau, komm!: Die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45“ von Ingo von Münch zu empfehlen.

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      Rechtsstaat-Radar am

      Exakt so ist es. Versöhnung kann nur auf dem Boden der Wahrheit und Vollständigkeit gedeihen.

      Wobei ich allerdings sagen muss, dass Versöhnung mit den Russen (aber auch Polen und anderen Tätervölkern) für mich eigentlich angesichts der Dimension und Art der Verbrechen, die sie begangen haben, nicht in fragen kommt. Man muss sich dessen gewahr werden, dass hier nicht eine Ideologie tobte, sondern gewöhnliche russische Männer ihrem Volkscharakter mit Billigung oder durch Anstiftung der russischen Führung freien Lauf ließen.

      Und sie vergewaltigten, folterten unsere Frauen sexuell zu Tode, quälten Kinder, Mütter, Alte, Männer, einfach alle Deutschen, auf die sie trafen nicht nur in Östpreußen, sondern überall in Deutschland und dies über lange Zeit, viele Monate, teils Jahre!

      Wir wissen alles.
      Wir vergessen nichts.
      wir werden niemals verzeihen.

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      Warum um alles in der Welt muß es bei Deutschen ständig auf eine ominöse ‚Versöhnung‘ hinauslaufen. Haben Russen, Tschechen, Polen, Slowaken, Amerikaner, Briten… irgendwann mal den selben irren Trieb gezeigt? Wieso können Deutsche nicht unversöhnt leben? Wieso müssen die ständig versuchen auch Gleichungen, die NICHT aufgehen, ohne Rest auflösen zu wollen??

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        @Otto

        Natürlich muß es Versöhnung geben, selbstredend ausgenommen mit Tätern. Wie lange soll denn der Kriegszustand der gegeneinander aufgehetzten Völker auf diesem Planeten noch anhalten? Wieso wir Deutschen danach streben? Weil wir eben Deutsche sind. Wer mal ganz tief in sich hineinhört und das Rauschen deutschen Blutes vernimmt, wird es verstehen. Warum sollten wir uns ewig auf dem Niveau derer halten lassen, die genau das nicht wünschen? Wer sich Otto nennt und über „die“ Deutschen schreibt und Wendungen wie „Wieso müssen die …“ verwendet, dem wird das wohl verschlossen bleiben.

        Preisfrage: Warum wurde z.B. auf Betreiben des Geheimdienstes einer durchaus bekannten Insel vor Jahrzehnten genau der Mann ermordet, dessen größtes Verbrechen es war, eine Versöhnung zwischen dem deutschen und tschechischen Volk herzustellen? Verstanden?

        Siegmund

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    Paul, der Echte am

    Die Ende Januar 1945 abgeschnittene und zur „Festung“ erklärte Stadt verteidigte sich drei Monate lang heldenhaft, ehe sie von den entmenschten Bolschewsisten eingenommen werden konnte.

    Die Militärführung der Stadt unter General Otto Lasch ergab sich den sowjetischen Horden am 9. April 1945.

    Zu diesem Zeitpunkt standen die Horden der Bolschewisten bereits auf dem Universitätsplatz, unter dem sich der Bunker von Lasch befand. Der vorangegangene Straßen- und Häuserkampf hatte auf beiden Seiten hohe militärische Verluste gefordert.

    Das schlimmste und grausamste Verbrechen erfolgte dann aber an der eingekesselten deutschen Zivilbevölkerung durch sowjet-bolschewistische Untermenschen, welches über Tage anhielt und in einem unglaublichen Blutbad gipfelte.
    Massenvergewaltigungen von Frauen, das Schlachten von schwangeren Frauen und viele andere entmenschlichte bolschewistische Untaten sollten als Kriegsverbrechen nie gesühnt werden.

    Als die Festung Königsberg nach erbitterter Verteidigung im April 1945 fällt, wartet auf die über 100.000 verbliebenen Königsberger die Hölle. Die russische Führung gibt die Stadt drei Tage lang für Plünderung, Brandschatzung, Mord, Totschlag und Vergewaltigung von Frauen und Mädchen frei.

    Danach sorgen Hungerterror, Zwangsarbeit, Kälte und Gewalt dafür, daß 1947 gerade noch 24.000 Deutsche nach Mitteldeutschland abgeschoben werden können – alle anderen haben die Horden ermordet.

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      Erklärbär am

      Weiterführend müsste hier Koch kommen, der für den ganzen Schlamassel verantwortlich war und sogar Laschs Verurteilung zum Tode bewirkte.

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    Die die diesen Krieg angerichtet haben, ,müssen wir heute noch finanzieren. Es ist wirtschaftlich genau so wie vor dem 1.WK. Frankreich und England ging es damals auch wesentlich schlechter als Deutschland, deshalb musste ein Krieg her.

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    Adolf Oskar Kirsch am

    Königsberg war wirklich die Hölle, mein Opa kämpfte dort als Infanterist 1945 mit und er wurde auch sehr schwer verwundet und kam ins Lazarett, mein Opa Jg. 1922 Träger des Eisernen Kreuzes, des Infanterie Sturmabzeichen in Silber, der Nahkampfspange in Silber und Verwundeten Abzeichen in Gold, aber alles schon vor Königsberg bzw. in Russland bekommen, ist für mich der beste Zeitzeuge und auch Held der für Deutschland kämpfte, laut Opas Aussage sollte er für seinen Einsatz im täglichen Häuserkampf in Königsberg die Nahkampfspange in Gold noch bekommen, doch zur Verleihung kam es nicht mehr.

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    Gardes du Corps am

    Die Urgroßmutter (*1916) meiner Tochter überlebte Königsberg mit zwei kleinen Kindern. Der Mann als Feldwebel in Russland vermißt, die Eltern verhungert, andere Verwandte erschlagen, zu Tode vergewaltigt … wurde sie 1948 in die SBZ ausgewiesen und lebte bis zu ihrem Tode 95-jährig bei Magdeburg.
    Zu DDR -Zeiten war es ihr untersagt, über ihre Erlebnisse e zu sprechen, galten doch die Sowjets damals – und heute unverständlicherweise wieder – als die heroischen Befreier, von denen keine Gräuel ausgingen.
    Jetzt fehlen die Zeitzeugen und die linksgrünfaschistische Propaganda kann ihre Deutschenverdummung und Verleumdung einer ganzen Generation ungehindert durchführen… Danke, daß ihr erinnert!
    Unsere Großeltern waren keine Verbrecher!

    p.s. ich war 2012 in Kaliningrad / ehem. Königsberg, und habe mir vor Ort ein Bild gemacht

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      Paul der Echte am

      Königsberg den Namen des bolschewistischen Verbrechers Kalinin zu geben und unter dem KGP Mann Putin zu behalten sagt alles zum derzeitigen Verbrechersystem aus.

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        Emmanuel Kant am

        Königsberg war einmal einer schönsten Städte Deutschlands und die Wiege Preußens.

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        Rechtsstaat-Radar am

        @Immanuel Kant:-
        So ist es. Königsberg war die heiligste Stätte für uns Preußen, der Ort, an dem unsere Könige gekrönt wurden.

        Nach dem (derzeitigen) Verlust Königsbergs ist nun Potsdam die heiligste Stätte aller Preußen. Hier am Ort von Friedrich dem Großen, der schönsten Stadt Deutschlands, muss die Garnisonskirche, in der unsere preußischen Generäle vereidigt wurden, nun unverzüglich wieder errichtet werden. Auch muss eigentlich die Bundeswehruniversität von der durch und durch unmilitärischen Stadt Hamburg nach Potsdam verlegt und Potsdam wieder bürgerlich zurück geformt werden. DDR und Stasi-Hochschule sollten der Preußen-Stadt das Genick brechen, konnten es aber nicht.

        Pro Gloria et Patria!

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        Rechtsstaat-Radar am

        @Paul DER ECHTE:-
        Der Oberverbrecher war und ist Helmut Kohl und mit ihm seine US-hörige CDU. Die Russen boten CDU-Kohl kurz nach der Wiedervereinigung von Mittel- und Westdeutschland, als sie für kurze Zeit demoralisiert und am Boden waren, die Rückgabe Ostpreußens (oder besser gesagt, des nördlich, russisch besetzten Teils) an. CDU-Kohl lehnte ab. Deshalb sitzen noch heute die Russen in Königsberg und ist das alte Kulturland, Ostpreußen, inzwischen von Sümpfen zurück erobert, sind unsere prächtigen Gebäude, Kirchen, Denkmäler usw. zerfallen oder werden dies in wenigen Jahren sein.

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