Wegen „Rassismus“: König Melchior hat Auftrittsverbot in Ulmer Weihnachtskrippe

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Der Kirchengemeinderat des Ulmer Münsters hat die Heiligen Drei Könige, auch bekannt unter die „Weisen aus dem Morgenland“, aus seiner Weihnachtskrippe verbannt. In der Darstellung von Jesus‘ Geburt nach dem Lukas-Evangelium kamen sie schließlich auch nicht vor. Damit wolle man den schwarzhäutigen Melchior aus einer möglichen Rassismusdebatte nehmen – und unterschlägt Balthasar und Caspar gleich mit.

Laut dem Evangelischen Pressedienst habe der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Krippe in einer anderen Variante zu zeigen. Zum einen sei der vor etwa 100 Jahren gestaltete Ulmer Melchior vermutlich der einzige heilige König mit einer Brezel in der Hand, zum anderen „spreche er mit seinen wulstigen Lippen, seiner Körperfülle und seinen Goldreifen an den nackten Fußknöcheln rassistische Stereotype an“, erklärt Dekan Ernst-Wilhelm Gohl.

Vor rund 30 Jahren sei die historische Krippe gestiftet worden mit der Auflage, sie alljährlich am ersten Advent im Münster auszustellen. Es gehe auch nicht darum, den schwarzen König, der zudem Federschmuck trägt, zu unterschlagen. Die Art seiner Darstellung aber sei problematisch, fragwürdig. Sie unterstreiche Stereotype, „die man heute als rassistisch bezeichnen muss“, so Gohl.

Das sieht die aus Kamerun (Westafrika) stammende Sängerin Siyou Isabelle Ngnoubamdjum ebenso: „Ich finde die Figur verächtlich, rassistisch und in keinster Weise wertschätzend. Und selbstverständlich bin ich froh, das es darüber endlich eine Debatte gibt. Aus meiner Sicht ist Aufarbeitung der einzige richtige Weg.“ Ob sie eine solche angestoßen hat, ist nicht bekannt, zumindest soll nach Weihnachten über Melchiors Zukunft öffentlich diskutiert werden, betont Gohl. Diesjährig aber werde die Münstergemeinde die Weihnachtsgeschichte nach Lukas erzählen: Dort gebe es keine Heiligen Drei Könige. Und somit keinen Ärger…

Die Tradition der Weihnachtskrippe im frühen Christentum – die Darstellung von Jesus Christus in einer Bethlehem nachempfundenen Modelllandschaft – wurde in der Tat zunächst nur nach dem Lukas-Evangelium dargestellt und beschränkte sich auf das Jesuskind in einer Futterkrippe, lediglich umgeben von Ochs und Esel. Erst im Mittelalter gesellte sich seine Mutter, Maria, hinzu. Papa Josef gar noch später. Und auch Schafe und ihre Hirten spielten erst später eine Rolle.

„So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war“, heißt es bei Lukas 2,4–7.

Doch bereits ab 500 n.Chr. gab es bildliche Darstellungen, auf denen drei Weise dem Gotteskind ihre Geschenke überbringen, wie Mosaiken in Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna und in Santa Maria Maggiore in Rom belegen. Sie werden im Matthäus-Evangelium als „Sterndeuter“ oder „Magier“ bezeichnet, da sie vom Stern von Betlehem zu Jesus geführt worden seien. Ihre Namen Caspar, Balthasar und Melchior werden erstmals im 6. Jahrhundert erwähnt.

Die Sprache der Political Correctness entlarven! Sprache als Werkzeug der Repression & Gedankenkontrolle: Die von den System-Medien vorangetriebene Infantilisierung unserer Sprache hat inzwischen groteske Ausmaße angenommen. Deutsche Gazetten quellen über von Worthülsen, Begriffsumdeutungen, halbwahren Floskeln, wohlfeilen Mustersätzen, linguistischen Simplifizierungen, Kampfbegriffen und ewig gleichen linkspädagogischen Argumentationsmustern, die das Denken der Menschen normieren, ja ausschalten sollen. Und auch immer mehr Minderheitengruppen nehmen das Szepter in die Hand und bemühen sich um die Abschaffung von gewachsener Kultur – angeblich unter dem Deckmantel von Rassismus. Hier bestellen

Letzterer wohl im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung nicht mehr. Zumindest – vorerst – in Münster nicht mehr. Er fällt ebenso wie Straßennamen, Denkmäler oder Firmenlogos dem vermeintlichen Rassismus, den man allerorten wittert, zum Opfer. Davon betroffen ist auch der „Zwarte Piet“, der dunkelhäutige Helfer des niederländischen Nikolaus‘. Und so werden europäische Traditionen, die durchaus auch eine Hommage an Schwarze sind, vom linken Zeitgeist wie „Cancel Culture“ oder von zugereisten Minderheiten, die sich hierzulande diskriminiert und in der Opferrolle sehen, nach und nach ausgelöscht.

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25 Kommentare

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    Im Gegenteil! Die Darstellung eines Schwarzafrikaners in Krippendarstellungen zeigt eher eine gelungene Integration und Gleichberechtigung im Gegensatz zu Pabst Julius´ Behauptung Schwarzafrikaner seien eher Tiere und nichtt zu missionieren, Indigene Amerikas dagegen schon.
    Auch macht das keinen Sinn, einen König – der Rang sagt schon aus, daß man Schwarze auch als Herrscher und Reiche gesehen hat, nicht nur als Sklaven und einfache Arbeiter – aus einer heißen Gegend wie einen Grönländer anzuziehen!
    In dem Punkt sollte man besser sagen, daß es keinesfalls sinnvoll und sogar fortschrittlich ist in den Tropen "westliche", sprich US-Amerikanische Kleidung zu tragen! Die verlangt energieverbratende, ungesunde Klimaanlagen und macht die Leute in den feuchtheißen Gegenden nur krank! (Die Sachen verschimmeln am Körper!) Den Menschen ihre angestammten Trachten madig zu machen ist erst recht eine Form von Benachteiligung = Diskriminierung!

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    armin_ulrich am

    "Davon betroffen ist auch der „Zwarte Piet“, der dunkelhäutige Helfer des niederländischen Nikolaus‘."
    Für diesen gibt es einen naheliegenden Ersatz, nämlich den "Feldgrauen Fritz".
    Dieser führt die Befehle aus, die ihm Santa Klaas zubrüllt.
    Er bestraft die unartigen Kinder in den Niederlanden dadurch, daß er ihnen das Fahrrad wegnimmt ("He, kleiner Fratz auf dem Kinderrad" sang schon Herman van Veen), die artigen Kinder werden natürlich auch bestraft durch Fahrradentzug.
    Fritz und Santa Klaas kommen natürlich mit einem Wehrmachtslastwagen für die ganzen Fahrräder mit einem großen Balkenkreuz.

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    Rumpelstielz am

    Vielleicht sollte man die Hirnamputies der "alles Wissenglaubenkaste" sagen, dass dieser Melchior eher kein Schwarzafrikaner war, sondern aus Äthiopien stammte – und damit asiatische Wurzeln hatte. Die Einwanderung von Negroiden nach Äthiopien geschah später durch Versklavung. Die Bundeslade der Israeliten wird auch in Äthiopien vermutet. Ebenso wie Sterndeutung niemals Afrikanischen Hintergrund hatte. Die hatten es eher mit Naturreligionen.

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    Und die sog. Kirchen sind dabei

    Tatsache ist, in Amerika brennen die Städte, es wird geraubt und gemordet wie nie zuvor in der Geschichte. Aber nicht durch sog. Rechtsextremisten, sondern durch die Linken, die Antifa-Horden mit ihren schwarzen Terroristen – immer im Auftrag der NWO und UNO
    Das sind Fakten, die auf der Hand liegen. Genau wie in der BRiD, wo es so gut wie keine "Rechte Gewalt" gibt, dafür aber Brandanschläge durch die Linken,
    Massentötungen durch die lieben Fremden.
    Wenn eine sog. "Rechte Gefahr" zusammengelogen wird, dann handelt es sich in der Regel um Systemverbrechen wie die NSU-Morde.

    Der NSU-Opferanwalt Thomas Bliwier nannte das öffentlich im Fernsehen "Betreutes Morden".

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    DER beschnittene MAXX am

    Bei dem Artikel fällt mir ein = Wo ist compacts Artikel Pöbel-Uschi geblieben ???

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    Wird demnächst auch noch die Bibel verboten?

    Aus der Zahl der Kirchenaustritte haben die immer noch nichts gelernt.

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    Rainer Ritzel (Direktor des Films “Mit 22 Jahren wollte ich noch nicht sterben” schrieb am 19.6. 2013 auf vielspassimsystem.wordpress einen Artikel mit dem Titel: “Ausbruch aus dem geistigen Umerziehungslager”. Zitat:
    “Ich kann mir auch vorstellen, daß man Kriegerdenkmäler schleifen wird (weil sie die angeblich so schreckliche Wehrmacht verherrlichen würden) und Straßennamen, die sich auf die Ostgebiete beziehen, umbennen (vielleicht weil sie „polnische“, „russische“ und „tschechische“ Städte zu deutschen „verfälschen“ würden), aus einer „Danziger Straße“ würde dann zum Beispiel eine „Nelson-Mandela-Straße“. Das trau ich denen zu.” Zitat Ende.
    Rainer Ritzel schrieb das Mitte 2017. 2020 wurde das alles schon wahr und wird, wie man lesen kann, immer wahrer.

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    Vielleicht sollte man den Melchior durch Nawalny ersetzen?
    Ist nur so ein Gedanke, aber so schlägt man 2 Fliegen mit eine Klappe…

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    Neues aus Schilda am

    Einfach heimlich einen "Negerkuss" dazustellen und der Staatsschutz ermittelt. "Mohrenkopf" geht auch.

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    Die Scheinheiligen am

    Als man 2015 Antichristen ins Land holte, die dann auf dem Berliner Weihnachtsmarkt Menschen töteten und seitdem diese Feste nur noch hochgesichert werden müssen….hat die Kirche und die Politik ihre Maske der Glaubwürdigkeit fallengelassen…

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    Die Kirche in der brd lästert Gottes Offenbarung. Austreten aus dem teuflischen Club!

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    Die heiligen drei Könige werden vermutlich keine Weißen gewesen sein. Außerdem werden sie auch Weisen genannt, eigentlich sollten sie also stolz darauf sein. Es ist von der Kirche erbärmlich, das sie so angepasst ist, das sie sogar im Vorfeld jede Diskussion verhindern will, sie Opfern lieber ihre Tradition, die ihnen sonst so wichtig sind. Und da wundern sie sich, das die Menschen aus der Kirche austreten. Aber vielleicht befürchten sie auch, das die Schwarzen fordern könnten, das die drei alle Schwarz sein müssen. Ich finde dieses Theater einfach nur noch lächerlich und überflüssig.

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    Was geht einfacher als das. Die dummen Bürger merken nichts davon. Schon vor Jahren hatten die Niederlande den schwarzen Piet abgeschafft. Einfacher wäre gewesen wenn es nicht gefällt, geh dahin wo es schön ist.

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    HEINRICH WILHELM am

    Sie errichten solange geistige Barrieren, bis sie erkennen müssen, dass sie sich selbst eingemauert haben und es kein Entrinnen mehr gibt. Und dünken sich derweil als erhaben und weise…

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      Genau DAS werden sie aber nicht erkennen … denn wenn sie es erkennen KÖNNTEN … dann hätten sie gar nicht erst begonnen im Geistigen überall feinstens abgegrenzte Reviere zu errichten – also genau DAS was sie in der realen Welt erbittertst bekämpfen und unter keinen Umständen mehr zulassen wollen (no border …).

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      Hans von Pack am

      Ja, die "Steinzeit-Kommunisten" besitzen schon immer ein Talent, sich selbst "einzumauern", geistig und räumlich – Walter Ulbricht läßt Sie vielmals grüßen, Herr Dekan Gohl!

      Seit der Kindheit habe ich die 3 Weisen oder "Könige" aus dem Morgenland immer als Ausdruck rassischer und kultureller VIELFALT empfunden: nicht nur Weiße, sondern auch Schwarze kommen zum Jesus-Kind und beten es an.

      Nun soll das genau das Gegenteil sein: "Rassismus", wenn man einen Jesus anbetenden Schwarzen darstellt! Neger haben nun mal "dicke Lippen" und sind auch an anderen Körperstellen besser ausgestattet als wir Bleichgesichter – daß einzelne aber einmal bei uns eine solche "dicke Lippe riskieren" würden und uns VORSCHREIBEN wollen, WIE WIR ZU DENKEN HABEN, nämlich kommunistisch, das schlägt nun wahrlich dem Faß den Boden aus.

      Luthers Kirche ist TOT – sie weiß es nur (noch) nicht! Raus aus diesem übrig gebliebenen Kommunisten-Verein, der aus lauter Selbstzweifeln auf seine eigenen Traditionen scheixxt…

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    Man könnte es auch als Ehre und Anerkennung interpretieren, wenn ein Schwarzer, noch dazu im Stand eines Königs, an der Versinnbildlichung der christlichen Weihnachtsbotschaft Anteil hat.

    Aber soweit reicht der Horizont bestimmter Leute leider nicht. Dumm nur, daß es inzwischen zum guten Ton gehört, deren Kleingeistigkeit zum Maßstab für die gesamte Gesellschaft zu machen.

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    Hahaha…
    Wenn man denkt es geht nicht Irrationaler, dann sind die evangelischen und auch katholischen Pseudo-Christen voll im NWO-Wahnsinnstrend !
    Warum leben die Redelsführer der Pseudo-Christen nicht in Somalia, Saudi-Arabien oder in der Türkei ?
    Da können die sich Wohl fühlen mit ihrem verschrobenen Gedankengut !

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      Andor, der Zyniker am

      @ L.BAGUSCH

      So doof sind die nun auch wieder nicht. Die leben nicht dort in der Türkei,
      Somalia oder Saudi-Arabien sondern hier, weil man viele ihre irren Vorfahren
      dort schon vor Jahrhunderten ausgerottet hat. Der Rest flüchtete zu den
      Barbaren und missionierte.
      Hier in relativer Sicherheit der "barbarischen" Westlichen Wertegemeinschaft
      übt man sich verbal in Nächstenliebe, was für diese Pseudo-Christen heißt
      seine Feinde zu lieben, sich selbst zu hassen und den eigenen Glauben
      zu verleugnen. Verrückter geht‘ s nun wirklich nicht, außer dem Henker noch
      das Schwert zu schärfen und als letztes sich der Vulven-Malerei zu widmen.
      Ist aber alles nur Rhetorik, Selbstbeweihräucherung, also Show.
      Wenn das der Herrgott wüsste.

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    Die Bibel muss umgeschrieben werden ,da fehlen bei diesem Scheunengaudi die Schwulen und Lesben,die demokratischen Politiker und Merkel…..die würde sofort fordern , dass die EU eine ordentliche Absteige baut
    und eine Merkel GMBH Deutsch-Islam…..

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      "… da fehlen bei diesem Scheunengaudi die Schwulen und Lesben… "

      Sie haben noch die berühmten "bi-, trans- und queeren Menschen" vergessen! Die müssen spätestens zu diesem … äh … tja, also ‚Weihnachtsfest‘ geht gar nicht (mehr) – da muß was Moderneres her, denn damit würden schließlich alle anderen Religionen, die hier zwischenzeitlich angesiedelt wurden, ausgeschlossen werden.

      Es muß also irgendetwas … Neues … Modernes … Inkludierendes … und im Zweifelsfall natürlich ‚Schwules‘ her. Das dürfte eine Aufgabe für den Berliner Senat werden. Oder im vielleicht auch den Bremer Senat. Oder gleich beide zusammen .. CRY

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      Uch habe eine Idee ……

      Merkel wird die Stelle der Maria, Mutter Jesu übernehmen , Steinmeier den Josef, den Ziehvater Jesu und Amthor das geborene CDU SPD CSU Jesuskind .Ochs und Esel – Seehofer und Martin Schulz. ( Anm. WKIPEDIA :„Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt’s nicht, und mein Volk vernimmt’s nicht.“ Von hier aus, so wird angenommen, hielten Ochs und Esel schon in den ersten Jahrhunderten Einzug in den Stall zu Bethlehem. Die Aussage stimmt …… sie kamen schon vor langer Zeit in den Stall zu Bethlehem….)
      Hirten und Schafe …. Laschet nebst einem Haufen Gutmenschen ….
      Drei Weise aus der Merkel GmbH : Drosten,Spahn und Söder
      Der Verkündigungsengel …. : Claudia Roth im Papageien Outfit…..

      Begleitmusik …Oh du fröhliche ,oh du seelige schöne Merkelzeit ……

      Die Hütte ….Merkels Islambunker ….

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