Q10 – warum diese drei Zeichen für mehr Energie und Gesundheit stehen

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Nicht nur weil wir älter werden, sondern auch die Umweltbelastungen steigen, empfiehlt es sich den Q10-Spiegel regelmäßig zu prüfen. Dass Q10 bei Herzschwäche, Muskelbeschwerden und vor allem als Energielieferant wertvolle Dienste leistet, spricht sich immer herum. Auch Sportler können davon profitieren. Ab 40 Jahren sinkt die körpereigene Produktion von Q10 unter eine kritische Marke. Zeit zu Handeln!

Was ist Q10?

Q10 ist ein vitaminähnlicher Stoff und steckt in vielen Multivitaminprodukten, in Cremes und in Getränken. Oft wird es auch als Anti-Aging-Mittel hoch gelobt. Dabei kann es vielmehr und ist besonders wichtig bei der Energiebereitstellung.

Denn ohne Q10 könnten unsere Zellkraftwerke – die Mitochondrien – die Nahrungsenergie nicht in Zellenergie umwandeln. Dass es darüberhinaus auch noch unser Herz, Muskeln und Gedächtnis stärken kann und bei vielen zumeist chronischen Erkrankungen einen guten Dienst tut, lässt es fast schon wie ein Wundermittel erscheinen.

Weit gefehlt, denn tatsächlich kann unser Körper das Q10 auch selbst herstellen. Bloß, dass diese Produktion im Laufe des Lebens nachlässt. Bereits mit dem 20. Lebensjahr sinkt die körpereigene Herstellung von Q10. Mit 30 ist es bereits spürbar, ab 40 sinkt das Niveau bereits auf 70 Prozent. Dabei weiß man inzwischen, dass schon ein Q10-Mangel von 25% die Energieproduktion (ATP) in den Mitochondrien spürbar sinken lässt.

Schon geringe Erhöhung des Q10-Spiegels ist gut für unsere Energie

Da die körpereigene Q10-Bildung nicht dazu ausreicht, dass an alle Q10-Rezeptoren der Mitochondrien auch tatsächlich ein Q10-Molekül andocken kann, ist die Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 oft unmittelbar spürbar.

Zwar könnte man auch versuchen über ausgewählte Lebensmittel, vor allem Fisch, Fleisch, Eier oder Milchprodukte, den Q10-Spiegel nach oben zu treiben. Jedoch wird dies kaum gelingen, da der Gehalt an Q10 nicht ausreicht. Schon gar nicht, wenn ein Q10-Mangel vorliegt. Man spricht von ca. 5 Prozent, die man durch Nahrung den Q10-Spiegel erhöhen kann.

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Die regelmäßige tägliche Zufuhr von 100 bis 200 mg hochwertigem Q10 ist ausreichend, um die Energiegewinnung in den Mitochondrien wieder auf das notwenige Maßzu bringen. Man vermutet, dass dies der Grund dafür ist, dass das Coenzym Q10 bei Muskelbeschwerden häufig so eine positive Wirkung zeigt, da es die Energieversorgung der Muskulatur verbessert.

Eine US-Studie schon aus dem Jahre 2007 legt sogar nahe, dass der positive Effekt bereits ab 100 mg täglich zu wirken beginnt. Hier hatte bei einer entsprechenden Patientengruppe die Schmerzintensität nach 30 Tagen um 40 Prozent abgenommen.

Dieses Ergebnis konnte eine weitere Studie zu Q10 aus dem Jahre 2018 bestätigen. Diese Metastudie wertete alle bisherigen Studien zum Thema Q10 aus. Sie zeigte neben der positiven Wirkung von Q10 auch, dass manche Q10-Studien keine oder nur geringe Wirkungen auswiesen. Hier liegt die Vermutung nahe, so die Forscher, dass die oft eingesetzten 100 bis 120 mg zu gering seien und es daher zu einer Unterdosierung mit Q10 kam.

Besonders diejenigen, die Cholesterinsenker (Statine) nehmen müssen, werden die positive Wirkung des Coenzyms Q10 inzwischen zu schätzen wissen. Denn damit können die häufig auftretenden Muskelbeschwerden (Myopathien) wirksam bekämpft werden.

Zwar wird davon ausgegangen, dass nur etwa 10 Prozent der Patienten, die Statine regelmäßig einnehmen, mit solchen Nebenwirkungen wie Muskelbeschwerden zu kämpfen haben, wenn man aber bedenkt, dass etwa jeder Dritte in Deutschland einen zu hohen Cholesterinspiegel hat, werden diese 10 Prozent plötzlich zu einer großen Zahl.

Dabei sind die Muskelbeschwerden nicht ganz ohne: Man spricht von Muskelschmerzen, Muskelkrämpfen, Muskelsteifheit oder auch Muskelschwäche. Im schlimmsten Falle kann sich der Muskel sogar immer weiter auflösen. Hier ist das Ende akutes Nierenversagen mit Todesfolge.

Ein guter therapeutischer Ansatz ist es, Q10 vorbeugend regelmäßig in Form eines geeigneten Präparates einzunehmen. Denn die Statine sind nachgewiesener Maßen ein Q10-Räuber. Das bedeutet, wer die 40 überschritten hat und zusätzlich auch noch Cholesterinsenker nehmen muss, ist doppelt gefährdet. Einerseits durch die natürlicherweise sinkende körpereigene Produktion und dann geben die Statine den Rest.

Astaxanthin, der vielfältige Wunderstoff

Schon ein Q10-Mangel von 25 Prozent hat bereits spürbare Auswirkungen auf die Energiebereitstellung durch die Mitochondrien. Werte, die weit höher liegen, sollten daher Anlass zu größter Besorgnis sein.

Gerade neuere Studien ergaben, dass bereits die tägliche Gabe von nur 20 mg von den Statinen Simvastatin und Pravastatin genügen, um den Q10-Spiegel um 40 Prozent zu senken. Bei Patienten, die einen niedrigen Coenzym-Q10-Spiegel in den Muskeln hatten, konnte in den jeweiligen Untersuchungen eine verringerte Mitochondrien-Funktion beobachtet werden.

Eine verringerte Mitochondrien-Funktion bedeutet weniger Energie für jede Zelle des Körpers. Es bedeutet Müdigkeit und Abgeschlagenheit – und es bedeutet schwache Muskeln, so dass man sich kaum bewegen will.

Man kennt inzwischen mindestens zwei Mechanismen, über die die Q10-Versorgung unserer Zellen gedrosselt wird. Zum einen wird durch Statine die Produktion der Mevalonsäure gedrosselt. Diese ist jedoch notwendig für die körpereigene Q10-Produktion. Statine lassen somit den Q10-Spiegel sinken und zwar sowohl im Blut als auch im Muskelgewebe.

Der zweite Weg ist schon fast fatal. Q10 ist meist irgendwo angedockt, meist an das LDL-Cholesterin. Senkt man durch die Statine den LDL-Spiegel, so sinkt automatisch der Q10-Spiegel.

Darüberhinaus lassen eine schwächere Energieversorgung unsere Zellen angreifbarer werden für das Werk der freien Radikalen. Hier bedarf es dann der zusätzlichen Unterstützung durch gute Antioxidantien, etwa solchen wie das Astaxanthin oder OPC welche sind. Wer dann noch zusätzlich die Q10-Versorgung ankurbelt entweder durch gezielte Ernährung oder/und durch die zusätzliche Einnahme von guten Q10-Präparaten, ist dann wieder auf der sicheren Seite.

Von innen wird die Produktion der Mitochondrien durch ausreichend Q10 gestärkt und von außen helfen gute Antioxidantien das Vernichtungswerk der Radikalen zu stoppen. Andernfalls können die sogenannten stillen oder schleichenden Entzündungen im Körper ihr Unwesen treiben. Wohlgemerkt, Entzündungen sind die Antwort unseres Immunsystems. Es reagiert damit auf Fremdkörper, Erreger oder eben die Zellschädigungen, die durch die freien Radikalen in Gang gesetzt werden.

Still meint hier, dass sich die Entzündung von der eigentlichen Ursache abkoppelt. Ständig haben Betroffene vermehrt Entzündungsmarker im Blut, die wiederum das Immunsystem reagieren lassen. In der Folge können sich Autoimmunerkrankungen oder aber auch solche Volkskrankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf entwickeln.

Coenzym Q10

Ein starkes und gesünderes Herz mit Q10

Zusätzlich führt ein guter Q10-Spiegel auch zu einem starken Herzmuskel. Nimmt man Coenzym Q10 ein, dann verbessert sich insgesamt die Muskelleistung. Das ist für Sportler interessant, wie Studien an deutschen Olympiaathleten im Jahre 2012 gezeigt haben. Dort reichten bereits 6 Wochen zusätzlich hochdosiertes Q10 um die Leistung zu steigern. Auch von dem Weltklasseschwimmer Mark Spitz ist bekannt, dass er Q10 einnahm. Das gilt jedoch nicht nur für die Skelettmuskulatur.

Einer unserer wichtigsten Muskel ist das Herz, auch dieses profitiert von einer ausreichenden und guten Q10-Versorgung. Davon können auch Patienten mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) profitieren. In einer aufsehenerregenden Langzeitstudie im Jahre 2013 in Kopenhagen verabreichte man solchen Patienten 2mg pro Körpergewicht. Nach einem Jahr zeigte sich, dass fast 40 Prozent weniger Patienten ins Krankenhaus mussten als Personen einer Vergleichsgruppe.

Es traten auch seltener Lungenödeme, Herzrhythmusstörungen und Herzasthma auf. Auch hier gilt wieder, dass die gute Energieversorgung die Muskelzellen, weniger anfällig macht für das räuberische Werk der freien Radikalen. Wer hier zusätzlich noch unterstützen möchte, kann auf die gute Versorgung mit starken Antioxidantien wie Astaxanthin setzen, denn diese gelten als wahre Radikalenfänger.

Wie das Experiment mit den deutschen Sportlern zeigte, profitieren also auch herzgesunde Menschen von einer zusätzlichen Q10-Gabe. Für Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen gilt das noch umso mehr.

Der Effekt der Bindung von Q10 an das LDL-Cholesterin hat noch eine weitere positive Wirkung. Durch die Bindung des LDL an Q10 wird verhindert, dass das LDL oxidiert. Gerade aber das oxidierte LDL-Cholesterin gilt als enorm gefährlich, da es die Entstehung einer Arteriosklerose fördern kann.

Risiko für Diabetes

Dass ein Q10-Mangel die Entstehung von solchen Volkskrankheiten wie Diabetes erheblich begünstigen kann, haben wir Ihnen bereits hier ausführlich erläutert. Diese Situation wird dramatischer, wenn man auf die Gabe solcher Q10-Räuber wie Statine angewiesen ist.

Für viele Ärzte, die Patienten mit Statinen behandeln müssen, ist dieser Fakt kaum noch interessant. Da oft auch eine Diabetes Typ 2 vorliegt. Daher fällt es den Ärzten oft auch nicht auf, dass die Statin-Einnahme die Diabeteserkrankung noch verschlimmern könnte.

Wer noch nicht an Diabetes erkrankt ist, aber bereits an einer Vorstufe (Insulinresistenz) ist besonders gefährdet. Denn die Statine bewirken die Zahl der Glukosetransporter (GLUT4). Diese sorgen dafür, dass, wenn Insulin an die Zellen andockt, um die Glukose in die Zelle zu bringen, dass die Glukose tatsächlich auch in die Zelle transportiert wird.

Gelangt also weniger Zucker in die Zelle, bleibt der Blutzuckerspiegel entsprechend hoch. Die Insulinproduktion wird angekurbelt, um den Spiegel doch noch zu senken. Zum einen wird die Insulinproduzierende Bauchspeicheldrüse mehr gefordert, zum anderen droht eine Verstärkung der Insulinresistenz der Zellen, was unweigerlich zur Diabetes führt.

Studien haben gezeigt, dass der statinbedingten GLUT4-Reduktion durch eine zusätzliche Gabe von Q10 vorgebeugt werden kann. Wenn also in der Zelle der Q10-Spiegel ausreichend hoch ist, findet entweder gar keine Reduktion der GLUT4 statt oder nur stark gemindert. Da Statine den Q10-Spiegel um bis zu 50 Prozent senken können, was auch die Zahl der GLUT4 schmelzen ließe, trickst man also die Statine mit einer zusätzlichen Einnahme von einem geeigneten Q10-Präparat aus.

Ältere Menschen

Sind besonders gefährdet. Zum einen sinkt im Laufe des Lebens die körpereigene Q10-Produktion und muss entsprechend von außen ergänzt werden. Zum anderen sind es oft auch ältere Menschen, die Statine zur Senkung des Cholesterinspiegels einnehmen müssen. Um dem Raubbau an Q10 durch die Statine vorzubeugen, empfiehlt sich gerade für diese Altersgruppe eine regelmäßige Einnahme entsprechender hochwertiger Präparate.

Grundsätzlich sind sich die meisten Wissenschaftler einig, dass man – insbesondere begleitend zu einer Statin-Therapie, aber auch im Leistungssport – zur Einnahme von Coenzym Q10 raten sollte. Zwar bestünde die Möglichkeit, dass eine Wirkung in manchen Fällen ausbleibe. Dennoch überwiege der mögliche Nutzen, so dass man das Coenzym Q10 in jedem Falle ausprobieren könne, zumal keine schädlichen Nebenwirkungen von Q10 bekannt sind.

Um tatsächlich Wirkungen zu erzielen, sollte die tägliche Dosis mindestens 150 mg Q10 betragen. Leistungssportler nehmen oft sogar mehr als 300 mg zu sich, um eine Leistungssteigerung zu erreichen. Für den Normalbürger reicht aber eine Dosis zwischen 150 und 200 mg völlig aus.

Zusammenfassung

Dass auch gesunde Menschen von einer zusätzlichen Q10-Gabe profitieren, hat sich nicht nur bei Sportlern herumgesprochen. Insbesondere wo die Mitochondriendichte sehr hoch ist, wirkt sich ein Mangel fatal aus. Das sind vor allem die Sinnesorgane, also Nase, Netzhaut und Gehirn. Entsprechend unterstützend kann man hier mit zusätzlichem Q10 wirken.

Mit Q10 kann man auch die Nebenwirkungen von wichtigen Medikamenten wie z. B. Statine reduzieren, zum anderen profitiert nicht nur die Energieversorgung unserer Zellen wie Herz, Gehirn, Netzhaut von einem hohen Q10-Spiegel, sondern die Entstehung von Diabetes, Parkinson, Herz-Kreislauf und anderen auch altersbedingten Erkrankungen wird wirksam behindert.

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