Utes Morgenmagazin, 14.1.: Widerspruch gegen Straßen-Umbenennung ist gebührenpflichtig

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Berlin. „Nachtigall, ick hör Dir trapsen!“ Die Anwohner des Nachtigallplatzes auch. Dieser befindet sich in Wedding im Afrikanischen Viertel und soll bald Bellplatz heißen. Außerdem soll noch die Peters- in Maji-Maji-Allee und die Lüderitz- in Cornelius-Fredericks-Straße umbenannt werden.

Dagegen legten 124 Bürger im vergangenen Jahr Widerspruch ein und bekamen kürzlich die Rechnung für den abgelehnten Einspruch: Der Verwaltungsakt ist mit jeweils 148,27 Euro gebührenpflichtig. Das ist noch günstig! Die Behörde hat nur 20 Prozent von möglichen 741,37 Euro berechnet, weil alle Schreiben gleichlautend ausgefertigt waren. Grund für die Umbenennung sei das kolonialzeitliche Wirken der jetzigen Namensgeber. Die Anwohner wollen gemeinsam klagen. „Die Politik begibt sich auf dünnes Eis“, sagte eine Betroffene. „Wir Anwohner scheinen niemanden zu interessieren.“

Das ist nicht neu; nicht nur in Berlin. Die CDU hat in der Hauptstadt nicht viel zu melden. In Bitburg-Prüm außer auf ihrem Neujahrsempfang des hiesigen Kreisverbandes wohl auch nicht. Eine Namensänderung der Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer bringt da auch nichts mehr. AKK will Ende des Jahres sagen: „Wir können die Menschen in Deutschland so begeistern, wie das früher der Fall war.“

Ich hätte da paar Ideen, aber Merkels Sturmgewehr mit Ladehemmungen meint das Parteiprogramm. „Dieses Land ist schon viel zu lange unter Wert regiert worden. Es wird Zeit, dass sich was ändert.“ Hmm. Wer ruiniert ähm regiert dieses Land seit Jahren?

Die Kanzlerfrage brauchen sich die Beauty-Queens der CDU und SPD nicht wirklich stellen. AKK und Saskia Esken erreichen blamable Umfragewerte im RTL/ntv-Trendbarometer. Mit 22 zu 12 bei 66 Prozent „weder noch“, kann man schon mal klatschen.

zensur spezial09

Der galoppierende Wahnsinn in diesem Land: Es mehren sich die Stimmen, die im Zuge angeblicher Political Correctness die deutsche Geschichte aus dem Straßenbild fegen wollen. Zensur auf der ganzen Linie. Wie schlimm es um die Meinungsfreiheit in unserem Land steht, erfahren Sie in COMPACT-Spezial 9: „Zensur in der BRD“ – einer Chronik der Zensur in der BRD, die mit dem Mythos, dass wir in einem Land mit Meinungs- und Pressefreiheit leben, aufräumt. In Deutschlands TV-, Radio- und Presseerzeugnissen greift die Zensurwut ebenso um sich wie im Bereich der Literatur und wie jetzt in den Behörden. 

Herzlicher wurde die Besetzung eines Motorradgespanns zum 49. Biker-Winter-Treffen auf Augustusburg begrüßt. Im Seitenwagen der Wehrmachtmaschine saß der Führer! Zumindest ein Double. Der Staatsschutz ermittelt. Polizeisprecher Andrje Rydzik sprach von einem denkbaren Tatbestand der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen oder einer Volksverhetzung. Hmm. Ein Polizist vor Ort hat gelacht! Unglaublich. Dienstrechtliche Konsequenzen werden gegen den Beamten geprüft.

In Leipzig auch. Dort sollen Geschädigte der Silvesternacht in Connewitz Anzeigen gegen die Polizei erstatten. Dies forderte der Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz. Verkehrte Welt.

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15 Kommentare

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    Der Nachtigalplatz wurde nach Gustav Nachtigal (1834-1885) benannt und hat nichts mit dem Vogel zu tun (nur ein "l"). Interessant ist,dass die anti-konolialistische SWAPO in Windhoek, Namibia, die dortige Nachtigal Street noch nicht umbenannt hat, im Gegensatz zur Kaiser Wilhelm Allee und der Bülowstraße. Die Berliner sind wieder päpstlicher als der Papst.

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    Rechtsstaat-Radar am

    In Münster (Westfalen), früher einmal als konservative Studentenstadt bekannt, toben inzwischen auch die Hirngeschredderten, Linken und sog. "Grünen". Auch dort hat man nach entsprechender "Volksabstimmung" den Hindenburg Platz in Schlossplatz umbenannt.

    Ich frage mich, wie krank all diese linksgrün gestörten Irren sind!?

    Eigentlich sollten wir in allen deutschen Städten Straßennamen wie "Ostpreußenstraße", "Westpreußenstraße", "Pommernstraße", "Schlesische Straße", "Posener Straße", Danziger Allee, Königsberger Chaussee, Kolberger Straße, Grünberger Straße, Bromberger Platz, Stettiner Allee, Ostpreußendamm usw. einführen. Auf diese Weise ließe sich ein kleiner Kontrapunkt gegen das Vergessen unserer Ostgebiete setzen und deren von den Altparteien gewollte Tilgung aus dem kollektiven Gedächtnis des deutschen Volkes erschweren oder gar verhindern.

    Das gilt natürlich auch für die übrigen Gebietsamputationen, also namentlich das Elsaß, Lothringen, Eupen-Malmedy, Nordschleswig, Südtirol, Sudetenland usw. Ich würde also auch Namen wie Elsaßallee, Lothringen Chaussee, Straßburger Platz, Metzer Straße, Eupen-Malmedy Straße, Meraner Allee, Bozener Platz, Aussiger Straße, Sudentenstraße usw. einführen, flächendeckend und in jeder deutschen Stadt.

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    Seit Jahrhunderten ärgere Ich mich über die dämliche Sitte,durch Straßennamen politisch Stellung zu nehmen.Bei jedem Systemwechsel müssen die Namen geändert werden,mit hohen Kosten. Es gäbe genügend unverfängliche Namen: Tulpenstraße Rosenplatz u.Ä. Wer möchte dagegen in einer Adenauerstr oder Geschwister-Scholl-Str.oder am Rudolf-Breitscheidplatz wohnen? Es sollte nur ein einziger Personenname zulässig sei: Sokratesstr.-in jeder Stadt,in jedem Nest die längste u.breiteste Straße.

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    Man lernt nie aus. Daß (abgelehnte) Widersprüche in manchen Bereichen gebührenpflichtig sein können, ist bekannt. Nicht wußte Ich, daß die Umbenennung einer Straße einen VA an jeden Anwohner erfordern soll. Hat denn der Aw. ein Recht am Namen seiner Straße?

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    Heinrich Wilhelm am

    "Beauty-Queens der CDU und SPD"… Die derzeit wirksamsten Brechmittel am Markt.

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    DerSchnitter_Maxx am

    Wir brauchen keinen Kanzler und schon gar nie mehr ’ne Kanzler*in – was wir wirklich brauchen … muss erst noch ge- oder erfunden werden 😉

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      Wieviel Tonnen CO2 sind denen angerechnet worden, die mussten ja bei der Anzeige atmen? Liegt das im ermessen der Sachbearbeitung?
      … Irgendwo fährt ein Zug nach Nirgendwo.

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    Rumpelstielz am

    Der Stadt oder Gemeinderat bestimmt ob Straßennamen geändert werden.

    Der Dummwähler hat sich daher ein dickes Ding eingefangen und die Sache nicht verstanden.

    »Da muss man für Werte eintreten. Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen.« Walter Lübcke im Oktober 2015

    Entscheidungen nach Gutsherrenart trifft der Gutsherr von Gnaden…

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    Dr. Christian Rohsmann am

    Sind Namen wie Karl-Marx-Platz oder August-Bebel-Strasse nach demokratischem Verständnis "politisch korrekt"? Als Katholik und überzeugter Demokrat mit freiheitlich-konservativer Einstellung möchte ich an einer solchen Adresse nicht wohnen und peinlichen Fragen meiner ausländischen Geschäftspartner ausgesetzt sein.

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      Dr, Rohsmann: Als orthodoxer, ( i.d.:richtigglaubender) katholischer Christ kann man nicht überzeugt für "Demokratie" u. "Freiheit" sein, denn beide sind Erfindungen des Teufels.

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      Rechtsstaat-Radar am

      Schauen Sie einmal nach Potsdam (Babelsberg-Nord). Dort, mitten durch die sog. "Villenkolonie" verlaufen Straßen, wie "Karl-Marx-Straße", "Rosa-Luxemburg-Straße", "Karl-Liebknecht-Straße"…

      Ich wohl nicht erwähnen, dass es sich hierbei um Straßennamen handelt, die während der kommunistischen Gewaltherrschaft der SED-Diktatoren eingeführt wurden. Zuvor hießen diese Straßen natürlich bürgerlich-korrekt und hatten schöne Namen. Glücklicher Weise gibt es Abzweigungen der Karl-Marx-Straße, die nach berühmten deutschen Medizinern benannt sind. Eine solche Straße, für deren Namen man sich nicht schämen muss, heißt "Virchowstraße". Eine andere Robert-Koch-Straße"…. 🙂

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    Querdenker der echte am

    „Dieses Land ist schon viel zu lange unter Wert regiert worden. Es wird Zeit, dass sich was ändert.“

    Erstaunlich! Das das Merkels Sturmgewehr mit Ladehemmungen schon erkannt hat! Aufgeweckte wissen das schon gar lang!!

    Da kann man nur die Mathematik bemühen:

    Minus plus Minus = Minus- immer!
    Oder Wertlose plus Wertlose produzieren immer Wertloses!!

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      Jeder hasst die Antifa am

      Wenn man von Minusgestalten regiert wird kann bloss Minus herauskommen.

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      Rechtsstaat-Radar am

      Sie müssen sich fragen, warum das deutsche Volk all diese Altparteien und deren führende Kretins immer und immer wieder wählt? Das ist die entscheidende Frage! Es sage heute niemand mehr, er habe nichts gewusst. Besser müsste ich wohl sagen, es sage heute keine (deutsche Wählerin) mehr, sie habe nichts gewusst! Das deutsche Weib hat schließlich bereits den Spezialdemokraten Schröder gewählt, weil der die "schöneren Krawatten" trug.

      Kein Witz!

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