Ständig müde und abgespannt? Häufige Ursachen – und was wirklich hilft!

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Geht es Ihnen auch so? Schon am frühen Morgen fühlen Sie sich schlapp und müde. Obwohl Sie eigentlich gut geschlafen haben. Zwischendurch am Tage müssen Sie immer wieder gähnen. Von Konzentration und Frische keine Spur. Kommen dann noch aktuelle Sorgen wie jetzt wegen Corona hinzu, verstärkt sich der Druck, endlich zu einem gesunden Schlaf zurückzufinden. Es gilt die Ursachen für diese Müdigkeit und Abgespanntheit zu ermitteln.

Eigentlich haben Sie doch gut geschlafen! Morgens nach dem Aufwachen fühlen Sie sich trotzdem schlapp und müde. Das geht nun schon eine geraume Zeit so. Wieder andere klagen darüber, dass sie plötzlich am Tage von heftiger Müdigkeit befallen werden. War zudem das Mittagessen noch ziemlich ausgiebig, so wird der plötzliche Drang nach einem Mittagsschläfchen geradezu unwiderstehlich. Blöd, dass einem das meist im Büro passiert.

Über 60 Prozent der Menschen im erwerbstätigen Alter haben schon einmal über Schlafprobleme geklagt. Manche können abends lange nicht einschlafen, andere wiederum wachen plötzlich mitten in der Nacht auf und fühlen sich hellwach. An weiteren Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. Wiederum andere klagen über die Müdigkeitsattacken, die mitten am Tage, meist nachmittags hereinbrechen.

Auch die Krankenkassen schlagen Alarm, da die Schlafprobleme offensichtlich auch den Krankenstand erhöhen. Grund genug für die Schlafforschung, den Ursachen auf den Grund zu gehen, um möglichst Handlungsanleitungen und geeignete Therapieformen zu entwickeln.

Fast unisono hört man von den Schlafforschern, dass es für die Müdigkeit am Tage sehr viele Ursachen geben kann. Viele Menschen schlafen nachts einfach nicht gut und erholsam, ohne es zu merken. Wiederum andere plagen die Schwierigkeiten beim Einschlafen. Während auch das regelmäßige Aufwachen des Nachts mit den beschriebenen Schwierigkeiten wieder einzuschlafen bei nicht wenigen Patienten vorkommt.

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Manche Schlafprobleme bleiben unentdeckt
Wer seine Schlafprobleme bereits kennt, ist oft schon einen Schritt weiter. Meist rührt die Tagesmüdigkeit nämlich genau daher. Wer jetzt Hilfe in einem der über 300 akkreditierten Schlaflabore sucht, ist auf dem besten Wege. Meist geht es im weiteren Verlauf um die Überprüfung der Schlafgewohnheiten. Denn eine konsequente Schlafhygiene kann schon viele Schlafprobleme beseitigen.

Dazu gehört, dass das Schlafzimmer nur dem Schlafen vorbehalten bleiben sollte. Weder lesen noch fernsehen oder gar essen. Das Zimmer sollte gut gelüftet sein, möglichst auch die Nacht hindurch. Dazu gehört auch eine gute Verdunklung. Schon kleinste Lichtspalte können die Melatoninproduktion hemmen und führen so z. B. zum häufigen Aufwachen. Viele weitere Tipps gibts es auch hier.

Man sollte möglichst jeden Tag, also auch am Wochenende immer zur gleichen Zeit schlafen gehen. Da ca. zwei Stunden vorher die Melatoninproduktion einsetzt, sollten anstrengende oder auf- und anregende Tätigkeiten zu dieser Zeit abgeschlossen sein. Dazu zählen auch sportliche Aktivitäten. Rechtzeitig runterfahren bietet dem Melatonin, unserem Schlafhormon, die besten Möglichkeiten uns auch müde werden zu lassen.

Wachen Sie nachts auf und können nicht wieder einschlafen, wechseln Sie den Raum, lesen oder hören entspannende Musik, natürlich nur bei gedämpftem Licht. Schaffen Sie es mindestens vier Wochen lang Ihren Organismus an diesen – neuen – Ablauf zu gewöhnen, wird Ihr Körper diesen Rhythmus lieben und Sie fortan mit besserem Schlafen belohnen.

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Doch andere Schlafprobleme werden erst bei weiteren Untersuchungen festgestellt. Das kann das Schnarchen sein, bei dem es zu Atemaussetzern kommt, die sogenannte Schlafapnoe. Viele Menschen, insbesondere Männer, wissen davon gar nichts. Erst im Schlaflabor findet man diese Störungen. Manchmal hilft es in solchen Fällen, eine Maske während des Schlafs zu tragen.

Mangel im Mineral- und Vitalstoffhaushalt
Das kann zum einen an der Schilddrüse liegen. Deren Hormone haben Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel und damit auf unseren gesamten Organismus. Sowohl bei Über- als auch Unterfunktion kann mit einer entsprechenden Einstellung mit Medikamenten regulierend geholfen werden. Zusätzlich hilft es in der Ernährung, verstärkt auf eisen-, selen- und jodreiche Nahrungsmittel zu setzen. Aber oft fehlen auch wichtige Vitamine wie die der B-Gruppe oder Vitamin D.

Auch Eisenmangel kann sehr müde machen. Fast immer ist ein Magnesiummangel vorzufinden. Das ist besonders fatal, da bei einem solchen Mangel auch immer das Vitamin D nicht aktiviert werden kann. Wer einen Vitamin-D-Mangel feststellt, sollte folglich immer den Magnesiumspiegel im Auge haben bzw. mit sinnvollen Präparaten ergänzen.

Für Schlafmangel kann es noch weitere Ursachen geben. Etwa neurologische Erkrankungen wie MS, Parkinson oder auch eine beginnende Demenz können sich durch ständige Müdigkeit bemerkbar machen. Ebenso belasten Tumore oder chronische Entzündungsprozesse, wie sie bei Rheuma auftreten, den Organismus und lassen uns schlapp, lustlos und oft müde erscheinen. Selbst häufiges Zahnfleischbluten deutet auf eine chronische Entzündung, deren Ursachen schleunigst beseitigt werden sollten.

Hält die Tagesmüdigkeit schon längere Zeit an, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Am besten gleich in einem der Schlaflabore.

Deutschland schläft zu wenig
Zu diesem Fazit kommen neueste Studien. In den letzten zwanzig Jahren haben wir sozusagen fast 30 Minuten unserer Schlafdauer verloren. Die Gründe liegen dafür oft auch im Freizeitverhalten. Ausgehen mit Freunden, einem Hobby nachgehen, fernsehen usw. Das Recht auf faul sein, auf mal früher ins Bett gehen, haben wir uns nehmen lassen. „Deutschland ist übermüdet“, so das Fazit einer großen Krankenkasse.

Aber auch die ständige Erreichbarkeit, die inzwischen den privaten Bereich erreicht hat, führt zu Anspannung und Stress. Die Folge: man ist häufiger unkonzentriert und müde.

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Die vernetzte Gesellschaft
Zwar haben manche große Konzerne eine gewisse Kontakthygiene eingeführt, was bedeutet, dass abends und im Urlaub keinerlei Kontakt zum Arbeitnehmer aufgenommen werden darf. Aber die meisten Menschen arbeiten eben nicht bei den wenigen Großen. Der Rest macht oft nach Feierabend weiter. Ob es noch schnell eine Nachricht Email oder Whatsapp ist, oder in den sozialen Medien „Freunde“ besucht werden müssen. Es geht oft ohne Pause weiter. Nur der Platz vom Schreibtisch auf die Couch wird gewechselt.

Wer dazu noch Geschäftspartner oder Kollegen in anderen Zeitzonen hat, muss sich ggf. an deren Zeitzonen anpassen. Schichtarbeit kann zum Risiko werden. Der Schlafrhythmus gerät aus dem Takt. Im Straßenverkehr, so Experten, gibt es mehr als doppelt so viele Unfälle durch Müdigkeit wie durch Alkohol. Gerade LKW-Fahrer können ein Lied davon singen. Schließlich zeigen Studien, dass schon jeder zweite von ihnen am Steuer eingeschlafen ist.

Weniger Stress, mehr Bewegung
Für mehr als die Hälfte der Deutschen ist Stress ein ernstes Thema. Oft kann man Familie, Arbeit und Freizeit nicht unter einen Hut bringen. In einer Leistungsgesellschaft wie unserer möchte man möglichst überall gut sein. Nirgends werden Abstriche gemacht. So ist der Tagesablauf nicht durch einen Wechsel von Spannung und Entspannung, sondern durch Wechsel der Tätigkeiten gekennzeichnet. Die Folge: Stress wird zum Dauerstress. Auch Freizeitaktivitäten, sind am Ende Aktivitäten. Was bedeutet, dass wir viel zu wenig entspannen.

Wobei hier durchaus aktive Entspannung gemeint ist. Sport und Bewegung als Entspannung. Das heißt, nur im niedrig-intensiven Bereich. Das Ziel ist es, dadurch den Stresspegel zu senken, überschüssiges Cortisol abzubauen und wieder entspannen zu können. Zu einem gesunden Schlafrhythmus gehört auch ein wohl durchdachter Tagesablauf, mit festen und gesunden Mahlzeiten und ausreichend Bewegung.

Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation können ebenso helfen „runter“ zu kommen.
Wer unter Stress steht, hat einen erhöhten Verbrauch an Vital- und Mineralstoffen. Dauerstress führt zu oxidativem Stress für unsere Zellen. Stress kann somit auch Entzündungsprozesse in unserem Körper auslösen. Diesen gilt es vorzubeugen. Mit starken Antioxidantien wie Omega-3, Astaxanthin oder OPC lassen sich regelrecht Depots dieser Entzündungshemmer aufbauen.

Unter Stress, insbesondere Dauerstress, werden verstärkt Stresshormone wie Cortisol ausgeschüttet. Nicht nur dass Cortisol der Gegenspieler unseres Melatonins ist, so steigt auch der Mineralstoffverbrauch enorm. Das betrifft vor allem Magnesium.

Einerseits wird Magnesium verstärkt durch Cortisol „verbraucht“. Andererseits ist Magnesium nicht nur an mehr als 300 Stoffwechselvorgängen beteiligt, sondern steuert z. B. auch die Erregungsweiterleitung an den Nervenbahnen im Gehirn und die Muskelkontraktion. Magnesiummangel hat hier fatale Folgen nicht nur für das Gehirn und das ZNS.

Eine der Folgen: Wir können nicht mehr entspannen. Die innere Ruhe kommt uns abhanden. Schlaf- und Einschlafprobleme folgen und verstärken diesen Effekt. Ein fataler Kreislauf beginnt. Für Schlaf als auch für Stress gilt: holen Sie sich Ihre Entspannung zurück! Mit gesunder und abwechslungsreicher Ernährung und genügend Bewegung finden Sie auf den richtigen Weg zurück.

Zusammenfassung
Deutschland ist übermüdet. Über 60 Prozent der Erwerbstätigen klagen über Schlafprobleme. Neben organischen Ursachen durch schwere Erkrankungen ist vor allem unser Lebensstil dafür mitverantwortlich. Fehlender Schlafrhythmus, übervolles Tagespensum, wenig Bewegung und Entspannung und falsche Ernährung könnte man als wichtige Ursachen für Schlafmangel benennen.

Oft sind auch chronische Entzündungen schuld. Diese gilt es zu finden und die Ursachen dafür zu beseitigen, was ein langwieriger Prozesse sein kann.

Dreht man an diesen Stellschrauben, kommt oft auch der gesunde Schlaf zurück.

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