Scharf-Richter: Von der Klassik in die Kloake

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Der umfassende Abriss unserer Gesellschaft macht vor nichts und niemandem Halt. Sukzessive sollen gerade diejenigen Persönlichkeiten diskreditiert werden, die denkmalgleich für die europäische Kulturgeschichte stehen.

_ von Martin Richter

In einem Anfall von Selbstentleibung ist es keine geringere Institution als die Universität Oxford, die mit neuer Schwerpunktsetzung ihrer Lehrinhalte aufwartet; nicht in irgendeinem Bereich, sondern bezüglich der klassischen Musik. Ein ruhmreiches Aushängeschild unseres Kontinents, ein unterhaltsames, identitätsstiftendes und ausgeklügeltes ästhetisches System, wird von einer der ältesten und renommiertesten Akademien der Welt polemisch und haltlos kritisiert.

Die klassische Musik und ihre Notation seien „kolonialistisch“ zitiert der Stern die britische Alma Mater, ihre Urheber seien „weiße europäische Komponisten aus der Ära der Sklaverei“. Der Lehrplan übe „Komplizenschaft mit weißer Vorherrschaft“, er solle künftig „nicht-eurozentrische Themen“ stärker aufgreifen. Resultat: Es soll mehr Hip-Hop gestammelt als Beethoven gelehrt werden.

Verlogen bis ins Mark

Bei diesem Komponisten aber müssten ja alle globalisierungstrunkenen Mitläufer angesichts der erhobenen Vorwürfe erstaunt die Augenbrauen hochziehen. Hatten sie selbst uns nicht gebetsmühlenartig gepredigt, gerade der Titan aus Bonn stehe für Freiheit und Gleichheit? „Alle Menschen werden Brüder“, das Ideal der Neunten Symphonie, war doch expressis verbis zum europäischen Diktum erhoben und gepflegt worden. Man entblödete sich nicht einmal, das in einen Zusammenhang mit einer außer Rand und Band geratenen Flüchtlingspolitik zu bringen.

Ausgerechnet jetzt, unmittelbar nach dem Beethoven-Jahr 2020 (im Dezember feierte man den 250. Geburtstag des Komponisten), soll ins Gegenteil verkehrt werden, was das Establishment jahrzehntelang für seine eigenen Selbstinszenierungen und Zwecke missbraucht hatte.

Derartige Veränderungen gehen ins Mark. Beginnt die Widersprüchlichkeit dann auch noch, aus allen Poren zu triefen und werden sogar abstruseste Relationen hergestellt, dann lohnt ein Blick auf den größeren Zusammenhang.

Das vorgeschobene Argument derer, die die Historie umschreiben und die gegenwärtigen Verhältnisse durcheinanderwirbeln wollen, ist eine lang gepflegte Pseudo-Überlegenheit der weißen, christlich geprägten, europäischen Bevölkerung. Deren Kolonialismus habe die Entwicklung blühender Landschaften in Afrika und anderen Kontinenten der fünften Welt verhindert. Im Grunde sei es doch überall auf der Erde schon immer gleich gewesen. Die jetzigen Veränderungen würden demnach nicht herbeiphantasiert, sondern seien logische Konsequenz uralter natürlicher und soziologischer Verhältnisse, wie sie immer und allerorts geherrscht hätten.

Elite aus Europa

Die Wahrheit sieht freilich anders aus. Es gibt keinen afrikanischen Shakespeare, keinen indischen Kant und keinen brasilianischen Beethoven. Die herausragenden wissenschaftlich-kulturellen Leistungen der Weltgeschichte wurden nahezu in Gänze vom weißen, europäischen Mann erbracht (der Sonderfall Asien sei hier einmal außer Acht gelassen).

Biologie? Darwin. Physik? Newton. Malerei? So viel Platz ist in der gesamten Print-Ausgabe eines COMPACT-Magazins nicht, als dass hier alles aufgezählt werden könnte, was allein aus Spanien und den Niederlanden stammt. Egal, wohin wir blicken – ob Medizin, Maschinenbau oder Verkehrstechnik, ob  moderne Medien oder Buchdruck, ob Umwelttechnologie oder Raumfahrt , – die Zentren der Forschung, der Lehre und ihrer Umsetzung liegen entweder in Europa selbst oder dort, wohin Europäer einst auswanderten.

Eine frustrierte Meute jedoch missachtet nichts so sehr wie die tausendjährige, offensichtliche Widerlegung ihrer ideologisch verbrämten Wahnvorstellungen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Manchmal ist ein treffendes Schlagwort stechender als eine lange Argumentation, die die ganze Kulturgeschichte ins Feld führt. Machen wir es also kurz. Eine Bongotrommel ist keine Violine.

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24 Kommentare

  1. Damit große geistige Errungenschaften die Menschheit bereichern können, braucht es nicht nur Begabte und Genies, die sie hervorbringen, sondern auch die Fähigkeit und die Bereitschaft auf seiten der Bevölkerung, sie aufzunehmen und wertzuschätzen.

    Ich erinnere mich an eine Deutschlehrerin (ledig, erzkatholisch), die sich bei uns Schülern beliebt machen wollte, indem sie Größen wie Beethoven ("hat dem Alkohol zugesprochen") und Goethe ("war ein Schürzenjäger") madig machte und so versuchte, sie vom Sockel zu stürzen.

    Es gibt eben kleine Geister, die nicht in der Lage sind, auch nur eine ansprechende Notenzeile zu schreiben oder einen spannenden Artikel zu verfassen. Aber Größen wie Beethoven oder Goethe in den Dreck zu ziehen, dazu reicht es noch allemal. Und weil man sich damit über sie stellt, erscheint das eigene Licht dann nicht mehr gar so klein.

  2. Mein Vater hatte einst gesagt: Alle schönen Melodieen wurden schon bis zum 18.Jh. erfunden, im 19.Jh. naja aber das 20.Jh. kannst du knicken!
    Alles Unschöne was diesbezüglich passiert ist, trägt den Begriff "Mission"! Die Europäer der letzten 500 Jahre hielten sich für so überlegen, daß sie meinten, ihre Kultur allen Anderen "beibringen" zu müssen. Und sich entsprechend zu benehmen! Das war der Freibrief zur Gewalt – bist du nicht willig, dann brauch ich Gewalt! Die hier "fähigsten waren die Angloamerikaner.
    Andere Völker, andere Kontinente haben ihre eigenen Kulturen die auch ganz andere Wertvorstellungen haben dürfen als die eigenen! Unter paganistischen Völkern war das normal, daß man das respektierte!
    Die Europäer missionierten erst ihre Religion, dann ihre Sprache, dann ihre Kultur, ihre Tischsitten, ihre Klamotten, usw! Und diese Kulturzerstörung kann man nicht damit "wiedergutmachen" indem man auch z.B. seine eigene Kultur, Musik zerstört! Mission hat überall auf der Welt jahrtausendealte gewachsene Strukturen zerstört – auch wenn das zunächst "gut gemeint" war! Merke: Gut gemeint ist voll daneben!

  3. Mueller-Luedenscheid am

    In Deutschland gab es Bundespräsidenten, die sah man hin und wieder auf Kulturveranstaltungen und Konzerten, der heutige Bundespräsident befriedigt sein kulturelles Bedürfnis mir
    "Saurer Sahne Fischgestank", sagt doch wohl alles über das geistige Vermögen der Sozen aus.

  4. ‚Komplizenschaft mit weißer Vorherrschaft‘???
    Es muss noch ein weiteres, unentdecktes Virus grassieren, welches Wahnsinn auslöst.
    Vielleicht ist es aber auch einfach nur Langeweile von Leuten, die irgendwelche Bullshit-Pöstchen bekleiden.
    Solchen Leuten muss man dann ab und zu mal sagen: "Alter, was redest du für’n Scheiß?"

  5. "Eine Bongotrommel ist keine Violine". Mein Vater drueckte es etwas anders aus als ich ihm von meinen Problemen mit einem Lehrer berichtete. "Mein Junge, auch du machst aus einem Dackel keinen Papagei". Alles gesagt.

  6. heidi heidegger am

    Also das BeitragsBild ist voll porno(graphisch), ey! – ich beschreibe nur, ohne zu wertään; zwar schreiben ditt KopfnussKalliKommentatoren auch glgntl. Sachen wie *Lölles reinhängen in ditt Mulle* o. ä. aber unser Qualitätsforum hat sowas nicht nötich..*näschenrümpf* 🙂

    • Marques del Puerto am

      @NEUGIER ,

      nein es zeigt den Eingang zur neuen Szene-Kneipe der Antifa in Berlinistan. Es muss nur jeden Morgen ein klein wenig durchgespült werden.
      Das war aber im alten „Syndikat“ auch schon so. 😉

      Mit besten Grüssen

  7. Das Vermächtnis Europas ist das Projekt der Aufklärung. Es war Europa das dieses Gewaltige Werk mit Widersprüchen und Negationen begann. Sie erhob sich als Phönix aus den Scheiderhaufen des Großen Bruno am 17.02.1600 18Uhr und endete in den Schützengräben der Weltkriege. Es ist die Europäischen Aufklärung die, die Welt zu dem machte was Sie heute darstellt. (wer kann hoffen aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen; Goethe – Faust) Nun Europa hat es gewagt, trotz Terror Folter und Scheiterhaufen. Waren es nicht die Soldaten Napoleons die die letzten Scheiterhaufen in Spanien löschte. Verneigen wir uns vor den Millionen Opfer dieses titanischen Werkes der uns aus der Geistigen Finsternis zum Licht der Erkenntnis führt.
    Was erleben wir heute: „Marx Leugnung, Theistisierung, Esoterik, Islamisierung“ als spätkapitalistischer Aufklärungs- Verrat.

    Was ist die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts?

    Allegorisch gesprochen!
    Es ist der Kampf von „Kaput Baal“ und Konfuzius!
    Der Menschen fressende Koloss gegen Humanismus und Harmonie.
    Im Denken bei Konfuzius, physisch, wir alle in der Knechtschaft von Baal.

    Klima und CO² der größte Betrug seit den Constantinium.

    Wenn im Westen das Licht der Aufklärung erlischt, geht das nicht an den Universitäten vorbei. Die Nacht wird lang und hat noch nicht mal richtig angefangen.

    • Archangela am

      Kultur hat sich noch nie um Universitätsmeinungen geschert.

      Zur Aufklärung: Die Aufklärung wurde von den Regierenden gezähmt. Man hat versäumt, Kirche und Staat vollständig zu trennen.

      Die heutigen "Aufgeklärten" rennen wieder, wie zu allen sonstigen Zeiten, den blinden und leeren Dogmen hinterher. Diesmal heißen sie CO2 ist schädlich und Gott liebt nur Geimpfte.

      • Es ist die Aufklärung die unsere Kultur geformt hat. Trotz der hinkenden Säkularisation.
        („Verachte nur Vernunft und Wissenschaft des Menschen aller höchste Kraft“- Goethe – Faust)
        („Wenn die Vernunft schläft kommen die Gespenster hervor- Goya)

        Der Kapitalismus brauchte die Aufklärung in seiner Jugend, im Endspiel wird sie ihn Feind.

  8. Was ist Kultur die in 16 Jahren mit Füßen getreten wurde, das große Nichts!
    Sie haben uns gezwungen gemahnt erzogen und diktiert in und mit ihr, doch heute zählt sie nichts mehr im politischen Wahn des Globalismus.

    Ich brauche ihre Kultur nicht mehr…..mir kommt gerade nur noch der Song Creep von Radiohead in den Sinn….“….run run run oh ruuuunn..“!

    • heidi heidegger am

      d-d-ditt ist die Hymne von ditt Ü-Läufi..bah!:

      *..I wish I was special
      You’re so fuckin‘ special
      But I’m a creep
      I’m a weirdo
      What the hell am I doin‘ here?
      I don’t belong here..*

      +++++++++++++++++++++

      Soki, sei still, bitte, und fang nicht an, creepy od. Creep zu äh etymologisierään, hihi..wie kürzlich..LOL

    • jeder hasst die Antifa am

      Bei manchen reicht der Intellekt nur bis Rote Sosse Fischgestank oder Grölemeier und Nuschel Udo

    • Svea Lindström am

      Es geht nichts über Wagner!!! Und der gehört ohne Frage auf jeden Lehrplan.

      • heidi heidegger am

        Bruckner!!!

        Anton Bruckner war ein österreichischer Komponist der Romantik. Seine "Romantische" Sinfonie Nr. 4 gilt als der Inbegriff romantischer Musik bis in die heutige Zeit.

      • Werner Holt am

        @ HEIDI-HEIDI-HEIDI-HEIDA

        Beim Bruckner (dem armen Tropf) als
        glühendem Wagnerverehrer wagnert’s
        aber mehr als gewaltig … 😉

      • heidi heidegger am

        /watch?v=VTVBYG02_jU

        Es-Dur? naaja! also nee, oder? *lach*.. Grüßle, lieber Werner H. 😉

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