Praxis-Alltag mit Corona: ein Arzt erzählt von seinen Erfahrungen

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Es liegt in der Natur der Sache, dass wir die meisten Informationen zu Covid-19 aus den Medien erfahren. Vielmehr: Man kann diesem Orkan eigentlich gar nicht entkommen. Der zweite Aspekt scheint genauso wichtig: Die allerwenigsten von uns werden einen Patienten persönlich kennen, der an Covid-19 erkrankt ist, geschweige denn über Komplikationen zu berichten weiß. Höchste Zeit, einmal mit einem Arzt ins Gespräch zu kommen.

Immer, wenn es um den neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 im Fernsehen geht, wird es dort ganz ernst. Dann verkünden staatstragend dreinblickende Politiker die nächsten verschärfenden Maßnahmen und Beschränkungen. Oder es dürfen unsere TV-Virologen oder -Epidemiologen unwidersprochen orakeln, dass wir erst am Anfang der Infektionen stünden und uns das Schlimmste noch bevorstehen könnte.

Bei der Frage zur Lockerung der Sperren in Deutschland verstieg sich die Bundeskanzlerin sogar zu dem Satz: „Ich wäre aber auch eine schlechte Bundeskanzlerin, oder wir wären eine schlechte Bundesregierung, wenn wir jetzt schon ein Datum nennen würden. Das können wir nicht.“

Nimmt man die TV-Bilder der letzten Wochen, so werden uns stets maskierte Menschen, meist noch im Schutzanzug präsentiert. Diese transportieren entweder Kranke oder Tote. Es entsteht eine Atmosphäre, die eher zu einem Science Fiction passen würde als zu unserer Realität.

Auch unser befragte Arzt erlebt einen anderen Alltag als der Medienhype vermuten lässt. Auf die Frage an ihn, wie denn die Stimmung unter den Corona-Patienten sei? Bekennt dieser: „Ich habe noch keinen Corona-Infizierten gesehen. Und im Praxisalltag spielt Corona auch von Seiten der Patienten so gut wie keine Rolle.“

Dabei kann er die Frage, ob man in seiner Praxis auf Corona teste, schon bejahen. Und zwar nach Vorgaben des RKI. Wenn man Kontakt mit Infizierten hatte oder von einem Risikogebiet zurückkomme und Erkältungssymptome wie Fieber, Schnupfen und Co. habe, dann wird getestet. Viel schwerer wiegt dagegen, dass unter den Ärzten offensichtlich (noch) eine ziemlich große Skepsis existiere, wie sicher der Test (PCR) überhaupt sei.

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Bei Grippe wird eher selten getestet
Bezüglich der Influenza, die uns jedes Jahr heimsucht, kann auch der Arzt nochmals bestätigen: Nicht jeder, der mit grippeähnlichen Symptomen zum Arzt komme, würde entsprechend getestet, da dies keine therapeutischen Auswirkungen hätte: „Getestet wird nur auf explizite Nachfrage und bei speziellem Krankheitsverlauf“. Das ist nicht zuletzt eine Bestätigung dafür, dass die Zahl der Grippefälle jedes Jahr mit speziellen Schätzverfahren ermittelt wird.

Auch in den letzten Jahren wurde niemals speziell massenweise auf Grippe getestet. (Wäre ja eigentlich sinnvoll, da die Grippe sehr ansteckend ist und auch tödlich enden kann). Unser Arzt dazu: „Nein, es wurde nur in Einzelfällen getestet.“

Eigentlich müssten alle positiv getesteten Grippefälle immer auch an die örtlichen Gesundheitsämter gemeldet werden. So sieht es das Infektionsschutzgesetz vor. Doch auch hier bestätigt unser Arzt die gängige Praxis: „in der Praxis wird dies jedoch von den meisten Ärzten vernachlässigt.“

Angesichts von Corona könnte man vermuten, dass mehr besorgte Patienten die Praxen aufsuchen würden. Das Gegenteil sei jedoch der Fall. Die Patientenzahlen seien auf ein Viertel der üblichen Zahlen gesunken. Die Praxen seien angewiesen worden, ihre Patienten zu bitten, nur noch in dringenden Fällen zu ihnen zu kommen, wegen der hohen Ansteckungsgefahr. Daher kämen jetzt viel weniger Patienten zu ihnen.

Engpässe in der medizinischen Versorgung?
Dazu passt die Meldung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank: „Der Coronavirus bringt die medizinische Versorgung gerade an ihre Grenzen, weil in allen Praxen und Apotheken jederzeit damit zu rechnen ist, dass Mitarbeiter in Quarantäne bleiben müssen oder dass aufgrund fehlenden Schutzmaterials die Arbeit eingeschränkt wird. In Facharzt- und Zahnarztpraxen ist bereits ein teilweise deutlich spürbarer Rückgang der Patientenzahlen zu verzeichnen.“
Auch im ambulanten Bereich hätten viele Kollegen ihren Routinebetrieb heruntergefahren, „um Patienten, Personal und sich selbst vor Ansteckung zu schützen.“

 

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Auf die Frage wie es denn in den Krankenhäusern aussehe, antwortet der Arzt, dass es im stationären Bereich Engpässe gebe, weil „die Kliniken ebenso wie alle Branchen derzeit unter Personalmangel leiden“. Es müssten sogar ganze Stationen schließen, weil das Pflegepersonal unter Quarantäne zu Hause bleiben müsse. Aber noch ein weiterer Umstand führt zu Personalmangel: „dass blind per Telefon ausgestellte Krankmeldungen exorbitant zunehmen!“ Viele würden die Gelegenheit nutzen, sich krankschreiben zu lassen, ohne dass ein Grund dafür vorläge.

Da man bei Corona-Symptomen den Arzt anrufen solle, müsse doch das Telefon gar nicht mehr stillstehen, so die Vermutung. Auch das verneint unser Arzt. Das Telefonaufkommen sei nur gering höher. Schließlich wüssten die meisten Patienten, dass man sich bei einem grippalen Infekt meist selbst aus der Apotheke bedienen könne und daher keine Beratung vom Arzt bräuchte.

Schlimme Vermutung zur hohen Todesrate in anderen Ländern
Dahin passt auch der Leserbrief eines Arztes, der vermutet, dass die Todesraten in Spanien und Italien auch deshalb so hoch seien, weil dort viel eher zu fiebersenkenden Mitteln gegriffen würde als z. B. in Deutschland oder anderen nördlichen Staaten. In Deutschland sei es bei Erkältungskrankheiten eher üblich sich zunächst mit den guten alten Hausmitteln zu behelfen. Fieber wird bei uns eher als etwas Normales wahrgenommen.

Anders dagegen in südlicheren Ländern wie Italien oder Spanien. Dort wird schneller mal zu fiebersenkenden Mitteln (Antipyretika) gegriffen. Im Leserbrief heißt es dazu: „Die Unterdrückung des Fiebers aber könnte einen Etagenwechsel der Virusausbreitung von den oberen Atemwegen in die Lunge befördern. Die Häufigkeit schwerer Fälle in Italien ließe sich möglicherweise mit dadurch erklären, aber auch die Häufung schwerer Fälle bei Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern, die womöglich das beginnende Fieber mit Antipyretika unterdrücken um die Arbeit nicht zu vernachlässigen.“, so der Arzt in seinem Leserbrief an das Deutsche Ärzteblatt.

Gäbe es den Coronatest nicht, würden wir von Corona im ärztlichen Alltag nichts merken!
Unser Arzt ist sowohl als Notarzt als auch bei häuslichen Krankenbesuchen unterwegs. Auch hier seien keine Auffälligkeiten zu bemerken: „sowohl Fallzahlen als auch Diagnosen waren wie eh und je.“ Für 90% der Patienten sei Corona kein Thema. Erst, wenn man darauf zu sprechen käme, spüre man Angst und Verunsicherung beim Patienten, so der Arzt weiter.

Von den Ärztekammern würde man derweilen mit Material zu Corona „zugeschüttet“. Darin gehe es um den politischen Willen zur solidarischen Hilfe, den Zusammenhalt in schweren Zeiten, die Problem bei der Beschaffung von Schutzkleidung, Instruktionen zu Hygieneregeln und wie man mit den Abstrich-Entnahmestellen zu Corona zu verfahren habe. Denn hierfür würde immer (noch) der behandelnde Arzt nach den Vorgaben des RKI entscheiden, so die Kassenärztliche Vereinigung: „Die Patienten erhalten vom niedergelassenen Arzt eine Laborüberweisung“.

Allgemeine Erfahrungen mit den Patienten
Hier zeigt sich unser Arzt geradezu erschüttert, wie viele seiner Patienten „sich komplett durch die Medien verunsichern lassen“ und nun ängstlich zu Hause säßen, „was ihnen nicht gut bekommt.“

Er berichtet auch von einer Berliner Allgemeinmedizinerin, die angezeigt wurde, „nur weil sie in einem nüchtern-seriösen Ratgeber an ihre Patienten neben der Priorität zur Einhaltung der Hygieneregeln auch Arsenicum album C30 als homöopathisches Unterstützungsmittel in der Corona-Krise empfohlen hat.“

Dieses sei ein auch in Indien empfohlenes und erfolgreiches in der Corona-Krise eingesetztes Mittel. In Indien ist die Homöopathie offensichtlich erheblich mehr angesehen als in Deutschland. Dort gibt es allein sieben Lehrstühle für Homöopathie.

Unser Arzt befürchtet sogar eine zunehmende Hetze gegen die Naturheilkunde, auf die immer mehr Menschen auch in Deutschland zunehmend setzen würden. Dass wir bei Erkältungskrankheiten damit offenbar seit Generationen sehr gut fahren, haben wir schon weiter oben beschrieben. Abschließend erklärt unser Arzt, dass er „ganz allgemein um unsere freie Therapeuten- und Therapiewahl und die zunehmende Einschränkung von Grundrechten in Deutschland.“ fürchte.

Hilfe und Rat in der Corona-Krise
Der neue Virus Sars-Cov-2 ist einer von vielen, mit denen wir Menschen es tagtäglich zu tun haben. Für alle Viren gelten die gleichen Regeln, um sich davor zu schützen bzw. eine Infektion möglichst gut zu überstehen. Wie Sie Ihr Immunsystem zu Festung machen, haben wir hier erklärt. Wie Sie mit der Angst vor dem Virus umgehen können, finden Sie hier.
Bleiben Sie auch in diesen Zeiten ruhig, lassen sich nicht verrückt machen und bleiben Sie gesund!

Zusammenfassung
Täglich mehrmals werden aktualisierte Fallzahlen zur Infektion mit Sars-Cov-2 in Deutschland veröffentlicht. Nimmt man die jährlichen Grippefälle als Maßstab, sind das derzeit sehr wenig. Und das, obwohl immer mehr getestet wird. Daher kennen wir persönlich kaum jemanden, der getestet, geschweige denn positiv getestet worden ist. Das ist auch die Erfahrung unseres niedergelassenen Arztes. Vielmehr erlebt er eine gewisse Verunsicherung und Verängstigung bei seinen Patienten. Am Ende gilt auch hier: Für seine eigene Gesundheit muss man stets und ständig selber sorgen.

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