Die Herkunft des Wortes Ostern ist nicht eindeutig. Viele meinen, dass er sich von einer germanischen Göttin namens Ostara ableitet, doch das ist umstritten. Das Wissen unserer Vorfahren vermittelt Claudia Ritter in ihrem Buch „Gewürze & Kräuter als Heilmittel“. Mit rund 60 Pflanzenporträts und über 270 Rezepten. Hier mehr erfahren.

    In den meisten europäischen Sprachen ist der Ursprung des Namens für das Osterfest eindeutig. Ob französisch „Paques“, italienisch „Pasqua“, schwedisch „Paskdagen“ oder niederländisch „Pasen“: Alle diese Bezeichnungen leiten sich vom jüdischen „Pessach“ ab, dem Fest, an dessen Vorabend sich der Bibel nach die Kreuzigung Jesu ereignete. Woher aber kommt der Name „Ostern“?

    Die Annahme, dass eine germanische Frühlingsgöttin namens Ostara Namensgeberin für das christliche Osterfest in Deutschland und England (Angelsachsen) gewesen könnte, geht auf den englischen Kirchenhistoriker Beda Venerabilis (673–735) zurück, der in seiner Streitschrift zur Terminierung des Osterfestes, das immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond stattfindet, den Namen „Eostre“ für die germanische Frühlingsgöttin erwähnt:

    „Der Eosturmonat, heute Passahmonat bezeichnet, war früher benannt nach einer ihrer Göttinnen, welche ,Eostre’ genannt wurde, zu deren Ehren Feste in diesem Monat gefeiert wurden.“

    Die Existenz dieser Göttin wird von vielen Wissenschaftlern bezweifelt, es gibt auch keine weiteren Nachweise. Es ist auch nicht wahrscheinlich, dass der Name „Ostara“ eine andere Form für die germanische Göttin Frigg oder Freya war.

    Jacob Grimm (1785–1863) griff in seinem Handbuch der Mythologie die Idee der Göttin Ostara auf und sorgte für eine weite Verbreitung, da er sie für einen Bestandteil der deutschen Kultur hielt. Er zieht auch Eginhard heran, der die alte Bezeichnung „Ôstârmanoth“ für den Monat April erwähnt!

    Germanische Familie vor Beginn der Christianisierung ab dem 4. Jahrhundert. Foto: CC0

    Im Deutschen und auch im Englischen ist die Herkunft des Wortes Ostern oder Easter keineswegs so eindeutig. Einige vermuten einen Zusammenhang zum Osten, der Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs. Die Bibel erzählt beispielsweise, dass das leere Grab Jesu „früh am Morgen, als eben die Sonne aufging“ entdeckt wurde.

    Deshalb wurde die Morgenröte im frühen Christentum zum Symbol der Auferstehung und des Neuanfangs. Viele neue Christen ließen sich „bei Sonnenaufgang“ am Ostermorgen – althochdeutsch zu den ostarun – taufen. Dieser Brauch hat sich bis heute erhalten: In der Osternacht und in den Gottesdiensten am Ostermorgen finden auch heute noch regelmäßig Taufen statt.

    Andere, wie der Deutsche Sprachforscher Jürgen Udolph, verknüpfen den Namen eher mit dem nordgermanischen Begriff „austr“ – begießen. Demnach war es auch in vorchristlicher Zeit in Nordeuropa üblich, die Neugeborenen mit Wasser zu beträufeln und so zu segnen. Im Christentum wurde die Bezeichnung dafür übernommen, weil die Taufe auch ein zentraler Teil vieler christlicher Osterfeiern war. Diese These ist allerdings umstritten, da die vorchristliche Taufe nur in Skandinavien verbreitet war und zudem im Althochdeutschen für die Taufe eher das Wort „toufan“ verwendet wurde.

    Die Frühlingsgöttin Ostara dürfte daher zum Volksglauben gehören und wurde in der Zeit der Romantik von Jacob Grimm aufgrund der Schrift von Beda Venerabilis als charmantes germanisches Frühlingssymbol aufgegriffen.

    Das uralte Wissen unserer Ahnen: In ihrem Buch „Gewürze & Kräuter als Heilmittel“ stellt Claudia Ritter annähernd 60 Heilpflanzen vor – und präsentiert über 270 Rezepte für ein gesundes Leben. Das  richtungsweisende Werk über die Gewürzheilkunde entstand unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Studien und zeigt, wie Sie mit einfachen, natürlichen Mittel vielen Krankheiten vorbeugen können. Hier bestellen.

    11 Kommentare

    1. Mich wundert nur, dass die Kirche in 2.000 Jahren ihrer Existenz es nicht geschafft hat, heidnische und germanische Bräuche zu unterdrücken oder aus dem kollektiven Gedächtnis zu verbannen.

      Da ist einmal das heidnische Osterfeuer, welches das „Erstarken“ der Sonne feiert und damit die Rückkehr einer erntereichen Jahreszeit.
      Da ist auch der Osterhase, der gar lustig durch das Feld hoppelt und ein Zeichen für Fruchtbarkeit ist. Im Winter ist er dann fett genug für das Lagerfeuer.

      Oder war für diese geistige Entwicklung das Zeitalter der Aufklärung schuld, wobei man sich doch noch irgendwie erinnern konnte, was die Germanen so trieben.

      Dabei habe ich ganz vergessen, zu Ostern in den Tempel zu gehen. Tschuldigung für diese Vergesslichkeit.

    2. Monotheismen aus dem Orient sind gefährlich. Wo es in der Theorie nur einen einzigen Gott geben darf, darf es in der Praxis nur eine einzige Meinung und nur eine einzige politische Richtung geben, die als die angeblich "einzig richtige" brutal durchgesetzt wird. Davon ist auch der westliche Globalismus abgeleitet. Wie wollen natürlich gewachsene Völker im "einzig richtigen" Globalismus überleben, wenn sie ihm – wie anscheinend neuerdings sogar Compact – nachlaufen, aber nicht nach den eigenen Wurzeln forschen und daraus wachsen und erwachsen werden?

    3. Und das "viele Wissenschaftler" die Herkunft bezweifeln – nun ja, alles Große am Germanischen wird heutzutage eh bis zur Unkenntlichkeit zerredet. Die Absicht dahinter dürfte klar sein.

      • Man sollte zur der Vergangenheit seines Volkes stehen – auch wenn diese nicht so ganz auf der Linie der eigenen Glaubensüberzeugung liegt. Als weitaus bedenklicher betrachte ich das Bestreben der NWO-Aktivisten, ihre wahnwitzigen Ideen als neue Weltreligion etablieren zu wollen.

    4. Weshalb sollte die Angabe des Venerabilis nicht zutreffend sein, lebte er doch in einer Zeit, da die Kenntnis über germanische Sitten und Gebräuche noch direkt erfahrbar war?

    5. jeder hasst die Antifa an

      Sag den Rotgrünen Banditen ja nicht das Ostara eine Germanische Göttin war die schaffen sofort Ostern ab wegen Rechtsextremismus.

      • Bin sprachlos über was man alles nachdenken muss ….da reicht ein Leben bis zur Recyclingskiste nicht aus …… , ist Weihnachten auch germanisch …. Ich muss eine Badekur machen ,zuviel Germanisierung ……. Vielleicht ist der Russe auch eine Linie in der Germanisierten Entwicklung …….. und wir sind eigentlich eine starke gemeinsame Rasse …. Entschuldigung ,nicht Rasse eine Wohlfühlgesellschaft ….

        • Zur Wintersonnenwende feiern Menschen an vielen Orten seit Urzeiten: https://volkverlag.de/shop/12000-jahre-weihnachten/
          Der bodenständige Name ist Julfest und wird in Frankreich und Skandinavien verwendet. Im antiken Rom wurde zur Wintersonnenwende das Fest der Mithras-Geburt und des Sol invictus (unbesiegte Sonne) gefeiert. Später wurde es von Christen verfremdet und vereinnahmt.

    6. Freichrist343 an

      In der Tat hatte das Heidentum großen Einfluss auf das Christentum. Es ist sogar so, dass das Wahre Christentum nicht theistisch ist, sondern pantheistisch. Bitte googeln: Manifest Natura Christiana

      • Bitte googeln: Manifest Natura Christiana …Ich bin aus dem Alter raus ,mir Seiten der FKK Kultur reinzuziehen … Natura Chstiana …

        Ist das eine Nakedeiinsel vor Korsika ???

      • Ich interpretiere diese Worte etwas anders. „Mann, ich hatte die Christina ganz fest in der Natur“.