Nazis im Weltraum: Reichsflugscheiben, Neuschwabenland und kommunistische Aliens

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Mysteriöse Ufos, Hitler in der Antarktis, sozialistische Revolutionäre aus dem All: Besonders verschrobene Theorien greift die Popkultur gerne auf. Ein Auszug COMPACT 02/2021. Die realen Hintergründe finden Sie in dem spannenden Bildband «Mythos Neu-Schwabenland – Für Hitler am Südpol», den Sie hier bestellen können.

_ von Michael Kumpmann

Captain Jonathan Archer ist irritiert, als er die Augen aufschlägt. Er befindet sich in einem Feldlazarett, aber nicht in der Welt und der Zeit, die ihm vertraut sind. Der Raumschiffkommandant kann sich noch erinnern, dass die Erde im Jahr 2154 beinahe durch einen nuklearen Dritten Weltkrieg vernichtet wurde, die Menschen jedoch kurz vor der drohenden Katastrophe Kontakt mit Außerirdischen vom Planeten Vulkan aufgenommen hatten. Diese errichteten eine sozialistische Weltgesellschaft, die den Frieden für die Menschheit brachte. Die Erde war gerettet.

Für Miguel Serrano war Hitler die Inkarnation des Gottes Vishnu.

Nun ist Archer in einer alternativen Zeitlinie aufgewacht, man schreibt das Jahr 1944, er befindet sich in deutscher Gefangenschaft. Dem Dritten Reich ist es gelungen, andere Aliens, die Na‘kuhl, auf seine Seite zu ziehen. Diese haben die Nazis mit Superwaffen versorgt, die Hitler die Besetzung der USA ermöglichten. Vor dem Weißen Haus weht die Hakenkreuzfahne. Der Captain muss die Zeitlinie korrigieren, um den deutschen Endsieg zu verhindern…

Dies ist die Handlung von «Storm Front», eines Zweiteilers, der die vierte Staffel der Serie Star Trek: Enterprise einleitet. Auf den ersten Blick ähnelt der Stoff Philip K. Dicks Science-Fiction-Roman The Man in the High Castle, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: das Eingreifen von Aliens in das Weltgeschehen. Verarbeitet haben die Drehbuchautoren dabei zwei obskure Ufo-Theorien, die bis heute nicht nur durch den polit-esoterischen Untergrund, sondern auch durch die Populärkultur wabern.

Esoterischer Hitlerismus

Der Chilene Miguel Serrano (1917–2009) war zur Zeit des Kalten Krieges Spitzendiplomat, amtierte unter anderem als Botschafter in Indien und Jugoslawien. Er pflegte Freundschaften zu Hermann Hesse, C. G. Jung und dem Dalai Lama. Zunächst in marxistischen Kreisen unterwegs, hatte er sich Ende der 1930er Jahre dem Nationalsozialismus zugewandt. Dieser war für ihn allerdings weniger eine politische Idee als vielmehr eine Art von Religion. Serrano verschlang die Schriften von SS-Forschern, -Mystikern und -Okkultisten wie Otto Rahn, Herman Wirth und Karl Maria Wiligut. Er befasste sich mit mittelalterlichen Gnostikern und verband hinduistische sowie tantrische Lehren mit Ariosophie – und er war fest überzeugt davon, dass Adolf Hitler und seine Getreuen 1945 in die Antarktis geflohen sind.

Angriff aus dem All: Im Computerspiel «Iron Sky Invasion: Meteorblitzkrieg» kehren die Nazis vom Mond auf die Erde zurück. Als Vorlage diente die gleichnamige Science-Fiction-Komödie von 2012. Foto: Promo

Über den von ihm zur Heilsgestalt erhobenen NS-Führer schrieb Serrano in seinem Buch I (1984): «Hitler war das Werkzeug, durch das hindurch ein Geiststrahl aufleuchtete. Bei der Einweihung war ihm die Vril-Kraft, die sieghaft-magische Energie (…) verliehen worden. Gegen ihn wurden nun sämtliche Kräfte des Schattens und des Todes (…) entfesselt. Deshalb mussten wir ihm helfen. Es wurde ein Krieg der Götter und Dämonen. Ein kosmischer Krieg, der auf Erden ausgetragen wurde und dort die allerdramatischsten Formen annahm.»

Für Serrano waren die Asen, die germanischen Götter, in Wirklichkeit Außerirdische, die den Menschen am Nordpol – in Hyperborea – vor langer Zeit einen heiligen Funken gaben, ihnen Intelligenz und eine Seele verliehen. Doch Jahwe, der Gott des Alten Testaments, der in Wirklichkeit ein böser Schöpfergott (Demiurg) sei, habe Hyperborea, die Urheimat der Arier, zerstört, um die Menschen in der materiellen Welt gefangen zu halten. Daraufhin hätten sich die Asen ins Innere der Erde zurückgezogen, um von dort aus den Kampf gegen den Demiurgen fortzuführen – auch mithilfe legendärer Krieger wie den Argonauten, den Templern und den Rittern des Königs Artus. Ihr Wissen werde von Eingeweihten weitergetragen – zunächst von den Katharern, die im 15. Jahrhundert als Ketzer verfolgt wurden, später von der Geheimgesellschaft der Rosenkreuzer und schließlich vom innersten Zirkel der SS.

Das «Letzte Bataillon»

Die Nazis, meinte Serrano, seien von den Asen mit überlegener Technik wie den Ufo-ähnlichen Reichsflugscheiben ausgestattet worden, um die Welt vor dem Demiurgen zu retten. Dieser habe sich insbesondere das Judentum und die Freimaurerei zunutze gemacht. Hitler war für den Chilenen kein herkömmlicher Mensch, sondern Kalki, die zehnte und letzte Inkarnation des Hindu-Gottes Vishnu, der am Ende des Kali Yuga, des dunklen Zeitalters, auftauche, um das Böse zu vernichten und ein neues goldenes Zeitalter einzuläuten.

In seinem Buch Adolf Hitler – Der letzte Avatar  schrieb Serrano: «Von Zeit zu Zeit erscheinen die Avataras, die die göttlichen Führer sind, von jenseits der Sterne, um ihren Helden-Kameraden zu helfen. So verkörpert Wotan-Vishnu sich im letzten Avatar, Adolf Hitler.» Da dessen welthistorischer Auftrag noch nicht erfüllt sei, harre der «Führer» in Neuschwabenland in der Antarktis aus, um mit dem «Letzten Bataillon», einer apokalyptischen Flugscheiben- und Superwaffeneinheit, zurückzukehren und die Vorsehung zu erfüllen.


Für Hitler am Südpol: In seinem Buch «Mythos Neu-Schwabenland» enthüllt Heinz Schön die wahren Hintergründe der deutschen Antarktis-Expedition 1938/39. Hatte man dort wirklich Basen für Geheimwaffen gebaut? Der Band im Atlas-Großformat entführt den Leser in den damals fernsten Teil des Reiches und seine Geheimnisse. Das aufschlussreiche Buch erhalten Sie hier oder durch einen Klick auf das obige Banner.

Man mag es kaum für möglich halten, aber zu der Nazi-Esoterik Serranos gibt es ein kommunistisches Pendant: die Ufo-Theorie des Argentiniers Juan Posadas (1912–1981). Schon in seiner Jugend schloss sich der gelernte Schuhmacher und Profifußballer aus La Plata der sozialistischen Gewerkschaftsbewegung an, 1941 wandte er sich dem Trotzkismus zu, in den 1960ern spaltete er sich mit seinen Getreuen ab und begründete den sogenannten Posadismus. Der Lateinamerikaner war schon früh an Grenzwissenschaften, Esoterik und Ufologie interessiert – und integrierte dies mit der Zeit in seine Ideologie. (…) Ende des Textauszugs.

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15 Kommentare

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    Bundesministerium für Verteidigung
    Militärisches Lexikon über Flugscheiben
    Laut dem von Mitarbeitern des Bundesministeriums für Verteidigung herausgegebenen Militärischen Taschenlexikons gab es offenbar tatsächlich im Jahre 1944 aus deutschen Entwicklungen hervorgegangene, funktionstüchtige kreisförmige Flugkörper mit einem Durchmesser von 44 Metern, die unkonventionelle Flugbewegungen ausführen und innerhalb weniger Minuten Geschwindigkeiten von 2.000 km/h und eine Höhe von 12.000 Metern erreichen konnten. Der Flugkörper besaß ein kugelförmiges Mittelstück, das die Besatzung aufnahm und um das herum ein auftriebsfördernder, flacher Ring zentrisch angeordnet war, welcher am Außenrand viele in ihrer Wirkungsrichtung verstellbare Düsen aufwies

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    Andreas Walter am

    Ja, über diese Zeit wird leider auch viel verrücktes Zeug erzählt.

    Oder wenn überhaupt wahr sehr oft, meistens sogar, immer nur die eine Hälfte der Wahrheit.

    Die Antideutsche beziehungsweise die Antipatriotische oder Antinationalistische.

    Hier kann ich deswegen die Aufklärungsarbeit, die Compact regelmässig leistet, immer wieder nur loben.

    Es war tatsächlich vieles ganz anders, als bis heute geflunkert wird.

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    jeder hasst die Antifa am

    Noch nie in der Geschichte Deutschlands Gab es so viele Erfindungen von deutschen Wissenschaftlern Forschern und Ingenieuren wie im Dritten Reich wenn auch rüstungsbedingt,aber mit deutschen Erfindungen ist man später auf dem Mond gelandet.

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        jeder hasst die Antifa am

        Ja gäbe es die Raketen nicht hättest du mit Sofaklecks nie auf den Mond fliegen können nur gut das du ihn dort gelassen hast.hihi meeeeep

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        heidi heidegger am

        ämm..immerhin gibst Du zu, dass wir als Deutsche auch dort waren (als Erste!, weil 1968 war ditt heidi sieben Jahre alt und konnte schon laufen äh navigieren). Soki ist sogar quasi *deutsch deluxe* irgendwie anzunehm‘, hihi.

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      Soeben habe ich germerkt das keine Links funktionieren.

      Im Netz ist ein Aufsatz von einem Schreiber mit Pseudonym Larry Summers.

      Er wurde auf dem Lupo Cativo Blog veröffentlicht und hat riesige Wellen geschlagen.
      Für mich die beste Ausführung und die ehrlichste im ganzen Netz.

      Die reichsdeutsche Absetzbewegung

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    heidi heidegger am

    Majo will, dass jeder im Ort in der Gemeinde mit so ne Fluchscheibe mit zwotausend km/h rumdüsen tut, mja. 😉

    Mario Heinz Kiesel feat. Axel Stoll – Flugscheibenpilot (Reup)

    /watch?v=MQJsdGkvtHU

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      Flugscheiben sollen wohl CO²-neutral sein. Von daher also … die idealen für die fernreisesüchtigen Doissen. Wenn da die Grün:innen/X nicht wären … 😥

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      jeder hasst die Antifa am

      Schmeißt du schon wieder mit Kieselsteinen nach mir aber du triffst nicht.hihi zacknwech

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        heidi heidegger am

        äh, mit Dokta Axel Stoll und Majo werfe ihsch nach Dir? aber nein, wüsste nicht..hihi. Und nun: der Stall und die Zickis sehen heute aus wie Hund, ey! struppig usw., bitte bringe das noch vor Forumssendeschluß i. O. *danke+gacker*

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    DerSchnitter_Maxx am

    "… Der letzte Krieg hat deutlicher als sonst die satanische Natur der Zivilisation erwiesen … Jedes Sittengesetz ist von den Siegern … gebrochen worden. Keine Lüge war zu schlecht, um angewendet zu werden. …"(Mahatma Gandhi, „Hier spricht Gandhi./1954, Barth-Verlag München)

    "Nicht selten wird die Geschichte gleich von denen gefälscht, die sie machen."(Wieslaw Brudzinski)

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      "Nicht selten wird die Geschichte gleich von denen gefälscht, die sie machen."

      Na ja … is halt praktisch – und spart Kosten. So gesehen also: Ein Hoch auf die freie Marktwirtschaft der Geschichte … 😥

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