Das vergangene Wahlwochenende mit den Urnengängen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist noch immer in aller Munde. Die Wähler haben die hohe Politik massiv aufgeschreckt. Gut so. Unsere Medaille Ostdeutschland – Die Hoffnung bringt dies zum Ausdruck. In feinstem Silber erhältlich. Hier mehr erfahren.

    Was waren die entscheidenden Ergebnisse des vergangenen Wochenendes? – Der Sieg der AfD mit 38,2 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Die Aufholjagd der Schwesig war zwar eindrucksvoll, doch das Überholen der AfD fand eben nicht statt, obwohl von Medien und insbesondere auch der Forschungsgruppe Wahlen vom ZDF geradezu herbeigeschrieben.

    Paukenschlag Nummer 2: Der Rauswurf der CDU aus dem Landesparlament in Schwerin! Das hatte es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nie zuvor gegeben. Ein Niederschlag, den Merz eigentlich nicht überleben kann. Heute trifft der Kanzler auf die Fraktion der eigenen Partei im Bundestag, Dort soll die Stimmung sehr genervt sein. Es ist beinahe unglaublich, dass Merz immer noch an seinem Amt klebt.

    Donnerschlag Nummer 3: Die Linke siegt in Berlin weitaus deutlicher als vorhergesagt, kommt auf 25,7 Prozent. Wochenlang war von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen vier Parteien in der Hauptstadt die Rede gewesen. Am Ende zogen die Dunkelroten, getragen von jungen Migranten, davon.

    Jungwähler: Weg von Altparteien

    Während in Mecklenburg-Vorpommern die AfD bei den jungen Leuten klar vorne liegt, hat die Linke bei den unter 25-Jährigen in Berlin massiv abgesahnt, kommt hier auf Ergebnisse von deutlich über 40 Prozent. Was etablierte Medien in ihren Analysen nur zu gerne unter den Tisch kehren: Es waren von allen Dingen Migranten, die der Linkspartei in der deutschen Hauptstadt zum Sieg verhalfen. 51 Prozent der wahlberechtigten Moslems stimmten für die Linkspartei, übrigens 17 für das BSW. Das geht aus Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen hervor. Grüne erhielten in diesen Kreisen nur drei Prozent Zuspruch.

    In Meck-Pomm ergab sich ein ganz anderes Bild. Hier war die AfD die Partei der Jugend, gewann bei Jung- und Erstwählern 35 Prozent. Wie schon in Sachsen-Anhalt setzen insbesondere die Arbeiter auf die Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla. Diesmal waren es gemäß ARD-Zahlen satte 51 Prozent. Auch bei Selbstständigen kommt die AfD auf starke 47 Prozent. Bei Menschen, die ihre eigene finanzielle Lage als schlecht einstufen, gewinnt die AfD 51 Prozent.

    SPD-Schwesig punktet hingegen bei Frauen, kommt hier auf 40 Prozent. Allerdings haben 33 Prozent der Wählerinnen auch auf die AfD gesetzt. Und bei Senioren? 70 Prozent für Schwesig, 26 Prozent für Holm. Die CDU zieht noch bei Katholiken über 60. In dieser Wählergruppe waren tatsächlich noch 46 Prozent für die Schwarzen drin. Bei Jungwählern in Mecklenburg-Vorpommern konnten sich am Sonntag hingegen nur zwei (!) Prozent für die CDU begeistern.

    Auch bemerkenswert: In Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD 22 Wahlkreise gewonnen, Leif-Erik Holm selbst verlor hingegen im direkten Duell gegen Manuela Schwesig. Krass: In einigen Orten erhielten die Christdemokraten 0,0 Prozent, etwa in Bredenfelde, Grischow, Kieve, Neetka, Groß Schwiesow, Hugoldsdorf und Papendorf. Das Gegenstück: Die AfD erreichte in Groß-Luckow 78,6 Prozent der Zweitstimmen, in Wrangelsburg 78 Prozent.

    AfD: Absolute Mehrheit war drin!

    Das Ergebnis ohne Briefwahl bringt Folgendes zu Tage: An der Urne kommt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern auf 44,46 Prozent. Dies hätte für die absolute Mehrheit gereicht, denn neben der CDU wären auch die Linke, das BSW und die Grünen an der Fünfprozent-Hürde gescheitert. Die Merz-Partei wären bei einer Urnenwahl sogar mit 3,88 Prozent durchgefallen.

    Und in Berlin? Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp erzielte in Friedrichshain-Kreuzberg I ein Ergebnis von 50,4 Prozent; besser war ihre Partei in er Hauptstadt nirgendwo. 27 Wahlkreise gewann die Linke, bei der Wahl zuvor waren es vier! Der Berliner CDU-Spitzenkandidat und Finanzsenator Stefan Evers verlor seinen Wahlkreis an den AfD-Mann Alexander Bertram. 24,5 Prozent für Schwarz, 31,5 Prozent für Blau.

    Auch stark: AfD-Kandidat Stephan Reuken gewinnt den Wahlkreis 30 (Insel Usedom/Wolgast/Lubmin) mit über 50 Prozent der Wählerstimmen und nimmt dem bisherigen SPD-Abgeordneten Falko Beitz das Direktmandat ab. Auch bei den Zweitstimmen gewinnt die AfD hier mit 49 Prozent.

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