Hunderttausende treten jedes Jahr aus den Kirchen aus. Während die Mitgliederzahlen einbrechen, beschäftigen sich Teile der Kirchen lieber mit Klimaaktivismus, Queer-Theologie und politischer Moralpredigt. Haben die Kirchen vergessen, warum es sie eigentlich gibt? Lesen Sie passend zum Thema den Artikel von Werner Bräuninger „Der Hexensabbat von Köln: Wie ein Pfarrer die Kirche queer macht“ in „COMPACT 11/2025: Attentate, die die Welt veränderten“. Hier mehr erfahren.
Den Kirchen laufen die Mitglieder massenweise davon. 2025 traten insgesamt rund 600.00 Mitglieder aus der evangelischen und katholischen Kirche aus. In der evangelischen waren es ungefähr 350.00 Austritte, die Katholiken verzeichneten 307.000 Mitgliederverluste. Eine halbe Million Menschen pro Jahr, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch ohne Austritte schrumpfen die Kirchen rapide. Jährlich sterben hunderttausende Mitglieder – Taufen können das kaum ausgleichen.
Kirchenasyl-Skandal
Die Kirchen haben in den letzten Jahrzehnten wenig dafür getan, sich als Institution zu etablieren, bei der der Glaube im Fokus steht. Die Gläubigen haben alle Grund, enttäuscht zu sein. Man engagiert sich politisch, moralisiert und betreibt gesellschaftliche Sozialarbeit von der Kanzel aus – selbstverständlich mit der hart erarbeiteten Kirchensteuer der Gläubigen.
Oder wie war das mit dem Skandal um das Kirchenasyl? 2024 waren insgesamt 2.386 Fälle mit 2.966 Personen in Kirchenasylen zu registrieren, 2025 waren es insgesamt 2.254 Personen. Kirchen verhindern mit dieser Vorgehensweise aktiv, dass ausreisepflichtige Migranten abgeschoben werden.
Bei den meisten dieser Fälle handelt es sich um Dublin-Rückführungen, also um Asylbewerber, die schon in einem anderen EU-Land Asyl beantragt hatten und dorthin hätten zurücküberstellt werden sollen. Der Berliner Bischof Christian Stäblein erklärte das Kirchenasyl kurzerhand zum „Dienst für die Gesellschaft“. Also eine Art politischer Aktivismus im Talar?
Noch deutlicher wird die geistliche Schieflage beim Blick auf die evangelischen Kirchentage der letzten Jahre. Da standen etwa ein feministischer Frühstücksgottesdienst für ausschließlich für Flintas, die Veranstaltung „Queer in der Klimakrise“ oder der Arbeitskreis „BDSM und Christsein“ auf dem Programm. Und das ist nur eine kleine Auswahl der Absurditäten. Nicht zuletzt wurde bei einem Kirchentag vor ein paar Jahren sogar verkündet: „Gott ist queer!“ Na Halleluja!
Polyhochzeiten in der EKD
Den Muslimen in Deutschland dient sich die evangelische Kirche auch gern an. Anfang März dieses Jahres durften muslimische Studenten das Fastenbrechen in einer Jugendkirche in Ludwigshafen durchführen. Die Hochschulseelsorgerin erklärte: „Natürlich öffnen wir die Kirche. Sie ist doch ökumenisch im Sinne der Kirche.“ Man darf gespannt sein, wann im Gegenzug ein Krippenspiel in einer Moschee aufgeführt wird.
Während man dem muslimischen Glauben offen gegenüber steht, ist das also kein Problem, aber was ist mit einer politisch rechten Einstellung? Für AfD-Mitglieder gilt seit 2024 ein Verbot, Leitungspositionen innerhalb der evangelischen Landeskirche zu bekleiden. Mit anderen Worten: Für das islamische Fastenbrechen öffnet man gern die Kirchentür. Für politisch missliebige Christen bleibt sie verschlossen.
Auch das kirchliche Verständnis von Ehe wirkt inzwischen erstaunlich flexibel. So segnete die pinkhaarige Pfarrerin Lena Müller aus Berlin letztes Jahr ein vier junge Männer. Juristisch sind solche Trauungen zwar nicht gültig und reine Inszenierungen, aber die Außenwirkung ist katastrophal. Geistliche Orientierungslosigkeit wird als Fortschritt verkauft.

Doch auch die katholische Kirche hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Im Oktober 2025 übertrug das ZDF zum ersten Mal einen „Queer-Gottesdienst“. Im Jahr 2000 gab es noch ein von der Bistumsleitung ausgesprochenes Verbot für solche Gottesdienste, heute gehört die „Queergemeinde“ Münster offiziell zur Pfarrei St. Joseph Münster-Süd.
Die Kirchen schaufeln sich also ihr Grab selbst. Wenn sie nichts anderes mehr zu bieten haben als das, was ohnehin überall gesagt wird, wozu braucht man sie dann überhaupt noch? Die Mitglieder beantworten diese Frage selbst: Beim Gang zum Standesamt.
Lesen Sie mehr über den katastrophalen Zustand der evangelischen Kirche in unserer „COMPACT 11/2025: Attentate, die die Welt veränderten“, in der Werner Bräuninger ein Porträt über den Instagram-Pastor Tim Lahr verfasst hat, der sich als queere Stimme der Kirche inszeniert. Hier bestellen.




