Deutschland ist wirtschaftlich im Keller: Tausende Stellen weg bei Bayer, Continental, Vodafone und VW, Inflationsrate bei 2,6 Prozent – und ein notorischer Nerv-Ökonom meint, die Lösung zu haben: Mehr Frauen in Vollzeit. COMPACT-Spezial «Die Altparteien – Wie sie uns belügen und betrügen» zeigt, warum wir dringend einen Politikwechsel brauchen. Hier mehr erfahren.
In den vergangenen Monaten verloren in Deutschland Tausende ihre Arbeitsplätze, die aktuelle Inflationsrate liegt bei 2,6 Prozent, und viele Unternehmer blicken weiterhin pessimistisch in die Zukunft. Doch ausgerechnet Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der eigentlich immer falsch liegt, will die Lösung für das Problem gefunden haben. Er meint:
«Der Anteil an Frauen, die Teilzeit arbeiten, ist ungewöhnlich groß. Dadurch bleibt wirtschaftlich ein riesiges Potenzial ungenutzt.»
Tatsächlich arbeitete schon 2024 jede zweite Frau in Teilzeit, aber liegt hier wirklich der entscheidende Hebel, um Deutschland aus der Krise zu holen? Dieses «Potenzial» per Appell oder staatlichem Druck zu heben, greift zu kurz. Viele Frauen entscheiden sich bewusst für Teilzeit, um Beruf und Familie zu vereinbaren.
Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt: 2024 nur 1,35 Kinder pro Frau, 2025 noch tiefer bei rund 654.000 Geburten – dem niedrigsten Stand seit 1946. Und ohne ausreichend Nachwuchs gibt es langfristig keine Arbeitskräfte, keine Rentenbeiträge und keinen Wohlstand.
Der Staat hat diese Entscheidungen durch hohe Steuer- und Abgabensätze für Zweitverdiener, starre Arbeitszeitregeln und überregulierte Kinderbetreuung selbst verzerrt. Stattdessen sollte man an anderen Hebeln drehen.
Gigantische Schuldenspirale
Was bringt es der deutschen Wirtschaft, wenn jedes Jahr neue Schulden aufgenommen werden? Die Bundesregierung hat 2025 rund 500 Milliarden Schulden als Sondervermögen aufgenommen: 300 Milliarden Euro nur für den Bund, 100 Milliarden für Länder und Kommunen und 100 Milliarden für einen Klima- und Transformationsfonds. Wofür genau das Geld verbraucht wird, ist allerdings unklar. Vieles wurde offenbar zur Umschichtung und Haushaltskosmetik genutzt. Kurz: Wir haben es mit einer gigantischen Schuldenspirale zu tun, die die Probleme nicht löst, sondern vergrößert.

Der kreative Umgang des DIW-Präsidenten mit ökonomischen Fragen ist nichts Neues. Erst vor Kurzem sprach er sich nicht nur für autofreie Sonntage und ein Tempolimit aus, sondern auch für den Verkauf eines Teils der deutschen Goldreserven aus. Fratzscher:
«Die deutschen Goldreserven sind ein riesiges Sparschwein für Krisen. Einen zumindest kleinen Teil davon sollten wir zur Bekämpfung dieser Krise und zur Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen nutzen.»
Fratzschers Vorschläge passen perfekt in das alte Muster: Der Staat verursacht durch Überregulierung und hohe Lasten die Probleme – und bietet dann «mehr Staat» als Lösung an.
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