Eine Frau wurde vom Sicherheitspersonal nicht auf einen Markt gelassen. Der Grund: Sie trug unser Trikot mit Schwarz-Rot-Gold. Und wurde aufgefordert, es auszuziehen! Nun entschuldigen sich die Veranstalter. Auch eine Provokation für Nationalallergiker. Das COMPACT-Shirt «Sieg für Deutschland!» – passt auch nach der WM. Hier mehr erfahren.
Im hohen Norden findet momentan die Kieler Woche statt. Noch bis zum 28. Juni finden die berühmten Segelwettbewerbe in der Buch statt, in der ganzen Stadt ist Party angesagt. Es gibt ein großes Volksfest in der Innenstadt und viele kleinere Events wie den sogenannten Muddi Markt vor der Sparkasse am Lorentzendamm, dem entspannten Wohnzimmer der Kieler Woche mit Kulturangeboten für Mütter und Kinder wie Workshops, Lesungen, ruhigere Konzerte und DJ-Sets.

Da in diesem Jahr parallel die Fußball-Weltmeisterschaft läuft, ist es nicht ungewöhnlich, dass viele Besucher unser aktuelles, schickes Nationaltrikot mit Schwarz-Rot-Gold tragen. Doch offenbar hat die Security am Muddi Markt damit ein Problem.
Ausziehen!
Am Wochenende kam es deswegen zum Eklat. Die Kieler Nachrichten zitieren eine Frau:
«Kurz nach unserer Ankunft kam ein Sicherheitsmann auf mich zu und forderte mich auf, mein Deutschland-Trikot auszuziehen, es umgedreht zu tragen oder die Nationalsymbole darauf abzudecken.»
Ausziehen? Im Ernst!? Aber offenbar kein Einzelfall. Gleich mehrere Besucher wurden am Eingang abgewiesen, weil sie ein Deutschland-Trikot trugen. Entsprechende Beschwerden gingen sowohl beim Veranstalter des Muddi Markts als auch im offiziellen Büro der Kieler Woche ein. In den sozialen Medien tobte ein Shitstorm wegen des Schwarz-Rot-Gold-Verbots.
Veranstalter: «Missverständnis»
Das zeigte offenbar Wirkung. Der Veranstalter entschuldigte sich nach dem Eklat bei den Betroffenen und spricht von einem «Missverständnis zwischen den verantwortlichen Personen vor Ort und dem Sicherheitsdienst. Auf dem Gelände seien lediglich große Fahnen oder Flaggen untersagt – angeblich aus Sicherheitsgründen und unabhängig von der Nation. Ein Verbot von Fußballtrikots auf dem Areal «gibt es aber keinesfalls.»
Nun heißt es seitens des Muddi Markts auf einmal: «Wer uns besucht – ob im Fußballtrikot, Festival-Outfit oder Alltagskleidung –, ist selbstverständlich willkommen.» Da bewahrheitet sich doch wieder einmal die alte Weisheit: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
Na dann: Ab nach Kiel mit dem COMPACT-Shirt «Sieg für Deutschland!» – mal sehen, ob die Veranstalter ihr Versprechen einhalten. Passt auch woanders und nach der WM. Nur noch wenige Hemden auf Lager. Also hier schnell zuschlagen.




