Selbst in Alltagssituationen kann Survival-Wissen nützlich sein – und Leben retten. Experte Joachim Vogel gibt in „Joe Vogel’s Survival Guide“ wertvolle Ratschläge, die man bei Outdoor-Trips und Krisenvorsorge gleichermaßen beherzigen sollte. Hier mehr erfahren.

    Manche Menschen sehen Survival – also die Kunst, draußen autark leben und überleben zu können, als Anachronismus an. Schließlich kommt doch das Wasser aus der städtischen Leitung, Strom aus der Steckdose, und wenn man etwas zu essen braucht, geht man in den Supermarkt. Falls wirklich mal etwas passieren sollte – Hochwasser, Stromausfall oder Schneesturm –, dann sind wir doch gut aufgestellt. Mit Feuerwehr, THW, Bundeswehr und anderen Helfern… Oder vielleicht doch nicht?

    Gerade die Flut im Ahrtal hat gezeigt, dass die öffentlichen Vorsorge- und Hilfssysteme an vielen Stellen große Lücken aufweisen. Auf die Politik ist ohnehin kein Verlass. Wenn’s hart auf hart kommt, dann gilt am Ende doch die alte Devise: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.

    Dieser Grundsatz trifft erst recht zu, wenn man die heimischen Gefilde verlässt – für eine Bergtour durch Nepal, eine Safari in Afrika, Trekking durch die norwegischen Wälder oder eine Abenteuerreise zu den australischen Outbacks. Wer fernab der Zivilisation keine Grundkenntnisse in Survival-Techniken hat, ist aufgeschmissen.

    Stromausfall, Schneeverwehung, Autopanne

    Selbst in Deutschland kann man sich schnell in so einer Survival-Situation wiederfinden: Man braucht nur beim Wandern seine Ausrüstung verlieren, mit dem Miet-Kanu kentern, beim Skiurlaub eingeschneit werden oder schlichtweg eine Autopanne auf einer abgelegenen Straße haben – schon ist man mittendrin. Das gilt erst recht im Falle eines großflächigen Blackouts, den Experten schon für dieses Jahr voraussagen. Oder beim Zusammenbruch der Lieferketten, ob nun durch Stromausfall, Sanktionen oder exorbitant hohe Spritkosten.

    Unterwegs in der Wildnis: Wenn kein Arzt in der Nähe ist, muss man sich bei Verletzungen selbst zu helfen wissen. Joachim Vogel zeigt, wie. Foto: The world of words | Shutterstock.com

    Genau hier setzt „Joe Vogel’s Survival Guide“ an. Der Ratgeber von Survival- und Outdoor-Guru Johannes Vogel vermittelt die grundlegenden Überlebenstechniken auf eine anschauliche und auch für Laien und Neueinsteiger verständliche Weise. Sie sind zugeschnitten auf alle möglichen Ereignisse – ob auf Fernreisen, Aktiv-Urlaub im Inland oder den Katastrophen- und Krisenfall. Mit den vielen grundlegenden Tipps und Kniffen, die „Joe Vogel’s Survival Guide“ vermittelt, ist man für jede Lebenslage bestens gewappnet.

    Der Autor ist ein anerkannter Fachmann: Vogel ist studierter Biologe und gehört zu den renommiertesten Survival-Experten Deutschlands. Sein Wissen konnte er auf zahlreichen Expeditionen durch Afrika, Mittel- und Südeuropa, Asien, Südamerika sowie Australien auf die Probe stellen. Er weiß genau, warum er die Vogelspinne als Zeichen ausgewählt hat: Das flinke Tier weiß sich zu verteidigen und ist optimal an seine Umgebung angepasst. Darum ziert es auch das Cover von „Joe Vogel’s Survival Guide“.

    Schon als Jugendlicher beschäftigte sich Vogel mit allen Fragen des Überlebens in freier Natur und verbrachte viel Zeit an Gewässern und in Wäldern. Seit Jahren veranstaltet er erfolgreich Survival-Kurse und hält Vorträge in ganz Europa. Mit Buchveröffentlichungen wie „Pflanzliche Notnahrung“ oder „Outdoor- und Survival-Medizin“ hat er auch Ratgeber für spezielle Teilbereiche des Überlebens

    Sein Survival-Ratgeber ist klar strukturiert, die verschiedenen Anleitungen, Profi-Tipps und Workshops bauen aufeinander auf. Zunächst vermittelt Vogel Neulingen Basiswissen (Ausrüstung, Skills, Know-how) über Outdoor und Survival. Aber auch alte Hasen können sich hier noch den einen oder anderen Tipp abholen, den sie bislang vielleicht nicht auf dem Schirm hatten.

    Die kostenlosen Gaben von Mutter Natur: Man muss sie nur zu nutzen wissen. Foto: Losonsky | Shutterstock.com

    In den weiteren Kapiteln von „Joe Vogel’s Survival Guide“ geht es um verschiedene Situationen – und wie man diese am besten bewältigt. Behandelt wird im Einzelnen: Überleben im Wald, im Gebirge, in Eis und Schnee, im oder am Wasser, im Dschungel, im Outback, in der Wüste und als Trapper. Man sieht schon auf den ersten Blick: Da ist wirklich alles abgedeckt.

    Vogel erklärt jeweils das richtige Verhalten und führt die notwendige Ausrüstung auf, um in allen Klimazonen Unterkunft, Wasser und Nahrung organisieren zu können. Zahlreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Techniken und 50 lehrreiche Workshops, die „Joe Vogel’s Survival Guide“ bietet, erleichtern den praktischen Einstieg in die Materie.

    Zurück zur Natur

    In einem Interview mit dem Börsenblatt des Deutschen Buchhandels zeigte sich Vogel skeptisch über den modernen Wohlstandsmenschen und regte an, sich von der Lebensweise der Naturvölker etwas abzuschauen. Der Survival-Experte wörtlich:

    „Ich bin Biologe von Hause aus, mit einem großen Interesse für Urvölker und deren Tageabläufe. Deren Kenntnisse, das Leben an den Lebensraum anzupassen, fehlen uns heute, vor allem in den Städten. Wir gabeln zwischen Tür und Angel an der Tankstelle noch Fertignahrung auf, das ist rund um die Uhr möglich. Wir kneifen die Augen zu und tun so, als ob es unsere Umwelt gar nicht gibt.“

    In Extremsituationen komme es nicht auf möglichst viel Mut zum Risiko an – sondern das Gegenteil:

    „Ich bin kein Mensch, der das Risiko sucht, im Gegenteil: Ich bin eher risikoscheu. Und ich glaube, das ist der Grund, warum ich noch am Leben bin.“

    Eindringlich rät er:

    „Wir müssen erkennen, welche Gefahren für unsere weichen und ungeschützten Körper da draußen lauern.“

    Genau dafür sensibilisiert Vogel die Leser seines Survival-Ratgebers immer wieder – und zeigt auf, wie und mit welchen Mitteln man darauf am besten reagiert. Mal ehrlich: Hätten Sie gedacht, dass eine Vogelspinne Leben retten kann? „Joe Vogel’s Survival Guide“ stellt es unter Beweis!

    Nach der Lektüre von „Joe Vogel’s Survival Guide“ möchte mit dem Rucksack loszuziehen, um draußen Feuer zu machen, zu fischen und in einem selbstgebauten Lager zu übernachten. Doch nicht vergessen: Bei aller Freude an Outdoor und Survival als Hobby – die Kenntnisse aus diesem Bereich könnten schon bald auch für unseren Alltag überaus nützlich sein. Hier bestellen.

    5 Kommentare

    1. Also dieser Tip mit den Vogelspinnen ist einfach genial. Besonders die südamerikanischen Variante, die Vogelspinne, die ihre Feinde mit ihren Haaren beschießt. Man stelle sich mal vor, als Glatzköpfiger einer solchen Art gegenüber zu treten, anschließend haste Haare.

      Oder ganz einfach, man läßt die Vogelspinne die Nahrungsvorräte bewachen. Ist doch viel sparsamer als ein Rottweiler, der als Nahrungskonkurrent den Fleischverzehr in die Höhe treibt.

      Außerdem gibt es Vogelspinnen, die Mäuse verzehren. Auch dann ist der Nahrungskonkurrent vernichtet. Und wenn alle Stricke reißen, kann die Vogelspinne auch als Nahrungsmittelreservoir und Proteinträger die letzte Speise sein.

      Gelobt sei die Vogel(Spinne)

    2. Für’s Grillfeuer unbeingt Elefantendung verwenden, hält auch große Raubkatzen und Moskitos fern.

    3. P. v. Hindenburg an

      Die Spinnen, die Druschbanarren. Das Buch kaufen doch höchstens Spinnenfreunde , diese schrägen Vögel sind aber eine so kleine Minderheit, daß die Auflage ziemlich gering bleiben wird. Außerdem, wer will schon einen Atomkrieg überleben, danke .

      • Vogelspinnenkunde ist ein Muss für DEUTSCHE Prepper. Auch aus Krokodilzähnen und Antilopenhufen basteln sie nützliche Tools, ähm Werkzeuge für ihren langen Marsch durch’s winterliche Fichtelgebirge.

    4. "… dann sind wir doch gut aufgestellt. Mit Feuerwehr, THW, Bundeswehr und anderen Helfern". Na unbedingt! Geführt durch fähige und "woke" Minister, wie Frau Spiegel und nicht zu vergessen, die Berliner Primaten. Wir sind ja soo stolz!
      Da kann überhaupt nichts mehr verfrieren im Gauckschen "Dunkeldeutschland". Es hat gedauert. Aber nun wissen wir ganz genau, wie dieses Präsidenten-Imitat es gemeint hat —> Blackout.