Wenn es hart auf hart kommt, ist man auf sich gestellt. Nur gut, dass es Experten gibt, die einem zeigen können, wie man sicher durch die Krise kommt.

    T. C. A. Greilich, «Bedrohung Blackout», 256 Seiten, gebunden. Hier bestellen.

    Der ehemalige Hacker Piero Manzani, der nun als IT-Berater in Mailand lebt, wird nach Feierabend an einer ausgefallenen Ampel in einen Crash verwickelt. Doch nicht nur im Straßenverkehr sind alle Lichter ausgegangen, die gesamte Stadt ist zappenduster.

    Bald stellt sich heraus, dass in ganz Italien – wie in allen europäischen Ländern – der Strom ausgefallen ist. Manzani beschleicht der Verdacht, dass es einen digitalen Angriff auf die Versorgungsnetze gegeben haben könnte. Deswegen reist er nach Brüssel, um den politischen Entscheidungsträgern seine Expertise zur Verfügung zu stellen.

    Dort tagen bereits Krisenstäbe, Katastrophenschutzmaßnahmen wurden eingeleitet, in den Kraftwerken versuchen Techniker, unerklärlichen Fehlermeldungen auf die Spur zu kommen. Interpol und Anti-Terror-Spezialisten suchen fieberhaft nach möglichen Drahtziehern. Als Nordamerika ebenfalls von Stromausfällen betroffen ist, ermitteln die Fahnder verstärkt in Richtung Moskau und Peking.

    Walter Dold, «Das Prepper-Handbuch», 192 Seiten, broschiert. Hier bestellen.

    Doch auch Manzani gerät bald in Verdacht. Umso mehr bemüht er sich, der Sache auf den Grund zu gehen, hält im Internet nach verdächtigen Websites Ausschau und verschafft sich Zugang zu verschlüsselten Chats.

    Die Zeit rinnt davon, denn mittlerweile haben sich in vielen europäischen Städten Chaos und Gewalt ausgebreitet. Lebensmittel und Wasser werden knapp, es kommt zu Plünderungen, viele Menschen kämpfen um ihre nackte Existenz. Die gesamte westliche Welt steht am Abgrund.

    Vorräte anlegen

    Das düstere Szenario, das Marc Elsberg in seinem Thriller Blackout  (2012) beschreibt, könnte bald Realität werden. Unlängst warnten Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich, der Universität Köln und der norwegischen Universität für Umwelt- und Biowissenschaften eindringlich vor einem europaweiten Stromausfall, weil selbst kleine lokale Störungen ein großflächiges Netz aus dem Gleichgewicht bringen und einen totalen Zusammenbruch erzeugen können.

    Durch die Energiewende werde die Lage weiter verschärft, so die Forscher. «Die Frage ist nicht, ob, sondern wann es zu einem Blackout kommt», schreibt T. C. A. Greilich in Bedrohung Blackout. Mit seinem Buch will der Fachjournalist, der unter anderem für die OSZE viele Jahre in Krisen- und Katastrophengebieten tätig war, nicht nur das Bewusstsein für die Problematik schärfen, er zeigt auch konkret auf, welche Vorsorgemaßnahmen jeder treffen kann, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Das betrifft auch die Kommunikation. So gibt Greilich in Bedrohung Blackout wertvolle Tipps, wie man auch ohne Elektri­zität den Informationsfluss aufrechterhalten kann. Und er listet auf, wie man sich eine professionelle Notbevorratung aufbaut.

    «Selber machen statt kaufen», 192 Seiten, broschiert. Hier bestellen.

    Genau das ist auch das Credo der sogenannten Prepper. Der Begriff leitet sich vom englischen «to be prepared» ab, was «vorbereitet sein» bedeutet. «Ein Prepper geht in der Regel vom unkontrollierbaren, unerwünschten schlagartigen Wegfall der Komfortzone aus», schreibt Walter Dold in seinem Prepper-Handbuch.

    Deswegen betreibe er Vorsorge. «Das reicht von der Einlagerung von Lebensmittelvorräten über die Tarnung und Ausstattung des eigenen Heims bis zur Planung einer eventuell nötigen Flucht und der Vorbereitung eines erzwungenen Aufenthalts in der freien Natur.»

    Wie man das macht und was dabei zu beachten ist, beschreibt Dold in seinem Ratgeber en détail – vom Anlegen eines adäquaten Lebensmittel- und Treibstoffvorrats über medizinische Notfallversorgung und Wasseraufbereitung bis zur Outdoor-Ausstattung.

    Das Thema gehört keineswegs in die Schwurbelecke, wie Mainstream-Medien gerne suggerieren. Schließlich stellt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine persönliche Checkliste für den Krisenfall bereit und rät, sich einen 10-Tages-Vorrat an Nahrung und Getränken anzulegen. Auf der sicheren Seite ist man mit dem Prepper-Handbuch.

    Simon Dawson, «Die Selbstversorger-Bibel», 400 Seiten, gebunden. Hier bestellen.

    Will man nicht nur mit Industriekonserven über die Runden kommen, ist das Einwecken von Obst und Gemüse grundlegend für das Anlegen eines Notfallvorrats. Der Ratgeber Selber machen statt kaufen zeigt, wie das geht – und bietet auch fernab der Krisenvorsorge über 130 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen.

    Man erfährt, wie man leckere Fruchtaufstriche, Würzpasten, Mandelmilch oder Instantsuppen zubereitet, Apfelmus, Kwass oder Kombucha herstellt oder sich einen Vorrat an Aufbackbrötchen anlegt. Mit Selber machen statt kaufen kann man überteuerte und ungesunde Supermarktprodukte komplett ersetzen – ein wichtiger Baustein für die persönliche Unabhängigkeitserklärung von der modernen Konsumgesellschaft.

    Unabhängig machen

    Eine solche hat auch der Kleinbauer und Buchautor Simon Dawson abgegeben. Schon seit vielen Jahren betreibt der vormalige BBC-Journalist mit seiner Frau in England einen Selbstversorger-Hof und kann aus eigener Erfahrung wertvolle Tipps für ein Leben ohne Abhängigkeit von Konzernen und staatlichem Goodwill geben.

    Seine Selbstversorger-Bibel enthält so viele Ratschläge und Anleitungen, dass man am Ende tatsächlich weitgehend autark leben kann. Anders als das gemüselastige Cover vermuten lässt, richtet sich sein Buch nicht nur an Vegetarier und Veganer, denn es bietet auch umfassende Informationen über Tierhaltung, Schlachtung und Fleischverarbeitung. Die praxiserprobten Tipps sind aber nicht nur für Leute interessant, die viel Land besitzen. Ein Großteil seiner Anleitungen, zum Beispiel was die Herstellung von Butter oder Käse anbelangt, sind für jeden brauchbar. Das trifft auch auf seine rustikalen Rezeptvorschläge zu: Gut und lecker essen für wenig Geld – Dawson zeigt, wie es geht.

    Clint Emerson, «Das Survival-Handbuch der Navy SEALs», 288 Seiten, gebunden. Hier bestellen.

    In seinem Buch denkt der Autor wirklich an alles: Er beschreibt, wie man Kräuter und Gemüse anbaut, gibt handwerkliche Tipps und erläutert sogar, wie man sich mit selbst erzeugter Energie von der Stromversorgung unabhängig machen kann – ein wichtiger Punkt in Zeiten zunehmender Blackout-Gefahr.

    Die Selbstversorger-Bibel richtet sich dabei vor allem an Laien und Neueinsteiger: Er erklärt alles ausführlich, Schritt für Schritt – und immer kurzweilig und locker. Auch die vielen Abbildungen sind äußerst hilfreich. Vor allem die persönliche Note, die Dawson einzubringen weiß, machen den Ratgeber zu einem echten Lesegenuss. Und mal ehrlich: Wer wollte nicht schon immer wissen, wie man sein eigenes Bier braut und selbst Wein herstellen kann? Die Selbstversorger-Bibel ist eine echte Hilfe in inflationären Zeiten.

    Verteidigen und überleben

    Wenn’s ganz dicke kommt, hat man am besten einen richtig harten Hund an seiner Seite. Noch besser: Man wird selber einer. Der ehemalige US-Elitesoldat Clint Emerson war über 20 Jahre lang an Spezialoperationen in aller Welt beteiligt und weiß, wie man in ungünstigen Lagen überlebt und sich gegen Angreifer verteidigt.

    In seinem Survival-Handbuch der Navy SEALs gibt er seine Erfahrungen weiter. «Die Fähigkeiten, die Sie durch dieses Buch erwerben, helfen Ihnen, tödliche Gefahren zu meistern, ob Sie nun auf hoher See vermisst sind, in das Fadenkreuz eines Amokläufers geraten oder von den Hauern eines Wildschweins bedroht werden», heißt es im Vorwort. Und das ist nicht zu viel versprochen.

    Mark Divine, «Unbezwingbar wie ein Navy SEAL», 240 Seiten, gebunden. Hier bestellen.

    Emerson hat in seinem Handbuch die 100 wichtigsten Techniken zusammengestellt, die im Ernstfall überlebenswichtig sind. So erfährt man unter anderem, wie man sich in der Wildnis Nahrung beschaffen, Feuer machen oder einen Unterschlupf bauen kann, aber auch, wie man sein eigenes Heim einbruchsicher bekommt.

    Tipps zur Versorgung von Verletzungen, Schusswunden oder Verbrennungen runden den Ratgeber ab. Aufschlussreiche Illustrationen veranschaulichen die vorgestellten Techniken. Schließlich bleibt einem keine Zeit für komplizierte Anleitungen, wenn der Ernstfall eingetreten ist.

    Eine ideale Ergänzung zu Emersons Survival-Handbuch ist das Werk Unbezwingbar wie ein Navy SEAL von Mark Divine. Auch er gehörte der US-Marinetruppe viele Jahre als aktiver Soldat an und gibt nun Kurse an renommierten Militärschulen. Seinen Schwerpunkt legt er dabei auf Selbstverteidigung und das Erlangen von mentaler Härte, kriegerischer Disziplin und Resilienz.

    Das von ihm in dem Buch beschriebene Programm baut auf den Grundlagen auf, die der Autor an seinen Sealfit-Akademien vermittelt. Zahlreiche Trainer, Therapeuten, Ärzte und Geschäftsleute in aller Welt setzen Divines Methoden bereits um. Sein Buch soll es nun jedermann ermöglichen, sein maximales persönliches Potenzial zu entfalten und seine Willenskraft zur Bewältigung von Gefahren- und Notsituationen einzusetzen.

    Mikhail Didenko, «Survival auf Russisch», 196 Seiten, broschiert. Hier bestellen.

    Wer es lieber etwas spartanischer und rustikaler mag, ist mit dem Ratgeber Survival auf Russisch von Mikhail Didenko bestens bedient. Der Autor, eine Art osteuropäisches Pendant zu Rüdiger Nehberg, zeigt, wie man es auch mit ganz einfachen Mitteln hinbekommt, in der Wildnis zu bestehen.

    Russische Überlebensstrategien zeichnen sich gegenüber westlichen dadurch aus, dass sich der Mensch nicht auf verschiedene Ausrüstungsgegenstände verlässt, sondern auf sich selbst und auf sein Können.

    «Nach dieser Art grenzt sich der Mensch nicht von der Natur ab, sondern versucht, mit ihr zu verschmelzen, sich wie ein Fisch im Wasser zu bewegen, ein Teil davon zu werden», schreibt Didenko in Survival auf Russisch. Dieses Wissen aus uralten Zeiten hat der Autor gesammelt, in der Praxis getestet und in seinem Buch für Bushcraft- und Survival-Interessierte aufbereitet. Denn: Was selbst in der russischen Taiga funktioniert, bewährt sich allemal in unseren Breitengraden.

    Diese und weitere Angebote zu Outdoor, Survival und Krisenvorsorge finden Sie in unseren Online-Shop. Zu den Produkten geht es hier.

     

    3 Kommentare

    1. Ich glaube der beste Helfer aller Krisenbuchverkäufer ist und bleibt Wladimir Putin. Dicht gefolgt auf Platz 2 die Buchkäufer.

    2. jeder hasst die Antifa an

      Die beste Kriesenvorsorge ist immer noch die Abwahl der Altparteien und deren Politiker vor Gericht zu stellen.

      • Furth im Wald an

        und dann?
        1. wer soll die abwählen?
        2. Wer soll dann gewählt werden?
        3. Soll es nur noch Wahlzettel mit einer Partei nach Ihrem Gusto (AfD?) geben?
        4. Welches Gericht soll die verurteilen?
        Naja, träumen dürfen SIe ja.