Es ist der 4. Juli 2022. Das Reich der Sanktionen und Lügen, die USA, feiern ihren eigenen „Unabhängigkeitstag“, während die Verbündeten dieses Landes in Kriege und ins Elend stürzen. Mehr über Asien, den entscheidenden Kontinent des 21. Jahrhunderts, lesen Sie in COMPACT-Spezial USA gegen China: Endkampf um die Neue WeltordnungHier mehr erfahren.

    _ von Thorsten J. Pattberg

    China, Russland, Indien und andere freie Nationen haben größte Schwierigkeiten mit dem gegenseitigen Respekt und dem Vertrauen, wenn sie mit den Herrschern Japans zusammenarbeiten müssen, weil Japan keine souveräne, unabhängige Nation ist. Das imperiale Japan kapitulierte am 15. August 1945 vor den Vereinigten Staaten von Amerika und beendete damit den Zweiten Weltkrieg. Seitdem müssen sich japanische Herrscher bei ihren US-Besatzern vergewissern, bevor sie irgendetwas mit anderen Ländern unterzeichnen, was im Grunde eine Vereinigung Asiens verhindert.

    „Gehorcht den USA!“

    Zuerst beschlagnahmte Amerika alle japanischen Waffen, Maschinen, Baupläne und Erfindungen. Als nächstes übernahm es die Nahrungs- und Energieversorgung. Zuletzt wurden Hunderttausende japanischer Patrioten verfolgt, um Angst in der Bevölkerung zu schüren: Gehorcht den USA!

    Amerika forderte alles von Japan, einschließlich Kriegsreparationen, Goldreserven, Lieferketten und die Gesamtpalette aller Produkte und Leistungen. Japan muss bis zum Ende der Zeit für seine eigene US-Besatzung aufkommen. Derzeit gibt Tokio jährlich etwa 8 Milliarden Dollar aus, um alle 34 amerikanischen Stützpunkte zu unterhalten.

    Das Konstrukt der „Exportnation“

    Die Imperialisten haben sich einen imperialen Begriff für ihre Schmiedewelten ausgedacht, sie nennen sie „Exportnationen“. So wurde Japan, ähnlich wie das besiegte Nazi-Deutschland, zu einer Exportnation für Fertigungen, was im Grunde bedeutet, dass es von nun an Maschinen für das amerikanische Welt-Imperium herstellen musste.

    Und wenn es zu viel war für die Japaner, konnten sie ja immer etwas mehr tun, oder finden oder stehlen. Seht euch doch um. Überzieht doch einfach den gesamten pazifischen Sushi-Rand mit euren Billig-Fabriken, aber vergesst nicht, die Hälfte von allem nach Amerika und seinen Verbündeten zu schicken! Das machte Japan leider weiblich und zu teuer.

    Traditionelle japanische Kunst: Der Drache Matsuri Yatai auf einem 1844 entstandenen Wandbild des Künstlers Katsushika Hokusai. Das mythische Tier wird oft mit der Schlange gleichgesetzt. Foto: Repro COMPACT

    Amerikas politisches System ist bekanntlich „liberal und demokratisch“, daher beeilte sich Japans Regierung von 1950, sich „Liberal Democratic Party of Japan“ zu nennen. Ein Großteil Japans wurde ebenfalls umbenannt. Konfuzianisch wurde „christlich“, Buddhismus wurde „Philosophie“. Kolonialismus war jetzt „Globalismus“, und die Unterjochung fremder Nationen wird jetzt „Wertegemeinschaft“ genannt. Genau das tun, was die USA fordern, ist nunmehr „die regelbasierte Ordnung“, und Japan darf sich jetzt sogar als „Westens“ bezeichnen.

    Aufoktroyierte Feindschaft mit China

    Die Tatsache, dass Japan so lange gefoltert und missbraucht wurde, machte es China und anderen fast unmöglich, ohne ein US-Embargo mit Japan in Kontakt zu treten. Es ist, als hätten die USA mit einem blutigen Baseballschläger in der Hand stehend Japan befohlen: „Sprich nicht mit den Chinesen!“ Dementsprechend spricht auch niemand in Japan Chinesisch. Auch wenn es ihr Nachbar ist mit den 1,4 Milliarden Menschen. Kinder lernen die Sprache nicht in der Schule.

    Die Japaner sind notorisch überarbeitet, aber das durchschnittliche Pro-Kopf-BIP nach einem dreiviertel Jahrhundert unter dem US-Knüppel ist 33 Prozent niedriger als in Amerika, während die Steuerlast 100 Prozent höher ist.

    Noch schrecklicher ist, dass Amerika von Japan Sachen im Wert von 1,3 Billionen US-Dollar „geliehen“ hat, die es natürlich nicht bezahlte und auch niemals bezahlen wird Hat das japanische Volk jemals davon profitiert, sich wie der assoziierte Westen zu verhalten? Nein. Als Japan im 19. und 20. Jahrhundert die Westmächte nachahmte und die Mandschurei, Taiwan, Südkorea und die Philippinen kolonisierte, sabotierte der echte Westen Japan schnell und Japan verlor wieder alles.

    Den zweiten Teil dieses Textes veröffentlichen wir morgen.

    Alles über den geopolitischen Schauplatz der Zukunft und die Konflikte in Asien: In COMPACT-Spezial USA gegen China erklären wir die Hintergründe und zeichnen ein wahrheitsgetreues Bild vom Reich der Mitte und der Situation in Asien. Hier bestellen.

    27 Kommentare

    1. Japan und China waren sich schon immer Spinnefeind, hat mit den Amis erst mal nicht viel zu tun, außer vllt. dass Japan durch die einen mächtigen Verbündeten hat.

      Ob versklavte Japaner mit freien Russen tauschen würden? Glaube kaum, sind ja keine deutschen Narren mit Soljankasehnsucht die Putin sogar lieber ins Kanzleramt wählen würden als Herrn Höcke, der wird leider nur Vize.

      • Heile Heile Segen an

        Lach, Volltreffer. "Soljankasehnsucht" sollte der offizielle Name dieser Krankheit sein.

      • @Katjuschka
        Wieviel Geschichtsvergessenheit geht eigentlich bei Ihnen????
        Mächtiger Verbündeter USA?
        Die USA hat Atombomben auf das Kaiserreich Japan geworfen und hundertausende Zivilisten getötet. Nicht um den Krieg schneller zu beenden, wie die USA bis heute gerne behaupten, sondern einfach um zu sehen, welchen Schaden diese Waffen in der Praxis anrichten können.Menschenverachtend!!!
        Wer solche "Verbündete" hat, braucht keine Feinde mehr.

        • Das Schlimme ist, etwa zwei Drittel der jap. Kinder haben gelernt, daß die böse Sowjetunion für die beiden Atombomben verantwortlich ist…

        • Intelligentes Leben lernt aus Fehlern. Seid mal froh, dass wir das lange hinter uns haben. Die Verantwortlichen sind alle lange tot. Und hofft, nein, betet!, dass es auch euer Idol Putin und andere kapiert haben.

          Ansonsten wie immer: Sprecht nicht für andere, auch nicht für Japaner. Ob die Rache nehmen wollen oder verzeihen ist nicht eure Angelegenheit. Ihr müsst deren Entscheidung nur respektieren.
          Was wollt ihr eigentlich? Gegen US in den Krieg ziehen (außer wenn Trump sein Golfspiel unterbricht)? Und weil ihr euch alleine nicht traut hetzt ihr euch vermeintliche Verbündete zusammen? Japan, Russland,… dann auf sie mit Gebrüll? Also, was genau wollt ihr außer trommeln?

    2. Ich bin für Befreiung aus dem angelsächsischen Imperium, aber ohne unter russisch-chinesischen Einfluss zu geraten.
      Geopolitik ist bis jetzt ein Nullsummenspiel und es ist kaum möglich sich beiden Macht-Blöcken zu entziehen.
      Nur ein ausgeprägtes Nationalgefühl, Zusammenhalt und Heimatliebe schützen vor Fremdbestimmung und genau daran mangelt es.

      • Würde im 21. Jahrhundert die Rückkehr zu Ackerbau und Viehzucht bedeuten, da ohne eigenen Rphstoffe und Exportabnehmer nicht viel Lametta sein wird. Mag nicht das Schlechteste sein, nur werden nicht viele dabei mitmachen, ginge nur mit roher Gewalt.

        • Die Grünen arbeiten doch bereits hart an dieser Rückkehr zu Vieh und Scholle.Und: Es gibt jede Menge rückwärtsgewandte Jutesackträger mit Sehnsucht nach Jauchegruben, als man glaubt.

    3. Stalins Orgel an

      Mhm , stimmt ja. Aber mit 1, 3 Milliarden Chinesen als Nachbarn , können 0,13 Milliarden Japaner ohne Atomrüstung (" Wir schwören, nie zu tun, was man uns antat". Ein in der Geschichte einmaliger Humbug ) sich nicht einfach von den USA verabschieden . Gar zu leicht würde es unter chinesische Vorherrschaft geraten . ( So wie manche Blitzbirnen in Deutschland gerne aus der amerikanischen in die russische Vorherrschaft wechseln würden.)
      Kann Herr Pattberg Chinesisch ? Das ist eine tonale Sprache, ein völlig anderes System als agglutinierende Sprachen zu denen Japanisch zählt also extrem schwierig als Zweitsprache zu erlernen. Obwohl Japan viel chinesische Kultur aufgenommen hat, sind die Japaner ein völlig anders Volk als die Chinesen. Es ist einfacher, sie lernen die Weltsprache Englisch, dann können sie sich nicht nur mit gebildeten Chinesen sondern mit der ganzen Welt unterhalten.

    4. Bodhisatta 969 an

      Guter Artikel. Die USA sind und bleiben der Feind Nr. 1 aller freien Völker. In dieses Drecksland würde ich nie einen Fuß setzen.

      • Stalins Orgel an

        So ist es. Hoffentlich wird Russland nicht wieder als neue Sowjetunion der 2. Weltfeind.

        • Unsere Medien haben viele Jahre lang verschwiegen, wie aggressiv und chauvinistisch es in Russland zugeht. Ich wusste es nur weil ich das Land lange und gut kenne.
          Und mit China ist es genau dasselbe: Es wird nicht berichtet, wie aggressiv und gefährlich das Land ist.
          Aber nicht nur die System Presse schweigt. Auch die alternativen Medien sind entweder gekauft oder zu blöd die Wahrheit zu erkennen.

        • Heile Heile Segen an

          Na doch wird "berichtet" , China ist Feind ( Auch für Compact ist Ch eine "Dystopie" ! ). Fakt ist , der letzte große Kampf um die Weltherrschaft wird zwischen China und den USA ausgetragen. Während die U S A der Vernichter und Verderber nicht nur Deutschlands sondern sogar seiner Verbündeten Britannien . Frankreich waren, ist das Verhältnis zu China unbelastet. Es ist also klar , welche Seite wirkliche Patrioten zu wählen hätten, wenn gewählt werden müßte. Bis dahin hätte DLand aber noch 100 Jahre Zeit, eigene Wege zu gehen. Wenn uns nicht der Iwan zu dicht auf die Pelle rückt.

      • Anhand dieses ausgewogenen und feinsinnigen Urteils, erkennt man den spirituellen Entwicklungsstand des Möchtegern-Buddhisten.

      • Es sind die Hintergrundmächte, die die USA als ihr Werkzeug benutzen. Was hat ein amerikanischer Patriot durch den Irak- Krieg gewonnen? Was durch den Afghanistan-Einsatz? – Nichts, nur Kosten und den Hass der ganzen Welt hat er dadurch bekommen. Und selbst der Zweite Weltkrieg, von dem die USA zunächst massiv profitierten, weil sie uns ausgeplündert haben und ihren Machtbereich erweitert haben, hat Amerika im Nachhinein massiv geschadet. Sie haben den falschen Feind und das Bollwerk gegen Bolschewismus, Überfremdung, Dekadenz, Kapitalismus bekämpft – genau das, woran Amerika heute leidet. Die intelligenten Amis verstehen es schon.

    5. Alter weiser weißer Mann an

      Ja, Amerika ist böse.

      UdSSR/Russland ebenso und China auch.

      Was der Artikel nicht erwähnt: Das Verhältnis Russland-Japan ist schon lange schlecht, was an Russland, seiner überheblichen Art und militärischen Drohungen liegt.
      Mit China ist es noch extremer. Die Rotchinesen hassen Japan, greifen es propagandistisch an und drohen regelmäßig.

    6. NOCH NEN köm an

      "Das imperiale Japan kapitulierte am 15. August 1945 vor den Vereinigten Staaten von Amerika und beendete damit den Zweiten Weltkrieg. Seitdem müssen sich japanische Herrscher bei ihren US-Besatzern vergewissern, bevor sie irgendetwas mit anderen Ländern unterzeichnen, was im Grunde eine Vereinigung Asiens verhindert."

      Lol. Was ein geschichtlicher Schwachsinn ^^ Aber Deutschland hat ja angeblich auch keine Selbstständigkeit:-D

      • Putin wird keine zwei Jahre mehr im Kreml überleben.
        Danach kommt ein harter, aggressiver Nationalist, vielleicht sogar stalinistisch angehaucht.
        Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Russland dann noch feindlicher gegenüber dem Westen werden.

        • Heile Heile Segen an

          ….. morgen gibt e Regen .Hat keinen Sinn, zu spekulieren, wie der übernächste Sommer wird.

      • @Noch Nen Köm
        Waren wohl ein paar Kön zuviel! Macht einen weichen Keks und vernebelt den Blick auf die Realität.

    7. Friedenseiche an

      Die ganze Welt denkt so über die USA dennoch bekämpfen sie sich gegenseitig, was ein Dilemma hielten alle zusammen wären wir die Satanisten sofort los,was läuft schief?

      • irgendwas ist ja immer an

        mit dem kämpfen ist es wie mit dem arbeiten. gestern rücken, heute hühnerauge, morgen durchfall…feiertags der suff.