Intellektuelle: Offener Brief gegen politisch korrekten Diskursterror

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Wird ein Wort als politischer Euphemismus missbraucht, ist es danach langfristig unbrauchbar. Seit Gerhard Schröders Agenda 2010 ist der Begriff „Reform“ als Codewort für soziale Grausamkeiten abgespeichert. Derzeit wird das Wort „Toleranz“ zum Synonym für neue Inquisition und Abschaffung der Meinungsfreiheit etabliert.

Wenn also ein öffentlicher Aufruf für mehr „Toleranz“ im Zeitalter ihrer Abschaffung fordert, befürchtet man zunächst, dass hier noch mehr Antifa-Terror, noch mehr Inquisition, noch mehr Denunziation und zusätzliche Löschung auf sozialen Netzwerken verlangt wird. Aber das in Harper’s Magazine publizierte Schreiben, das von 150 Schriftstellern unterzeichnet wurde, zielt tatsächlich auf diskursive Abrüstung.

Williams, von einem schwarzen Vater und einer weißen Mutter abstammend, also „bi-racial“, wendet sich in dem Brief gegen US-Rassismus, fordert zugleich von allen Beteiligten mehr Toleranz in der Diskussion hitziger Themen. So beklagt er, dass „der freie Austausch von Informationen und Ideen, der Lebensnerv einer liberalen Gesellschaft, mit jedem Tag immer mehr eingeengt wird“.

Zwar sei harte Diskussion zu befürworten, aber – und das geht primär an die Adresse der Linken – es verbreite sich zunehmende Intoleranz gegenüber abweichenden Meinungen, die mit öffentlicher Beschämung und Ausgrenzung beantwortet würden. Komplexe politische Themen würden mit moralischen Gewissheiten angegangen. Die Gegenwart erinnere an die McCarthy-Ära.

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören Salman Rushdie, Noam Chomsky, Margaret Atwood, Daniel Kehlmann, J.K. Rowling, Greil Marcus, Steven Pinker, Malcolm Gladwell und Gloria Steinem. Im Interview mit der New York Times betonte Williams, die unterschiedlichen Herkünfte und Standpunkte der unterzeichnenden Autoren: „Wir sind nicht nur ein Haufen alter weißer Männer, die herumsitzen und diesen Brief schreiben. Dieser schließt viele schwarze, muslimische und jüdische Denker ein, Menschen, die trans sind, schwul, alt, jung, rechts und links.“ In den USA sorgte dieser Querfront-Brief für Wirbel: Man warf den Unterzeichnenden vor, Angst um ihre Privilegien und Relevanz zu haben.

Die Sprache der Political Correctness entlarven.

Sprache als Werkzeug der Repression & Gedankenkontrolle: Die von den System-Medien vorangetriebene Infantilisierung unserer Sprache hat inzwischen groteske Ausmaße erreicht. Deutsche Gazetten quellen über von Worthülsen, Begriffsumdeutungen, halbwahren Floskeln, wohlfeilen Mustersätzen, linguistischen Simplifizierungen, Kampfbegriffen und ewig gleichen linkspädagogischen Argumentationsmustern, die das Denken der Menschen normieren, ja ausschalten sollen. Hier bestellen

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3 Kommentare

  1. Avatar

    Das eigendlich perverse ist, die Presse lügt nicht – dann könnte man sie ja mit Fakten direkt überführen, die läst die Information zu Dingen, die dem System nicht passen, einfach weg, informiert nicht.
    Und die Sprache wird durch die Einführung englischer Vokabeln und Anglizismen verdorben. Deutsche Vokabeln unzudefinieren ist eher zweitrangig; denn die versteht ohnehin bald keiner mehr! Auch Compact, bzw. seine Autoren habe ich auch schon dabei erwischt, daß sie z.B. ihre Eintrittskarten als "tickets" bezeichnet haben – geht garnicht! Das ist das gleiche Prinzip das schon die Römer gegen die Etrusker angewendet haben! Die Sprache der angloamerikanischen Besatzer wollen wir nicht! Die eigene Sprache ist die Basis einer eigenen Kultur!
    Die Kultur früherer Zeiten hat die Kirche maßgeblich geprägt, die Beriffe stammen oft aus dem Kirchenlatein. Zu der Idee, beim Menschen von Rassen zu sprechen, kam man weil in 15.Jh. ein Pabst Indianer als zu bekehrend und Schwarze eher als tierähnlich, nicht zu bekehren, definierte – auf Anfrage der Spanier was zur Sklaverei in der Moderne führte. (Getaufte durften keine Sklaven sein.) Reform(ation) führte zur Spaltung der Kirche, zum Vorwand für Kriege und zur ideologischen Grundlage für den Raubtierkapitalismus, trennte die Kirche von ihrer sozialen Funktion. Protestantische Engländer und Schwarze als – unterpriviligierte – Rasse … Das Ergebnis kennt man!

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    DerSchnitter_Maxx am

    Das Mittel der Wahl … des verlogenen und hinterfotzigen Establishments ist, die Dinge … egal wie … ausschließlich nur, für ihre Interessen und Zwecke, zu missbrauchen 😉

    Das Establishment-Geschmeiß ist nicht menschlich, aber in jeder Hinsicht, Form, Art&Weise … entmenschlichend und von daher mehr als entbehrlich und hat ab sofort, jede Form der Existenzberechtigung … auf diesem Planeten verloren 😉

    Mega-Egoistische, hundsgemeine, hinterfotzige, Chaos- und Unruhe -stiftende Spalter … die im Universum … ihresgleichen suchen 😉

    Und wer immer noch glaubt, das der Weihnachtsmann … nicht der Vater des rammelnden Osterhasen ist und die Nikolaus sein heißblütiges, vergendertes, Weib … dem ist eh nicht mehr zu helfen – dieses Geschmeiß ist so link, durchtrieben und gerissen … das kann sich niemand ausdenken, geschweige ausmalen … 😉

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    HERBERT WEISS am

    Ich habe nichts gegen den Begriff "Reform". Es kommt darauf an, WIE man reformiert. Ob es in der Sache vernünftig ist, für wen etwas Gutes dabei herauskommt und wer dabei Miese macht.. Ähnlich verhält es sich mit "Toleranz". Wer politisch unbequeme zum Hauptfeind erklärt und die Feinde jeder Freiheit hätschelt, dem mag man zwar das Recht zugestehen, weiterhin seine Absurditäten von sich zu geben – man muss ihm aber auch kräftig kontra geben – aus allen Rohren!. Denn solche Quatschköpfe sind die Totengräber der Freiheit!

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