Viele Menschen kämpfen mit Bauchfett, Müdigkeit und Heißhunger. Sie essen weniger, bewegen sich mehr – und trotzdem verändert sich nichts. Das Problem liegt oft nicht an Kalorien, sondern an einem Hormon, das über Fettaufbau, Energie und Stoffwechsel entscheidet: Insulin.

    Insulin ist eines der wichtigsten Hormone in unserem Körper. Es entscheidet darüber, ob wir Fett verbrennen oder Fett speichern. Ob wir Energie haben oder müde sind. Ob wir Heißhunger bekommen oder lange satt bleiben. Trotzdem sprechen die wenigsten Menschen über Insulin. Dabei bestimmt dieses Hormon unseren Stoffwechsel stärker als fast alles andere.

    Warum Insulin Fettaufbau fördert

    Viele Menschen glauben, dass Fett nur entsteht, weil man zu viel isst. In Wirklichkeit entscheidet vor allem ein Hormon darüber, ob wir Fett verbrennen oder Fett speichern: Insulin.

    Immer wenn wir Zucker oder schnell verfügbare Kohlenhydrate essen, steigt unser Blutzucker. Unser Körper schüttet daraufhin Insulin aus, damit der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt. Doch Insulin kann noch mehr. Insulin ist nicht nur ein Blutzuckerhormon, sondern auch ein Fettspeicherhormon.

    Solange Insulin im Blut hoch ist, befindet sich unser Körper im Speichermodus. Der Körper speichert Zucker in den Zellen, speichert überschüssige Energie als Fett und verhindert gleichzeitig die Fettverbrennung. Erst wenn der Insulinspiegel wieder sinkt, kann unser Körper auf Fettreserven zugreifen und Fett verbrennen.

    Wenn Insulin jedoch ständig erhöht ist, weil wir häufig Zucker, Snacks, Softdrinks oder Weißmehlprodukte essen, kommt der Körper kaum noch in die Fettverbrennung. Das Fett wird gespeichert – und besonders gerne im Bauchraum. Genau deshalb hängen Blutzucker, Insulin und Bauchfett so eng zusammen.

    Man kann sich Insulin wie einen Schalter vorstellen.

    Ist Insulin hoch, speichert der Körper Fett. Ist Insulin niedrig, verbrennt der Körper Fett.

    Warum wir ständig Hunger haben

    Viele Menschen kennen das: Man hat gegessen und kurze Zeit später wieder Hunger. Oft ist nicht der Magen das Problem, sondern der Blutzucker. Steigt der Blutzucker schnell an, steigt auch Insulin stark an. Danach fällt der Blutzucker wieder ab. Und dieser Abfall fühlt sich an wie Hunger.

    Dann greifen wir wieder zu Zucker, Snacks oder Kaffee. Kurz darauf steigt der Blutzucker wieder. Und auch Insulin steigt wieder. Der Kreislauf beginnt von vorne. Viele Menschen stecken in diesem Kreislauf, ohne es zu merken.

    Wer diesen Kreislauf durchbricht, verändert oft seinen gesamten Stoffwechsel. Mehr dazu auch im Artikel über den Blutzucker.

    Insulin, Leber und Fettleber

    Was viele nicht wissen: Insulin beeinflusst auch unsere Leber. Wenn ständig viel Zucker und Insulin im Blut sind, beginnt unsere Leber, Zucker in körpereigenes Fett umzuwandeln. Auf diese Weise entsteht über Jahre eine sogenannte Fettleber. Viele Menschen merken davon lange nichts. Sie fühlen sich nur müde, antriebslos oder erschöpft.

    Unsere Leber ist eines der wichtigsten Stoffwechselorgane in unserem Körper.

    Sie reguliert den Zuckerstoffwechsel, den Fettstoffwechsel und entgiftet unseren Körper. Wenn unsere Leber überlastet ist, funktioniert unser gesamter Stoffwechsel schlechter.

    Viele Menschen achten deshalb neben Ernährung und Bewegung auch auf Pflanzenstoffe zur Unterstützung der Leber, wie zum Beispiel die Mariendistel. Diese seit Jahrhunderten bekannte Pflanze wird gerne bei Leber- und Entgiftungskuren genutzt. Vorwiegend abends eingenommen, hilft diese feine Pflanze unserer Leber bei der Verdauung. Mit dem Ergebnis, dass der Stoffwechsel entlastet wird, und die Nachtruhe wieder mehr Erholung bringt. Eine entlastete Leber bedeutet mehr Energie, besserer Stoffwechsel und mehr Wohlbefinden.

    Insulin fördert Entzündungen

    Ein dauerhaft hoher Insulinspiegel fördert häufig auch Entzündungsprozesse in unserem Körper. Diese sogenannten stillen Entzündungen laufen oft jahrelang unbemerkt ab. Sie betreffen unsere Gefäße, unsere Gelenke, unser Gehirn und unser Immunsystem.

    Freie Radikale greifen dabei unsere Zellen an und beschleunigen Alterungsprozesse. Viele Menschen achten deshalb auf Antioxidantien wie Astaxanthin, OPC oder Coenzym Q10, um unseren Körper bei diesen Belastungen zu unterstützen.

    Weitere Hintergründe dazu finden Sie hier: Entzündungen – die stille Gefahr im Körper

    Müdigkeit, Erschöpfung und Insulin

    Viele Menschen fühlen sich ständig müde, obwohl sie genug schlafen. Auch hier spielt Insulin eine große Rolle. Wenn der Blutzucker ständig schwankt, bekommt unser Körper keine stabile Energie. Wir fühlen uns müde, unkonzentriert und erschöpft.

    Energie entsteht nicht durch Zucker, sondern in unseren Zellen. Nur in unseren Mitochondrien wird ständig Energie produziert. Dafür benötigt unser Körper vor allem einen winzigen Stoff, das Coenzym Q10. Mit zunehmendem Alter steht uns dieser Stoff immer weniger zur Verfügung, weshalb viele Menschen zusätzlich auf Coenzym Q10 achten.

    Insulin entscheidet über unseren Stoffwechsel

    Viele Menschen glauben, Gesundheit entscheidet sich an Kalorien. In Wirklichkeit entscheidet sich Gesundheit oft an Hormonen. Und eines der wichtigsten Hormone ist Insulin.

    Wer sein Insulin niedrig hält, hat oft weniger Bauchfett, weniger Heißhunger, mehr Energie und einen stabileren Stoffwechsel. Deshalb lohnt es sich, nicht nur über Kalorien nachzudenken, sondern über Blutzucker, Insulin und Stoffwechsel.

    Viele Menschen kämpfen mit Bauchfett, Müdigkeit und Stoffwechselproblemen, ohne zu wissen, dass oft ein einziges Hormon dahintersteckt: Insulin. Wer Insulin in den Griff bekommt, bekommt oft auch seinen Stoffwechsel, sein Gewicht und seine Energie in den Griff. Wer seinen Stoffwechsel versteht, versteht seine Gesundheit.

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