Berlin, 30. April 1945, 15 Uhr 30: Im Bunker der Reichskanzlei sitzt der in sich zusammengesunkene „Führer“ des Deutschen Reiches auf einem Sofa neben Eva Braun. Einige Momente zuvor hatte er sich in die rechte Schläfe geschossen, während seine Lebensgefährtin Gift nahm. Kurz darauf erklingen im Rundfunk zur Untermalung der Todesnachricht ein Satz aus der Siebten Symphonie Bruckners sowie Szenen aus Richard Wagners Götterdämmerung. Seither sind die Versuche, das Wesen des Diktators zu dechiffrieren, nicht abgerissen. In seiner mehr als 500 Seiten starken Charakterstudie Charisma und Dämonie legt der Frankfurter Autor Werner Bräuninger Wert darauf, alle Vereinseitigungen zu vermeiden, das Buch kann HIER bestellt werden!

    Entstanden ist das Porträt einer Doppelnatur, die sich von einem Träumer und Wagner-Verehrer zu einem gleichermaßen eiskalten wie nervenstarken Machtmenschen entwickelte. Ausführlich werden die ziemlich verworrenen familiären Wurzeln sowie die Herkunft aus den bitterarmen Verhältnissen des niederösterreichischen Waldviertels geschildert.

    Linz, Wien, München

    Der junge Hitler gab sich ganz seinen Träumen hin. Besonders fasziniert war er von der Musik Richard Wagners und hier insbesondere von dessen Oper Rienzi, die den Aufstieg eines spätmittelalterlichen römischen Volkstribunen schildert, der am Ende nach einem kometenhaften Aufstieg scheitert. Bräuninger vermutet, dass die Musik Wagners Hitler die „visionären Leitbilder“ lieferte, „deren Verwirklichung er sich zur Lebensaufgabe“ machte und dass Wagner wohl die einzige Person gewesen sei, die Hitler jemals als Vorbild akzeptiert habe.

    Bräuninger schließt sich hier dem Urteil Thomas Manns an, der einmal feststellte, dass man im „Phänomen Hitler“ im Grunde genommen „eine Erscheinungsform des Künstlertums“ wiedererkennen müsse, wofür ja nicht nur seine Wagnerverehrung, sondern auch seine ebenfalls lebenslang beibehaltene Begeisterung für Architektur spricht. Gerade der Rückzug in seine Innenwelten brachte Hitler bald nach seinem Umzug von Linz nach Wien in eine materiell äußerst schwierige Situation, wo er sich als Kunstmaler eher schlecht als recht durchschlagen konnte und in der sozialen Hierarchie ganz nach unten, bis in das berühmte Obdachlosenasyl in der Wiener Meldemannstraße, abrutschte.

    Metamorphose zum Volksredner

    Für Hitler jedoch war Wien zum Ort vieler Niederlagen und Deklassierungen geworden, so dass er 1913 nach München zog, um dort sein Glück zu versuchen. Der Kriegsausbruch im August 1914 gab seinem Leben dann – wie so vielen anderen aus seiner Generation – eine entscheidende Wendung, und schon einen Tag nach der Mobilmachung des Deutschen Reichs am 2. August 1914, verfasste er ein persönliches Gesuch an den bayerischen König mit der Bitte, als Österreicher in einem bayerischen Regiment kämpfen zu dürfen. Dieses Gesuch wurde schon einen Tag später bewilligt und er trat in das Bayerische Reserve Infanterieregiment Nr. 16 List ein, mit dem er im Verlauf des Krieges an vielen großen Schlachten teilnahm.

    Kurz nach dem Ersten Weltkrieg, in den Wirren der bürgerkriegsgeschüttelten Weimarer Republik, erhielt Hitler dann von einem Vorgesetzten den Auftrag, eine Versammlung der „Deutschen Arbeiterpartei“(DAP) zu beobachten, die damals eine unter etlichen weiteren Politsekten in München war. Im Laufe dieser Versammlung entdeckte Hitler dann auch sein größtes Talent, nämlich seine rednerische Naturgewalt, mit der er einen anderen Veranstaltungsteilnehmer demontierte, der eine Ablösung Bayerns vom Reich forderte.

    „Fememord großen Stils“

    An diesem Tag an hatte er eine entscheidende persönliche Metamorphose durchgemacht, denn aus einer Person, die vorher völlig erfolglos gewesen war, wurde praktisch über Nacht der wohl gefürchtetste Redner der Weimarer Republik und aus der vorher völlig erfolglosen DAP wurde die NSDAP, die schon ab dem Februar 1920 in der Lage war, mit dem Redner Hitler als Publikumsmagneten den Zirkus Krone zu füllen. Der Versailler Vertrag war dabei ganz klar der Humus für den Aufstieg Hitlers. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der fünften Ausgabe unseres Geschichtsheftes Versailler Vertrag: Der Pakt der Hitler an die Macht brachte, das hier oder durch Anklicken des Banners unten bestellt werden kann.

    Bräuninger beschreibt nun die Stationen des Aufstiegs Hitlers vom gescheiterten Putsch am 9 November 1923, die Wiedergründung der NSDAP am 27. Februar 1925, der Entwicklung der Nürnberger Parteitage zu großen Heerschauen, den sich steigernden Wahlerfolgen der NSDAP im Zuge der Weltwirtschaftskrise ab dem Jahr 1929 bis hin zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933.

    Seine Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass nur eine oberflächliche Befriedung des Reiches gelang und der Bürgerkrieg der späten Weimarer Republik im Grunde genommen in weit verschärfter und geradezu exterministischer Form weitergeführt wurde, und zwar nicht nur gegen klare politische Gegner der NSDAP, sondern auch gegen Häretiker in den eigenen Reihen. Dies wurde besonders am 30. Juni 1934 deutlich, als sowohl Exponenten des nationalrevolutionär-sozialistischen Parteiflügels als auch Vertreter der nationalkonservativen Intelligenz in einem „Fememord großen Stils“ eliminiert wurden.

    Der Anti-Bismarck

    Den deutschen Juden wiederum ließ Hitler nicht die geringste Chance zur Beteiligung am neuen Staat, auch nicht solchen zur Zusammenarbeit bereiten Männern wie Leo Löwenstein, der als Führer des „Reichsbund jüdischer Frontsoldaten“ für 85 000 jüdische Frontsoldaten sprach, von denen 12.000 für das Reich gefallen waren.

    Von seiner politischen Vorgehensweise her war Hitler – trotz aller demonstrativ zur Schau gestellter Bismarck-Verehrung ‒ im Grunde genommen ein zu außenpolitischen Va-Banque-Spielen neigender Anti-Bismarck, der, wie Bräuninger treffend feststellt, „das Wort Bismarcks, Politik sei die ‚Kunst des Möglichen‛, in das Dogma ‚Die Politik ist die Kunst, das Unmögliche möglich zu machen‛ umdeutete“.

    Sein politisches Denken hatte einen stark ins Utopische gehenden Zug und mit seinen kommunistischen Gegenspielern teilte er den Wunsch, einen „neuen Menschen“ zu schaffen, der im Nationalsozialismus freilich ganz anders aussehen sollte als im Kommunismus; „ein Typus, der gewissermaßen spartanische Zucht und Askese, römisches Staatsethos, britische imperiale Herrennatur und die rassische Selbstabschottung und Reinheit des orthodoxen Judentums vereinen sollte.“

    Nominierung für den Friedensnobelpreis

    Im Ausland erreichte Hitlers Renommée in diesen Jahren immer neue Höhepunkte. Bräuninger weist zurecht darauf hin, dass das amerikanische Time Magazine Hitler 1938 zum Man oft the Year wählte und der deutsche Diktator im kommenden Jahr gemeinsam mit Mahatma Gandhi auf der Nominiertenliste für den Friedensnobelpreis stand – ein deutlicher Fingerzeig an jene nachträglichen Widerstandskämpfer, die dem deutschen Volk bis heute eine Kollektivschuld anhängen wollen, weil es nicht vom ersten Tag der der Machtübernahme Hitlers an geschlossen Widerstand geleistet hat.

    Schon am Ende der Friedensjahre des Dritten Reichs kapselte Hitler sich freilich zunehmend von seiner Umgebung ab. Waren ihm seine großen Erfolge zu Kopf gestiegen, hielt er sich für unfehlbar? Bräuninger führt dazu aus: „Aus dem ‚Ersten unter Gleichen‛, dem Volkskanzler, war ein nahezu absoluter Monarch geworden. Der Staat erschien immer mehr als eine Figuration des Leviathan, der seine Vorbilder eher aus Byzanz zu nehmen schien, statt aus der germanischen Kaiseridee.“ Fakt ist aber auch, dass es damals nicht nur das Deutsche Reich war, das auf einen großen Krieg zusteuerte. Lesen Sie dazu die vierte und von dem ehemaligen Generalmajor der Bundeswehr Gerd Schultze-Rhonhof verfasste Ausgabe unseres Geschichtsheftes Der Krieg, der viele Väter hatte, die hier bestellt werden kann.

    Unbedingter Sozialdarwinismus und Antisemitismus

    Verhängnisvoll war am Ende – vor allem für sein eigenes Volk – der unbedingte Sozialdarwinismus Hitlers, der im Dritten Reich diejenigen mit aller Härte traf, die mehr oder weniger willkürlich aus der Volksgemeinschaft ausgeschlossen wurden. Selbst Bräuninger ist hier ratlos und notiert: „Es ist eine der augenfälligsten Charaktereigenschaften Hitlers, dass er wohl kaum so etwas wie Mitleid, Anteilnahme oder auch nur Rührung kannte, wenn es um seine Feinde ging. Dieses ‚Gen‛ schien ihm schlicht und ergreifend zu fehlen “.

    Hitlers Antisemitismus sprengte alle Maße, durch die normalerweise auch die giftigste Feindschaft noch eingehegt wird und Bräuninger weist darauf hin, dass „Judentum“ auch das letzte Wort war, das Hitler in seinem Leben diktiert hat. Am Ende dürfte auch Bräuninger einer These des Historikers Ernst Nolte zustimmen, der in seinen im Jahr 2011 erschienenen Späten Reflexionen bemerkt, dass ein Sieg des Antibolschewisten und Kapitalismuskritikers Hitlers möglich gewesen wäre, sich Hitler dabei aber als Antisemit und Verächter vermeintlich ‚niederer Rassen‛ selbst im Wege stand.

    Ein “Capriccio aus Deutschland”

    Bräuninger zeigt Hitler als das, was er alles in einer Person war: ein Charismatiker, ein verantwortungsloser und untergangswilliger Hasardeur, ein von seiner Geschichtsmission unbedingt erfüllter historischer Akteur, ein im persönlichen Zusammentreffen meist einnehmender Wiener Charmeur und ein mitleidloser Täter, der über Leichenberge ging. Der „lebendigste Tote aller Zeiten“ wird weder als Monstrum noch als Heilsfigur dargestellt und gewinnt hier so die Plastizität, die anderen Darstellungen abgeht.

    Insofern erklärt sich auch der Untertitel des Buches Hitler – Ein Capriccio aus Deutschland. Als Begriff der Kunsttheorie bezeichnet das Capriccio den absichtlichen, lustvollen Regelverstoß, die phantasievolle, spielerische Überschreitung der akademischen Normen, ohne die Norm außer Kraft zu setzen. Auch Bräuninger setzt sich mit seiner charakterologischen Arbeit von allen gängigen Darstellungen ab und ermöglicht so neue Einblicke, die anderen Darstellungen abgehen. Sein Buch kann HIER oder durch das Anklicken des Banners unten bestellt werden!

     

     

    51 Kommentare

    1. Glen lukemba an

      Das beste buch ich jemals gelesen habe über Hitler bleibt noch immer von John Toland.

      • heidi heidegger an

        Hauptsache kein Loser, würde theDonald sagen, mein Kind kann schwarzbraun sein oder ein Alien, aber kein Loser..lasst mein Fleisch blutig, blutig aber nicht kalt (*Gitarre klimper*, Tiffi willst Du sörfen oder kämpfen, häh? weil wanns Du nicht ahso: Feierabend, sorry, hihi)

      • RD: Ich höre immer öfter
        "Lieber ein Nazi als ein Sozi"

        = Symphatische Retourkutsche des Zeitgeist!

        Im Ernst: Nur noch eine winzige Kohorte gehirngewaschener Hysteriker bekommt in der Tat noch Schnappatmung, wenn der Name des Führers fällt…

    2. Allein die ersten beiden Sätze dieses Artikels offenbaren, daß der Autor des selbigen erheblichen Nachholebedarf zum Thema Geschichte hat.

    3. Professor_zh an

      Übrigens – dies an die Adresse des Artikelschreibers, den ich Professor_zh hiermit zurechtweist – wies Bräuninger nicht ,,zurecht" darauf hin, sondern ,,zu Recht". ((Vgl. ,,Wir sind Vorort" – also weder Machtzentrum noch Hintertupfingen – und ,,Wir sind vor Ort". also nicht abwesend!)

    4. (Teil 3)

      Wie erklärt Herr Bräuninger das Benehmen Hitlers auf die Erschießung des Pfarrers, der in ihn Landsberg mehrfach jede Woche besuchte, um ihm seine Entwürfe zu Mein Kampf zu redigieren? Irving bringt mind. Indizien, daß der Fall Hitler monatelang innerlich schwer beschäftigte.

      Oder Hitlers platonische Beziehung zu seiner patriotischen Freundin aus der engl. Oberschicht (Unity).

      Daraus spricht mitnichten das Benehmen eines machtbesessenen Egomanen oder Dämonen, der skrupellos über Leichenhaufen von Freunden wie Feinden hinweg schreitet.

      Hitler war kein Stalin oder Churchill!

      Dämonisierungen Hitlers sind suspekt und so geht’s in Zukunft nicht weiter, das bringt niemand was!

      P.S.; nach Ignaz Zollschan, Der Rassenwahn als Staatsphilosophie hing Hitler schon in den 1930er Jahren auch nicht mehr der Rassentheorie an.

      • Adolf Hitler wurde von den Siegern dämonisiert weil ihre Anführer die schlimmsten Verbrecher der damaligen Zeit waren.

    5. (Teil 2)

      Übrigens, um mal einen konkreten Punkt aus der Rezension aufzugreifen, nämlich der Befreiungsschlag Hitlers gegen Ernst Röhm/SA/national-bolschewistische Strömung innerhalb der NSDAP:

      Nach Felix von Papen war dessen Auslöser die Marburger Rede seines Onkel, des Reichsvizekanzlers – und das halte ich für sehr triftig, wenn ich die Rede lese! Nach Irving hat Hitler nur eine Handvoll Putschisten zur sofortigen Hinrichtung befohlen. Die restlichen bis zu 500 Herbeiphantsierten bzw. tatsächlich Erschossenen würde ich lieber neutral abgehakt sehen unter dem Begriff: Revolutionswirren! Da hat wohl überwiegend einer den anderen verdächtigt, richtungsmäßig unbotmäßig zu sein – und BUMM!

      • Kameradenmord an

        Stimmt, aber es waren auch konservative Nazis daran beteiligt….Röhm war nach Hitler der zweite Mann. Hitler brauchte aber erst einmal für seine Ziele, die Rechtskonservativen Weimars, die Industriellen und die Reichswehr. Hätte er keine Ordnung geschafft, hätte Hindenburg Hitler wieder schnell abgesetzt. Zu dieser Zeit hatte der Reichspräsident noch mehr Macht…Durch die Nacht der langen Messer, profitierte aber letztendlich die SS und es begann auch damit ihre berühmt berüchtigtste blutige Karriere….Führer befiehl ….bis in den Tod!

        • August Schneidhuber an

          Die SA erholte sich nie mehr von diesen blutigen Schlage und versank in der Bedeutungslosigkeit…..ich kannte einen SA Mann, dieser war danach so enttäuscht und Himmler der größte Lump für ihn….

      • Erich Höppner und Walter Krüger /Bilder sagen mehr als Worte an

        Die Ausschaltung der SA war der unaufhaltsame Aufstieg der SS und schon 3 Wochen putschte diese SS in Österreich, bei der auch Bundeskanzler Dollfus erschossen wurde und fast genau auf den gleichen Tage 10 Jahre später, erfolgte die blutige Abrechnung mit Teilen der Wehrmacht….

    6. (Teil 1)
      Hhhhmm, in Anbetracht von 90 Prozent Zustimmung der Regierten über 90 Prozent der Regierungszeit Hitlers hinweg – und danach ging’s ja Jahrzehnte so weiter bis zum Auftritt des Merkls! – möchte ich lieber mal ein mit angemessen positiven Deutungen erfülltes Buch über die Person des Führers lesen!

      David Irvings Hitler-Biographie bietet in der Hinsicht zumindest Ansätze, denn da lese ich schon eine Menge Gutes über Hitler und den NS.

      Man sollte vll. mal sämtl. hitler-positiven Auffassungen Nachgeborener/Zeitgenossen zusammenbringen und in einer Reihe veröffentlichen. Was meinen die anderen: reicht ein Meter Buchregalbreite aus? Distanzeritis ist charakterlos und bringt mir keinen Gewinn.

      Und: War Hitler Patriot?

    7. Als ob es 500 Buchseiten bräuchte, um H. zu "entschlüsseln" , er war schließlich nicht verschlüsselt.. Persönlich wenig gentlemanlike, konnte nicht reiten, ging nicht jagen, mied Alk und Fleisch , wechselte 2 x am Tag die Unterwäsche (vielleicht eine Weltkriegsmacke ) und statt einen Harem zu unterhalten begnügte er sich , ziemlich spießig, mit Eva Braun, hing einer abstrusen Verschwörungstheorie an, hielt Schäferhunde. Idioten wollen ihm seinen Ruhm kaputt machen, indem sie ihn zu einem britischen Agenten erklären.

    8. Jürg Rückert an

      Vor Jahren las ich einen Bericht im „Focus“. Darin kam Kardinal Ratzinger zu Wort. In dessen oberbayrischer Heimat habe man erzählt, dass Hitler fahl und zitternd am Tisch gesessen und gesagt habe: „Er war wieder da!“ Man habe den Eindruck gehabt, er sei von einer dämonischen Macht aufgesucht worden. Auch hat Pius XII einen Exorzismus über den Führer gesprochen. Hitler selbst sprach gern von der Vorsehung. Er fühlte sich von ihr auserwählt. Dies sollte als mögliche Triebkraft nicht gänzlich übersehen werden.
      Auch schlugen so viele Attentate „wie durch ein Wunder“ fehl, dass man nur staunen kann. Er durfte wirken und wüten bis zur maximalen Ausreizung! Da muss sich die Vorsehung fragen lassen, was sie sich so gedacht hat …

    9. Der antideutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky hat für jene bürgerlichen Schichten, die seine pazifistische Haltung nicht teilten, folgende Wünsche bereit.

      „Möge das Gas in die Spielstuben eurer Kinder schleichen. Mögen sie langsam umsinken, die Püppchen. Ich wünsche der Frau des Kirchenrats und des Chefredakteurs und der Mutter des Bildhauers und der Schwester des Bankiers, daß sie einen bitteren qualvollen Tod finden, alle zusammen"

      Sozialdarwinismus? Unbedingt!

      • Nicht nur Tucholsky wünschte dem Deutschen Volke den Tod, auch Einstein und Thomas Mann.

        • Wenn ich all dieses antideutsche Gesindel hier aufzählen würde, es wäre BÜcher füllend.

    10. "Plastizität, die anderen Darstellungen abgeht"

      Welchen anderen Darstellungen?
      Sind gar die Beschreibungen der Mietmäuler dieser Welt gemeint?

    11. Leibwächter Döring an

      Bräuningers Buch mag zwar sehr lesenswert sein, ab um Hitler zu entschlüsseln, sollte man auch Bücher lesen, von Personen, die in nächster Umgebung des Führers waren und diese Zeitzeugen sind immer die besten Experten. Fakt ist aber auch, das Hitler nicht ohne den Genie Dr. Goebbels an die Macht gekommen wäre. Mit gerade 6 Mann eroberte der damalige Gauleiter die rote Reichshauptstadt. Und nach dem Rotfront Verbot, traten viele ehemalige Mitglieder scharenweise in die SA ein. Adolf Hitler war als Mensch eine Ausnahmeerscheinung, sowie einst Napoleon Bonaparte. Es gab soviel Mordanschläge und Attentate auf seine Person und alle schlugen diese fehl. Das kann kein Zufall sein, sagte einmal ein ehemaliger HJ Führer zu mir in Bad Hersfeld..

      • Der Bräuninger muß so fabulieren, denn sonst gibts Berufsverbot in der Gesinnungsdiktatur.

    12. Hanna Reitsch an

      Es war schon heftig. was in den letzten Tagen in den Bunker abging……allein schon das Schicksal der Goebbels Kinder ist mehr als nur eine Tragödie.

    13. heidi heidegger an

      „ein Typus, der gewissermaßen spartanische Zucht und Askese, römisches Staatsethos, …"

      der Typ war Nichtschwimmer und Nichreiter, schlief bis 11 Uhr, mampfte 20 Windbeutel und war Multimillionär und vielleicht hat er nen Polizisten totgeschossen wie Mielke oder nur valetzt wie Joschka F. Aber, okay, ganz am Schluß seines Testamentswird alles klar bzw. irre. auweia!

      • heidi heidegger an

        Teil 2

        also gut, hier! wird ditt ²heidi zum aaadolf quasi (²"peinliche Einhaltung der Rundfunkgesetze") -> Der Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks hat am Freitag zum zweiten Mal über den Antisemitismus-Vorwurf gegen die Journalistin Nemi El-Hassan diskutiert. Die 28-Jährige sollte ursprünglich die Wissenschaftssendung „Quarks“ moderieren, doch nach Bekanntwerden und Prüfung der Vorwürfe hatte sich der Sender vorerst dagegen entschieden. „Es ist eine schwierige, schwierige Abwägung“, wiederholte der Intendant Tom Buhrow am Freitag.

        • heidi heidegger an

          es geht hier um aaadolf in Krachlederner oder feinstem RehleinLeder: das hätte es früher überhaupts nicht gegeben und schon gar nicht auf dem Cover..subversiv sowatt, tsstss.

      • "der Typ war Nichtschwimmer und Nichreiter, schlief bis 11 Uhr, mampfte 20 Windbeutel und war Multimillionär…"

        Also bis hier … finde ich … seine Einstellung/Verhaltensweise durchaus vorbildlich …

    14. Jene Figuren, deren politisches Verständnis sich in abgöttischer Hitler-Verehrung erschöpft, sind ziemlich selten geworden. Da ist es fraglich, ob sich die Arbeit an 500 (!) Seiten lohnen wird. Machen wir es kürzer : H. war kein Prolet ,wie oft kolportiert wird. Aber er und seine nähere Umgebung war völlig gottlos. Da konnte, bei allem Genie, nichts dauerhaftes herauskommen. Acta est fabula.

    15. Dan Warszawsky an

      Gleich am Anfang ein fataler Fehler: A. H. zog von Wien nicht nach München, sondern nach England, wo sein Bruder schon mehrere Jahre lebte. Er aht dort nicht gearbeitet, hatte trotzdem Geld. Traf sich mit "düsteren Figuren" und wurde vielleich von irgendeinen Geheimdienst engagiert. Im sog. 1. Weltkrieg war er nicht "nur ein Kurier" sonder Informationsbeschaffer. Nach Kriegende war er sehr aktiv in den bolschewistischen und anderen "revolutionären" Kreisen, nicht nur ein Vermittler zwischen verfeindeten Gruppen, wie es später erzählt wurde.

      Das die NSdAP mit Wall-Street-Geldern und City of London Banken-Unterstützung aufgebaut und bekannt wurde, dörfte schon im Tal der Ahnungslosen auch bekannt sein. Wer sich dafür interessiert, kann Anthony Sutton oder Greg Hallett lesen – keine deutsche Authoren – beide Hystoriker.

      Ist vielleich diese Figur von ausländischen Diensten erschaffen und hochgebracht worden, ähnlich wie Lenin es erst mit "Hilfe" des Deutschen Geheimdienstes geschaffen hat?

    16. Hitler entschlüsselt?
      Compact druckt solchen Blödsinn? Na,ja wieder verarscht-ich krappel gerade aus der Falle welche Compact mit Namen.

      • es schreibt sich "grabbeln"
        und hat nichts mit Krappen oder Krapfen zu tun
        Alles klar Genosse?

    17. Für den Friedensnobelpreis ist Hitler nicht ernsthaft aufgestellt worden. Es war als Satire gemeint und wurde wieder zurückgezogen. Das ist mit diversen Quellen belegt. Jeder der das Schlusswort von mein Kampf gelesen hat war klar, dass Hitler keine friedlichen Absichten hatte. Und wenigstens das Schlusswort haben alle politischen Berater diverser Regierungen gelesen.

    18. Das ist mir alles zu ambivalent. Compact verreißt doch auch den "Södolf". Warum kommt dann Hitler hier so neutral weg?
      Ohne den Antisemitismus wäre alles ok gewesen?

      • Ja, wäre es. Zwar waren Hitler & Co gottlos, aber sie haben daraus ja keine Politik gemacht wie die Kommunisten.

      • Professor_zh an

        Nein, die Gottferne war das Hauptproblem. Dann hätte sich der ,,Anti-Semitismus" bzw. "-Judaismus" auch erledigt.

    19. armin_ulrich an

      "Bräuninger weist zurecht darauf hin, dass das amerikanische Time Magazine Hitler 1938 zum Man oft the Year wählte und der deutsche Diktator im kommenden Jahr gemeinsam mit Mahatma Gandhi auf der Nominiertenliste für den Friedensnobelpreis stand – ein deutlicher Fingerzeig an jene nachträglichen Widerstandskämpfer, die dem deutschen Volk bis heute eine Kollektivschuld anhängen wollen, weil es nicht vom ersten Tag der der Machtübernahme Hitlers an geschlossen Widerstand geleistet hat."
      Jemand hat ihn auf die Seite der "guten Diktator:Innen" "verortet". Wie wir aus der jüngeren Geschichte (Saddam Hussein, Gaddafi) wissen, ist diese "Verortung" meistens nicht von Dauer – irgendwann wird man/frau/div zum schlechten Diktator. In Wirklichkeit waren die Diktator:Innen immer schlecht.

      • Menschen morden aus Gier und Lust, das Tier nicht an

        Diktatur hin oder her…..auch im Namen des obersten Führers Gottes dem Papst, werden bis heute weltweit noch Kreuzzüge/Kriege geführt.

      • Professor_zh an

        Nein, da muß Professor_zh widersprechen! ,,Diktatoren" oder ,,Monarchen" oder ,,Tyrannen" – wie immer man sie nennen mag, ist unerheblich. Es gab in jedem Fall Gute und Schlechte unter ihnen. Nur bei den ,;Demokraten" ist in jedem Falle Vorsicht geboten!

        • "Nur bei den ,;Demokraten" ist in jedem Falle Vorsicht geboten!"

          Nachdem ich nun schon ein Leben lang unter Demokraten leben … darf … würde ich diesem Teil ihrer Aussage sofort bedingungslos zustimmen!