Flucht und Vertreibung

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Die Vertreibung von etwa 15 Millionen Deutschen aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien, dem Sudetenland und anderen Gebieten im Osten zählt zu den größten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Millionen verloren ihre Heimat – und oft auch ihr Leben. – Es folgt ein Auszug aus dem Artikel „Flucht und Vertreibung“, den Sie in COMPACT-Geschichte 8 „Verbrechen an Deutschen – das Tabu des 20. Jahrhunderts“ ungekürzt lesen können. Hier bestellen

_ von Alfred M. de Zayas

«Homo homini lupus», schrieb der römische Dichter Plautus in seinen Asinaria: Seit Jahrtausenden geht der Mensch unmenschlich mit anderen Menschen um. Seit Jahrtausenden werden Menschen benachteiligt, diskriminiert, unterjocht, ausgebeutet, versklavt, vertrieben, massakriert. Sowohl in Imperien als auch in Demokratien grassiert der Rassismus. So wie es Rassismus gegen Afrikaner, Asiaten oder Aborigines gegeben hat und noch gibt, so gibt es seit Langem auch antideutschen Rassismus.

Der lateinische Spruch «Audacter calumniare, semper aliquid haeret» bekommt eine besondere Bedeutung in der Geschichtsschreibung. Mit der Anschuldigung, Kriegsverbrechen begangen zu haben, werden ganze Völker diffamiert – und oft entsteht so eine starre Täter-Opfer-Schablone. Tatsächlich bleibt immer etwas hängen, egal wie absurd oder ungerecht die Unterstellungen sind. Es bleiben ein Schatten, ein Zweifel, eine Abneigung – es sei denn, dass man begreift, dass Verbrechen nicht nur von einer Seite begangen worden sind.


Verbrechen gegen die Menschheit

Audiatur et altera pars – man soll alle Seiten hören, alle Fakten und Ansichten berücksichtigen. So ergibt sich die Frage: Es ist unbestritten, dass die Deutschen im Ersten und Zweiten Weltkrieg schwere Verbrechen begingen – doch wie verhielten sich Amerikaner, Briten, Franzosen, Russen, Polen? Diese Frage ist nicht nur legitim, sondern ethisch. Dabei geht es keinesfalls um Aufrechnung oder Relativierung, sondern um Wahrheit – um eine umfassende und kontextualisierte Darstellung der Historie.

Im Bereich der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit («Verbrechen gegen die Menschlichkeit» ist eine falsche Übersetzung aus den Englischen) bekommt man den Eindruck, als ob die Deutschen – oder genauer: die Nazis – ein Copyright auf solche Untaten hätten. Die Filme, Bücher, Artikel, Theaterstücke über die Verbrechen, die von den Nationalsozialisten verübt wurden, kann man kaum noch zählen. Die Perzeption der Geschichte – und die heute zu ziehenden Konsequenzen – werden verfälscht, wenn nur die eine Seite beleuchtet wird und die Verbrechen von anderen systematisch verschwiegen werden. Zuweilen werden Historiker, die versuchen, sie zu enthüllen, vom Mainstream dreist als «Revisionisten» oder gar «Rechtsradikale» beschimpft. Unter jenen, die bemüht sind, alle Seiten zu berücksichtigen, befinden sich Horst Boog, Christopher Clark, Andreas Hillgruber, Joachim Hoffmann, Norman Naimark, Stefan Scheil, Gerd Schultze-Rhonhof, Franz W. Seidler und der Verfasser dieses Beitrages. Da alle Opfer von Gewalt dieselbe Menschenwürde besitzen, darf hier nicht selektiert und diskriminiert werden. Dies tun aber viele Journalisten, Juristen, Politiker und auch Geschichtsforscher, deren Schwarz-Weiß-Malerei im Kern menschenverachtend ist.

Quellen, Archive und Zeitzeugen

Das wahrscheinlich größte Verbrechen an Deutschen war die Vertreibung von insgesamt etwa 15 Millionen Reichsdeutschen aus den Provinzen Ostpreußen, Pommern, Ostbrandenburg, Ober- und Niederschlesien, aus dem Freistaat Danzig, sowie Volksdeutschen aus den altpolnischen Gebieten, aus Böhmen, Mähren, Slowakei, Ungarn und Jugoslawien in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges und vor allem nach dem Krieg bis 1949.

Flucht aus der Täterperspektive: Auf dem zugefrorenen Eis des Frischen Haffs wurden die Trecks von Artillerie und Tieffliegern beschossen. Foto: Andrej Harcow/ Nasz Baltijsk

Damals wurde nicht nur ein Viertel des deutschen Reichsgebietes in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 unter fremde Verwaltung gestellt, die dort seit 700 Jahren lebenden Deutschen wurden auch enteignet und massenhaft vertrieben. Dies ist ein beispielloses Verbrechen, das nach den Studien des Bundesarchivs, des Statistischen Bundesamtes und des Bundes der Vertriebenen mehr als zwei Millionen Menschen das Leben kostete – und Traumata und unheilbare Wunden bei den Überlebenden hinterließ.

Im Bundesarchiv lagern abertausende Erlebnisberichte von Vertriebenen, darunter viele von Nachkommen der Ermordeten und von Frauen, die vergewaltigt worden waren. Diese enorme Dokumentation, die in den späten 1940er und in den 1950er Jahren zusammengetragen und von Archivaren in Auswertungsbögen erfasst wurde, ist bisher von deutschen und ausländischen Historikern nur zum Teil ausgewertet worden. Daraus entstand in den 1960er Jahren die achtbändige Dokumentation der Vertreibung, herausgegeben von Prof. Hans Rothfels und Prof. Theodor Schieder. Auch meine Bücher Anmerkungen zur Vertreibung der Deutschen aus dem Osten (Kohlhammer, 1986), Die Nemesis von Potsdam (Herbig, 2005) und 50 Thesen zur Vertreibung (Verlag Inspiration, 2008) basieren zum Teil auf diesen Akten sowie auf persönlichen Interviews mit Zeitzeugen, Opfern, Diplomaten, Politikern und sogar Tätern.

Da der Landweg abgeschnitten war, blieb in Ostpreußen Ende 1944 nur die gefährliche Flucht über das eisige Meer. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0531-500, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Im Bundesarchiv lagern ebenso tausende richterliche Ermittlungen über alliierte Kriegsverbrechen, die von der Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts, einer von Richtern besetzten Behörde, in den Jahren 1939 bis 1945 erstellt wurden. Diese Akten sind für eine Studie über Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg unerlässlich. Darüber hinaus gibt es in ausländischen Archiven in Washington, London, Bern und so weiter tausende einschlägige Berichte, diplomatischen Schriftverkehr sowie umfangreiches Fotomaterial. Es ist unmöglich, die Megaverbrechen der Vertreibung zu leugnen. Und dennoch gibt es amerikanische, britische, polnische, tschechische und sogar deutsche Negationisten.

Besonders verlustreich waren die Vertreibungen durch polnische Behörden, die sich in keiner Weise an die Bedingungen des Potsdamer Abkommens hielten. Nach Artikel IX des Potsdamer Kommuniqués vom 2. August 1945 wurden die deutschen Ostprovinzen nur unter polnische «Verwaltung» gestellt, und gemäß Artikel XIII sollten die Deutschen «in geordneter und humaner» Weise aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn nach Deutschland übersiedelt werden. Für den Zeitpunkt und die Organisation der Umsiedlung war vor allem der Alliierte Kontrollrat in Berlin zuständig. Gemäß Absatz 3 des Artikels XIII galt ein Vertreibungsmoratorium, bis die Besatzungsmächte in Deutschland für die Aufnahme, Ernährung und Unterkunft der Auszusiedelnden sorgen konnten. Nur Ungarn hielt sich an das Moratorium, und von «geregelt und human» kann nicht die Rede sein, wie ein ausführlicher Bericht des US-Repräsentantenhauses 1950 feststellte.

Keine gerechte Strafe

Besorgniserregend sind die Bestrebungen von sowjetischen, polnischen, tschechischen und deutschen Historikern, die Vertreibung der Deutschen als sozusagen «legal» beziehungsweise als eine «gerechte Strafe» gegen die Deutschen darzustellen. Ich habe sämtliche veröffentlichten Akten der Konferenzen von Teheran, Jalta und Potsdam sowie auch die nicht-veröffentlichten sogenannten Minutes [Ergebnisprotokolle] in den Archiven ausgewertet. Ich habe den Verfasser des Artikels IX des Potsdamer Kommuniqués, Sir Dennis Allen, den Verfasser des Artikels XIII, Sir Geoffrey Harrison, und Teilnehmer an der Potsdamer Konferenz interviewt, unter anderem den politischen Berater Eisenhowers Robert Murphy (der das Vorwort von Die Nemesis von Potsdam beisteuerte), den Chef der Mitteleuropa-Abteilung im State Department James Riddleberger und den Diplomaten George F. Kennan befragt. Oder besser: Ich habe sie befragt und hinterfragt. Aus den Akten und aus den Erklärungen der Konferenzteilnehmer wird deutlich, dass es eben nicht um eine «Strafe» gegen die Deutschen ging, sondern um eine geopolitische Maßnahme.

So schrieb Winston Churchill über die deutsch-polnische Grenze: «Was Polen im Osten verliert, könnte es im Westen gewinnen. (…) Ich demonstrierte dann mit Hilfe dreier Streichhölzer meine Gedanken über eine Westverlagerung Polens. Das gefiel Stalin.» Was Vertreibungen betrifft, schrieb Geoffrey Harrison am 1. August 1945 an das Foreign Office: «Wir gerieten in eine große Auseinandersetzung, die in der Plenarsitzung behandelt werden musste. (…) Sobolew vertrat die Ansicht, dass der polnische und der tschechoslowakische Wunsch, ihre deutschen Bevölkerungen auszuweisen, einer historischen Mission entspreche, welche die sowjetische Regierung keineswegs zu verhindern suche. (…) Cannon und ich wandten uns nachdrücklich gegen diesen Standpunkt. Wir erklärten, dass wir für den Gedanken an Massenausweisungen ohnehin nichts übrighätten. Da wir sie aber nicht verhindern könnten, wollten wir dafür sorgen, dass sie in einer möglichst geordneten und humanen Weise durchgeführt würden.»

Ähnlich äußerte sich der amerikanische Außenminister James Byrnes am 19. Oktober 1945: «Wir sahen ein, dass gewisse Aussiedlungen unvermeidlich waren, aber wir beabsichtigten in Potsdam nicht, zu Aussiedlungen anzuregen oder in Fällen, wo andere Regelungen praktikabel waren, Verpflichtungen einzugehen.» (Ende des Auszugs) COMPACT-Geschichte 8 „Verbrechen an Deutschen – Das Tabu des 20. Jahrhunderts“ – hier bestellen

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Online-Autor

11 Kommentare

  1. Avatar

    Beim Lesen der Artikel (und natürlich der Hefte und Newsletter) merke ich, dass ich mit bald 73 Jahren und 40 Jahre Leben in der DDR so vieles nicht weiß. Und das, obwohl ich mit 14 Jahren ein sehr einschneidendes Aha-Erlebnis hatte und seitdem sehr zum Missfallen von allen möglichen Menschen in der Familie, in der Nachbarschaft, im späteren Kollegenkreis u.a. mich eben nicht verbiegen ließ zu einer dem "Sozialismus" und "unserer DDR treu ergebenen Bürgerin".
    Meine Erinnerungen zeigen, dass, obwohl skeptisch gegenüber dem DDR-Dogma, trotzdem wir und damit auch ich als junge Menschen sehr intensiv indoktrioniert wurden und uns deshalb auch die in dem Artikel beschriebenen Vorkommnisse vollkommen unbekannt sind. Und so soll es nach dem Willen dieser Sozis auch bleiben und ich bin froh, dass es solche Medien wie Compact und andere gibt.

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    heidi heidegger am

    Wo geht’s hier zum Lastenausgleichsamt, häh? Könnta ma ditte mal sagen? Und: wattwattwatt isn Naznaahlsozlist?..wenn ick in der Gemeinde, im Dorf, im Ort mir einsetzen tue, dann bin ich schon naznaahl..und sowatt wolln die uns verbieten?

    LOL, der Majo in mimimir räppte gerade wüst daher; ihr habt’s mitbekommen..

    *zacknweg*

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    Rumpelstielz am

    In der CSSR mussten Flüchtlinge zu Hunderten mit dem Kopf auf den Straßenrand legen und unsere "Freunde" fuhren mit LKW über die Köpfe. Wie es der Zufall will haben wir noch 1300 Km Grenzschutzanlagen auf Lager.
    Die VSA versuchen uns zu erpressen den Polen und Tschechen doch die Teilhabe an unserer Energieversorgung zu ermöglichen.
    Die Russen konnten nicht anders – Ihr Diktator Stalin hatte schon vor 39 20 – 30 Mio Russen ermordet.
    Die Kriecherstaaten nicht – die waren von einer niedrigen Gesinnung gesteuert.
    Roger Hallam, Kopf der umstrittenen radikalen Klimaschutz-Protestbewegung „Extinction Rebellion“, verharmlost:
    Er bezeichnete den Mord an den europäischen Juden als „weiteren Scheiß in der Menschheitsgeschichte“. Hinter dieser Provokation – im Gespräch mit einer deutschen Zeitschrift! – steckt Kalkül.„ Die Relativierung des Holocaust war kein Ausrutscher, sondern eine kalkulierte Provokation“ durch Roger Hallams, Man verurteile die „medienstrategische Absicht Hallams, durch eine Instrumentalisierung des Holocaust Aufmerksamkeit für die Klimakrise zu schaffen“,
    Aber Kriegsverbrechen gg Deutsche darf man wegreden.

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    Rumpelstielz am

    Die Toten des Massenmords an Flüchtlingen in Dresden – es waren zum Zeitpunkt der Bombardierung mehr als 1Million Menschen in der unversehrten Stadt. Alle glaubten die werden Dresden nicht zerstören – aber das war ein Irrtum den mm. mehr als 1/2Mio Menschen allein ind Dresden das Leben kostete auf der Flucht ungezählte Ermordete. Klipp und klare ungesühnte Kriegsverbrechen.

    Zudem schulden uns die Polen die Rückgabe der dt Ostgebiete unter polnischer Verwaltung.
    Die Aufrechnung "Ihrer" Reparationsansprüche mit Gegenforderungen. Stichwort Bromberger Blutsonntag.
    Die Herrausgabe der erpressten Forderungen aus dem Katynmassenmord – bis Russland zugab "das in Katyn waren Wir".
    Bis zur Befriedigung unserer Ansprüche sollte das Fass ohne Boden Polen die EU verlassen
    Das hätte gravierende Vorteile, die ganzen Klaubanden hätten Flaute.
    Der Satz: Kaum gestohlen schon in Polen ist traurige Realität.
    Nach Artikel 146GG steht uns eine Verfassung zu. A r t i k e l 146

    Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

    Bonn am Rhein, am 23. Mai 1949.

    Dr. Adenauer

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    Putin zitiert Merkel nach Moskau – Das Ende der BRD?

    Offiziell endet der Versailler Vertrag, der nach Ende des Ersten Weltkriegs zwischen den Siegermächten und Deutschland getroffen wurde, am 10. Januar 2020. Am 11. Januar wird Bundeskanzlerin Angela Merkel den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau treffen. Merkel reist auf Einladung Putins nach Moskau. Zufall?

    Mit dem Ende des Versailler Vertrags könnte auch Deutschland und Europa einer Neuordnung unterzogen werden, wenn es denn die Siegermächte – Russland, USA, Großbritannien und Frankreich – wollen. Denn die BRD ist juristisch gesehen nach Meinung zahlreicher Kritiker noch immer ein besetztes Land, ein Protektorat der USA, und Frau Merkel ist die „Statthalterin“ dieser Staatssimulation BRD. Offiziell jedenfalls gibt es keinen Friedensvertrag – weder mit Russland noch mit den USA.

    Die Gespräche in Moskau könnten für Deutschland und Europa interessant werden, sollten die Siegermächte ein Interesse daran haben, Deutschland nach über 100 Jahren wieder in einen souveränen Stand zu versetzen und das BRD-Regime, das unter Angela Merkel den Pfad der Rechtsstaatlichkeit verlassen hat, abzusetzen..

    • Avatar

      Wer’s glaubt, wird selig.

      Eher das Gegenteil geschieht:
      Gegen die Entscheidung des gewählten Parlaments im Irak,
      alle ausländischen Truppen des Landes zu verweisen,
      wollen die ‚zivilisierten‘ westlichen Nationen noch mehr Truppen dorthin schicken.

  6. Avatar
    Heinrich Wilhelm am

    Das Heft kann ich nur empfehlen!
    Insbesondere derjenige, welcher eine Einführung oder einen Überblick zur Thematik möchte, sollte es lesen. Gute Übersichten, hervorragende Illustration. Anregend auch die Hinweise auf die filmische Aufarbeitung.

    Schön wären Verweise auf einschlägige Quellen der weiterführenden Literatur gewesen. Ganz sicher gibt es Leser, denen an einer Vertiefung der Kenntnisse und an einer Festigung der eigenen Argumentationsfähigkeit gelegen ist.

    Diese Kapitel unserer Geschichte dürfen einfach nicht vergessen werden.

  7. Avatar
    Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

    Der Versuch der Anglo-Amerikaner sich reinzuwaschen und alle Schuld an Stalin zu geben ist lächerlich. Sie haben allem zugestimmt, was dann geschah.

  8. Avatar

    Zitat:" Die Vertreibung von etwa 15 Millionen Deutschen aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien, dem Sudetenland und anderen Gebieten im Osten zählt zu den größten Verbrechen des 20. Jahrhunderts."
    NEIN – es zählt nicht nur, sondern es ist das größte Verbrechen des 20. Jahrhunderts und wahrscheinlich der
    letzten 2000 Jahre. Wo gab es das vorher: 15 Millionen Menschen vertreiben?

  9. Avatar
    Rechtsstaat-Radar am

    Die Polen müssen wissen, dass wir mit Ihnen noch mehr als nur eine Rechnung offen haben!

    Wir wissen alles.
    Wir vergessen nichts.
    Wir werden niemals verzeihen!

    Wie ist das Selbstverständnis eines Volkes, das sich in den Wohnung, in den Häusern, in den Städten, auf den Höfen, in den Bauerhäusern der ermordeten und vertriebenen Deutschen eingenistet hat? Wie muss sich der Polen fühlen, wenn er um die ungeheuren Verbrechen weiß und sich in einer "polnischen" Stadt, sagen wir Breslau, Danzig oder Bromberg, bewegt, in der nichts und zwar reineweg gar nichts von seinem Volks stammt, sondern ausnahmslos alles gestohlen ist? Welch ein Selbstverständnis muss ein solches Volk haben?

    Wie muss man sich als Pole mit all der auf sich geladenen Schuld, auch der Alleinschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, fühlen, wenn die nationalchauvinistische Regierung in Warschau ungeachtet all der historischen Tatsachen schon wieder das hässliche polnische Haupt erhebt und von Deutschland sage und schreibe sogar noch Reparationen fordert?

    Ich, wäre ich ein Pole, ich könnte mir nicht mehr im Spiegel ins Gesicht sehen!

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