Mit dem unter Willy Brandt geschlossenen Warschauer Vertrag verzichtete eine deutsche Regierung erstmals auf die Ostgebiete. Völkerrechtlich war dies jedoch ohne Belang.  Ein exklusiver Auszug aus unserer demnächst erscheinenden Sonderausgabe „Polens verschwiegene Schuld“. Unsere Antwort auf die Reparationsforderungen aus Warschau. Hier mehr erfahren.

    Am Morgen des 7. Dezember 1970 bezogen zwei Wachtposten der polnischen Armee Stellung vor dem Mahnmal für die Opfer des von SS und Wehrmacht 1943 niedergeschlagenen Aufstandes im Warschauer Ghetto. Etwa 400 Zuschauer warteten gespannt auf die Ankunft von Bundeskanzler Willy Brandt (SPD), der kurz zuvor schon am Grabmal des unbekannten Soldaten einen Kranz niedergelegt hatte. Als die Wagenkolonne vorfuhr, öffneten die Schaulustigen eine Gasse für den deutschen Regierungschef und seine Entourage.

    Langsam schritt Brandt an die Stufen der jüdischen Gedenkstätte. Als dann zwei Träger das mitgebrachte Blumengebinde niederlegten, ordnete der Kanzler die Schleife, richtete sich auf – um dann vor dem Kranz auf die Knie zu gehen. (…)

    Verzicht auf die Ostgebiete

    Eine solche Empathie des Bundeskanzlers wurde nicht allen Opfern zuteil – vor allem nicht den Millionen von Heimatvertriebenen und unter polnisch-kommunistischer Herrschaft drangsalierten, gefolterten, ermordeten oder zwangspolonisierten Deutschen. Noch am selben Tag unterzeichnete Brandt den sogenannten Warschauer Vertrag über die Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen. Damit wollte er, wie er sagte, „einen Schlussstrich setzen unter Leiden und Opfer einer bösen Vergangenheit“.

    In der Folge zweier Weltkriege verlor Deutschland ein Fünftel seines Staatsgebiets. Allein zwischen 1944/55 und 1950 wurden mindestens 12 Millionen Menschen heimatlos, zwei Millionen kamen dabei ums Leben. Grafik: COMPACT

    Die Unterzeichnung des Warschauer Vertrags war der Höhepunkt der sogenannten neuen Ostpolitik der sozialliberalen Koalition in Bonn. Mit dem Papier tat die Bundesregierung das, was Kurt Schumacher, der erste SPD-Chef nach dem Zweiten Weltkrieg, noch als schmählichen „Nationalverrat“ gebrandmarkt hatte: Sie erkannte damit faktisch die Oder-Neiße-Linie als Polens Westgrenze an – und besiegelte damit quasi den Verlust von Pommern, Schlesien und den anderen Ostgebieten unter polnischer Verwaltung.

    Immerhin: In Artikel IV des Warschauer Vertrags räumte die Bundesregierung ein, dass sie nur in ihrem Namen – und nicht im Namen ganz Deutschlands – handeln könne, was der völkerrechtlichen Lage entsprach. Allerdings ließ Brandt selbst keinen Zweifel daran aufkommen, dass Bonn von der Endgültigkeit der Oder-Neiße-Linie als Grenze ausging. (…)

    Keine völkerrechtliche Grundlage

    Mit dem Warschauer Vertrag vollzog die Bundesregierung deutschlandpolitisch eine 180-Grad-Wende und räumte Positionen, die unter Adenauer und Erhard – zumindest formell – aufrechterhalten worden waren. Es blieben dennoch die völkerrechtlichen Vorbehalte, die die Bonner Koalition ja auch selbst eingestand – und die auch von den Westmächten in diplomatischen Noten bestätigt wurden.

    So verabschiedete der Bundestag denn auch am 17. Mai 1972 im Rahmen der Ratifizierung der Ostverträge (mit Warschau und Moskau) eine Entschließung, in der unter anderem festgestellt wurde, dass die Abkommen „eine friedensvertragliche Regelung für Deutschland“ nicht vorwegnähmen, dass sie „keine Rechtsgrundlage für die heute bestehenden Grenzen“ schüfen und dass das „unveräußerliche Recht auf Selbstbestimmung (…) nicht berührt werde. Es besagte allerdings auch, dass die Bundesrepublik dadurch „keinen Gebiets- oder Grenzänderungsanspruch“ erhebe.

    Protest: Demonstration der rechten Aktion Widerstand gegen die Ratifizierung der Ostverträge 1972. Foto: imago images/Klaus Rose

    Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) bestätigte diese Vorbehalte und legte in seinem Beschluss zu den Verträgen am 7. Juli 1975 die Rechtslage Deutschlands ausführlich dar. Karlsruhe hatte damals über Beschwerden von in den Ostgebieten ansässigen Deutschen zu entscheiden, die rügten, „ihre deutsche Staatsangehörigkeit dadurch verloren zu haben, dass die Gebiete östlich von Oder und Neiße mit dem Inkrafttreten der Ostverträge aus der rechtlichen Zugehörigkeit zu Deutschland entlassen“ und dem Hoheitsgebiet Polens unter-stellt worden zu sein.

    Dies wies das BVerfG zurück und begründete seine Auffassung damit, dass die „Gebiete östlich von Oder und Neiße (…) ebenso wie das übrige Reichsgebiet in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 von den Siegermächten bei Kriegsende nicht annektiert worden“ seien. Außerdem, so die Richter, hätten die drei Westalliierten „einer endgültigen Zuweisung der deutschen Ostgebiete an die Sowjetunion und Polen nicht zugestimmt“. (…)

    Den vollständigen Beitrag lesen Sie in COMPACT-Geschichte Polens verschwiegene Schuld – Verbrechen an Deutschen von Versailles bis zur Vertreibung“ . Die Ausgabe erscheint in der kommenden Woche. Sie können sie aber schon jetzt hier vorbestellen.

    28 Kommentare

    1. Rápido González am

      @ COMPACT – 12/11 – 20:35: "Warum sollten wir Ihre Darlegung zu ADENAUER unterdrücken. Es gibt keinen Kommentar von Ihnen von 20:25. Beim Absenden har etwas nicht geklappt . . ."
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      ANTWORT: ELSÄSSERs COMPACT benutzt eine Filteranlage ähnlich der der US-Schnüffelbehörde N S A = National Security Agency, die dem Department of Defense untersteht. Alle nationenweit geführten Telefonate, Faxe, etc. werden gefiltert. Bei bestimmten Worten / Begriffen, aktiviert sich der Aufzeichnungsmodus. Bei ELSÄSSER spricht das System im Forum auf Worte an, welche die Sowjet Union, Rußland, negativ erscheinen lassen und es erscheint – wie bei mir gestern Abend – ein roter Querbalken und der Kommentar verschwindet. BEWEIS: Im Mai 2021 wurde mein Kommentar von COMPACT unterdrückt, weil ich im Detail die bei Wikipedia ersichtliche $ 11,3 Milliarden-Hilfe aus dem US Lend-Lease Act im WK 2 erwähnte, sowie die Aussage von sowjetischen Militärfachleuten, daß ohne besagte US-Hilfe die Wehrmacht die Sowjet Union besiegt hätte. — FAZIT: ELSÄSSER unterdrückt historische Tatsachen, welche Rußland negativ erscheinen lassen.

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      COMPACT: Wir nutzen eine Software, die bestimmte Schlüsselbegriffe rausfiltert? Das ist etwas zu viel der Verschwörungstheorie. Es gibt hier doch genügend Kommentare von Lesern, die sich kritisch mit Russland auseinandersetzen (von der UdSSR ganz zu schweigen). Schreiben Sie doch einfach noch mal, was Sie über Adenauer zu berichten haben, dann werden Sie sehen, dass wir es nicht unterdrücken.

    2. alter weißer, weiser Mann am

      Der Frahm war ein HALUNKE DER BESONDEREN SORTE – ein Säufer wie der Kriegsverbrecher Churchill

    3. Wohlgemerkt – dieser Kniefall fand nicht irgendwo in Warschau statt, sondern im ehemaligen Ghetto. Das Ausmaß des Irrsinns, des Grauens und der Menschenverachtung der damaligen Judenhatz ist selbst im historischen Kontext bemerkenswert. Selbst die Zahl der Juden in UK und SU hatte man bei der berüchtigten Wannsee-Konferenz auf die To-do-Liste gesetzt. Der geistige Gehalt dieses Wahns ist zwar durchaus mit einem Vogelschiss vergleichbar, das Ausmaß dees Unheils entspricht eher einem gewaltigen Berg.

      Die Frage, was der Verzicht auf die deutschen Ostgebiete gebracht hat, ist sicher gerechtfertigt. Wie andererseits auch die Frage, wie man diese zurückgewinnen will. Und wem das zugute käme. Als Sohn eines Schlesiers und als Enkel einer märkischen Landarbeitertochter sowie des Sohnes eines eher nicht so erfolgreichen Bäckermeisters, der bereits vor dem1. WK von Ostpreußen nach Potsdam kam, sehe ich eigentlich meinen aktuellen Wohnort als mein Zuhause.

      Allerdings sollte man den Herrschaften in Warschau kräftig kontra geben, wenn sie weitere Begehrlichkeiten äußern!

    4. Das ist doch der Willy-Herbert , den Querflöten schon mal als "Patrioten" gepriesen haben . Na ja, wer Thälmann und ………….. für Patrioten hält , kann dann natürlich auch den Willy , Strauß , Kohl dafür halten

    5. Kritischer Rationalist aus Hessen am

      Der Kniefall war nicht der erste und auch nicht der letzte Verrat des Herbert Frahm.

      • Thüringer I. am

        Ganz genau!
        Ich empfehle mal aus der Reihe Historische Tatsachen die Nr. 27 "Empfohlene Vorbilder"

    6. Sonnenfahrer Mike am

      Für mich ist und bleibt dieser Herbert Ernst Karl Frahm, alias: "Willy Brandt", der schon während
      des Krieges für Deutschlands Feinde arbeitete ein absoluter Volksverräter und Volksfeind, genauso
      wie dieser Konrad Adenauer sowie Erich Milke und Honecker, um hier auch die entsprechenden
      Spiegelbilder in der sowjetischen Besatzungszone zu nennen. Nach 1945 gab es nicht einen
      einzigen Politiker, nicht eine einzige Partei und nicht eine Zeitung oder einen Journalisten und
      schon dreimal keinen höheren Amtsinhaber und/oder Behördenchef, der uns, die Deutschen,
      nicht an die Alliierten verkauft und für diese gearbeitete hat. Mag der eine oder der andere
      auch auf dem einen oder anderen Gebiet etwas weniger schlimm gewesen sein als der andere,
      unterm Strich haben sie uns alle verraten und verkauft und einzig und allein für und im Interesse
      der Alliierten gearbeitet. Und dass sich dieser Brandt ausgerechnet vor dem jüdischen Denkmal in
      Warschau und nicht vor dem Denkmal des Aufstandes der Polen in Warschau und einem
      Denkmal für die Vertrieben und diejenigen, die während der Vertreibung ermordet wurden
      niedergekniet hat, sagt schon alles. Von wegen Versöhnung zwischen den Polen und Deutschen,
      sondern Kniefall vor seinen Chefs und Hintermännern, die damals nicht nur in den USA, sondern
      übrigens auch noch in der UdSSR sowie in Polen das Sagen hatten, …

      • Sonnenfahrer Mike am

        … bevor sie nach der Wende allesamt nach Israel oder in die USA gegangen sind bzw. einige wenige
        in Osteuropa geblieben sind, um dort die Volkswirtschaften zu
        infiltriert und sich die lukrativsten Unternehmen unter den Nagel zu reißen.
        Die heutigen anti-deutschen, anti-europäischen, kinder-, männer- und familienfeindlichen Multikulti-
        Gender-Massenüberfremdungspolitiker und Mainstream-Journalisten aus dem Westen, sind die
        Produkte und direkten Nachfolger, der ersten Volksverräter und Volksfeinde nach 1945, nur das
        sie etwas unfähiger und blöder im Kopf sind und ihre geerbte Volksfeindlichkeit weniger
        gut kaschieren wollen, müssen und können.

      • Rápido González am

        @ SONNENFAHRER MIKE – 12/11 – 18:13 & 18:23 – COMPACT-Zensur
        ==========================================================
        Hey Mikey, Um 20:25 unterdrückte COMPACT meine detaillierte Widerlegung Ihrer Falschmeldung, " KONRAD ADENAUER ist Volksverräter & Volksverräter" — Eruieren Sie, daß ADENAUER 1955 über 10.000 deutsche Kriegsgefangene & Zivilinternierte, um die sich keine Sau kümmerte , aus der Sowjet Union zurückholte.

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        COMPACT: @ Rapido Gonzales: Warum sollten wir Ihre Darlegungen zu Adenauer “unterdrücken”? Fakt ist: Es gibt keinen Kommentar von Ihnen von 20:25 Uhr. Möglicherweise hat beim Absenden etwas nicht geklappt. Schreiben Sie gerne noch mal, was Sie über Adenauer zu sagen haben.

        • Na klar war Adenauer Volksverräter. Schon vor dem Krieg als rheinischer Separatist und nach dem Krieg als Kollaborateur. Immerhin brav, daß Sie hier daran erinnern, daß die Russkis Kriegsgefangene weit über die anständige Zeit festhielten , nur eines von vielen russischen Verbrechen. Und in welchem jammervollen Zustand waren die Kriegsgefangenen !

    7. Alter Besserwisser am

      Realität der russischen Armee
      https://reitschuster.de/post/moskaus-niederlage-in-cherson-warum-sie-fuer-putin-gefaehrlich-ist/

    8. Rechtlich ist die BRD eine GmbH der Amerikaner nichts anderes steht in den erlassenen Statuten.
      Solche Verträge sind NULL und nichtig weil nicht legitim.
      Eine Verfassung nach Art146GG muss her. Erst danach kann man – wenn dere VSA Raubritter abgeschoben ist mit Polen verhandeln.
      Oder den eisernen Vorhang wieder herablassen. Weniger K´laubanden hier – weniger Enkeltrickbetrüger – weniger EU Beiträge – denn Polen muss RAUS .- wenn es völlig uneinsichtig ist.

      Die Raubritter werden nicht freiwillig gehen – die BRD GmbH muss für zum Fass ohne Boden werden.

    9. jeder hasst die Antifa am

      Eine typisch Deutsche Haltung unterwürfig und Devot vor der ganzen Welt,man hat die Deutschen zu winselnden Hunden erzogen mit ewiger Schuldkult.

    10. Rápido González am

      WILLY BRANDT, zugetan dem DOORNKAAT [ Werbe-Slogan: "männlich, markant, 3-fach gebrannt" ], verletzte mit seinem Kniefall in Polen das Ansehen deutscher Patrioten – vor allem im Ausland. Ich behaupte, mein Wunschkandidat als westdeutscher Kabinetts-Chef, hätte sich und das Land nicht derart erniedrigt. Wenn immer ich seinerzeit West-Deutschland besuchte, war mein Kandidat immer noch nicht gewählt:
      FRANZ XAVER SCHÖNHUBER, Ex-Unterscharführer der Waffen SS, Journalist, Publizist, Vorsitzender der Republikaner [ Partei-Slogan: "JA zu Europa, NEIN zu dieser E W G" ]. FRANZ’l hatte "cojones": Er überzog IGNAZ BUBIS, Vorsitzender des deutschen Judenzentralrats mit einem Strafverfahren wegen Verletzung von § 130 StGB, ergriff öfffentlich Partei für MÖLLEMANN. Nach seiner fristlosen Kündigung durch den Bayerischen Rundfunk wegen angeblicher NS-Glorifizierung in seinen Artikeln & Büchern, verklagte er die Ärsche der Seppelhosenträger & obsiegte letztinstanzlich, ihn wieder einzustellen, respektive ihm Ruhestandsbezüge bis ans Lebensende zu zahlen. — Die damalige Brandt-Regierung präsentierte dem US-Botschafter in Bonn eine Demarche und verwehrte sich gegen C I A-Aktivitäten: Die Amis hatten auf einflußreiche SPD-Bonzen ihre Dienst-Nutten angesetzt . . .

      • Was will man von einem Desateur erwarten? Und dazuu noch in der Verräter Partei SPD! Da wurde der Untergang und das deutsche Steuergeld schon zum Abschuss frei gegeben!

      • Unterscharführer = Unteroffizier . Na ja, vielleicht wurde er erst 6 Wochen vor Kriegsende Soldat, dann kann man nicht mehr verlangen.

    11. Sozialisten und Kommunisten sind in erster Linie Internationalisten. In höheren Einkommenskreisen sind es Globalisten. Egal, was und wie "gespielt" wird.
      Im Zweifelsfall sind sowieso die anderen schuld: https://www.epochtimes.de/politik/ausland/wirbel-in-graz-kpoe-regierter-stadt-koennte-zwangsverwaltung-drohen-a4030411.html

    12. Willy Brandt (Deckname) wurde als Herbert Ernst Karl Frahm in Lübeck geboren.
      Von seinem Großvater marxistisch erzogen, schloß Brandt sich in jungen Jahren ultralinken Gruppen an (z. B. „Rote Falken“). Schon als Schüler war Willy Brandt Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung (SAJ) geworden und wurde einer ihrer leitenden Funktionäre. Als Gymnasiast schrieb er für das SPD-Blatt „Lübecker Volksbote“. Dessen Chefredakteur, der Reichstagsabgeordnete Julius Leber, wurde Brandts Mentor. Schließlich stieß Brandt (1931) zur kommunistischen Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), wo er zum Vorsitzenden der Jugendorganisation in Deutschland aufstieg. Die SAP verstand sich als „Keimzelle für eine echte kommunistische Partei“. SPD-Führer Leber dagegen: „Ein Krüppelverein.“ 1933 ging Willy Brandt aus angeblich nicht geklärten Gründen ins Ausland. August Naujock‎ war überzeugt, daß Herbert Frahm am 31. Januar 1933 in Lübeck den Nationalsozialisten Willi Meinen ermordet hatte und daraufhin mit einem Fischkutter nach Dänemark flüchten mußte.
      Am 5. September 1938 wurde er von der deutschen Regierung ausgebürgert und ging abermals nach Skandinavien (Aufenthalte in Norwegen und Schweden).

      • Die Geheimdienste in Ost, West und in der BRD sowie der entsprechende politisch-mediale Komplex verbargen zu Lebzeiten Brandts vor der Öffentlichkeit, daß dieser sowjetischer Geheimagent gegen sein Heimatland gewesen war. Nach Brandts Tod gewährte das Bundesamt für „Verfassungsschutz“ der Zeitschrift „Focus“ im Jahr 1999 Einblick in ein als sorgfältig beschriebenes Dossier, das auch Enthüllungen eines ehemaligen KGB-Offiziers enthält. Danach hatte sich Brandt seit Herbst 1941 als eifriger Zuträger für den sowjetischen Geheimdienst NKWD (Vorläufer des KGB) betätigt. Er bekam Agentenlohn und hatte u. a. den Auftrag, in Norwegen, das während des Zweiten Weltkrieges seit 1940 von der Wehrmacht besetzt war, Informationen über deutsche militärische Angelegenheiten zu besorgen und an die Sowjets zu verraten. „Focus“: :„Brandts NKWD-Liaison war […] kein flüchtiger Spionage-Flirt. Neun Monate lang, im Rhythmus von zwei Wochen, trifft sich der deutsche Sozialist heimlich mit den sowjetischen Agentenchefs.“ Wie lange Brandt Sowjetagent blieb, liegt auch heute noch im Dunkeln.
        Über Jahrzehnte (bis 1966) führte der schwedische Geheimdienst Brandt in seinen Akten als Ostspion. Agentenführer in Skandinavien war zur Zeit, als sich Brandt in Schweden und Norwegen aufhielt, Wladimir Semjonow (1911–1992). Semjonow wirkte später als Moskaus Botschafter in der DDR und in der BRD, Nachrufe würdigten ihn als Architekten der sowjetischen Deutschlandpolitik.

    13. Der Kniefall sowie die am gleichen Tag durch den amtierenden Bundeskanzler für die Bundesrepublik Deutschland verkündete Abtretung der deutschen Ostgebiete lösten in der BRD eine heftige Debatte aus. Durch Brandts unterwürfiges Auftreten gegenüber dem kommunistischen Regime in Polen fühlten sich viele Deutsche verraten.
      Ein kaum beachteter Aspekt dabei ist, daß man nichts „abtreten“ oder auf nichts „verzichten“ kann, was man nicht besitzt oder was einem gar nicht gehört. Die Bundesregierung war nie Besitzer oder Eigentümer der östlichen Reichsgebiete. Dieser Kniefall und der Verzichtsvertrag waren eine politische Show-Veranstaltung.
      Bereits wenige Monate später erhielt Brandt 1971 als Dank für seine „Ostpolitik“ den Friedensnobelpreis.
      Am Rande des Besuches boten die Polen völlig überraschend die sofortige Freilassung von Gauleiter Erich Koch und seine sofortige Übergabe an Deutschland an. Verblüfft von diesem Angebot und der Tatsache, daß Koch überhaupt noch am Leben war, lehnte Brandt das Angebot ab, den mittlerweile 74 Jährigen Koch mitzunehmen. Da man befürchtete, daß Koch mit seinem Wissen über die Vergangenheit verschiedener Bonner Nachkriegspolitiker plaudern könne, galt er als ungefährlich, so lange er im polnisch besetzten Ostdeutschland im Gefängnis saß.

      • Der Aspekt wird deshalb nicht beachtet , weil er Humbug ist . Natürlich ist die BRD der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches. Aber , auch Russland hatte auf die Ukraine verzichtet und jetzt…….. ,schaun mer mal.

        • Wernherr von Holtenstein am

          Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages
          Zum rechtlichen Fortbestand des „Deutschen Reichs“
          Dokumentation WD 3 – 292/07
          Abschluss der Arbeit: 25. Juli 2007

          1. Einleitung

          Das BVerfG hat in seinem Urteil zum Vertrag vom 21. Dezember 1972 über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik Folgendes festgestellt:
          Das Grundgesetz geht davon aus, „dass das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten
          Okkupationsmächte noch später untergegangen ist“. Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern „ein Teil Deutschlands neu organisiert […]. Die
          Bundesrepublik Deutschland ist also nicht ‚Rechtsnachfolger’ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat ‚Deutsches Reich’, – in Bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings ‚teilidentisch’, so dass insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht.“

          Das BVerfG hat diese Rechtsprechung seit der Wiedervereinigung nicht geändert. […]

        • Freiheit für Deutschland am

          Die Bundesrepublik Deutschland (nichtamtlich abgekürzt BRD), auch Berliner Republik, Groß-BRD oder seltener Deutsche Bundesrepublik genannt, ist ein am 23. Mai 1949 auf Separatbeschluß der Westalliierten mit Inkrafttreten des Grundgesetzes zunächst auf dem Gebiete Westdeutschlands (→ West-BRD) als „Staatsfragment“ errichtetes und in der jüdischen Villa Rothschild beschlossenes Besatzungskonstrukt.
          Das von den Westalliierten eingesetzte und vom Parlamentarischen Rat ausgearbeitete Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland konstituierte die BRD nicht als einen neuen Staat, sondern als staatsähnliche Verwaltungseinheit in Form der Organisation der Modalität einer Fremdherrschaft, „um dem staatlichen Leben für eine Übergangszeit eine neue Ordnung zu geben“ (Präambel, Art. 146). Abgesehen vom provisorischen Charakter des Teilstaates, dem bereits der Name der vorläufigen Verfassung („Grundgesetz“) Rechnung trug, blieb bei der Gründung der BRD in Ermangelung eines Friedensvertrages auch der Kriegszustand zwischen dem Deutschen Reich und den Alliierten unangetastet.
          Die treffendere Bezeichnung wäre „Bundesrepublik in Deutschland“ (BRiD), denn es handelt sich bei der BRD um eine völkerrechtlich zweifelhafte Institution der Fremdherrschaft auf dem Boden des weiterhin existenten und rechtsfähigen, jedoch handlungsunfähig gemachten Staates namens Deutsches Reich. Die BRD ist weder ein deutscher Staat noch ein deutscher Teilstaat.

      • Die Polen hätten den Koch ja einfach frei lassen können , der war deutscher Staatsbürger und die BRD hätte ihn gar nicht zurückweisen können.

      • Habe auch noch einen "Grundbucheintrag" für Oberschlesien!
        Dann hat noch der Steinewerfer und Lump Fischer, mit seiner Unterschrift, eine Rückgabe oder eine finanzielle Entschädigung ausgeschlossen.
        Es ist eigentlich unfassbar, was in Deutschland für Verbrecher Minister und Kanzler werden können!