In dieser Woche ist die Neuverfilmung von Frank Herberts Sci-Fi-Klassiker Dune in den deutschen Kinos angelaufen. Wie zu erwarten, mangelt es nicht an unterschwelliger Propaganda. Wie Hollywood die Menschheit auf eine Alien-Invasion vorbereitet, lesen Sie in unserer Kult-Ausgabe „Die UFO-Verschwörung“, über die Sie hier mehr erfahren können.

    Diejenigen, die auf ihm das Sagen haben, nennen ihn Arrakis und nicht Dune: den wüsten Planeten, um dessen Bodenschätze in Frank Herberts gleichnamigem Romanzyklus ein gnadenloser Machtkampf entbrennt, den George Lucas für Krieg der Sterne nicht besser hätte ersinnen können.

    Die ungebremste Euphorie für die Jedi-Saga ist wohl auch nicht ganz unschuldig daran, dass Denis Villeneuve nun einen neuen Anlauf genommen hat, mit Dune eine der Hauptinspirationsquellen für die legendäre Weltraumoper auf die große Leinwand zu bringen.

    Dass man dort galaktische Welten und intergalaktische Konflikte besonders publikumswirksam zum Strahlen bringen kann, bewies der Kanadier bereits mit Arrival (2016) sowie ein Jahr später mit dem bildgewaltigen Neuaufguss des kaum weniger legendären Blade Runner, der Harrison Ford ein schönes Alterswerk bescherte.

    Man könnte den Regisseur also auch den neuen Stern am Scifi-Himmel nennen, obschon klar ist, dass sein neuer Film weit über das hinausweist, was ein Erdling mit seinem begrenzten Horizont am Firmament zu erblicken vermag.

    Filmplakat. Foto: Warner Bros.

    Zwischenüberschrift

    Die erste Verfilmung Dune – Der Wüstenplanet von 1984 war ein Fiasko. Sich ausgerechnet den Verrätselungsästheten David Lynch an dem hochkomplexen Stoff versuchen zu lassen, konnte nur zu ratlosen Zuschauern führen.

    Denis Villeneuve bekommt jetzt eine ganze Stunde Zeit, um Figuren wie den furchtlosen Krieger Duncan Idaho (Jason Momoa), den jungen Paul (Timothée Chalamet), seinen Vater Herzog Leto (Oscar Isaac) und seine Mutter, die übersinnlich begabte Lady Jessica (Rebecca Ferguson), einzuführen.

    Sie gehören zu den Guten, den Jedi-Rittern gleichsam, die hier Atreiden heißen. Auf Arrakis wird das kostbare Spice gefördert, das für die Raumfahrt des fernen Zeitalters, in dem Dune spielt, in etwa so wichtig ist wie seltene Erden für die Generation Klugofon. Nachdem das Imperium (das es auch hier gibt) beschlossen hat, das Recht zur Förderung von Spice vom Geschlecht der Harkonnen auf das der Atreiden zu übertragen, reisen diese nach Arrakis, um alles Nötige in die Wege zu leiten.

    Dass Paul von den Einheimischen für den verheißenen Lisan al-Gaib gehalten wird, eine Art Messias, gibt erste Rätsel auf. Weitere folgen. Auf die kann sich aber nur konzentrieren, wer nicht vom orchestralen Klang-Bombast des deutschen Komponisten Hans Zimmer erschlagen oder von einem Shai-Hulud, dem großen Sandwurm, in Atem gehalten wird.

    Die auf Arrakis endemische Art bildet in der Sandwüste saugende Treibsandtrichter, in denen Mann, Maus und Raumgleiter zu versinken akut gefährdet sind. Nach und nach werden auf dem unwirtlichen Wüstenplaneten die Konturen einer Verschwörung erkennbar, die zwar unerhört, aber – dank Ideendieb George Lucas – nicht ungesehen ist.

    Linke Öko-Parabel

    In dem Romanzyklus des 1986 verstorbenen Herbert geht es aber nur vordergründig um Science-Fiction. „Sie plündern unser Land vor unseren Augen“, empört sich gleich zu Beginn der Adaption eine junge Wilde, die Paul in unerklärlichen Visionen erscheint. Sie gehört zu den Fremen, Taliban-ähnlichen Rebellen.

    Dune ist eigentlich eine linke Öko-Parabel. Regisseur Villeneuve erinnert sich daran, wie er das Buch als Heranwachsender fand und sofort fasziniert war von der Botschaft. Für ihn ist die Natur die eigentliche Hauptfigur. Wie Herbert in der Romanvorlage dem durch den Kolonialismus verursachten Chaos auf den Grund ging, mache diese zu „einem Porträt des 20. Jahrhunderts, das heute noch relevant“ sei.

    Entsprechend erfolgte die Rollenbesetzung, die aussieht, als sei konsequent eine Prüfliste für ethnische Diversität abgearbeitet worden. Ästhetisches Appetithäppchen sind Schwarze mit blauen Augen – ein neuer Etappensieg im Kampf gegen „White supremacy“. Mit der Raffzahn-Mentalität der Harkonnen und edlen Wilden, die in Autonomen-Manier dagegen angehen, lädt auch die Handlung uneingeschränkt ein zu Andockmanövern bei marxistischen Weltdeutungsmustern. Da kann man nur hoffen, dass nicht irgendwo eine Luke klemmt.

    Das könnte passieren, wenn das große Publikum sich nicht einlässt auf Villeneuves kontemplativ-epische Erzählweise, die schon seinen Blade Runner 2049 zu einem Werk mit deutlich fühlbarer Überlänge machte. Und nach zweieinhalb Stunden ist Dune noch lange nicht zu Ende, sondern nur Dune – Episode 1.

    In unserer Kult-Ausgabe „Die UFO-Verschwörung“ trennen wir Fakten von Legenden und präsentieren Hintergründe, die Sie erstaunen werden. Welche politischen Botschaften senden Hollywoods Science-Fiction-Produktionen aus? Was verheimlich die US-Regierung über Area 51 und Roswell? Gibt es geheime Stützpunkte? Und kommt nach Corona- und Klima-Hysterie die UFO-Panik? Wir geben Antworten. „Die UFO-Verschwörung“ können Sie hier bestellen.

    3 Kommentare

    1. So’n Scheiß guck ich mir eh nicht an.
      Auch noch nie StarWars geschaut.
      Aber bitte – jedem Tierchen sein Pläsierchen …

    2. Hört sich nach Avatar an. Wo die Guten, eine kämpferische Urwaldindianerin, ein geläuteter Häuptling der Ledernacken und eine sensible Wissenschaftlerin sind. Der böse ist, wie soll es auch anders sein, ein alter weißer Mann der seine gerechte Strafe mit Abspritzgarantie bekommt. Die Geschichten haben schon einen ziemlichen Bart.

    3. thomas friedenseiche an

      na wenn das mal kein rassismus ist

      die haben BLAUE augen die leute auf dem foto

      strahlend blaue augen

      au weia
      das gibt haue von den flüchtlingshilfsorgas :-)

      nicht dass der ganze film noch gecancelt wird in unserer heutigen cancelculture