COMPACT-Gedenkveranstaltung für Dresdner Bombenopfer mit großer Besucherzahl

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Mit einer Gedenkveranstaltung gedachte COMPACT gestern der Opfer der Bombardierung Dresdens von vor 75 Jahren. Der Saal war knackevoll, mehr als 160 Besucher waren der Einladung gefolgt. Die Plätze waren somit ausverkauft.

_von Lars Poelz

Pünktlich 19:00 Uhr wurde die Veranstaltung vom Chefredakteur Jürgen Elsässer mit einer einleitenden Rede eröffnet, die die deutsche Erinnerungskultur, die nur noch in ein ewiges Schuldbekenntnis mündet, zum Inhalt hatte. Dabei zog Elsässer einen Vergleich zu den Japanern, die trotz begangener Verbrechen, würdevoll ihrer Opfer gedenken.

Bevor dann der Heimatforscher Gert Bürgel das Wort ergriff, hat der sächsische Bundestagsabgeordnete Jens Maier (AfD) den Wahnsinn des Bombardement Dresdens beeindruckend anhand von Bilddokumenten dargestellt. Der Hauptredner Gert Bürgel ging in seinem Vortrag auf die Tiefflieger ein, die nach den Bombardements Jagd auf Zivilisten machten. In der sogenannten etablierten Geschichtswissenschaft werden die Tieffliegerangriffe gerne als Mythos stilisiert. Bürgel wies allerdings mit seinen Forschungen anschaulich nach, dass es sich bei diesen um einen historischen Fakt handelt.

Dresden 1945: Die Toten, die Täter und die Verharmloser

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Als am 15. Februar 1945 die letzten Bomber das Stadtgebiet von Dresden wieder gen Westen verließen, lagen 40 Stunden Bombenterror hinter der Stadt. Das Ausmaß der vier Angriffswellen ist mit Worten kaum zu beschreiben. Tausende verbrannten im Feuersturm bei lebendigem Leibe, andere wurden verschüttet. Das als sicher geltende Dresden war damals voller Flüchtlinge. Viele mussten ihre Hoffnung mit dem Leben bezahlen. Dresden 1945 gilt seitdem als Fanal für Terror gegen die Zivilbevölkerung. Militärisch sinnlos wurde das einst blühende Elbflorenz nahezu vollends zerstört. Wolfgang Schaarschmidt hat das Inferno überlebt und jahrelang recherchiert. Mit seinem Werk kann man jetzt den Herunterschwindlern und Verharmlosern der Opferzahlen mit vielen neuen Fakten wirksam begegnen. Den über 100.000 Bombenopfern ist damit ein würdiges Denkmal gesetzt. Hier bestellen!

Nach seinem Vortrag stand er zahlreichen Fragen, die dem Publikum auf den Nägeln brannten, Rede und Antwort. Für noch offene Fragen hatte der eine oder andere aber auch die Möglichkeit, sich mit unserer COMPACT-Geschichtsausgabe Nr. 9 „Dresden 1945“  einzudecken. Dieses Angebot wurde von den Teilnehmern wohlwollend angenommen.

Alles in allem war es ein beindruckender Vortragsabend, der die Gedenktage um den 13./14. Februar angemessen einläutet. Das COMPACT-Team bedankt sich bei allen Teilnehmern für das große Interesse und die rege Diskussion im Anschluss.

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