AfD-Chef Tino Chrupalla gibt mit seinem Buch „Handwerk. Meister. Politik“ den arbeitenden Menschen eine starke Stimme – und dem Osten. Mit seinem Lebensweg unterscheidet er sich wohltuend von den Polit-Karrieristen. Etablierten Medien gefällt das nicht, sie arbeiten sich an dem Titel regelrecht ab, der jetzt im COMPACT-Shop erhältlich ist. Hier mehr erfahren.

    Bei der Vorstellung seines Buches sprach Tino Chrupalla von „Wir Proletarier“ – ganz unideologisch, einfach aus dem Bauch heraus. Der Mann kennt offensichtlich noch den Unterschied zwischen Krupps und Krauses. Letztere müssen das Boot rudern, Erstere bringen die Schätze an Land – vorzugsweise in ein anderes. Der Lebensweg des Görlitzers unterscheidet sich von vielen anderen Top-Funktionären, auch in der AfD.

    Mainstream-Medien tun sich schwer mit dem Chrupalla-Werk. Die Zeit hat sich zwar reichlich Mühe gegeben und das Buch wahrscheinlich sogar gelesen, kommt aber über das Kritisieren von angeblichen „Doppelstandards“ im Werk und auch innerhalb der AfD kaum heraus. Leseprobe: „Chrupalla erzählt zwar fortlaufend, dass er im Gegensatz zu vielen Bundestagskollegen noch wisse, wie man einen Dübel anbringe, aber er verzichtet dann auf die Erklärung, wie das konkret seine Politik beeinflusst – und inwiefern das ein wichtiger Erkenntnisvorsprung beim Schreiben von Anträgen oder Befragen der Regierung sei.“

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    Der Tagesspiegel kritisiert hingegen, dass sich der AfD-Friedenspolitiker hier als „harmloser Schwiegermuttertyp“ präsentiere, er aber in Wahrheit doch etwas ganz anderes sei, nämlich „Biedermann und Brandstifter“. Die Welt leitet folgendermaßen ein: „‘Handwerk – Meister – Politik‘“ ist gerade im rechten österreichischen Leopold-Stocker-Verlag erschienen, mehr als 10.000 Exemplare wurden nach eigenen Angaben bereits verkauft.“

    Und weiter: „Als ‚unser künftiger Bundeskanzler‘ lässt sich Chrupalla in seinem Buch von drei Spaziergängerinnen vorstellen. Der 51-Jährige präsentiert sich darin selbst als stolzer Handwerker und schildert seinen Weg vom glücklichen DDR-Kind in der Oberlausitz über die Malerlehre und Meisterschule bis zum Aufstieg in der AfD.“ O-Ton Welt:

    „Eine mögliche Erzählung für die Kandidatur setzt Chrupalla in seiner Biografie, die gemeinsam mit dem Ghostwriter Benno Ohm entstanden ist. Dort stilisiert er sich als bodenständiger Reparateur eines kaputten Landes. Dieses Selbstbild kontrastiert er immer wieder mit einem politischen und medialen ‚Establishment‘ und ‚Kartell‘, das er als abgehoben beschreibt. Der Handwerker repariert, was andere kaputtgemacht haben, so lassen sich die 247 Seiten zusammenfassen. Sie könnten gut als Bewerbungsschrift durchgehen.“

    Die Berliner Morgenpost sieht die Schrift als Positionierung im innerparteilichen AfD-Machtkampf und fragt: „Rettet ihn dieses Buch“? Zum Inhalt fällt dem Blatt ein: „Der Politiker, der ‚noch weiß, wie man einen Dübel setzt‘, das ist das eine Narrativ dieses Buches. Das andere ist der ostdeutsche Weg. ‚Ich möchte die DDR nicht zurück, aber ich möchte sie mir auch nicht nehmen lassen‘, sagt Chrupalla heute. Er beschreibt seinen Alltag in der Diktatur, seine Schritte nach der Wiedervereinigung, seinen Quereinstieg in die Politik.“

    Der Berliner Zeitung fällt auf: „Sein Verhältnis zu Weidel beschrieb Chrupalla als gut. In dem Buch schreibt er nach eigenen Angaben, er habe die Co-Vorsitzende nach vier gemeinsamen Jahren an der Parteispitze ‚richtig gern‘. Man teile ‚immer noch nicht‘ alle Inhalte, verstehe sich aber mittlerweile wortlos. Eine Einteilung des neuen Bundesvorstandes in verschiedene Lager lehnte er ab.“ Und weiter:

    „In seinem Buch beschreibt Chrupalla seine Kindheit in der DDR und schildert seinen Weg vom Malermeister in die Politik. Bei der Vorstellung warb er für mehr Anerkennung des Handwerks. Wer keine akademische Bildung habe, werde immer noch ein Stück weit belacht. Die Missachtung gegenüber diesem ‚Klientel‘ sei hoch – ‚teilweise auch in meiner Partei‘“.

    Er wünsche sich, dass mehr Menschen mit handwerklichem Hintergrund in die Politik gingen. Auch an Mitglieder der eigenen Partei appellierte er, vor dem Gang in die Politik einen Beruf oder ein Studium abzuschließen. Die Ostdeutsche Allgemeine nutzt das Erscheinen des Buches gleich zu einem Chrupalla-Portrait. Leseprobe:

    „Es gibt Politiker, die nach außen glänzen. Es gibt Politiker, die nach innen ordnen. Chrupalla spricht über Weidel nicht schwärmerisch, nicht distanziert, sondern funktional: ‚Das ergänzt sich ja sehr gut.‘ Es gebe überhaupt keine Distanz. Der Eindruck werde gerne genutzt, um sie auseinanderzuschreiben. Die Beziehung sei gut, man wisse, wie der andere ticke – manchmal reiche ein Blick, um zu verstehen, was der andere denke.“

    Der Ton sei an „vielen Stellen original Chrupalla“, finde auch der Stern. Und weiter: „Er wehrt sich nicht gegen das Klischee, das von ihm existiert. Er pflegt es. Er umarmt es.“ Keine Frage: Das Chrupalla-Werk kommt außerordentlich authentisch herüber. Es liest sich wie auch der Feder eines künftigen Kanzlers, so sieht es das COMPACT-Magazin.

    Das Buch des AfD-Vorsitzenden ist auch im COMPACT-Shop erhältlich. Hier bestellen.

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