Wieder starten die Bayreuther Wagner-Festspiele. Ein Tummelplatz des Establishment. Dabei war Wagner ein Anarchist und Vorbild seiner Siegfried-Figur ein Mitkämpfer bei der 1849er Revolution: Der russische Sozial-Anarchist Michael Bakunin.

    Nach zweijährigem Ausfall wegen Corona-Reglement ist es wieder soweit. Gestern starteten die Richard Wagner-Festspiele in Bayreuth. Klatschmedien berichten auf Hochtour über dort versammelte Prominenz. Eine jährliche Zombie-Parade, ein kulturell getarnter Catwalk des Establishments.

    Diesmal dabei: Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dorothee Bär, Bayerns Ex- Ministerpräsident Edmund Stoiber und TV-Entertainer Thomas Gottschalk.

    Der Skandal-Pegel blieb im unteren Bereich: Festspielleiterin Katharina Wagner outete sich als wehrhaftes #metoo-Opfer, und eine linke Hochschulgruppe versuchte vergeblich, den „nationalistischen“ Wagner mittels einer Demo „wegzublasen“.

    Aber: es gibt in diesem Jahr eine Neuinszenierung von Wagners Opern-Tetralogie „Ring des Nibelungen“. Aus diesem Anlass publiziert COMPACT-Online einen Artikel aus COMPACT-Magazin 02/2022 über die Entstehung des Rings, seinem revolutionären Impuls und das Vorbild der Siegfried-Figur. Russophobe Systemlinge werden zusammenzucken: Besagtes Vorbild war der russische Sozial-Anarchist Michael Bakunin! Vorhang auf…

    Siegfried auf der Barrikade: Wagner und Bakunin 1848 in Dresden

    Deutsch-russische Querfront: Richard Wagner und Michael Bakunin kämpften 1849 Seite an Seite für die Freiheit. Doch das Ende war deprimierend.

    Siegfried aus Richard Wagners Ring des Nibelungen: der schwertschwingende Hüne, der keine Angst kennt, der natur- und instinktgesteuerte Tatmensch, der sich keiner Herrschaft unterwirft. Für das völkische Publikum war er der Archetyp des Germanen, des «arischen» Helden. Dabei wurde er nach dem Vorbild eines Slawen, eines Russen, eines Anarchisten modelliert: Michael Bakunin. Wagner verarbeitete in seinem wohl berühmtesten Opernzyklus die Dresdner Revolution 1849. Gemeinsam mit dem ehemaligen Aristokraten und zaristischen Offizier stand er dort auf der Barrikade.

    «Der Müßiggang des einen ist ein Raub an der Arbeit des anderen.» Wagner

    Die Freundschaft zwischen beiden begann 1848. Richard Wagner, 35-jähriger Hofkapellmeister in Dresden, hatte mit dem Aufsatz «Deutschland und seine Fürsten» in den Volksblättern für einen Skandal gesorgt. Unter einem schützenden Pseudonym forderte er den restlosen Abriss der damaligen Staats- und Gesellschaftsordnung. Kapitalistisches Klassengefüge? Muss weg. Denn: «Der Müßiggang des einen ist ein Raub an der Arbeit des anderen.» Aristokratie? Muss weg. Denn: «Vorrecht ist ein Unrecht.» Und das Ganze am besten weltweit. Auch Könige wurden in dem Tabula-rasa-Manifest nicht geschont. Als Wagners Autorenschaft aufflog, griff der Generaldirektor der Dresdner Oper zur Cancel Culture und entfernte Lohengrin aus dem Spielplan. Weiterreichende Konsequenzen hatten die verbalen Radikalismen nicht, denn im Herbst 1848 wiegte sich Sachsens König Friedrich August II. noch in Sicherheit. Aber Wagner war am Hof als Persona non grata registriert.

    Der Oberfeuerwerker

    Dabei brodelte und knallte es seit März 1848 in zahlreichen Fürstentümern des Deutschen Bundes. Gefordert wurden: Demokratie, Abschaffung der Zensur, Bauernbefreiung, nationale Einheit und Unabhängigkeit. In einigen Staaten von Berlin bis Wien kamen liberale Regierungen – die sogenannten Märzkabinette – ans Ruder, in der Frankfurter Paulskirche wählte man eine verfassungsgebende Nationalversammlung. Doch der fehlten die Machtmittel zur Durchsetzung ihrer Ziele. Folglich saßen die Monarchen am längeren Hebel: Die schwarz-rot-goldene Revolution scheiterte.

    Opern-Titan: Richard Wagner brachte deutsche Mythen als Weihespiele auf die Bühne. Foto: CC0, Wikimedia Commons

    In dieser Zeit traf Wagner im Salon des Volksblätter-Herausgebers August Röckel einen großen, voluminösen Mann. Der saß auf dem Kanapee, ganz in schwarzer Kleidung, das Gesicht eingerahmt von langem Haar und wildem Bart. Aus seinen Augenschlitzen sprühten Funken. Als selbstbewusster Redner und Diskutant mit sokratischer Schärfe warf er radikale Thesen in die Runde: Bevor eine freie Gesellschaft entstehen könne, müsse die bürgerliche in Schutt und Asche gebombt werden. Der steckbrieflich Gesuchte war kein anderer als Bakunin, hatte sich aber das Pseudonym Dr. Schwarz zugelegt – eine Hommage an Bertold Schwarz, den Erfinder des Schwarzpulvers. Das war naheliegend, denn Bakunin war für Wagner ein «Oberfeuerwerker». Sein Motto: «Die Lust der Zerstörung ist zugleich eine schaffende Lust!» Eine Radikalität, die Wagner nicht fremd war. Schnell schlossen beide Freundschaft. Der nur 1,66 Meter große Komponist empfand eine Mischung aus «unwillkürlichem Schrecken und unwiderstehlicher Angezogenheit» für den russischen Riesen. Diese Ambivalenz spiegelte womöglich einen Bruch im Charakter Bakunins. In ihm konkurrierten ein hochsensibler, feinfühliger Kulturmensch und ein wildes Tier miteinander: Als Wagner den Anarcho-Freund zum Essen einlud, bemühte seine Frau Minna sich um ein liebevoll-pittoreskes Arrangement der Tafel. Bakunin nahm Platz und schaufelte hemmungslos in sich hinein, verschlang die Delikatessen in Rekordzeit. Wagners diskreter Einwurf, dass langsames Essen den Genuss steigere, fand bei ihm kein Gehör.

    Beethovens Neunte sei der Jubel über die geglückte Revolution.

    Wie der junge Wagner war Bakunin ein Anhänger Hegels und hatte dessen Gymnasialreden ins Russische übersetzt. In seinem Heimatland empfahl er den Bauern das Abfackeln der Aristokratenschlösser. In Paris nahm er an der subversiven Polenkonferenz und der Februarrevolution 1848 teil. Die nächste Station des Feuerkopfs: Prag, wo er beim Putsch gegen die österreichische Fremdherrschaft mitmischte. Wo Bakunin auftauchte, war die Luft schnell pulverhaltig.

    Sinfonie für den Weltenbrand

    Bei aller Faszination für den Russen spürte Wagner, dass seine Begeisterung kaum erwidert wurde. Denn Bakunin glaubte nicht an die historische Bedeutung von Intellektuellen und Künstlern, sondern an Tatmenschen. Von den Plänen des Deutschen für eine Theaterrevolution, einer Erneuerung der Bühne und einem sozialistischen Jesus-Drama wollte er nichts hören. Dennoch wies die künstlerische Kraft des Komponisten die radikale Zerstörungslust Bakunins in ihre Grenzen: Zum Palmsonntag dirigierte Wagner Beethovens Neunte in der Dresdner Oper. Das kam einem politischen Statement gleich, denn er deutete die Sinfonie als Appell an die Menschheit, gegen den «freuderaubenden Dämon» aufzustehen, der sie mit «riesigen Flügeln» überschatte. Das «Freude, schöner Götterfunken» sei der Jubel über die geglückte Revolution. Bakunin saß in der Generalprobe. Hinterher trat der Russe ohne Scheu «zu mir an das Orchester, um mir laut zuzurufen, dass, wenn alle Musik bei dem erwarteten großen Weltenbrande verloren gehen sollte, wir für die Erhaltung dieser Symphonie mit Gefahr unseres Lebens einzustehen uns verbinden wollten», berichtete Wagner in Mein Leben.

    Aufstand: Die Dresdner Mairevolution 1849, festgehalten auf einem Gemälde aus demselben Jahr von Julius Scholtz (1825–1893). Der Versuch, König Friedrich August II. von Sachsen zu stürzen und eine Republik zu etablieren, wurde nach wenigen Tagen niedergeschlagen. Foto: picture-alliance / akg-images

    Am 1. Mai löste der König die im Rahmen der Reichsverfassungskampagne gegründete Parlamentskammer auf. Röckel musste flüchten, Wagner übernahm die Redaktion der Volksblätter. Ein unaufhaltsamer Gärprozess nahm seinen Lauf. Auf den Straßen tobten erste Unruhen, Marktbuden wurden zu Barrikaden umfunktioniert. Als eine Menschenmenge das Zeughaus stürmte, schoss das Militär in die Aufständischen. Die Sturmglocke läutete. Bald versorgten die Revolutionäre sich durch Plünderung des Magazins mit Waffen und militärischem Gerät. Als der König am 4. Mai die Stadt verließ und zur Festung Königstein floh, dämmerte auch den Gemäßigten: Die Chance einer Einigung war verstrichen.

    «Herr Kapellmeister, der Freude schöner Götterfunken hat gezündet.» Aufständischer

    Die überraschten Mitglieder des sächsischen Landtags riefen eine provisorische Regierung aus. Richard Wagner stürmte zum Balkon des Rathauses, bejubelte die neue Führung und sprach zum versammelten Volk. Dann die Schreckensnachricht, die jegliche Freude übertönen sollte: Preußens Truppen marschierten gegen Dresden, um die Revolte niederzukartätschen.

    Zerhacktes Blei und Nägel

    Anarcho: Michail Bakunin war der große Gegenspieler von Karl Marx in der Ersten Internationalen (1864–1876), die sich wegen des Streits der beiden Linksikonen spaltete. Foto: CC0, Wikimedia Commons

    Alle Kräfte konzentrierten sich auf die Abwehr. Wagner ließ 150 Eier-Handgranaten gießen und scharfmachen. Außerdem beauftragte er Gottfried Semper (den späteren Erbauer der nach ihm benannten Oper) mit der Errichtung «kleiner Festungswerke». Er selbst übernahm auf dem 96 Meter hohen Turm der Kreuzkirche den Beobachterposten. Zur Koordinierung der Abwehr errichtete Bakunin im Rathaus einen Kommandostand. In der Notsituation improvisierte der ehemalige Offizier des Zaren mit einem Explosivstoff, der die preußischen Angreifer in Angst und Schrecken versetzten sollte.

    Joachim Köhler berichtet in seiner Wagner-Biografie: «Da den Aufständischen Munition fehlte, füllten sie die Geschütze auf Anweisung Bakunins mit Eisenzylindern, zerhacktem Blei und Nägeln. Die ”völkerrechtswidrigen” Projektile, die im Flug wie Brummkreisel rauschten, fügten ihren Opfern, darunter einem hoch angesehenen Generalmajor namens Homilius, furchtbare, tödliche Wunden zu.» Für Wagner dürfte ein Höhepunkt das Abbrennen des Opernhauses gewesen sein. Von seinem Beobachterposten aus verfolgte der Zündel-Komponist, wie die «wunderbar bläulichen Flammenwellen» das Gebäude verschlangen. Dabei empfand er ein «sonderbares Behagen»: Der Kulturtempel des Establishments stürzte in sich zusammen. Ein Aufständischer rief Wagner in Anspielung auf sein Palmsonntagskonzert zu: «Herr Kapellmeister, nun, der Freude schöner Götterfunken hat gezündet.»

    Trauriges Finale: Trotz entschlossener Abwehr besiegte das preußische Heer die Aufständischen nach wenigen Tagen. Wagner ergriff die Flucht, während Bakunin trotzig bis zuletzt die Stellung hielt. Er wurde verhaftet und zum Tode verurteilt. Nur eine von Russland eingeforderte Auslieferung rettete sein Leben. Der geflohene Komponist erhielt sein Todesurteil wegen «Hochverrats» in Abwesenheit, wie Minister Friedrich Ferdinand von Beust verkündete.

    Klassenkampf

    Um seinen späteren Sponsor, den bayerischen König Ludwig II., nicht zu vergraulen, spielte Wagner in seiner Autobiografie Mein Leben  (1870) den eigenen Anteil an der Dresdner Revolution herunter und stilisierte sich selbst zum neutralen Beobachter. Darauf fielen intelligente Interpreten bereits im 19. Jahrhundert nicht herein. So erkannte der Sozialist George Bernhard Shaw in seinem Buch The Perfect Wagnerite  (1898), dass Der Ring des Nibelungen eine Klassenkampf-Parabel und Siegfried ein Abbild Bakunins war. Der Wagnerianer Rudolf Steiner erklärte, dass die Arbeit in der modernen Maschinenwelt der Seele keine Ausdrucksmöglichkeit mehr gestatte. Siegfried dagegen stehe im Ring  für den freien Menschen – als Gegensatz zum entfremdeten Tagelöhner.

    Der Verurteilte saß derweil im Schweizer Exil und transformierte das Erlebte über Jahre zur Ring-Tetralogie. In ihr verewigte er den wilden, ungezähmten Tatmenschen Bakunin als Siegfried. Zwar stirbt dieser im Finale der Götterdämmerung, aber an seinem Scheiterhaufen entzündet sich ein Großfeuer: Walhall, Sitz der Götter (Machthaber), geht in Flammen auf. Bakunins Traum vom Abfackeln der Aristokratenschlösser, Wagners Vision vom revolutionären «Weltenbrand» – auf der Opernbühne wurde beides Realität. Möge die nächste Ring-Inszenierung in Bayreuth diesen Hintergrund deutlich herausarbeiten und das Establishment in den Publikumsrängen darüber erschrecken, dass es Menschen gab und gibt, die Unterdrückung und Entrechtung nicht akzeptieren.

    Dieser Artikel erschien im COMPACT-Magazin 02/2022. Diese Ausgabe können Sie in digitaler oder gedruckter Form  hier bestellen.

    18 Kommentare

    1. Grünspecht an

      @COMPACT
      Nachhilfe vom Troll:
      Es gibt das Buch über Winifred.
      Es gibt aber auch:
      Hamann: Die Familie Wagner (= Rowohlts Monographien, 50658). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2005

      COMPACT: Stimmt, aber das zieht sich über mehrere Generationen, und behandelt Richard Wagner nicht zentral. Muss bei Ihnen wahrscheinlich so sein: ein Buch, wo keine Nazis vorkommen, wäre Ihnen womöglich zu langweilig.

    2. Deshalb verstehe ich nicht ,warum Hitler so versessen auf Wagner war …… , schöpfte er aus dieser Wagnerei seine Kraft ???????
      Ich will ehrlich sein …die Wagnerei hat mich nie interessiert , doch diesmal will ich mehr wissen …… man lernt nicht aus ,auch wenn die Festplatte nicht mehr so flink ist wie in der Zeit vor dem Dahinwelken …..

      Merkel hatte doch auch nichts am Hut mit Wagner ,die trällerte doch das Liedgut der freien deutschen Jugend gemischt mit der kirchlichen Hitparade ….

      Also ich werde mehr Input in Sachen der beiden Querulanten einsaugen ….

    3. Grünspecht an

      Na gut – Wagner war ein hervorragender Komponist.
      Aber was ist mit dem Antisemiten (Pamphlet „Das Judentum in der Musik“), wie sieht es mit seiner Verächtlichmachung anderer Komponisten aus (Brahms, Mendelssohn, Meyerbeer…), was sagt man dazu, dass er über seine Verhältnisse lebte und Mietnomade war? Sein Nationalismus passt bestens zu seinen meist selbst erdichteten schwülstigen Germanentexten. Die Musik nimmt diese Opulenz häufig auf. Dass er infolgedessen insbesondere von Patrioten und Nationalisten verehrt wurde und wird, verwundert nicht. Die meisten Leute, die nach Bayreuth pilgern, wollen dabei sein und gesehen werden. Ob eine Mehrheit davon auch Wagners Denkweise und Lebenswandel kennt, sei dahingestellt.

      COMPACT: Ja, Wagner war leider Antisemit, so wie ebenso leider auch viele Künstler und Intellektuelle des 19. Jahrhunderts, beispielsweise Karl Marx oder Charles Fourier. Theodor Herzl, intellektueller Gründervater des Staates Israel, wollte aber trotzdem, das im künftigen Israel regelmäßig Wagner-Opern gespielt würden. Zweitens: Wagners Germanen-Mythologie und Deutschland-Kult steht nicht für seine Gegenwart, sondern für eine Utopie. Am Ende der “Götterdämmerung” sterben alle germanischen Götter und Herrscher, werden durch freie Menschen(Anarchismus a la Bakunin) abgelöst. Merke: Halbwissen ist wertlos.

      • Grünspecht an

        Danke für Ihre Einschätzung meines Wissens. Über Wagner habe ich wirklich einiges gelesen, über Bakunin nicht.
        Es ist wahr, dass es im 19. Jahrhundert viele Künstler und Intellektuelle gab, die Probleme mit den Juden sahen.
        Und doch führt Daniel Barenboim heutzutage Werke von Wagner in Israel auf. Das ist aller Ehren wert.
        Das ändert aber nichts an der von mir beschriebenen Tatsache. Mendelssohn und Meyerbeer z.B. waren Juden und wurden schon deswegen von Wagner gering geschätzt.

        COMPACT: Auch das ist falsch. Er hat die beiden nicht verachtet, wie beispielsweise Marx gegen Stirner, Bakunin oder Lasalle gewütet hat (oder andere Künstler gegen ihre Konkurrenten), sondern es war eine Hass-Liebe. Wagner bewunderte Meyerbeer und Mendelsohn und empfand sie zugleich als Konkurrenten. Ein tiefer Zwiespalt. Da kam ihm der Antisemitismus natürlich zupass. Das entschuldigt nichts, aber Ihre Behauptung ist einseitig. Sie sagen, Sie hätten sich mit Wagner beschäftigt? Was haben Sie gelesen? Eine Antifa-Broschüre über ihn?

        • Warum wollen Sie päpstlicher sein als der Papst? Ernest Reyer, Paul Dukas, Gustav Mahler, Arnold Schönberg und Leonard Bernstein sind in dieser Frage sehr viel souveräner gewesen.

        • Grünspecht an

          @COMPACT:
          Eins ist von Brigitte Hamann. Nach den beiden anderen – entscheidenden – kann ich nicht schauen, ich bin auf Reisen.

          COMPACT: Frau Haman hat aber nie eine Wagner-Bio geschrieben, sondern über Winifred Wagner. Wagner selbst ist da nur marginal thematisiert. Wenn die Münchener Ausstellung zu einem eher negativen Ergebnis kam, könnte das auch am Kurator gelegen haben… Aber kann Ihnen ja egal sein. Sie wollen ja ohnehin nur ein wenig rumtrollen.

      • Was ist mit Wagners möglicherweise jüdischem Vater Ludwig Geyer, seiner jüdischen Frau Cosima, seinem Förderer Angelo Neumann, dem Dirigenten Hermann Levy, der Sängerin Lilli Lehmann, dem Pianisten Carl Tausig?

        Das soll Wagners Antisemitismus nicht in Abrede stellen, nur verhindern, daß diese so schwierige Figur auf nur ein Element seiner äußerst widersprüchlichen Persönlichkeit reduziert wird.

        Bei Wagner kann man alles finden und auch das Gegenteil davon. Wer ihm einigermaßen gerecht werden will, sollte der Versuchung widerstehen, einen Aspekt herauszugreifen und diesen dann in Großaufnahme darszustellen.

        • Grünspecht an

          @Malbec
          Ihren Beitrag finde ich gut. Ich gebe Ihnen völlig Recht.
          Vor Jahren gab es im Münchner Stadtmuseum eine Ausstellung speziell zu Wagner. Da wurde in Ihrem Sinne alles Mögliche beleuchtet. Das Gesamtbild war dennoch nicht gut.

    4. Vorbild von Wagners Siegfried-Figur war Siegfried von Xanten

      Siegfried von Xanten, auch Siegfried der Drachentöter, ist eine deutsche Sagengestalt, hauptsächlich bekannt durch das Nibelungenlied und identisch mit dem nordischen Helden der germanischen Mythologie Sigurd. Die Figur des Siegfried/Sigurd geht vermutlich auf Arminius zurück.

      Die nordischen Sagen mit Siegfried sind wesentlich älter als das Nibelungenlied und waren bei dessen Entstehung um 1200 in ganz Mittel- und Nordeuropa verbreitet.

      Siegfried von Xanten stammt aus dem Heldengeschlecht der Wälsungen. Er taucht auf in der Edda (als Sigurd des Sigurdliedes), in der Völsunga-Saga, im Atlilied (um 800). Bekannt ist, daß bereits Karl der Große (um 800) den Sigurd-Stoff liebte.

      Wesentliche Elemente der Siegfried-Geschichten sind auch hier seine übermenschlichen Kräfte, die Gewinnung des Drachenhorts, die Tötung des Drachens oder Lindwurmes Fafnir (vermutlich eine Allegorie des langgezogenen, von Arminius vernichteten römischen Heerzuges unter Varus), die Erlösung Brunhildes nach Durchdringen des Feuerwalls (Waberlohe) und Siegfrieds Ermordung durch Hagen von Tronje (das Alte Sigurdlied).

    5. Die Wagner Festspiele, ein wenig von allem, Arien und Opern – Drama und Showbühne – Kunst und Kumpel!
      Die allgemeine Russophobie wird ausgeklammert, die Nähe zum Nationalsozialismus auch und auch die Heldenverehrung der Wagner Söldnertruppen!

      Na dann winniwallawalla…..!

    6. "Bayreuther Festspiele: Siegfried war revolutionärer Russe!"

      Na und? Interessiert vielleicht die Compact-Verräter, aber nicht uns. Was hat das mit Politik zu tun?

      COMPACT: Eine Lektüre des Textes hätte die dümmliche Frage erspart.

      • Dümmlich war die Feststellung in Form einer Frage gar nicht . Dümmlich ist eher der alberne Versuch, aus Siegfried einen "revolutionären Russen" (Anarchistendreck, nebenbei) machen zu wollen.
        Vor Jahren wurde ich auf "Compact" aufmerksam , weil mir rechte Bekannte gelesene Compacthafte schenkten. Inzwischen haben wir erkannt, mit wem man es bei "Compact" tatsächlich zu tun hat , unter der "patriotischen " Tünche. Wünsche schönes Sommerfest mit Anselm Lenz und den anderen Kommunisten.

    7. Folgt man dem Artikel ,dann war Wagner der erste Russkidiot ? Schade , daß man ihn nicht xxxx

    8. Schnauze Voll von Spinnern. an

      Ach ,spinnt euch ruhig aus , ihr slavophilen Systemlinge.

    9. Ist schon irre:
      Der normale Steuerzahler wartet mindestens 20 Jahre für eine Eintrittskarte und die politischen Steuerverschwender kommen jedes Jahr wieder.
      Alle Menschen seien gleich……hahaha
      Und das im besten Deutschland aller Zeiten.

      • Gehörst du nicht zu denen, die es immer so ungleich wie möglich haben wollen ? Kannst meinen Anspruch auf die Eintrittskarte für die fürchterlichen Wagnerschinken haben, dann musst du nur 10 Jahre warten.