Nach den brutalen Prügel-Attacken auf Reporter von Alternativmedien am Rande des AfD-Parteitags in Erfurt wird nach den Antifa-Tätern gefahndet. Unterdessen verdreht eine offenbar verwirrte GEZ-Journalistin die Tatsachen und fordert die Partei auf, «sich davon zu distanzieren». In COMPACT-Spezial «Genug GEZahlt» zeigen wir, wie uns der Staatsfunk immer wieder belügt, manipuliert und ausplündert. Hier mehr erfahren.
«Faschisten mit Presseausweis sind immer noch Faschisten», so lapidar reagierte Noa Sander, Sprecher des Antifa-Bündnisses Widersetzen, am Sonntag bei der abschließenden Pressekonferenz seiner bunten Truppe auf Nachfragen wegen der brutalen Attacken gegen Reporter von Apollo News am Rande des AfD-Parteitags in Erfurt. Die Überfälle auf Journalisten zählen zu den 65 Straftaten und 13 Ordnungswidrigkeiten, die die Polizei Thüringen am Samstag und Sonntag bei den linksextremen Aufmärschen feststellte. Dazu zählen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung.
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Am Rande einer Demo am Gothaer Platz gab es am Samstagvormittag eine regelrechte Hetzjagd auf drei Mitarbeiter von Apollo News. Beim Filmen stürmte eine Gruppe von Personen unter dem Ruf «Wir kriegen euch alle» auf das Team zu. Ein Reporter wurde zu Boden geworfen und mit Tritten und Schlägen, teils gegen Gesicht, Zähne und den Hinterkopf malträtiert. Durch das Eingreifen der Polizei konnte Schlimmeres verhindert werden.
🔴 Drei Reporter von Apollo News wurden in Erfurt aus einer Antifa-Demo heraus gejagt und zusammengeschlagen.
Als sie die Demonstration filmten wurden sie von ca. einem Dutzend Personen verfolgt und zu Boden geschlagen, als sie am Boden lagen wurde immer wieder nachgetreten… pic.twitter.com/yICrfMvtXo
— Max Mannhart (@maxmannhart) July 4, 2026
Einer der Journalisten erlitt mehrere Verletzungen, darunter eine Platzwunde am Kopf. Die anderen zogen sich bei der Attacke Prellungen und Schürfwunden zu. Alle Apollo-Journalisten mussten vor Ort ärztlich versorgt werden. Die Reporter wurden zudem von Vermummten mit Farbe besprüht. Andernorts kam es zu einem Angriff auf Vadim Derksen, Social-Media-Chef der Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) – in Anwesenheit von Widersetzen-Organisator Suraj Mailitafi und dem linken Youtuber Marcant. Ein Linksextremist schlug Derksen mit der Faust ins Gesicht sowie auf die Hand und entwendete sein Handy.
Halbherzige Distanzierungen
Wegen dieser Attacken geht die Polizei nun gegen die Gewalttäter vor. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) erklärte gegenüber der Bild-Zeitung, die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen. So sollen die bereits einige Tatverdächtige im Falle des Überfalls und Handyraubs gegen den JF-Mitarbeiter festgestellt worden sein.
Im Fall des Angriffs auf die Mitarbeiter von Apollo News hatte Bild seine Aufnahmen der betreffenden Szenen der Polizei zur Verfügung gestellt. Die Täter sind auf den Videos gut zu erkennen, konnten nach Angaben des Blattes aber bislang noch nicht eindeutig identifizert werden.

Während sich die Widersetzen-Truppe angesichts der brutalen Gewalt unbeeindruckt zeigte, konnten sich etablierte Parteivertreter immerhin zu halbherzigen Distanzierungen hinreißen lassen. «Wer Gewalt gegen Journalisten anwendet, der greift die Demokratie an», so Alexander Thom, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag.
«Wir lehnen jede Form von Gewalt auf solche Demonstrationen ab», so Grünen-Chefin Franziska Brantner. Fast schon zynisch sprach sie jedoch von einem «Einzelfall» und wünschte «gute Genesung». Die Grüne schob die Floskel nach: «Der Schutz der Pressefreiheit ist ein unverhandelbares Grundrecht.» Thüringens Innenminister Maier sagte: «Gewalt darf niemals das Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Ich verurteilte die Attacken auf die Medienvertreter.»
AfD-Chefin Alice Weidel hatte die Übergriffe bereits am Samstag verurteilt. Zugleich kritisierte sie, die Angriffe hätten in Politik und Medien nicht genügend Aufmerksamkeit erhalten. «Die anderen Parteien und auch die Medien: Sie waren sehr leise, um das zu verurteilen», so Weidel.
GEZ-Journalistin komplett verwirrt
Eine Mainstream-Vertreterin, die die Attacken zur Sprache brachte, aber komplett verdrehte, war die ARD-Frau Anja Kohl. Die GEZ-finanzierte Journalistin, deren Spezialgebiet eigentlich das Börsenparkett ist, erklärte die Angriffe im Sonntags-Stammtisch des Bayerischen Rundfunks (BR) zu ihrem «Ärger der Woche». In der Sendung echauffierte sich Kohl: «Es sind mehrere Journalisten am Rande der Demos dort attackiert worden, mit Kopftritten von Gegendemonstranten.» Die Journalisten hätten dort «sehr sauber versucht zu berichten».

Offenbar vollkommen verwirrt, richtete die ARD-Börsenreporterin ihre Vorwürfe dann jedoch weder an die Antifa-Gewalttäter oder das Widersetzen-Bündnis noch an die etablierten Politiker, die die sogenannten Proteste gegen den AfD-Parteitag zuvor mit Wort und Präsenz unterstützt hatten sondern an die AfD.
Kohl wörtlich:
«Die AfD hat es nicht geschafft, öffentlich sich davon zu distanzieren, überhaupt öffentlich Stellung zu nehmen.»
Parteien, so die ARD-Journalistin, müssten sich «distanzieren von so einer Sache». Damit erweckte sie dreisterweise den Eindruck, die Angriffe seien nicht von Linksextremisten, sondern von Anhängern der AfD ausgegangen. Abgesehen davon waren Alice Weidel und andere AfD-Politiker ja die Ersten, die die Übergriffe scharf verurteilten. In der Sendung selbst widersprach niemand der Aussage Kohls. Neben Hubert Aiwanger (Freie Wähler) war der Liedermacher Heinz Rudolf Kunze zu Gast beim Sonntags-Stammtisch.
Der Preis für den beinah besten Beitrag zu den Angriffen auf Journalisten am Rande des AfD-Parteitags in Erfurt geht an… Anja Kohl (ARD) und die Sendung „Der Sonntags-Stammtisch“ (BR)👇
[ganze Sendung hier, fragliche Stelle ab min. 56:39 https://t.co/OsDPsvh0l7] https://t.co/lWmdhOTQZC
— Deniz Yücel (@Besser_Deniz) July 5, 2026
JF-Chefredakteur Dieter Stein nannte die Aussage der Börsenfrau im Nachgang auf X «völlig irre». Der Journalist Deniz Yücel teilte auf X einen Beitrag des kritischen ÖRR-Blogs mit einem Ausschnitt aus der Sendung und kommentierte diesen ironisch: «Der Preis für den beinah besten Beitrag zu den Angriffen auf Journalisten am Rande des AfD-Parteitags in Erfurt geht an… Anja Kohl (ARD) und die Sendung Der Sonntags-Stammtisch (BR).»
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