Alzheimer: Neuer Test bringt Hoffnung auf einfache Früherkennung

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Sie gilt als Schrecken des Alters – Alzheimer eine Form von Demenz. Bisher gibt es weder wirksame Medikamente noch eine unkomplizierte Früherkennung, um ggf. das Fortschreiten noch aufhalten zu können. Jetzt könnte ein Bluttest 20 Jahre vor Ausbruch die Krankheit erkennen. Das ist Stand der Schulmedizin. Dass man sich auch anderweitig vor einer möglichen Erkrankung durch Alzheimer schützen kann, haben Studien längst erwiesen.

Wenn man mit zunehmendem Alter vergesslich wird, muss dies rein gar nichts mit Alzheimer zu tun haben. Auch Scans vom Gehirn geben erst Auskunft, wenn bereits die typischen Bilder sichtbar werden. Meist ist man dann an Alzheimer schon erkrankt. Was man bisher weiß, ist, dass die Alzheimer-Krankheit schon Jahrzehnte vorher sich zu entwickeln beginnt. Bricht sie aus, lassen sich Symptome ggf. abmildern und etwas verzögern. Auch die Angehörigen von Betroffenen sind selten auf die dann notwendigen Veränderungen im Alltag vorbereitet.

Bisher versuchte man mittels sehr aufwendiger Methoden, eine mögliche Alzheimer-Erkrankung vorherzusagen. Diese Methoden sind kompliziert, teuer und zudem noch invasiv. An einer unkomplizierten Früherkennung der Alzheimer-Demenz arbeiteten Wissenschaftler bisher allerdings vergebens. Damit könnte jetzt Schluss sein!

Ein neues Testverfahren macht jetzt berechtigte Hoffnung. Dabei geht es um Bluttests. Diese wurden in mehreren Studien untersucht. Einer davon hat das Zeug, schon sehr frühzeitig vor Einsetzen der typischen Symptome auf Alzheimer zu testen. Dieser neue Bluttest, der von der US-amerikanischen Alzheimer-Gesellschaft jetzt veröffentlicht wurde, könnte also zukünftig recht früh Gewissheit bringen.

Ganze zwei Jahrzehnte vor einem Ausbruch soll dieser neuartige Bluttest, zu dem jetzt eine Studie im „Jama Network“ veröffentlicht wurde, bereits Veränderungen im Gehirn anzeigen. Etwa zwei bis drei Jahre soll es noch dauern bis dieser Test auch marktreif ist.

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Mediziner vermuten, dass Veränderungen der Proteine Amyloid und Tau die entscheidenden Anzeichen von Alzheimer im Gehirn sind. Es wird nun angenommen, dass die Tau-Bündel die Amyloid-Ablagerungen begünstigen. Wobei hier eingeschoben werden muss, dass man in Studien auch solche Amyloid-Ablagerungen gefunden hat, obwohl die Betroffenen geistig und körperlich fit waren. Aber dazu später mehr.

Sie heißen P-Tau217 und P-Tau181 und sind Proteine, mit deren Hilfe man nun in der Früherkennung einen bedeutenden Schritt vorankommen will. Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Spiegel von Tau217 siebenfach erhöht ist, wenn Alzheimer diagnostiziert werden muss. Zumindest gilt dies für alle genetisch bedingten Alzheimer-Fälle.

Da der Anstieg des P-Taus217-Spiegels bereits 20 Jahre vor dem Einsetzen kognitiver Einschränkungen beginnt, hofft man hier einen wesentlichen und messbaren Marker gefunden zu haben. Die Wissenschaftler um Oskar Hansson von der schwedischen Universität Lund kamen in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass „die Genauigkeit der Diagnose mittels P-Tau217 im Blut genauso hoch war wie etablierte Diagnosemethoden“, das sind die oben erwähnten sehr teuren und aufwendigen Verfahren.

Insgesamt wurden mehr als 1400 Fälle aus unterschiedlichen Gruppen untersucht. Das wichtigste Ergebnis der Studie lautet, dass P-Tau217 im Blut Alzheimer mit einer Diagnosegenauigkeit zwischen 89 und 98 Prozent von anderen neurodegenerativen Erkrankungen unterscheiden konnte. Doch hinter diesem Test könnte zukünftig noch mehr stecken.

Hansson sieht in dem Test nämlich mehr als nur eine frühe Erkennungsmöglichkeit des individuellen Risikos. „Die Diagnose von Alzheimer vor dem Stadium der Demenz ist vor allem für klinische Studien zu neuen Therapien wichtig, die den Verlauf der Erkrankung verlangsamen oder sogar stoppen könnten.“, macht Hansson Hoffnung auf völlig neue Therapieansätze.

Auch das Protein P-Tau181 könnte zukünftig als Biomarker für Alzheimer einfach zu messen sein. In einer weiteren Studie in Kalifornien wurde das Blutplasma untersucht. Die Probanden hatten teils eine durch Biomarker bestätigte Alzheimer-Diagnose oder litten an einer neurodegenerativen Erkrankung in den Frontal- und Temporallappen des Gehirns (FTLD). Eine dritte Gruppe bestand aus gesunden Kontroll-Teilnehmern.

Die Alzheimer-Patienten wiesen eine dreifach erhöhte Plasmakonzentration an P-Tau181 gegenüber den beiden anderen Gruppen auf. Der Anstieg von P-Tau217 im Plasma der Alzheimer-Patienten war noch deutlicher: fünffach im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe und vierfach im Verhältnis mit FTLD.

Auch diese Forschergruppe ist sich ziemlich sicher, dass sowohl P-Tau217 als auch P-Tau181 zukünftig die aufwendigen PET-Scans ersetzen können, da die Genauigkeit mit bis zu 96 Prozent genauso gut ist. Sollten die Bluttests marktreif sein, könnte dies nicht nur die Früherkennung von Alzheimer revolutionieren und wesentlich vereinfachen, sondern auch neue Therapiemöglichkeiten bis hin zum Stopp der Krankheit eröffnen.

Forscher verblüfft durch Nonnenstudie

Dass es aber noch ganz andere Wege gibt, Alzheimer zu verhindern, zeigt die schon viel zitierte Nonnenstudie. Die sogenannte Nonnenstudie hat es inzwischen zu einiger Berümtheit gelangt. In einer Langzeitstudie wurden Nonnen untersucht. Damit war gewährleistet, dass es sich um Probanden handelte, die einen ähnlichen Lebensstil pflegten. Das Erstaunliche: Obwohl man in mehreren Gehirnen die berüchtigte für Alzheimer typische Plaque der oben angeführten Amyloid-Proteine fand, waren diese Frauen bis ins hohe Alter körperlich und geistig fit!

Zwar lässt sich die Lebensführung zum Teil nicht auf uns übertragen, aber in Teilbereichen schon: Wer etwa häufig in seinem Beruf Stress erlebt, sollte ebenso genug Zeit zur Kontemplation – in etwa nachdenkliche Ruhe – finden. Ebenso ist es wichtig, dass im Lebenskreis der Nonnen besonders ausgeprägte Verbundenheitsgefühl und das von Vertrauen und Geborgenheit zu pflegen.

Man könnte auch sagen, wer sich „mittig“ fühlt, also dessen Leben stimmig ist, tut seiner Gesundheit auf längere Sicht einen großen Gefallen, man nennt das auch Achtsamkeit. Auch zeigen uns die Nonnen, wie sich ein geistig und körperlich aktives Leben positiv auf die grauen Zellen auswirken kann: So haben manche Nonnen aus der Nonnenstudie im biblisch anmutenden Alter von 104 Jahren noch ihr tägliches Arbeitspensum absolviert, geistig sehr rege und wach!

Entzündungen vermeiden

Wie für viele chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf, Diabetes, Arthritis gilt auch für Alzheimer, dass diese durch entzündliche Prozesse in unserem Körper ausgelöst werden können. Gemeint sind hier die sogenannten stillen Entzündungen. Diese entstehen, wenn ein Überschuss an freien Radikalen unsere Zellen unter oxidativen Stress setzen können. Auslöser für diese stillen Entzündungen können vielfältig sein, etwa ungesunde Ernährung, Stress, Bewegungs- und Schlafmangel, zu hoher Konsum von Genussmitteln. Um nur einige zu nennen. Auch die Zufriedenheit mit sich und seinem Umfeld scheint auch hier eine große Rolle zu spielen.

Coenzym Q10

Auf der Jagd nach dem fehlenden Elektron können die freien Radikalen jede unserer Körperzellen angreifen und somit jeden Zellbereich schädigen. In der Folge lösen sie diese stillen Entzündungen aus. Hier helfen uns dann starke Antioxidantien wie z. B. das schon vielfach erwähnte Astaxanthin das Gleichgewicht bei den freien Radikalen wieder herzustellen. Antioxidantien haben die besondere Fähigkeit, die Radikalen zu neutralisieren ohne selbst radikal zu werden. Gerade das Astaxanthin wird hier immer bekannter und beliebter. Schlicht und einfach, weil es sehr wirksam ist.

Astaxanthin als Carotinoid hat besondere Eigenschaften, die es für uns so interessant machen. Weil es ist fett- und wasserlöslich ist, kann es sich sehr schnell in unserem Körper verbreiten. Dazu kommt noch die Fähigkeit direkt ins Gehirn zu gelangen – für die Gehirngesundheit sehr wichtig, weil es die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Da es auch die Blut-Retina-Schranke überwinden kann, wirkt es auch in den Augen. Auch bestimmte Entzündungsmarker im Blut werden durch Astaxanthin beseitigt. Mehr zum Astaxanthin finden Sie übrigens hier (bitte verlinken).

Mit zunehmendem Alter sind wir immer anfälliger für das Vernichtungswerk der freien Radikalen. Das kommt daher, dass noch ein zweiter „Alters“-Faktor zu wirken beginnt. Unsere Energieproduktion in den Zellkraftwerken, den Mitochondrien wird mit den Lebensjahren schwächer. Denn für diese wird der Mikronährstoffen Coenzym Q10 benötigt. Unsere körpereigene Produktion lässt ab dem 20. Lebensjahr nach, wird ab 30 spürbar und mit 40 kritisch.

Denn in diesem Alter erreicht die Q10-Produktion nur noch 70 Prozent. Vielfache Studien zeigen, dass schon ein Q10-Mangel von 25 Prozent schwere Schäden an den Mitochondrien auslösen kann. Spätestens also jetzt ist es Zeit den Q10-Spiegel wieder zu heben. Zum einen gelingt dies über spezielle Lebensmittel, etwa Fisch und Fleisch. Jedoch müsste man davon täglich sehr viel essen. Bei Ölsardinen wären dies etwa 1,5 kg. Auch die körpereigene Produktion ließe sich gezielt ankurbeln. Doch auch hier ist die Forschung noch nicht weit genug.

Bleibt als letztes, die zusätzliche Einnahme eines guten Q10-Präparates. Dass Q10 noch viel mehr kann, z. B. auch bestimmte Marker für Entzündungen im Blut zu eliminieren oder auch äußerst wichtig für die Herzgesundheit ist, zeigen wir hier.

Zusammenfassung

Sie könnten die Früherkennung von Alzheimer revolutionieren. Mit einfachen und kostengünstigen Bluttests könnten man die Alzheimer-Demenz schon bis zu 20 Jahre vor ihrem Ausbruch diagnostizieren, so neueste Studien aus Schweden und den USA. Auch neue Therapieansätze könnte man so finden, erhoffen sich die Wissenschaftler. Bis hin zu einem möglichen Stopp dieser Krankheit.

Dass es allerdings vor allem darum geht, chronische Entzündungen zu verhindern und zu bekämpfen, zeigen viele andere Studien. Diese jahrelang stillen entzündlichen Prozesse werden nämlich verantwortlich gemacht für eine Reihe von Erkrankungen wie Herz-Kreislauf, Diabetes und auch Alzheimer. Eine oft ungesunde Lebensweise führt zu einem Überschuss der freien Radikalen, die unsere Zellen unter oxidativen Stress setzen und Entzündungen auslösen.

Hier helfen neben einer Umstellung der Lebensweise starke Antioxidantien wie das immer beliebtere und sehr wirksame Astaxanthin. Als zweite Komponente kommt hinzu, dass etwa ab 40 der Q10-Spiegel eine kritische Marke unterschreitet und nurmehr 70 Prozent erreicht. Dadurch wird die Energieproduktion in den Zellen zunehmend gestört, was die Zellen schwächt und für die freien Radikalen anfälliger macht.

Ein zu niedriger Q10-Spiegel lässt unsere Zellen vorzeitig altern und den frühen Zelltod sterben. Ab etwa 40 Jahren sollten wir mit guten Q10-Präparaten das Defizit in der körpereigenen Produktion ausgleichen. Gleichzeitig schützt ein guter Q10-Spiegel unsere Zellen vor Entzündungen und altersbedingten Krankheiten, sozusagen von innen.

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